FPÖ-Einzelfälle seit Juli 2021

Am 7. Juni 2021 wur­de Her­bert Kickl zum Bun­des­par­tei­ob­mann der FPÖ desi­gniert und am 19. Juni am Par­tei­tag offi­zi­ell gewählt. Wir lis­ten die FPÖ-„Einzelfälle“ auf, die seit Kick­ls Obmann­schaft bekannt gewor­den sind. Wir erhe­ben hier­bei kei­nen Anspruch auf Vollständigkeit!

Zur Sys­te­ma­tik: Blau­grau hin­ter­legt sind jene Fäl­le, die unter „Rechts­extre­mis­mus“ lau­fen. Dar­un­ter sind Fäl­le von typi­scher Wie­der­be­tä­ti­gung, aber auch Het­ze, Anti­se­mi­tis­mus, Homo­pho­bie, Miso­gy­nie, Ras­sis­mus … erfasst. Grau hin­ter­legt sind „sons­ti­ge“ Fäl­le wie Kor­rup­ti­on, Untreue, Amts­miss­brauch und ande­re (mut­maß­li­che) Delik­te. Fal­len bei einer Per­son zeit­gleich meh­re­re Vorwürfe/Delikte an, wird dies als ein Fall gezählt. Das Datum bezieht sich auf das Bekannt­wer­den des jewei­li­gen Falles.

Bei strafrechtlich relevanten Vorwürfen gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung!

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Rechtsextremismus

1.5.26, Linz

In sei­ner Bier­zelt­re­de am 1. Mai bezeich­ne­te Her­bert Kickl „LGBT” als „Geis­tes­seu­che” und pro­pa­gier­te im Zusam­men­hang mit Inte­gra­ti­on in Schu­len Gewalt­an­wen­dung durch Lehrer:innen („wenn sie nicht gespurt haben, dann hat ein Leh­rer, der noch eine Respekts­per­son gewe­sen ist, ein biss­chen nach­ge­hol­fen und das hat nie­man­den gescha­det”). Auf der Büh­nen­lein­wand war der Slo­gan „Alles für Öster­reich” ein­ge­blen­det, der an die SA-Losung „Alles für Deutsch­land” erinnert.

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Sonstiges

24.4.26, Wien

Der FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te und Möd­lin­ger Stadt­rat Harald Thau soll sich auf offe­ner Stra­ße in Wien-Marar­e­ten eine hand­greif­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit sei­ner Lebens­ge­fähr­tin gelie­fert haben. Die Poli­zei sprach für Thau ein Annä­he­rungs- und Betre­tungs­ver­bot aus. Thau äußer­te sich zum Vor­fall nicht, aus Möd­ling folg­ten indess Rücktrittsaufforderungen.

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Rechtsextremismus

14.4.26, Wien

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Wien hat einen durch den FPÖ-Gemein­de­rat Udo Gug­gen­bich­ler aus­ge­lös­ten Ein­satz gegen die Jüdi­sche öster­rei­chi­sche Hochschüler:innenschaft (JöH) als rechts­wid­rig erkannt. Die Behör­de sei „auf blo­ßen Zuruf eines poli­ti­schen Akteurs” ein­ge­schrit­ten, so der Entscheid.

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Rechtsextremismus

16.3.26, Leo­ben

Der Tiro­ler FPÖ-Poli­ti­ker Fabi­an Walch trat zusam­men mit dem iden­ti­tä­ren Kader Chris­toph Albrecht im Rah­men eines Tages­se­mi­nars bei der Leob­ner Bur­schen­schaft Cru­xia auf. Albert ist ein Pro­pa­gan­dist für Mas­sen­de­por­ta­tio­nen, wei­ße Homo­ge­ni­tät und Geschichts­re­vi­sio­nis­mus, der poli­ti­sche Theo­rie mit ent­hemm­ten Hass­pa­ro­len ver­bin­det. Er ver­kehrt auch einem gewalt­a­ffi­nen Milieu.

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Sonstiges

6.3.26, Salz­burg

Die FPÖ-Bun­des­rats­ab­ge­ord­ne­te Mar­lies Stei­ner-Wie­ser trat von allen ihren Ämtern zurück. Es sei „im Zuge der Ein­rei­chung eines För­der­an­trags des Salz­bur­ger Senio­ren­rings beim Land Salz­burg (…) zu einer Unge­reimt­heit gekom­men”, ver­mel­de­te Stei­ner-Wie­ser kryptisch.

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Sonstiges

18.2.26, Bez. Bregenz

Ein Ex-FPÖ-Funk­tio­när muss­te vor Gericht, weil er beschul­digt wur­de, rund 15.500 Euro an Par­tei­gel­dern ver­un­treut zu haben. Den Griff in die blaue Kas­sa erklär­te der mitt­ler­wei­le Ex-Frei­heit­li­che mit miss­glück­ten Inves­ti­tio­nen am Kryp­to­geld-Markt. Er erhielt eine Diversion.

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Rechtsextremismus

5.2.26, Bre­genz

Im Vor­arl­ber­ger Land­tag sorg­te FPÖ-Land­tags­vi­ze­prä­si­dent Hubert Kinz für Auf­re­gung, als er im Rah­men einer Debat­te zur Erin­ne­rungs­kul­tur einen Ver­gleich zwi­schen den NS-Ver­bre­chen und Über­grif­fen marok­ka­ni­scher Besat­zungs­sol­da­ten auf Vor­arl­ber­ger Frau­en zog. Wei­ter: „Wie hal­ten Sie es mit den Hexen­ver­bren­nun­gen, mit den Brand­schat­zun­gen in den Schwei­zer oder Appen­zel­ler und Grau­bünd­ner Kriegen?”

Nach mas­si­vem Pro­test durch Grü­ne, SPÖ und Neos rela­ti­vier­te Kinz sei­ne Rela­ti­vie­rung, womit für Par­tei­chef Chris­tof Bit­schi der Fall erle­digt war. Der ÖVP-Land­tags­prä­si­dent Son­der­eg­ger bezeich­nte die Äuße­run­gen von Kinz als unge­schickt, einen Ord­nungs­ruf erteil­te er nicht.

Update 18.2.26: Kinz, auch noch Stadt­rat in Bre­genz, muss­te wegen sei­ner Äuße­run­gen das Jugend­res­sort abge­ben.

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Rechtsextremismus

3.12.25, Gos­au

Die Frei­heit­li­che Jugend (FJ) hielt in Gos­au ihr Win­ter­la­ger ab und been­de­te es mit einer Nach­wan­de­rung, die in einem Lokal in Gos­au ende­te. Mit dabei: die bei­den FPÖ-Natio­nal­rä­te Maxi­mi­li­an Wein­zierl und Manu­el Litz­ke. Ein den „Ober­ös­ter­rei­chi­schen Nach­rich­ten” zuge­spiel­tes Video zeigt eine Grup­pe vor­wie­gend jun­ger Män­ner in dem Lokal, die zur Melo­die von Gigi D’A­gos­ti­nos „L’A­mour tou­jours” „Deutsch­land den Deut­schen, Aus­län­der raus” grö­len. Es soll sich um orts­frem­de Per­so­nen gehan­delt haben. Die Staats­an­walt­schaft Wels ermit­telt wegen des Ver­dachts der Verhetzung.

Update 16.1.26: Es wur­den drei FJ-Ange­hö­ri­ge ermit­telt, die die ver­het­zen­de Paro­le gegrölt haben sol­len. Ermitt­lun­gen gegen wei­te­re Betei­lig­te sind im Gange.

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Rechtsextremismus

1.12.25, Inns­bruck

Der Tiro­ler FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Patrick Haslwan­ter pos­tet auf Face­book einen Screen­shot, der eine deut­sche Rechts­extre­mis­mus­for­sche­rin bei einem Inter­view im ZDF zeigt. Haslwan­ter kom­men­tiert nicht inhalt­lich, son­dern zielt aus­schließ­lich auf das Aus­se­hen der Frau. Es fol­gen Hun­der­te Kom­men­ta­re voll mit blan­kem Frauenhass.

172
Rechtsextremismus

11.11.25, Wien

Das „Ding­ho­fer-Sym­po­si­um” zu Ehren des Anti­se­mi­ten und NSDAP-Mit­glieds Franz Ding­ho­fer fand trotz hef­ti­ger Pro­tes­te von einer Rei­he renom­mier­ter Zeithistoriker*innen im Par­la­ment mit Wal­ter Rosen­kranz als Ver­an­stal­ter statt.

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Rechtsextremismus

11.11.25, Wels

Es wird bekannt, dass eine vom Wel­ser FPÖ-Bür­ger­meis­ter Andre­as Rabl initi­ier­te Ver­an­stal­tung am 5. Novem­ber mit dem Titel „Reichs­po­grom­nacht” im Ver­an­stal­tungs­ka­len­der der Stadt als „Ver­gnü­gungs­ver­an­stal­tung” ange­kün­digt war.

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Rechtsextremismus

2.10.25, Bad Hall

Der FPÖ-NR-Abg. Ger­hard Deimek ver­öf­fent­lich­te auf einem anony­men (und auf „pri­vat” gestell­ten) X‑Account ein Foto mit Män­nern, die den Hit­ler­gruß zei­gen. Zudem ist bei einem abge­bil­de­ten Mann ein Haken­kreuz-Tat­too zu sehen. Deimek gibt über sei­nen Rechts­an­walt an, mit der Ver­öf­fent­li­chung des Fotos, „die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ein­stel­lung jener Per­so­nen, wel­che auf dem Bild zu sehen sind, für jeder­mann erkenn­bar öffent­lich demas­kiert und kri­ti­siert” zu haben.

Die Staats­an­walt­schaft Steyr will nach dem Ver­bots­ge­setz ermit­teln und hat ein Ansu­chen um Auf­he­bung von Deimeks Immu­ni­tät ans Par­la­ment geschickt.

Update 3.10.25: Die APA berich­tet, Deimek habe ukrai­ni­sche Neo­na­zis ent­lar­ven wollen.
Update 15.10.25: Der Natio­nal­rat hat Deimeks Immu­ni­tät aufgehoben.
Update 3.4.26: Das Ver­fah­ren gegen Deimek wur­de eingestellt.

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Rechtsextremismus

16.9.25, Bez. Freistadt

Ein 20-jäh­ri­ger Jung­freit­heit­li­cher aus dem Bezirk Frei­stadt droh­te mit einem Amok­lauf gegen Bediens­te­te der KZ-Gedenk­stät­te Maut­hau­sen. Schon zuvor soll er durch „Juden­hass” auf­ge­fal­len sein. Der FPÖ-Bezirks­par­tei­chef zeig­te sich ver­wun­dert und lei­te­te ein Par­tei­aus­schluss­ver­fah­ren ein.

Update 6.10.25: Der Mann wur­de am Lan­des­ge­richt Linz rechts­kräf­tig wegen gefähr­li­cher Dro­hung und Ver­sto­ßes gegen das Waf­fen­ge­setz verurteilt.

168
Sonstiges

29.8.25, Kla­gen­furt

Erst nach dem Pro­zess und der Ver­ur­tei­lung (sechs Mona­te bedingt und eine nied­ri­ge Geld­stra­fe) im August 2025 wur­de bekannt, dass bei einem Kla­gen­fur­ter im Febru­ar 2024 Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Min­der­jäh­ri­gen sicher­ge­stellt wur­den. Der Mann war zu die­sem Zeit­punkt FPÖ-Funk­tio­när, der für höhe­re Wei­hen vor­ge­se­hen gewe­sen sei. Von den Medi­en mit dem Fall kon­fron­tiert, will der Kärnt­ner FPÖ-Chef Erwin Ange­rer über die Art der Straf­tat ihres Ex-Mit­glieds nichts gewusst haben.

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Rechtsextremismus

25.8.25, Glogg­nitz

Der Glogg­nit­zer FPÖ-Gemein­de­rat Tho­mas Hardteck ver­öf­fent­licht auf Face­book regel­mä­ßig anti­se­mi­ti­sche, ras­sis­ti­sche und homo­pho­be Pos­tings. Der Grü­ne Natio­nal­rats­ab­ge­ordn­te Lukas Ham­mer hat gegen Hardteck Anzei­ge wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung und Ver­stoß gegen das Ver­bots­ge­setz erstat­tet. Die FPÖ hat mit Hardtecks Äuße­run­gen kein Problem.

Update 26.8.25: Die FPÖ NÖ hat Hardteck nun doch aus der Par­tei aus­ge­schlos­sen. Sie habe zuvor das Aus­maß von Hardtecks ver­ba­len Aus­fäl­len nicht gekannt. Hardteck hat sein Gemein­de­rats­man­dat zurückgelegt.

Update 9.12.25: H. wird am Lan­des­ge­richt Wie­ner Neu­stadt wegen Ver­het­zung zu neun Mona­ten bedingt verurteilt.

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Rechtsextremismus

19.8.25, Süd­ost­stei­er­mark

Im Zuge von Pro­zes­sen am Lan­des­ge­richt Graz wird bekannt, dass ein Funk­tio­när der Frei­heit­li­chen Jugend eine Neo­na­zi-Grup­pe ange­führt hat. Er wur­de im Juni rechts­kräf­tig nach dem Ver­bots­ge­setz ver­ur­teilt. Auf der Web­site einer RFJ-Bezirks­or­ga­ni­sa­ti­on wird er nach wie vor als Vor­stands­mit­glied geführt.

165
Rechtsextremismus

29.7.25, Tirol-Wien

Nach­dem die Staats­an­walt­schaft Inns­bruck bereits die Auf­he­bung der Immu­ni­tät von Mar­kus Abwerz­ger bean­tragt hat (Fall 161), legt sie nach und will nun eben­falls gegen den Tiro­ler FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Chris­to­fer Ranz­mai­er wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung ermit­teln. Auch er hat­te ein ras­sis­ti­sches Video veröffentlicht.

Update 15.10.25: Wäh­rend der Tiro­ler Land­tag Abwerz­gers Immu­ni­tät auf­ge­ho­ben hat, lehn­te dies der Natio­nal­rat im Fall von Ranz­mai­er ab.

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Rechtsextremismus

23.7.25, OÖ-Wien

Der ober­ös­ter­rei­chi­sche FPÖ-Lan­des­par­tei­se­kre­tär und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Micha­el Gru­ber hat­te in einer Aus­sendung vom 3.8.23 das Doku­men­ta­ti­ons­ar­chiv des öster­rei­chi­schen Wider­stan­des (DÖW) als Orga­ni­sa­ti­on dif­fa­miert, die „mit wis­sen­schaft­li­cher Arbeit nichts zu tun” habe. Zudem behaup­te­te Gru­ber, „das Ober­lan­des­ge­richt Wien [hat] in letz­ter Instanz erkannt, dass das DÖW kei­nes­wegs eine neu­tra­le wis­sen­schaft­lich arbei­ten­de Instanz ist, son­dern sehr wohl von ein­schlä­gi­ger poli­ti­scher Agi­ta­ti­on getrie­ben wird”.

Das DÖW klag­te und bekam recht. Gru­ber wur­de am Han­deslge­richt Wien (nicht rechts­kräf­tig) dazu ver­ur­teilt, die­se Äuße­run­gen künf­tig zu unter­las­sen und einen Wider­ruf zu ver­öf­fent­li­chen. Zudem muss er die Kos­ten für das Gerichts­ver­fah­ren tragen.

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Rechtsextremismus

15.7.25, Inns­bruck

Die FPÖ Tirol ver­öf­fent­lich­te über Mona­te hin­weg vor allem auf Tik­Tok grob ras­sis­ti­sche Vide­os mit Anspie­lun­gen, die auch als Gewalt­auf­ruf inter­pre­tiert wer­den könn­ten. Nun prüft die Staats­an­walt­schaft einen Anfangs­ver­dacht auf Verhetzung.

Update 9.10.25: Nach Antrag der Staats­an­walt­schaft Inns­bruck wur­de sei­tens des Land­tags die Immu­ni­tät des Tiro­ler FPÖ-Obmanns Mar­kus Abwerz­ger aufgehoben.

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Rechtsextremismus

11.7.25, Wien

Micha­el Ober­lech­ner, FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­od­ne­ter, holt den Iden­ti­tä­ren-Kader Ger­not Schmidt als par­la­men­ta­ri­schen Mit­ar­bei­ter. Zuvor hat­ten bereits die neu­en Abge­ord­ne­ten Sebas­ti­an Schwaig­ho­fer und Maxi­mi­li­an Wein­zierl mit Fabi­an Rusn­jak einen ehe­ma­li­gen Füh­rungs­ka­der und mit Andre­as Hin­ter­eg­ger einen im Umfeld der Iden­ti­tä­ren Täti­gen als Mit­ar­bei­ter im FPÖ-Par­la­ments­klub angestellt.

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Rechtsextremismus

23.6.25, OÖ

Ein­mal mehr sorgt Micha­el Gru­ber, Lan­des­par­tei­se­kre­tär und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te der FPÖ Ober­ös­ter­reich, für eine Ent­glei­sung. In einem Inter­view mit dem rechts­extre­men Lokal­sen­der RTV fan­ta­siert er über ein öster­reich­wei­tes Ver­bot von Pri­des. Sein Vor­bild: der auto­ri­tär regie­ren­de unga­ri­sche Regie­rungs­chef Vik­tor Orbán, der ein Ver­bot über die Buda­pest-Pri­de ver­hängt hat.

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Rechtsextremismus

16.6.25, Wien

Im Zuge einer Natio­nal­rats­sit­zung sprach der Neos-Abge­ord­ne­te Yan­nick Shet­ty über die Ukrai­ne und sei­nen Besuch in But­scha, wo die rus­schi­schen Trup­pen 2022 mehr als 400 Men­schen erschos­sen, erschla­gen oder durch Fol­ter ermor­det haben. Die FPÖ-Abge­ord­ne­te Dag­mar Bela­ko­witsch rief zum Besuch: „Da habt ihr viel Spaß gehabt, gell?” Sie ern­te­te für die­se Wider­lich­keit einen Ord­nungs­ruf sei­tens des zwei­ten Nationalratspräsidenten.

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Rechtsextremismus

10.6.25, OÖ

Tho­mas Dim, FPÖ-Klub­ob­mann im ober­ös­ter­rei­chi­schen Land­tag, pos­tet kurz nach Bekannt­wer­den der Amok­tat an einer Gra­zer Schu­le: Ich wie­der­ho­le mich: Ein Land ohne Abschie­bun­gen ist ein Land ohne Schutz.“ Zu die­sem Zeit­punkt war noch nichts über den Täter bekannt. Damit kon­fron­tiert, erklär­te Dim zuerst, der (von „Stoppt die Rech­ten” ange­fer­tig­te) Screen­shot sei­nes Pos­tings sei mani­pu­liert, danach, ein Mit­ar­bei­ter habe das Pos­ting ohne sein Wis­sen veröffentlicht.

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Rechtsextremismus

26.5.25, Lan­nach

Ein west­stei­ri­scher FPÖ-Ersatz­ge­mein­de­rat ver­brei­tet auf Face­book anti­se­mi­ti­sche Ver­schwö­rungs­er­zäh­lun­gen, stellt die Zahl der im NS ermor­de­ten Juden/Jüdinnen infra­ge und behaup­tet, dass das, was „Sozi”-Gewerkschafter*innen im „Coro­naHou­lo­caust” getan hät­ten, „schlim­mer als Nazi­Ver­bre­chen” sei.

157
Rechtsextremismus

12.5.25, Eisen­stadt-Bez. Mattersburg

Eine 51-jäh­ri­ge FPÖ-Ersatz­ge­mein­de­rä­tin aus dem Bezirk Mat­ters­burg wur­de wegen Ver­het­zung ange­klagt und ist mit einer Diver­si­on davon­ge­kom­men. Sie muss eine Geld­bu­ße über 1.000 Euro und 150 Euro Pau­schal­kos­ten bezah­len. „Stoppt die Rech­ten” ist die Frau schon des Öfte­ren wegen übler Hetz-Pos­tings aufgefallen.

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Rechtsextremismus

9.5.25, Wien

Auf der Face­book-Sei­te von Wal­ter Rosen­kranz reagie­ren unter einem Pos­ting am 11. April zahl­rei­che User*innen mit wüst anti­se­mi­ti­schen, zum Teil mut­maß­lich straf­ba­ren Kom­men­ta­ren. Sie blei­ben fast vier Wochen ste­hen, bis der „Stan­dard” eine Anfra­ge an das Büro Rosen­kranz rich­tet. Selbst nach der zuge­sag­ten Löschung sind dort wei­ter­hin offen­sicht­lich anti­se­mi­ti­sche Kom­men­ta­re zu lesen.

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Rechtsextremismus

25.4. und 1.5.25, Wien und Linz

Der FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Chris­ti­an Hafenecker ruft im Natio­nal­rat „Dür­fen die Zecken alles?”, sein Par­tei­ob­mann Her­bert Kickl ver­un­glimpft im Bier­zelt den SPÖ-Obmann Andre­as Babler als „lin­ke Zecke”. Bei­de grei­fen damit auf die im Natio­nal­so­zia­lis­mus sys­te­ma­tisch ein­ge­setz­te Metho­de zurück, Men­schen mit dehu­ma­ni­sie­ren­den Aus­drü­cken, ins­be­son­de­re als Para­si­ten, abzuwerten.

Update 17.7.25: Andre­as Babler klagt Kickl wegen Belei­di­gung, die Staats­an­walt­schaft bean­tragt die Auf­he­bung von Kick­ls Immunität.
Update 29.1.26: Nach­dem Kick­ls Immu­ni­tät nicht auf­ge­ho­ben wur­de, klag­te die SPÖ den blau­en Par­la­ments­klub als Medi­en­in­ha­ber von „FPÖ-TV”, wo Kick­ls Beschimp­fung abruf­bar ist. Die FPÖ wur­de zu einer Zah­lung von 5.000 Euro ver­ur­teilt. Die Ver­tei­di­gung mel­de­te Rechts­mit­tel an.

154
Rechtsextremismus

25.4.25, Wien

Der FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Chris­ti­an Hafenecker hetzt im Natio­nal­rat gegen die LGBTIQ-Com­mu­ni­ty und dif­fa­miert die drei offen homo­se­xu­el­len Abge­ord­ne­ten Mario Lind­ner (SPÖ), David Stög­mül­ler (Grü­ne) und Nico Mar­chet­ti (ÖVP) mit der Aus­sa­ge: „Als Vater von drei Kin­dern will ich nicht, dass Lin­ke wie die Kol­le­gen Lind­ner, Stög­mül­ler oder Mar­chet­ti über die Sexu­al­erzie­hung unse­rer Kin­der bestimmen!“

153
Rechtsextremismus

24.4.25, Wien

Der FPÖ-Abge­ord­ne­te Peter Wurm erklärt im Natio­nal­rat: „So, lei­der Got­tes ist – mit Ansa­ge – alles ein­ge­tre­ten: von der Kri­mi­na­li­tät über die Umvol­kung bis hin zum Kol­laps des Sozi­al­sys­tems.” Für den ein­deu­tig aus dem NS-Voka­bu­lar stam­men­den Begriff „Umvol­kung” will Natio­nal­rats­prä­si­dent Wal­ter Rosen­kranz kei­nen Ord­nungs­ruf ertei­len, son­dern zunächst „die Kon­no­ta­ti­on des Begrif­fes Umvol­kung, der unter­schied­lich gebraucht wird” klä­ren. Schließ­lich erklärt Rosen­kranz just unter Beru­fung auf den Duden, der aber zu „Gebrauch” „natio­nal­so­zia­lis­tisch” anführt, kei­nen Ord­nungs­ruf ertei­len zu wol­len, weil das Wort auch anders (als natio­nal­so­zia­lis­tisch) kon­no­tiert sei. Wurm nimmt die Ver­wen­dung des Begriffs Stun­den spä­ter zurück.

152
Rechtsextremismus

15.4.25, Wien

Die FPÖ nomi­nier­te einen erst im Dezem­ber 2024 nach dem Ver­bots­ge­setz ver­ur­teil­ten Neo­na­zi als Kan­di­dat für die Bezirks­ver­tre­tungs­wahl in Wien-Donau­stadt an 7. Stel­le, aber auch auf der Regio­nal- und Stadt-/Lan­des­lis­te. Da das ver­häng­te Straf­maß von 17 Mona­ten bedingt laut Gemein­de­wahl­ord­nung den Aus­schluss vom pas­si­ven Wahl­recht nach sich zieht, muss der Kan­di­dat nun von allen Lis­ten gestri­chen werden.

151
Rechtsextremismus

11.4.25, Wien

Es wird über den „Stan­dard” bekannt, dass zwei jüdi­sche Jour­na­lis­tin­nen, die für die Ver­an­stal­tung im Par­la­ment anläss­lich des inter­na­tio­na­len Holo­co­aust-Gedenk­ta­ges am 27. Jän­ner eine Akkre­di­tie­rung hat­ten, von sechs Par­la­ments­se­cu­ri­tys umzin­gelt und ver­folgt wor­den sein sol­len. Der Grü­ne Abge­ord­ne­te Lukas Ham­mer hat dazu eine par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an Wal­ter Rosen­kranz ein­ge­bracht und spricht davon, dass „Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter einer jüdi­schen Zei­tung ein­ge­schüch­tert und drang­sa­liert” wor­den seien.

150
Rechtsextremismus

7.4.25, Wien-Brüs­sel

Eine Recher­che von „Stoppt die Rech­ten” zeigt die Radi­ka­li­sie­rung der FPÖ-Euro­pa-Abg. Petra Ste­ger. Für die EU und das Euro­pa­par­la­ment äußert Ste­ger aus­schließ­lich mas­si­ve Anti­pa­thien, die wenigs­tens teil­wei­se auf Ver­schwö­rungs­ge­schich­ten beru­hen, sie bewegt sich zwi­schen rechts­extre­men Mit­ar­bei­tern und vor allem in einem radi­ka­len AfD-Netzwerk.

149
Sonstiges

19.3.25, Graz

Wie die „Kro­nen Zei­tung” schreibt, soll ein für die jüngs­te stei­ri­sche Gemein­de­rats­wahl in sei­nem Ort auf Platz zwei gesetz­ter FPÖ-Kan­di­dat in eine Dieb­stahls- und Ver­un­treu­ungs­af­fä­re ver­wi­ckelt und des­we­gen ange­klagt wor­den sein. Die FPÖ will den Vor­fall nicht kommentieren.

148
Sonstiges

18.3.25, Stei­er­mark

Die Platt­form „cam­pus a” berich­tet über den Ex-FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Wal­ter Rauch, der mit gefälsch­ten Papie­ren ver­sucht habe, rund 28 Mil­li­ar­den Euro, die aus dubio­sen Geschäf­ten eines Ira­ners stam­men sol­len, zu beschaffen.

147
Sonstiges

13.3.25, Wien

Der FPÖ-Jus­tiz­spre­cher Harald Ste­fan reagiert in einer Pres­se­aus­sendung auf einen Beschluss aller Par­la­ments­par­tei­en außer der FPÖ, wonach künf­tig nicht auto­ma­tisch dem/der Ers­ten Nationalratspräsidenten/in die Vor­sitz­füh­rung im „Natio­nal­fonds der Repu­blik Öster­reich für Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus” zusteht.

Ste­fan führt dabei ein offen­bar erfun­de­nes Zitat von Arik Brau­er an: „Der FPÖ-Jus­tiz­spre­cher erin­ner­te abschlie­ßend auch an Arik Brau­er, der 2018 in einem Inter­view mein­te, dass vie­le Jüdin­nen und Juden in Öster­reich auch die Frei­heit­li­che Par­tei wäh­len wür­den, weil sie erkannt hät­ten, dass Anti­se­mi­tis­mus und Gewalt gegen Juden nicht von der FPÖ oder deren Wäh­ler aus­ge­hen, son­dern durch die unkon­trol­lier­te Mas­sen­zu­wan­de­rung aus isla­mi­schen Län­dern beför­dert werde.”

Auf Nach­fra­ge des Jour­na­lis­ten Mar­kus Sulz­bach­er, woher die­se Aus­sa­ge von Brau­er stam­me, schickt Ste­fan eine Kor­rek­tur­aus­sen­dung, mit dem Hin­weis, es habe sich ein Feh­ler ein­ge­schli­chen, lässt die­se Pas­sa­ge weg und fügt eine ande­re Brau­er-Aus­sa­ge hinzu.

146
Sonstiges

10.3.25, Kla­gen­furt

Die Staats­an­walt­schaft Kla­gen­furt ermit­telt nach einer anony­men Anzei­ge gegen den Kla­gen­fur­ter Ex-Vize­bür­ger­meis­ter und aktu­el­len FPÖ-Gemein­de­rat Wolf­gang Germ wegen des Ver­dachts auf schwe­ren Betrug. Germ soll wäh­rend sei­ner Dienst­zeit – er ist bei der Berufs­feu­er­wehr beschäf­tigt – an poli­ti­schen Sit­zun­gen teil­ge­nom­men und dafür Über­stun­den ver­rech­net haben. Germ bestrei­tet den Vorwurf.

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Sonstiges

10.3.25, Kärn­ten

Im Zuge der bevor­ste­hen­den Wirt­schafts­kam­mer-Wahl in Kärn­ten steht die „Frei­heit­li­che Wirt­schaft” (FW) unter Ver­dacht, Unter­schrif­ten für Kan­di­da­tu­ren gefälscht zu haben. Meh­re­re Unter­neh­mer berich­ten, ohne eige­nes Zutun und Wis­sen, auf diver­sen Wahl­lis­ten auf­zu­tau­chen. Die FW bestrei­tet die Vorwürfe.

144
Rechtsextremismus

6.3.25, Wien

Das Maga­zin „tag eins” ent­hüllt eine Ent­hül­lung: Ein als künst­le­risch wenig wert­vol­les Wand­ge­mäl­de des Nazi-Künst­lers Rudolf Her­mann Eisen­men­ger im Par­la­ment wur­de zuvor jah­re­lang ver­hüllt. Rosen­kranz hol­te es wie­der her­vor und posiert davor regel­mä­ßig, wie Social Media-Pos­tings zeigen.

143
Rechtsextremismus

5.3.25, Wien-Lan­gen­lois

Es wird bekannt, dass der mit der mut­maß­lich rechts­ter­ro­ris­ti­schen Grup­pe „Säch­si­sche Sepa­ra­tis­ten” in Ver­bin­dung gebrach­te Spreng­stoff­ex­per­te und Freund der Fami­lie Schi­ma­nek, Alfred K., unter Ver­kehrs­mi­nis­ter Nor­bert Hofer in den Auf­sichts­rat der „Asfi­nag Bau Manage­ment GmbH” gehievt wur­de. Hofer beruft sich bezüg­lich die­ser Bestel­lung auf sei­nen dama­li­gen Kabi­netts­chef René Schi­ma­nek. Schi­man­eks Part­ne­rin wur­de gleich­zei­tig Auf­sichts­rä­tin bei der „ÖBB-Per­so­nen­ver­kehr AG”.

142
Rechtsextremismus

28.2.25, Wien-Lan­gen­lois

Über eine par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge der Grü­nen wird bekannt, dass René Schi­ma­nek, FPÖ-Poli­ti­ker in Lan­gen­lois und Büro­lei­ter des Natio­nal­rats­prä­si­den­ten Wal­ter Rosen­kranz, als Schrei­ber und Emp­fän­ger in zwi­schen 2010 und 2015 ver­fass­ten E‑Mails auf­tau­chen soll, die NS-Glo­ri­fi­zie­rung, anti­se­mi­ti­sche und ras­sis­ti­sche Inhal­te wie­der­ge­ben. Laut Anfra­ge sei­en Per­so­nen invol­viert, die zumin­dest teil­wei­se im neo­na­zis­ti­schen Spek­trum zu ver­or­ten sind.

Rosen­kranz hat reagiert und das Dienst­ver­hält­nis mit Schi­ma­nek gelöst, obwohl er noch immer von des­sen Unschuld über­zeugt sei.

141
Rechtsextremismus

24.2.25, Nie­der­ös­ter­reich

In einer Pres­se­kon­fe­renz am Ran­de einer Regie­rungs­klau­sur lie­fer­te der nie­der­ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­haupt­frau­stell­ver­tre­ter Udo Land­bau­er in Anwe­sen­heit von Johan­na Mikl-Leit­ner gleich eine Serie an Ent­glei­sun­gen: „Wir stel­len das Nor­ma­le vor das Abnor­ma­le”, beton­te Land­bau­er. „Wir set­zen auf Blau-Gelb statt auf Regen­bo­gen-Poli­tik.” Mit dem schwarz-blau­en Arbeits­über­ein­kom­men 2023 habe man den „Weg der Ver­nunft” ein­ge­schla­gen: „Wir stel­len in Nie­der­ös­ter­reich gesell­schafts­po­li­ti­sches Gegen­ge­wicht zu einer schril­len, hoch-ideo­lo­gi­sier­ten Min­der­heit dar, die in ande­ren Län­dern oft­mals ver­sucht, die Poli­tik vor ihren Kar­ren zu span­nen”, mein­te der Lan­des­vi­ze. Als Bei­spiel nann­te er etwa den Gen­der-Erlass. „Wir stel­len die eige­ne Bevöl­ke­rung in den Mit­tel­punkt und schie­ben jenen einen Rie­gel vor, die es nicht gut mit Nie­der­ös­ter­reich mei­nen.” (puls24.at, 24.2.25)

Damit ver­un­glimpf­te Land­bau­er in einer an den NS erin­nern­den Dik­ti­on und Ideo­lo­gie nicht nur alle Men­schen außer­halb einer hete­ro­se­xu­el­len Norm, stell­te sie und deren Interessensvertreter*innen als Nie­der­ös­ter­reich nicht zuge­hö­rig dar und insi­nu­ier­te auch noch, dass jene, die eine gen­der­ge­rech­te Spra­che for­dern und anwen­den, es mit Nie­der­ös­ter­reich nicht gut mei­nen würden.

140
Rechtsextremismus

14.2.25, Lan­gen­lois

Die ZiB1 berich­tet, dass gegen René Schi­ma­nek, Büro­lei­ter von Wal­ter Rosen­kranz und FPÖ-Stadt­rat in Lan­gen­lois, ermit­telt wird. Hin­ter­grund sind die Raz­zi­en gegen die mut­maß­li­che Rechts­ter­ror­grup­pe „Säch­si­sche Sepa­ra­tis­ten”, in die die Fami­lie von Schi­man­eks Bru­der, Hans Jörg jun., maß­geb­lich invol­viert ist. In dem Haus bei der Burg­rui­ne Kron­segg (Lan­gen­lois), in dem René Schi­ma­nek bis vor kur­zem haupt­ge­mel­det war, sol­len laut „Kro­nen Zei­tung” NS-Devo­tio­na­li­en, 30 Kilo­gramm Muni­ti­on, Waf­fen­tei­le und mili­tä­ri­sche Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de sicher­ge­stellt wor­den sein.

Ermit­telt wird wegen des Ver­dachts auf Wie­der­be­tä­ti­gung und nach dem Waf­fen­ge­setz. Schi­ma­nek gibt an, in dem Haus seit 2002 nicht mehr gewohnt zu haben.

Update 30.1.26: Die Ermitt­lun­gen gegen René Schi­ma­nek wur­den ein­ge­stellt, weil eine siche­re Zuord­nung der Gegen­stän­de zu Schi­ma­nek nicht nach­weis­bar sei.

139
Rechtsextremismus

14.2.25, Hohen­berg

Der Spit­zen­kan­di­dat der FPÖ Hohen­berg (NÖ) muss bereits vor der Ange­lo­bung als Gemein­de­rat auf sein Man­dat ver­zich­ten: Der mehr­fach vor­be­straf­te Mann wur­de die­se Woche nach dem Ver­bots­ge­setz und wegen Ver­het­zung zu einer teil­be­ding­ten Haft­stra­fe ver­ur­teilt (nicht rechts­kräf­tig). Die FPÖ ver­such­te, den Vor­fall zu vertuschen.

138
Rechtsextremismus

31.1.25, Nie­der­ös­ter­reich

Bei den nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Gemein­de­rats­wah­len haben es eine Rei­he von Per­so­nen mit rechts­extre­mer Vor­ge­schich­te geschafft, Man­da­te zu errin­gen: der aus dem Iden­ti­tä­ren-Umfeld stam­men­de Niko­laus Schmidt in Neu­leng­bach, der ehe­ma­li­ge (?) Blood & Honour-Fan und Anhän­ger der faschis­ti­schen Ustaša, Alen Cor­ko­vic, in Sto­cker­au sowie in Ter­nitz Erwin Scherz, der einst ein Sel­fie, auf dem er mit einem  Reichs­ad­ler-T-Shirt zu sehen war, ins Netz gestellt hatte.

137
Rechtsextremismus

22.1.25, Gänserndorf/Deutsch Wagram

Gise­la Offen­beck, Spit­zen­kan­di­da­tin der FPÖ Gän­sern­dorf für die Gemein­de­rats­wahl 2025 und ihr auf Platz vier gelis­te­ter Ehe­mann, Peter Offen­beck, beton­ten in meh­re­ren Jah­ren über Pos­tings auf Face­book, am 20.4. Eier­no­ckerl zu sich zu neh­men, denn „heu­te schme­cken sie am bes­ten”. Der Gän­sern­dor­fer FPÖ-Kan­di­dat auf Platz 7, Rene Lorenz, betei­lig­te sich eben­falls mit: „Pflicht an so einen Ehren­tag”. Peter Offen­beck stach auch durch wei­te­re Pos­tings hervor.

Invol­viert ist zudem Ronald Bit­zin­ger, der in Deutsch Wagram bei der Gemein­de­rats­wahl kan­di­diert – aller­dings an hin­te­rer Stelle.

Update 12.2.25: Gise­la (Platz 1) und Peter Offen­beck (Platz 4) haben auf ihr Man­dat ver­zich­tet. Nicht aber Rene Lorenz (Platz 7) – der wur­de am 12.2. als Gemein­de­rat angelobt.

136
Rechtsextremismus

21.1.25, Mis­tel­bach

Wolf­gang Nie­der­rei­ter, Kan­di­dat der FPÖ Mis­tel­bach für die Gemein­de­rats­wahl am 26. Jän­ner mit einer bemer­kens­wer­ten Vor­ge­schich­te, ver­öf­fent­licht über Jah­re hin­weg sexis­ti­sche, miso­gy­ne, homo­pho­be und ras­sis­ti­sche Pos­tings, die in ihrer ekel­haf­ten Pri­mi­ti­vi­tät beson­ders her­vor­ste­chend sind.

Update 22.1.25: Nie­der­rei­ter ist nach eige­ner Aus­sa­ge (NÖN) von sei­ner Kan­di­da­tur zurück­ge­tre­ten und hat die FPÖ verlassen.

135
Rechtsextremismus

18.1.25, Wies

Bei einer Kampf­ab­stim­mung wur­de im süd­west­stei­ri­schen Wies mit Kon­stan­tin Leit­in­ger ein Mann zum FPÖ-Orts­par­tei­ob­mann gewählt, der auf der 2019 publik gewor­de­nen BVT-Lis­te der iden­ti­tä­ren Spender/Mitglieder aufscheint.

134
Rechtsextremismus

14.1.25, Wien

Der „Stan­dard” ver­öf­fent­licht Aus­schnit­te von Video- und Audio­auf­nah­men, die im Zuge eines öffent­lich zugäng­li­chen FPÖ-Stamm­ti­sches in Sim­me­ring ange­fer­tigt wur­den. Die bei­den FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Harald Ste­fan und Ste­fan Tschank atta­ckie­ren ihren künf­ti­gen Koali­ti­ons­part­ner, die ÖVP, bezeich­nen Geflüch­te­te als „Gesin­del”, dem das Leben so unan­ge­nehm wie mög­lich gemacht wer­den müs­se und zie­hen über die EU her, aus der man eigent­lich aus­tre­ten müsse.

Dar­auf­hin beschimpft der Wie­ner FPÖ-Chef Nepp den „Stan­dard” als „Scheiß­blatt”, des­sen Ende er sich wünscht und dem er die Pres­se­för­de­rung ent­zie­hen will. Von wei­te­ren Funk­tio­nä­ren aus der FPÖ fol­gen eben­falls unver­hoh­le­ne Drohungen.

Update 13.2.25: Die Staats­an­walt­schaft Wien hat nach einer Anzei­ge ein Aus­lie­fe­rungs­be­geh­ren ans Par­la­ment geschickt. Sie will gegen Harald Ste­fan wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung („Gesindel”-Sager) ermitteln.

Update 26.2.25: Ste­fan wur­de vom Natio­nal­rat nicht ausgeliefert.

133
Rechtsextremismus

9.1.25, Tirol

Die FPÖ Tirol pos­tet zur Amok­fahrt in Mag­de­burg ein Sujet, in dem ein Foto und auch das Wor­ding der Iden­ti­tä­ren mit der For­de­rung nach einer mil­lio­nen­fa­chen „Remi­gra­ti­on” (sprich: Depor­ta­ti­on) über­nom­men werden.

132
Rechtsextremismus

7.1.25, Lan­gen­lois

Die Fami­lie des im Dezem­ber ver­stor­be­nen ehe­ma­li­gen FPÖ-Poli­ti­kers Hans Jörg Schi­ma­nek lässt eine Par­te anfer­ti­gen, auf der eine Irm­in­sul – unter den Nazis Sym­bol der SS-For­schungs­ein­rich­tung „Deut­sches Ahnen­er­be” – sowie der eben­falls im NS ver­wen­de­te Spruch „… und ewig lebt der Toten Taten­ruhm” abge­druckt sind. Auf der Par­te zeich­net u.a. René Schi­ma­nek, Büro­lei­ter von Wal­ter Rosen­kranz und FPÖ-Stadt­rat in Langenlois.

Update 9.1.26: Gegen René Schi­ma­nek wur­de auf­grund der Par­te nach dem Ver­bots­ge­setz Ankla­ge erhoben.
Update 11.3.26: Schi­ma­nek wur­de nach dem Ver­bots­ge­setz zu einer Bewäh­rungs­stra­fe von zwölf Mona­ten ver­ur­teilt. Er akzep­tier­te das Urteil.

131
Rechtsextremismus

6.1.25, Wien

Ein Wie­ner Ex-FPÖ-Bezirks­rat wur­de wegen 89 Delik­ten nach dem Ver­bots­ge­setz ange­klagt und (nicht rechts­kräf­tig) ver­ur­teilt. Dar­un­ter: Wein und Tas­se mit Hit­ler-Por­trät und wider­li­che Chats. Der ange­klag­te Tat­zeit­raum (2015–19) fällt zur Gän­ze in die Zeit sei­nes Man­dats, das er bei der Bezirks­rats­wahl 2020 nur knapp ver­pass­te. Auch 2024 taucht sein Name noch auf einer frei­heit­li­chen Lis­te auf.

130
Rechtsextremismus

28.12.24, Ter­nitz

Ein Akti­vist und Kan­di­dat der FPÖ Ter­nitz für die Gemein­de­rats­wahl prä­sen­tiert sich auf Face­book und in der Öffent­lich­keit mit Nazi-Tat­toos. Auf eine Sach­ver­halts­dar­stel­lung durch „Stoppt die Rech­ten” folg­te eine Hausdurchsuchung.

Update 2.9.25: Der Mann wur­de am Lan­des­ge­richt Wie­ner Neu­stadt schul­dig gespro­chen und zu 24 Mona­ten beding­ter Haft (nicht rechts­kräf­tig) verurteilt.

129
Sonstiges

27.12.24, Wien

Ant­wor­ten auf zwei par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen an Wal­ter Rosen­kranz offen­ba­ren, dass der Natio­nal­rats­prä­si­dent bezüg­lich des Besuchs von Vik­tor Orbán öffent­lich gelo­gen oder zumin­dest die Unwahr­heit gesagt hat.

Wäh­rend er im Okto­ber noch behaup­tet hat­te, die Par­la­ments­di­rek­ti­on habe ihn „in keins­ter Wei­se” (Ö1) dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Zusam­men­set­zung der Dele­ga­ti­on, die Orbán getrof­fen hat, mit aus­schließ­lich FPÖ-Man­da­ta­ren nicht üblich sei, gibt er in den Anfra­ge­be­ant­wor­tun­gen zu, dass dem nicht so war. „Die Par­la­ments­di­rek­ti­on hat mein Büro auf die übli­che Zusam­men­set­zung von öster­rei­chi­schen Dele­ga­tio­nen bei inter­na­tio­na­len Ter­mi­nen hin­ge­wie­sen. Den­noch habe ich mich für eine Dele­ga­ti­ons­zu­sam­men­set­zung aus FPÖ-Man­da­ta­ren ent­schie­den.” (Anfra­ge­be­ant­wor­tung, 20.12.24)

128
Rechtsextremismus

19.12.24, Wels

Am 19. Dezem­ber wer­den gleich zwei Vor­fäl­le aus dem Magis­trat der FPÖ-geführ­ten Stadt Wels publik: Bei einem Som­mer­fest posier­te ein Magis­trats­be­diens­te­ter mit auf­ge­kleb­tem Hit­ler­bart, wäh­rend einen ande­rer ihm den Schei­tel Füh­rer-gerecht rich­tet. Der­sel­be Bediens­te­te ist auch auf einem Foto der magis­tra­ti­schen Weih­nachts­fei­er zu sehen – dies­mal mit drei weg­ge­spreiz­ten Fin­gern, was in der rechts­extre­men Sze­ne als Küh­nen­gruß, Ersatz­zei­chen des ver­bo­te­nen Hit­ler­gru­ßes, gilt. Dane­ben ist sein Dienst­stel­len­lei­ter, ein FPÖ-Lokal­po­li­ti­ker, zu sehen, der sei­ne Fin­ger zum White-Power-Zei­chen formt. Und ein drit­ter Mann lächelt mit aus­ge­streck­tem Arm in die Kamera.

Der Vor­fall beim Som­mer­fest wird von Bür­ger­meis­ter Andre­as Rabl mit einem über­mä­ßi­gen Alko­hol­kon­sum des Reser­ve-Hit­lers erklärt, das White-Power-Zei­chen beim Weih­nachts­fest sei ein Ok- und der aus­ge­streck­te Arm ein Victory-Zeichen.

Der Ver­fas­sungs­schutz hat Ermitt­lun­gen aufgenommen.

Update 26.3.25: Nach Berich­ten des Ver­fas­sungs­schut­zes ermit­telt nun die Staats­an­walt­schaft gegen bei­de Magis­trats­be­diens­te­ten nach dem Verbotsgesetz.

127
Rechtsextremismus

14.12.24, Wien

Im Frei­heit­li­chen Bil­dungs­in­sti­tut (FBI) tre­ten der deut­sche Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mat­thi­as Hel­fe­rich („das freud­li­che Gesicht des NS”) und der aus dem Neo­na­zis­mus stam­men­de „neu­rech­te” Publi­zist Bene­dikt Kai­ser auf, um den FPÖ-Nach­wuchs „welt­an­schau­lich zu erzie­hen”, wie es Hel­fe­rich ausdrückt.

126
Sonstiges

10.12.24, Wien

Gegen den frü­he­ren Natio­nal­rat und nun­meh­ri­gen par­la­men­ta­ri­schen Mit­ar­bei­ter der FPÖ, Hans-Jörg Jene­wein, wur­de Ankla­ge wegen des Ver­dachts auf Amts­miss­brauch erho­ben. Jene­wein soll als Frak­ti­ons­füh­rer im BVT-U-Auschuss (2018/19) eine Kabi­netts­mit­ar­bei­te­rin aus dem damals von Her­bert Kickl geführ­ten Innen­mi­nis­te­ri­um beauf­tragt haben, Akten aus dem U‑Ausschuss weiterzugeben.

Der­zeit läuft ein ande­res Ver­fah­ren gegen Jene­wein, in dem er beschul­digt wird, das Amts­ge­heim­nis ver­letzt zu haben.

Update 10.3.25: Jene­wein und die ehe­ma­li­ge Kabi­netts­mit­ar­bei­te­rin wur­den zu je zwölf Mona­ten beding­ter Haft ver­ur­teilt – nicht rechtskräftig.

125
Sonstiges

23.11.24, Sier­ning

Eine FPÖ-Gemein­de­rä­tin bedien­te sich über Jah­re hin­weg am Geld eines Eltern­ver­eins, in dem sie Kas­sie­rin war. Sie erhielt von der Staats­an­walt­schaft Steyr eine Diver­si­on und leg­te alle poli­ti­schen Funk­tio­nen zurück.

124
Sonstiges

14.11.24, Wien

Die Wirt­schafts- und Kor­rup­ti­ons­staats­an­walt­schaft bean­trag­te am 6. Novem­ber die Aus­lie­fe­rung (Auf­he­bung der par­la­men­ta­ri­schen Immu­ni­tät) von FPÖ-Chef Her­bert Kickl, um gegen ihn wegen Ver­dachts auf fal­sche Beweis­aus­sa­ge im Unter­su­chungs­aus­schuss zum „rot-blau­en Macht­miss­brauch“ ermit­teln zu können.

Update 11.12.24: Die Immu­ni­tät von Kickl wur­de mit gro­ßer Mehr­heit gegen die Stim­men der FPÖ aufgehoben.

123
Rechtsextremismus

24.10.–8.11.24, Wien

Kaum war Wal­ter Rosen­kranz zum Ers­ten Natio­nal­rats­prä­si­den­ten gewählt, wur­de publik, dass er den unga­ri­schen Auto­kra­ten und Anti­se­mi­ten Vik­tor Orbán ins Par­la­ment ein­la­den wür­de. Danach folg­te ein Inter­view mit dem rechts­extre­men Inter­net-TV AUF1. Als Rosen­kranz am 8. Novem­ber anläss­lich des Geden­kens an die Reich­po­grom­nacht (9./10.1938) am Juden­platz beim Shoa-Denk­mal eine Kranz nie­der­le­gen woll­te, bil­de­ten Mit­glie­der der Jüdi­schen öster­rei­chi­schen Hochschüler:inn (JöH) und soli­da­ri­sche Per­so­nen eine Men­schen­ket­te um das Denk­mal. Rosen­kranz bezeich­ne­te dies als „Gewalt” – eine beson­de­re Per­fi­die und Igno­ranz ange­sichts des­sen, dass er vor einem Denk­mal für die im NS mehr als 65.000 ermor­de­ten Juden und Jüdin­nen völ­lig unbe­hel­ligt stand.

122
Rechtsextremismus

28.9.24, Wien

Der „Stan­dard” ver­öf­fent­licht ein ihm zuge­spiel­tes Video von dem Begräb­nis eines Olym­pia-Bur­schen­schaf­ters. Es ist zu hören, dass die Begräb­nis­gäs­te auf­ge­for­dert wer­den, das „Treu­e­lied” zu sin­gen, das als „Treu­e­lied der SS” als „ver­brannt” gilt.

Unter den Begräb­nis­gäs­ten befan­den sich Harald Ste­fan Natio­nal­rats­ab­ge­od­ne­ter und Spit­zen­kan­di­dat der FPÖ-Lan­des­lis­te Wien, Mar­tin Graf, Natio­nal­rats­ab­ge­od­ne­ter und auf Platz 3 der FPÖ-Lan­des­lis­te sowie Nor­bert Neme­th, FPÖ-Klub­di­rek­tor und auf Platz 9 der FPÖ-Bun­des­lis­te. Zu sehen ist auch der 2019 nach dem Ibi­za-Video zurück­ge­tre­te­ne ehe­ma­li­ge FPÖ-Klub­ob­mann Johann Gude­nus. Die FPÖ zeigt sich empört – über die Videoaufnahme!

Die Jüdi­sche öster­rei­chi­sche Hochschüler:innen (JöH) hat eine Anzei­ge nach dem Ver­bots­ge­setz ein­ge­bracht, der Staats­schutz ermittelt.

Update 29.11., 2. und 4.12.24: Die Staats­an­walt­schaft Wien bean­trag­te die Aus­lie­fe­rung von Graf, Neme­th und Ste­fan wegen des Ver­dachts auf Wie­der­be­tä­ti­gung. Das Schrei­ben an das Par­la­ment soll von Natio­nal­rats­prä­si­dent Rosen­kranz (FPÖ) erst zehn Tage nach Ein­lan­gen an die ande­ren Par­la­ments­par­tei­en über­mit­telt wor­den sein, was der Geschäfts­ord­nung wider­spricht. Die JöH brach­te des­we­gen eine Anzei­ge wegen des Ver­dachts auf Amts­miss­brauch ein.
> Staats­an­walt­schaf­ten bean­tra­gen Aus­lie­fe­rung von vier FPÖ-Nationalratsabgeordneten

Update 11.12.24: Die Immu­ni­tät aller drei Abge­ord­ne­ten wur­de mit gro­ßer Mehr­heit gegen die Stim­men der FPÖ aufgehoben.

Update 30.7.25: Die Ermitt­lun­gen gegen die drei FPÖ-Abge­ord­ne­ten wur­den ein­ge­stellt.

121
Rechtsextremismus

27.9.24, Wels

Die Bezirks­Rund­schau (Ober­ös­ter­reich) ver­öf­fent­licht ein im Zuge einer Hoch­zeits­fei­er ent­stan­de­nes Video, in dem ein Wel­ser Magis­trats­stel­len­lei­ter, Bur­schen­schaf­ter und frü­he­rer FPÖ-Kan­di­dat für die Lin­zer Gemein­de­rats­wahl „mit stramm nach oben gestreck­ter rech­ter Hand” zu sehen ist. Zudem wird der Vor­wurf erho­ben, dass der Beam­te zuvor zu dem Gigi D’A­gos­ti­no-Song „l’A­mour tou­jours” „Aus­län­der raus” gegrölt habe. Der Wel­ser FPÖ-Bür­ger­meis­ter Rabl sagt, es habe sich nur um eine Tanz­be­we­gung gehan­delt, und das Gegrö­le sei auf dem Video nicht zu hören. Gegen den Mann wur­den sei­tens der Staats­an­walt­schaft Linz Ermitt­lun­gen eingeleitet.

Update 18.3.25: Die Ermitt­lun­gen wur­den eingestellt.

120
Rechtsextremismus

24.9.24, Wien

Bereits zum zwei­ten Mal in die­sem Jahr trat der hoch­gra­di­ge Ver­schwö­rungs­ideo­lo­ge und Anti­se­mit Sucha­rit Bhak­di auf Ein­la­dung der FPÖ in Wien auf. Dies­mal dif­fa­mier­te er die Jüdi­schen öster­rei­chi­schen Hochschüler:innen (JöH), indem er in völ­li­gem Irr­witz mein­te, sie wür­de durch ihre anti­fa­schis­ti­sche Mahn­wa­che „den ech­ten Anti­se­mi­tis­mus schü­ren”. Die JöH brach­te wegen des Ver­dachts auf Rela­ti­vie­rung des Holo­caust – Bhak­di hat­te die Coro­na-Maß­nah­men als größ­tes Ver­bre­chen der Mensch­heits­ge­schich­te bezeich­net – eine Sach­ver­halts­dar­stel­lung gegen Bhak­di und die FPÖ ein.

119
Rechtsextremismus

24.9.24, Tex­ing­tal

Ein Tex­ing­ta­ler FPÖ-Funk­tio­när pos­te­te als Whats­App-Sta­tus­mel­dung ein Sujet, in dem Kin­der mit Regen­bo­gen­fah­nen (Foto der New York-Pri­de) mit der Hit­ler­ju­gend gleich­ge­setzt wer­den. Dazu der Text: „Indok­tri­nie­re sie, solan­ge sie jung sind” Die Staats­an­walt­schaft St. Pöl­ten sieht erstaun­li­cher­wei­se kei­nen Anlass für Ermitt­lun­gen, die FPÖ erst recht kei­nen für Konsequenezn.

118
Sonstiges

20.9.24, Wien

Über eine Anfra­ge­be­ant­wor­tung aus dem Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um wird bekannt, dass im Zuge der FPÖ-Spe­sen­af­fä­re aktu­ell gegen 14 Beschul­dig­te Ermitt­lun­gen wegen des Ver­dachts auf Nöti­gung, Ver­un­treu­ung, Betrug, Untreue, För­de­rungs­miss­brauch, fal­sche Beweis­aus­sa­ge, Ver­leum­dung und Miss­brauch der Amts­ge­walt lau­fen. Es geht um eine Scha­dens­sum­me von mehr als 1 Mil­li­on Euro.

117
Rechtsextremismus

19.9.24, Schwaz

„Stoppt die Rech­ten” macht öffent­lich, dass im Mai 2022 der dama­li­ge Chef der FPÖ-Salz­burg-Stadt, Domi­nic Mai­er, an einem von „Info-Direkt” und dem Ver­ein „Hay­mon” orga­ni­sier­ten rechts­extre­men Ver­net­zungs­tref­fen in Schwaz/T  („Berg-Kon­gress 2022”) teil­ge­nom­men hat. Mai­er ist heu­te Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Kan­di­dat für den Nationalrat.

Beim „Berg-Kon­gress 2023” waren neben deut­schen Sze­ne-Grö­ßen wie Erik Ahrens, Rein­hild Boß­dorf und Char­lot­te Corday auch die FPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Gud­run Kof­ler und Dani­el Mar­schik sowie Fabi­an Walch, aktu­ell FPÖ-Kan­di­dat für den Natio­nal­rat, beteiligt.

116
Rechtsextremismus

12.9.24, Pet­ten­bach

Der ober­ös­ter­rei­chi­sche FPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und Kan­di­dat für den Natio­nal­rat, Micha­el Gru­ber, ver­öf­fent­lich­te auf meh­re­ren Social Media-Kanä­len ein Video, in dem er gegen die „lin­ke dege­ne­rier­te Poli­tik” wet­tert und die LGBTQ-Com­mu­ni­ty als nicht nor­mal dif­fa­miert. Dabei wirft er eine Regen­bo­gen­fah­ne in einen Mist­kü­bel. Gegen Gru­ber wur­de vom Grü­nen Natio­nal­rat David Stög­mül­ler eine Sach­ver­halts­dar­stel­lung wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung eingebracht.

Update 10.10.24: Mit den Stim­men von ÖVP, FPÖ und MFG wur­de das Aus­lie­fe­rungs­be­geh­ren der Staats­an­walt­schaft Linz im ober­ös­ter­rei­chi­schen Land­tag mehr­heit­lich abge­lehnt.

115
Rechtsextremismus

11.9.24, Traun

Bis zum 5. Sep­tem­ber war der Ober­ös­ter­rei­cher Chris­toph Stadl­mann frei­heit­li­cher Ver­tre­ter in der Wirt­schafts­kam­mer. Nun hat das Maut­hau­sen Komi­tee gegen Stadl­mann eine Anzei­ge wegen des Ver­dachts auf Wie­der­be­tä­ti­gung ein­ge­bracht. Stadl­mann pos­te­te auf sei­nen Face­book-Account das Bild eines anti­qua­ri­schen Buches mit der SA-Losung „Alles für Deutsch­land” als Titel. Auf einer eben­falls gepos­te­ten Sei­te aus dem Buch ist Nazi-Pro­pa­gan­da zu lesen.

114
Rechtsextremismus

10.9.24, Graz

Der „Stan­dard” berich­tet von der Prä­sen­ta­ti­on eines Buches über den stei­ri­schen FPÖ-Par­tei­chef Mario Kuna­sek, bei der der pen­sio­nier­te Rechts­au­ßen-Bun­des­heer-Bri­ga­dier Josef Paul Puni­ti­gam als Fest­red­ner äußer­te: Kuna­sek habe als Minis­ter „im Füh­rungs­stil eines Gene­ral­feld­mar­schalls Rom­mel genau das Rich­ti­ge gemacht, bes­ser kann man es nicht machen”. Auf Pun­ti­gams loben­den Ver­gleich mit dem Nazi-Gene­ral folg­te Applaus.

113
Rechtsextremismus

5.9.24, Wien

Her­bert Kickl for­dert im ORF Wahl-Duell gegen Bea­te Meinl-Rei­sin­ger eine „Par­al­lel­ver­schie­bung” vom bestehen­den Ver­bots­ge­setz hin zu einem Ver­bots­ge­setz „poli­ti­scher Islam”. Kickl ist somit seit lan­ger Zeit der ers­te hoch­ran­gi­ge FPÖ-Poli­ti­ker, der die Abschaf­fung des Ver­bots­ge­set­zes verlangt.

112
Sonstiges

25.7.24 Eiden­berg-Hell­mons­ödt (OÖ)

Ein FPÖ-Gemein­de­rat aus Hell­mons­ödt wird wegen Tier­quä­le­rei ange­klagt, weil er bei Mäh­ar­bei­ten auf einem Grund­stück in Eiden­berg sechs Reh­kit­ze umge­mäht hat­te. Der Lokal­po­li­ti­ker soll vor der Mahd das Ange­bot einer geziel­ten Suche nach Reh­kit­zen mit­tels Droh­nen abge­lehnt haben.

Update 29.8.24: Der­sel­be Poli­ti­ker soll ille­gal eine ihm nicht gehö­ren­de Wie­se abge­mäht, das abge­mäh­te Gras in Bal­len ver­ar­bei­tet und abtrans­por­tiert haben. Es wird nun gegen ihn auch wegen des Ver­dachts auf Dieb­stahl ermit­telt.

Update 11.10.24: Der Ange­klag­te wur­de nicht rechts­kräf­tig frei­ge­spro­chen.

111
Rechtsextremismus

17.7.24, Strassburg/F

Im Zuge einer Pres­se­kon­fe­renz dif­fa­mier­te der FPÖ-Dele­ga­ti­ons­lei­ter im Euro­päi­schen Par­la­ment, Harald Vilims­ky, in einer gewalt­a­ffi­nen-sexis­ti­schen Ver­bal­ent­glei­sung die Par­la­ments­prä­si­den­tin Rober­ta Met­so­la, die EZB-Prä­si­den­tin Chris­ti­ne Lag­ar­de und die EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ursu­la von der Ley­en als „Hexen­trio“ und „Gru­sel­ka­bi­nett“, das „die­sen Kon­ti­nent in den Abgrund führt, und wir wer­den sie die Peit­sche spü­ren las­sen“.

110
Rechtsextremismus

7.7.24, Wien

In einem von der Frei­heit­li­chen Jugend Wien zur Fuß­ball­eu­ro­pa­meis­ter­schaft auf Tik­tok ver­öf­fent­lich­ten und nach Kri­tik wie­der gelösch­ten Video erklärt ein blau­er Jung­funk­tio­när, die Frei­heit­li­che Jugend wür­de dafür sor­gen, „dass die öster­rei­chi­sche Natio­nal­mann­schaft nicht aus­sieht wie die fran­zö­si­sche in weni­gen Jah­ren“. Die­se ras­sis­ti­sche Ver­un­glimp­fung zielt auf die Spie­ler mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund im Frank­reich-Team ab.

109
Rechtsextremismus

3.7.24, Wien

In einer Natio­nal­rats­sit­zung leug­net die FPÖ-Abge­ord­ne­te Dag­mar Bela­ko­witsch zuerst den Kli­ma­wan­del, um dann in zynisch-men­schen­ver­ach­ten­der Wei­se mit dem iden­ti­tä­ren Voka­bel „Remi­gra­ti­on” als Kli­ma­schutz zu for­dern, denn Zuwan­de­rung ver­ur­sa­che „mehr Boden­ver­sie­ge­lung, mehr Haus­brand, mehr Res­sour­cen­ver­brauch”. Her­bert Kickl konn­te dazu im Gegen­satz zu ande­ren FPÖ-Abge­ord­ne­ten nicht applau­die­ren, denn er war nicht anwesend.

108
Rechtsextremismus

Mai/Juni 2024

Die FPÖ füt­tert vor der EU-Wahl alle rechts­extre­men Online-Medi­en mit Inse­ra­ten. Aus­nah­me ist „Zur Zeit”, das nur in der Print­aus­ga­be bedient wird.

107
Rechtsextremismus

1.6.24, Wien

Die Natio­nals­rats­ab­ge­ord­ne­ten Dag­mar Bela­ko­witsch und Chris­ti­an Ries und zudem die Frei­heit­li­che Jugend (FJ) Wien ver­öf­fent­li­chen Fotos, auf denen die­se mit dem von der Bur­schen­schaft Ald­ania ein­ge­la­de­nen deut­schen Rechts­extre­mis­ten Mat­thi­as Hel­fe­rich („das freund­li­che Gesicht des NS”) posieren.

Auf den Fotos der FJ sind neben Wie­ner Ver­tre­tern u.a. auch der Obmann der FJ OÖ sowie ein Kader der Iden­ti­tä­ren zu sehen.

106
Rechtsextremismus

31.5.24, Stall­ho­fen

Ein west­stei­ri­scher FPÖ-Gemein­de­rat pos­tet auf sei­nem Face­book-Pro­fil über vie­le Jah­re hin­weg Gewalt­mo­ti­ve, Fotos von sei­nen Tat­toos, die u.a. einen Schlag­ring und die Reichs­kriegs­flag­ge zei­gen und wei­te­re pro­ble­ma­ti­sche Fotos bzw. Memes.

105
Rechtsextremismus

28.5.24, Wien

Laut dem „Stoppt die Rech­ten” zuge­spiel­ten Pro­gramm des 130. Stif­tungs­fes­tes der Wie­ner Bur­schen­schaft Ald­ania ist der deut­sche rechts­extre­me Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mat­thi­as Hel­fe­rich, der sich in Chat­nach­rich­ten u.a. als „das freund­li­che Gesicht des NS” bezeich­net hat­te und des­we­gen nicht in die AfD-Bun­des­tags­frak­ti­on auf­ge­nom­men wur­de, als Fest­red­ner vor­ge­se­hen. Aktu­ell läuft erneut ein Antrag auf Hel­fe­richs Aus­schluss aus der AfD.

Die Bur­schen­schaft Ald­ania gilt als Haus­bur­schen­schaft der Wie­ner FPÖ, Anfra­gen der Medi­en etwa beim Ald­anen Domi­nik Nepp blie­ben unbeantwortet.

104
Rechtsextremismus

16.5.24, Graz und Wien

Der stei­ri­sche FPÖ-Bun­des­rats­ab­ge­ord­ne­te Mar­kus Lein­fell­ner behaup­tet wäh­rend einer Schul­ver­an­stal­tung in Graz, dass Men­schen, die Schwei­ne­fleisch in Öster­reich essen, weni­ger dazu nei­gen wür­den, sich in die Luft zu spren­gen als ande­re. Mit die­ser glei­cher­ma­ßen het­ze­ri­schen wie irr­wit­zi­gen Aus­sa­ge ziel­te Lein­fell­ner zwar auf Mus­li­me, dif­fa­mier­te jedoch gleich­zei­tig auch Juden/Jüdinnen und alle ande­ren Per­so­nen, die auf den Ver­zehr von Schwei­ne­fleisch bzw. auf Fleisch im All­ge­mei­nen verzichten.

Der FPÖ-Spit­zen­kan­di­dat für die EU-Wahl Harald Vilims­ky beschimpf­te Bun­des­prä­si­dent Van der Bel­len in einer TV-Dis­kus­si­on als „Sugar-Dad­dy“ und „Sugar-Grand­pa“ der Grü­nen Kan­di­da­tin Lena Schilling.

Update 18.9.24: Nach einem Aus­lie­fe­rungs­be­geh­ren durch die Staats­an­walt­schaft Graz wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung wur­de Lein­fell­ners Immu­ni­tät an sei­nem ers­ten Tag als Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ter aufgehoben.

Update 16.4.25: Die APA berich­tet, dass die Ermitt­lun­gen gegen Lein­fell­ner ein­ge­stellt wurden.

103
Rechtsextremismus

8.5.24, Gloggnitz/NÖ

Der Glogg­nit­zer FPÖ-Gemein­de­rat Tho­mas Hardteck fin­det anti­se­mi­ti­sche Ent­glei­sun­gen ok, pos­tet anläss­lich der Eröff­nung eines Holo­caust-Muse­ums in Ams­ter­dam über „J Kin­der”, die wie­der „gewin­nen” wür­den und bezeich­net Johan­na Mikl-Leit­ner als „Bums Dame”.

102
Rechtsextremismus

2.5.24, Stei­er­mark

Der Bun­des­heeroberst Rein­hard Strad­ner, auch Funk­tio­när der stei­ri­schen frei­heit­li­chen Bun­des­heer-Per­so­nal­ver­tre­tung AUF/AFH, ver­linkt auf sei­nem Face­book-Account zu einem geschichts­re­vi­sio­nisch­ten Text über die Rhein­wie­sen­la­ger, der den Ver­dacht auf Holo­caust­ver­harm­lo­sung begrün­det. Zudem teilt Strad­ner einen Text des Neo­na­zi-Musi­kers Frank Ren­ni­cke und eine Viel­zahl wei­te­rer äußerst bedenk­li­cher Inhalte.

101
Rechtsextremismus

1.5.24, Linz

Im Zuge des FPÖ-Bier­zelt­fes­tes am 1. Mai in Linz wur­den Journalist*innen ange­pö­belt, nach­dem Harald Vilims­ky gegen ARD und ZDF gehetzt hat­te. Nach der Rede von Her­bert Kickl soll ein Mann den Hit­ler­gruß gezeigt haben.

100
Sonstiges

23.4.24, Graz

Der ehe­ma­li­ge FPÖ-Poli­ti­ker Roland Lohr tritt Ende März 2024 als damals schon frak­ti­ons­lo­ser Gra­zer Gemein­de­rat zurück – „aus per­sön­li­chen Grün­den”, wie er angibt. Kurz dar­auf wird bekannt, dass gegen Lohr wegen des Besit­zes von Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Unmündigen (§ 207a) ermit­telt wird. Ent­spre­chen­de Bil­der sei­en im Zuge der Haus­durch­su­chung 2022 gefun­den worden.

Update 23.8.24: Lohr wird im Pro­zess schul­dig gespro­chen und nicht rechts­kräf­tig zu sechs Mona­ten bedingt und einer Geld­stra­fe über 14.400 Euro ver­ur­teilt.

99
Sonstiges

23.4.24, Stei­er­mark

Den mitt­ler­wei­le drit­ten Antrag auf Auf­he­bung der Immu­ni­tät des stei­ri­schen FPÖ-Chefs Mario Kuna­sek stell­te die Staats­an­walt­schaft Kärn­ten an den stei­ri­schen Land­tag. Dies­mal kam auch noch der FPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ste­fan Her­mann auf die Lis­te der Staats­an­walt­schaft. Bei bei­den geht es um den Vor­wurf der Nöti­gung nach einer Anzei­ge des aus der FPÖ hin­aus­ge­wor­fe­nen Gra­zer KFG-Klub­chefs Alexis Pascuttini.

Soll­te der stei­ri­sche Land­tag dem Aus­lie­fe­rungs­be­geh­ren statt­ge­ben, wird Her­mann Platz elf in der Lis­te jener Per­so­nen ein­neh­men, gegen die rund um die Cau­sa Finanz­skan­dal der Gra­zer FPÖ ermit­telt wird.

Zu den ers­ten zehn Beschul­dig­ten sie­he Fäl­le 9–18!

Update 14.5.24: Der stei­ri­sche Land­tag hat ohne Stim­men der FPÖ dem Aus­lie­fe­rungs­be­geh­ren der Staats­an­walt­schaft in bei­den Fäl­len zuge­stimmt.

98
Sonstiges

2022–2024, Bez. Kirchdorf/Traun

Ein ehe­ma­li­ger FPÖ-Lokal­po­li­ti­ker wird bei der Mon­ta­ge von Video­ka­me­ras in öffent­li­chen Frau­en-Toi­let­ten erwischt. Im Zuge der Ermitt­lun­gen stellt sich zudem her­aus, dass der Mann nicht nur an meh­re­ren WC-Anla­gen am Atter­see Video­auf­nah­men ange­fer­tigt hat, son­dern bei sich zu Hau­se auch zwei Frau­en K.O.-Tropfen ver­passt, sie miss­braucht und auch davon Video­auf­nah­men gemacht hat. Er wird im April 24 am OLG Linz zu drei Jah­ren unbe­ding­ter Haft verurteilt.

97
Rechtsextremismus

12.–14.4.24, Sir­nitz

Der „Frei­heit­li­che Aka­de­mi­ker­ver­band“ (FAV) Stei­er­mark ver­an­stal­te­te gemein­sam mit dem rechts­extre­men deut­schen „Insti­tut für Staats­po­li­tik“ sei­ne (Frühjahrs)Akademie. Am Pro­gramm stan­den rechts­extre­me Ideo­lo­gen zum Teil mit Neo­na­zi-Ver­gan­gen­heit und ein Iden­ti­tä­ren-Kader, der gemein­sam mit dem FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Chris­ti­an Hafenecker für ein Podi­um vor­ge­se­hen war.

96
Rechtsextremismus

12.4.24, Wien

Die FPÖ lud unter Feder­füh­rung des Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Gerald Hau­ser zu einer Ver­an­stal­tung mit dem Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen Sucha­rit Bhak­di. Der auch für sei­ne anti­se­mi­ti­schen Äuße­run­gen bekannt gewor­de­ne Impf­geg­ner Bhak­di pfleg­te dort den apo­ka­lyp­ti­schen Wahn von der Welt­ver­schwö­rung, und Par­tei­schef Her­bert Kickl fasel­te über die Ver­an­stal­tung „als star­ke Bot­schaft an dunk­le und fins­te­re Mäch­te in die­sem Land“.

95
Sonstiges

12.4.24, Stein­haus bei Wels

In der ober­ös­ter­rei­chi­schen Gemein­de Stein­haus offen­bart sich Inkom­pe­tenz in Serie: Nach­dem der FPÖ-Bür­ger­meis­ter schon ein­mal wegen Amts­miss­brauchs ver­ur­teilt wur­de, kam nun raus, dass die Gemein­de 15 (!) Jah­re lang „ver­ges­sen“ hat­te, Gemein­de­ge­büh­ren einzuheben.

94
Sonstiges

3.4.24

Neue FPÖ-Chats ent­hüll­ten u.a., wie der ORF zer­schla­gen und miss­lie­bi­ge Journalist*innen „abge­schos­sen“ wer­den soll­ten und dass Stra­che im Mai 2019 mit Kickl dar­über dis­ku­tier­te, wer aus der FPÖ in die Volks­an­walt­schaft gehen könn­te: Es müs­se eine Per­son sein, die „mit Biss” und „par­tei­pol”, also par­tei­po­li­tisch agiere.

93
Sonstiges

31.3.24, Kla­gen­furt

Der Rechts­an­walt und FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te Chris­ti­an Rag­ger unter­hielt ein außer­or­dent­lich pro­fi­ta­bles Geschäft mit dem Kla­gen­fur­ter Flug­ha­fen, in das auch Steu­er­gel­der flossen.

92
Sonstiges

21.3.24, Wien

Im Jahr 2018 kur­sier­te eine pro­rus­si­sche Image­kam­pa­gne im FPÖ-geführ­ten Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um unter Nor­bert Hofer.

91
Rechtsextremismus

27.3.24, Wien

Auf der Lis­te der „Frei­heit­li­chen Arbeit­neh­mer“ kan­di­die­ren für die Arbei­ter­kam­mer-Wahl in Wien auf Platz 1 und 2: ein mut­maß­li­cher Horst-Wes­sel-Lied­sän­ger und ein Topverdiener.

90
Rechtsextremismus

5.3.24, Salz­burg

Die Lis­te der FPÖ Salz­burg-Stadt für die Gemein­de­rats­wahl 2024 zeigt: Rechts­extre­mis­mus dominiert.

89
Rechtsextremismus

5.3.24, Neu­feld an der Leitha

Ein FPÖ-Ersatz­ge­mein­de­rat aus Neufeld/Leitha wird am Lan­des­ge­richt Eisen­stadt nach dem Ver­bots­ge­setz ver­ur­teilt. Er legt nach dem Pro­zess sei­ne Funk­ti­on nieder.

88
Sonstiges

22.2.24, Wien

Der frei­heit­li­che Per­so­nal­ver­tre­ter, Oberst Her­wig Jed­lauc­nik, der im Insti­tut für Stra­te­gie & Sicher­heits­po­li­tik (ISS) der Lan­des­ver­tei­di­gungs­aka­de­mie arbei­tet, ver­fass­te selt­sa­me Ana­ly­sen über Russ­lands Krieg gegen die Ukraine.

87
Sonstiges

23.1.24, Fuß­ach

Einem ehe­ma­li­gen Vor­arl­ber­ger FPÖ-Bür­ger­meis­ter und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten wird u.a. wegen mut­maß­li­cher Untreue der Pro­zess gemacht. Er soll sich aus der Gemein­de­kas­sa bedient haben.

Update 22.7.24: Der Ex-FPÖ-Poli­ti­ker wird zu einer beding­ten Haft­stra­fe von 18 Mona­ten und zur Rück­zah­lung der ver­un­treu­ten Scha­dens­sum­me ver­ur­teilt (nicht rechtskräftig).

86
Sonstiges

19.1.24, Sier­ning

Der ORF Ober­ös­ter­reich ver­öf­fent­lich­te den Mit­schnitt eines Tele­fo­nats, in dem der Sier­nin­ger FPÖ-Gemein­de­rat Rafa­el Czan­ker sei­nen auto­ri­tä­ren Gelüs­ten zur Erlan­gung per­sön­li­cher Vor­tei­le zum Aus­druck brach­te. Czan­ker muss­te nach nur vier Wochen Amts­zeit als Gemein­de­rat zurücktreten.

85
Sonstiges

12.12.23, Wien

Der „Fal­ter“ deckt auf, in wel­chem Aus­maß „Zur Zeit“ sich seit Jah­ren um Finan­zie­rung durch die FPÖ bemüh­te und dafür im Gegen­zug abge­spro­che­ne Inhal­te – auch Schmutz­kü­bel­kam­pa­gnen – anbot.

84
Rechtsextremismus

28.11.23, Salz­burg

Nach Dif­fa­mie­run­gen gegen Klimaaktivist*innen wird gegen den Salz­bur­ger FPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Domi­nic Mai­er wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung ermittelt.

Update 8.6.24: Die Ermitt­lun­gen gegen Mai­er wur­den eingestellt.

83
Rechtsextremismus

20.11.23, Maut­hau­sen

Der Maut­hau­se­ner FPÖ-Gemein­de­rat Sascha Grünst­eidl stand auf einer BVT-Lis­te von Per­so­nen, die an die Iden­ti­tä­ren Geld über­wie­sen hat­ten und/oder sogar Mit­glied gewe­sen waren.

82
Rechtsextremismus

17.11.23, Wien

Götz Kubit­schek durf­te bei einem Wien-Auf­tritt auf Ein­la­dung der FPÖ im Par­la­ment spre­chen, obwohl er davor bei einem Gewalt­vor­fall vor der Uni Wien invol­viert war.

81
Sonstiges

17.11.23, See­kir­chen

Wäh­rend Micha­el Schned­litz bei der „Hei­mat-Tour“ der FPÖ „Volks­kanz­ler statt Volks­ver­rä­ter“ for­dert, macht Kickl deut­lich, was das bedeu­ten wür­de: „Also wie gsogt, do wird‘s rau­schen, und do wird‘s natür­lich auch Ver­let­zun­gen und Ver­wun­dun­gen geben. Das ist mir voll­kom­men klar, das geht gar nicht anders, weil‘s um alles geht, ist mit allem zu rechnen.”

80
Rechtsextremismus

16.11.23, Eisen­stadt

Wäh­rend einer Sit­zung des bur­gen­län­di­schen Land­ta­ges ver­las Johann Tschürtz in einer Rede mit dem Titel „Asyl­stopp“ die Namen von Kin­dern, um anschlie­ßend von „straffällige[n] Asylwerber[n]“ und der Not­wen­dig­keit von deren Abschie­bung zu sprechen.

Update 6.3.24: Die Staats­an­walt­schaft teilt mit, dass kein Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen Tschütz ein­ge­lei­tet wird.

79
Sonstiges

3.11.23, Kap­pel am Krappfeld

Bei der FPÖ „Hei­mat-Tour“ kün­dig­te Erwin Ange­rer an, die Kärnt­ner Gesund­heits­lan­des­rä­tin Prett­ner „her­prü­geln“ zu wollen.

78
Rechtsextremismus

2.11.23, Graz

Zwei Mit­glie­der der Iden­ti­tä­ren und der „Frei­heit­li­chen Jugend” in der Stei­er­mark wur­den wegen Wie­der­be­tä­ti­gung ver­ur­teilt, der ers­te bereits am 5. Juni.

77
Sonstiges

2.11.23, Wien

Die Ermitt­lun­gen gegen die Wie­ner FPÖ und Ex-Par­tei­chef Stra­che wei­ten sich aus: Es sol­len hohe Sum­men aus dem Par­tei­ver­mö­gen unrecht­mä­ßig an FPÖ-Poli­ti­ker geflos­sen sein.

76
Sonstiges

30.10.23, Arbes­bach-Lan­gen­lois

In Nie­der­ös­ter­reich erschoss ein amtie­ren­der FPÖ-Stadt­rat und ‑Bezirks­par­tei­ob­mann eine Frau.

75
Sonstiges

19.10.23, Wie­ner Neustadt/Guntramsdorf

Der ehe­ma­li­ge FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te und amtie­ren­de Gemein­de­rat Chris­ti­an Höbart wur­de wegen der Ver­let­zung des Amts­ge­heim­nis­ses schul­dig gespro­chen und zu einer beding­ten Haft­stra­fe von zwölf Mona­ten verurteilt.

74
Sonstiges

10.10.23, Graz/Wien

Bei der Wirt­schafts- und Kor­rup­ti­ons­staats­an­walt­schaft geht eine anony­me Anzei­ge wegen des Ver­dachts auf Kor­rup­ti­on gegen den FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Wal­ter Rauch ein.

73
Sonstiges

6.10.23, Hart­berg

Ein FPÖ-Secu­ri­ty wur­de gegen­über dem ORF-Repor­ter Peter Kli­en phy­sisch übergriffig.

72
Sonstiges

Sep­tem­ber 2023, Afghanistan/Österreich

Nach­dem der öster­rei­chi­sche Rechts­extre­me Her­bert Fritz in Afgha­ni­stan gefan­gen gehal­ten wur­de, mach­ten sich FPÖ-ler für eine Ret­tungs­mis­si­on auf den Weg zu den Taliban.

71
Rechtsextremismus

15. & 16.9.23, Salzburg

Die „Grauzonen“-Bands „Frei.Wild“ und „Kra­wall­Brü­der“ tra­ten beim Lake Rock-Fes­ti­val auf, Orga­ni­sa­tor war der FPÖ-Gemein­de­rat Nor­bert Dankl.

70
Rechtsextremismus

16.9.23, Wien

Mit einer „Herbstof­fen­si­ve gegen Links­extre­mis­mus“ hetz­te die FPÖ gegen das Doku­men­ta­ti­ons­ar­chiv des öster­rei­chi­schen Wider­stan­des (DÖW) und wei­te­re Antifaschist*innen.

69
Rechtsextremismus

8.9.23, Linz

Die ober­ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­re­gie­rung ehrt seit Jah­ren Rechts­extre­me, so auch in die­sem Jahr: Ehren­zei­chen haben der Wel­ser FPÖ-Stadt­rat Ralph Schä­fer und der Maut­hau­se­ner FPÖ-Gemein­de­rat Sascha Grünst­eidl erhal­ten. Der eine ist nach NS-Wie­der­be­tä­ti­gung mit einem außer­ge­richt­li­chen Tat­aus­gleich davon­ge­kom­men, der ande­re schien auf der BVT-Lis­te der Iden­ti­tä­ren-Unter­stüt­zer auf.

68
Rechtsextremismus

2.9.23, Lan­gen­lois

Der FPÖ-Stadt­rat demons­trier­te gemein­sam mit einem Trupp von „Frei­heits­trych­lern“, Mar­tin Rut­ter und wei­te­ren Rechts­extre­men mit einem Gal­gen vor dem Haus von Flo­ri­an Teicht­meis­ters Mutter.

67
Rechtsextremismus

31.8.23, Wien

Bei einer Schu­lung vom „Frei­heit­li­chen Bil­dungs­in­sti­tut“ zeig­te sich ein­mal mehr die Ver­schmel­zung der FPÖ mit den Iden­ti­tä­ren. So refe­rier­ten dort u.a. Mar­tin Licht­mesz und Felix Menzel.

66
Rechtsextremismus

27.8.23

Ein mit faschis­ti­scher und nazis­ti­scher Sym­bo­lik durch­setz­tes Pro­pa­gan­da­vi­deo der „Frei­heit­li­chen Jugend“ sorg­te für Auf­re­gung und eine Anzei­ge. Das Video wur­de danach von allen blau­en Kanä­len gelöscht.

65
Rechtsextremismus

24.8.23, Rot­ten­bach

Der ehe­ma­li­ge FPÖ-Natio­nal­rats- und Bun­des­rats­ab­ge­ord­ne­te Johan­nes Hüb­ner betei­ligt sich u.a. mit Mar­tin Sell­ner an einer Podi­ums­dis­kus­si­on von „Info-Direkt“.

64
Rechtsextremismus

29.7.23, Wien

Erneut kam es zu einer Demons­tra­ti­on der Iden­ti­tä­ren mit frei­heit­li­cher Betei­li­gung. Unter ande­rem trat der ober­ös­ter­rei­chi­sche Obmann der „Frei­heit­li­chen Jugend“ Sil­vio Hem­mel­mayr als Red­ner auf, mit einer iden­ti­tä­ren Fah­ne war der spä­ter zum Salz­bur­ger FPÖ-Spit­zen­kan­di­da­ten gekür­te Paul Dürn­ber­ger zu sehen.

63
Sonstiges

21.7.23, Wien

Es wird bekannt, dass die FPÖ Wien wesent­li­che Tei­le ihrer Buch­hal­tung der Jah­re vor 2019 ver­nich­tet hat. Auch gegen den frei­heit­li­chen EU-Abge­ord­ne­ten Harald Vilims­ky wird im Zuge der Spe­sen-Affä­re ermittelt.

62
Sonstiges

9.7.23, Graz

Ein von sei­ner Bur­schen­schaft und der FPÖ aus­ge­schlos­se­ner Gra­zer, der zudem naher Ver­wand­ter eines hoch­ran­gi­gen FPÖ-Poli­ti­kers ist, wur­de in Unter­su­chungs­haft genom­men. Er soll Metham­phet­amin („Crys­tal Meth“) pri­vat pro­du­ziert und damit gehan­delt haben.

Update 21.6.24: Der Gra­zer wur­de schul­dig gespro­chen und zu einer unbe­ding­ten Haft­stra­fe von fünf Jah­ren verurteilt.

61
Rechtsextremismus

17.6.23, Wien

Die FPÖ-Jugend betei­lig­te sich am rechts­extre­men und fun­da­men­ta­lis­ti­schen „Marsch für die Familie“.

60
Sonstiges

30.5.23, Wien

In einem Pro­zess wegen fal­scher Impf­be­stä­ti­gun­gen kam her­aus, dass sich auch ein hoch­ran­gi­ger Ex-FPÖ-Poli­ti­ker ein gefälsch­tes Impf­zer­ti­fi­kat besorgt hatte.

59
Rechtsextremismus

24.5.23, Wien

Gegen Udo Gug­gen­bich­ler und die Bur­schen­schaft Albia Wien wird wegen des Ver­dachts der Wie­der­be­tä­ti­gung ermittelt.

Update 11.10.23: Die Ermitt­lun­gen gegen Udo Gug­gen­bich­ler wur­den ein­ge­stellt.

58
Rechtsextremismus

8.–14.5.23, Ober­ös­ter­reich

Die Iden­ti­tä­ren tou­ren mit einem Bus unter dem Titel „Remi­gra­ti­ons­tour” durch Ober­ös­ter­reich. Die Blau­pau­se dafür lie­fer­te die „Frei­heit­li­che Jugend Ober­ös­ter­reich”, die im Som­mer 2022 unter dem­sel­ben Label mit einem Bus durchs Land gon­del­te, um ras­sis­ti­sche Stim­mungs­ma­che zu betreiben.

 

57
Rechtsextremismus

4./5.5.23, Buda­pest

Bei der CPAC-Kon­fe­renz tra­fen sich Vertreter*innen der glo­ba­len extre­men Rech­ten. Die FPÖ-Poli­ti­ker Harald Vilims­ky und Her­bert Kickl hiel­ten dort Reden.

56
Rechtsextremismus

16.4.23, Wien

Die FPÖ mobi­li­sier­te gemein­sam mit Neo­na­zis, katho­li­schen Fun­da­men­ta­lis­ten, den Iden­ti­tä­ren und ande­ren Rechts­extre­men gegen eine que­e­re Kin­der­buch­le­sung in Wien.

55
Rechtsextremismus

8.3.23, Sit­zen­berg-Reid­ling

Der FPÖ-Gemein­de­rat Hans-Jür­gen Mader fiel mit einem sexis­ti­schen und von Ver­nich­tungs­fan­ta­sien getra­ge­nem Hass­kom­men­tar auf.

54
Rechtsextremismus

3.3.23, Inns­bruck

Zwei Berufs­ol­da­ten aus der Lan­de­cker Pontlatz-Kaser­ne stan­den wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung vor Gericht, ein drit­ter wur­de bereits im Febru­ar ver­ur­teilt. Zwei sind bei der blau­en Bun­des­heer­ge­werk­schaft aktiv, einer sogar als Landesöffentlichkeitsreferent.

53
Rechtsextremismus

14.2.23, Kla­gen­furt

Nach Face­book-Pos­tings ermit­tel­te die Staats­an­walt­schaft gegen drei Per­so­nen der Kärnt­ner FPÖ-Jugend wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung.

Update 26.9.23: Die Ermitt­lun­gen wur­den eingestellt.

52
Rechtsextremismus

31.1.23, Wien

Gott­fried Wald­häu­sel sorg­te mit einer ras­sis­ti­schen Aus­sa­ge bei „Pro und Con­tra“ gegen­über einer Schü­le­rin für Empörung.

51
Rechtsextremismus

Jän­ner 23, Niederösterreich

Die Lan­des­lis­te der FPÖ Nie­der­ös­ter­reich für die Land­tags­wahl ist die extrems­te Lis­te der FPÖ bisher.

50
Sonstiges

15.12.22, USA

Die FPÖ-Poli­ti­ker Harald Vilims­ky und Maxi­mi­li­an Krauss besuch­ten das Mee­ting des US-ame­ri­ka­ni­schen Rechts­au­ßen-Netz­werks „New York Young Repu­bli­can Club“.

49
Rechtsextremismus

8.11.22, Wien

Der FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Micha­el Schned­litz prä­sen­tier­te einen von den Jung­frei­heit­li­chen erstell­ten „Remi­gra­ti­ons­be­richt“ und stell­te ein Dash­board vor, das unter dem rechts­extre­men Ter­mi­nus „Bevöl­ke­rungs­aus­tausch“ läuft und fal­sche Zah­len beinhaltet.

48
Rechtsextremismus

6.11.22, Wien

Der Gene­ral­se­kre­tär Micha­el Schned­litz trat mit Mar­tin Rut­ter und einem Ver­tre­ter der Iden­ti­tä­ren-Grup­pe „Die Öster­rei­cher“ bei einer Coro­na-Demo auf.

47
Sonstiges

28.10.22, Wels

Die Wel­ser FPÖ-Vize­bür­ger­meis­te­rin Chris­ta Raggl-Mühl­ber­ger ver­lor eine Kla­ge wegen Ruf­schä­di­gung gegen die Sozia­lis­ti­sche Jugend.

Update 12.12.22: auch das Ober­lan­des­ge­richt ent­schied gegen die FPÖ-Vizebürgermeisterin.

46
Sonstiges

16.5./22.10.22, Ossi­ach

Der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter von Ossi­ach und Obmann des RFJ Kärn­ten Phil­ipp Kam­nig und der FPÖ-Bür­ger­meis­ter Ger­not Prinz lie­fer­ten sich eine kör­per­li­che Aus­ein­an­der­set­zung. Und bei­de schlu­gen den Sohn eines ÖVP-Poli­ti­kers, sodass der einen Trom­mel­fell­riss davon­ge­tra­gen hatte.

Zudem wur­de gegen Ger­not Prinz wegen ille­ga­len Waf­fen­be­sit­zes ermittelt.

45
Rechtsextremismus

20.10.22, Wien

Die FPÖ-Jugend in Wien wur­de nach Sujets auf Insta­gram wegen Ver­het­zung angezeigt.

44
Sonstiges

27.9.22, Wien

Gegen den gegen FPÖ-Natio­nal­rats­rats­ab­ge­ord­ne­ten Chris­ti­an Hafenecker wird ermit­telt. Ihm wird vor­ge­wor­fen, sich gefälsch­te Test­zer­ti­fi­ka­te besorgt zu haben.

Update 29.5.24: Wie der „Stan­dard” berich­tet, hat die Staats­an­walt­schaft Wien einen Straf­an­trag gegen Hafenecker eingebracht.

Update 16.7.24: Hafenecker wur­de als Bestim­mungs­tä­ter und der Ex-Man­da­tar Hans-Jörg Jene­wein wegen Daten­fäl­schung nicht rechts­kräf­tig ver­ur­teilt.

Update 11.12.24: In einer Beru­fungs­ver­hand­lung wur­den die Schuld­sprü­che bestä­tigt und die Straf­ma­ße hin­auf­ge­setzt. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

43
Sonstiges

25.9.22, Kärn­ten

Chris­ti­an Rag­ger soll sich 2016 sei­nen „frei­wil­li­gen“ Rück­tritt als Kärnt­ner FPÖ-Par­tei­chef mit einem Bera­tungs­auf­trag und einem Natio­nal­rats­man­dat kom­pen­sie­ren haben lassen.

42
Rechtsextremismus

23.9.22, Graz

Die Staats­an­walt­schaft bean­trag­te die Aus­lie­fe­rung des frei­heit­li­chen Bun­des­rats Mar­kus Lein­fell­ner wegen des Ver­dachts auf Verhetzung.

Update 4.10.22: Er wur­de nicht ausgeliefert.

41
Rechtsextremismus

17.9.22, St. Pölten

Ein Iden­ti­tä­rer war als Secu­ri­ty beim Bun­des­par­tei­tag der FPÖ tätig.

40
Rechtsextremismus

3.9.22, Wels

Ein Leib­wäch­ter aus dem Umfeld von Gott­fried Küs­sel war für Wal­ter Rosen­kranz und Her­bert Kickl beim Bun­des­prä­si­dent­schafts­wahl­kampf­auf­takt in Wels tätig.

39
Rechtsextremismus

22.7.22, Wien

Der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof ent­schied, dass das soge­nann­te „Ali-Video” von FPÖ-TV aus dem Jahr 2018 dis­kri­mi­nie­rend und daher gesetz­wid­rig war.

38
Rechtsextremismus

19.5.22, Wien-Tirol

Der wäh­rend der Pan­de­mie immer tie­fer ins Ver­schwö­rungs­ide­lo­gi­sche abge­rutsch­te Tiro­ler FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te Gerald Hau­ser stellt zwei par­la­men­ta­ri­sche Anfra­gen zum „World Eco­no­mic Forum” und beruft sich in sei­nem Begrün­dungs­text auf die Mel­dung eines Por­tals, in dem auch der Holo­caust geleug­net wird und unzäh­li­ge Bei­trä­ge vor mas­si­vem Anti­se­mi­tis­mus strotzen.

37
Sonstiges

4.5.22, Wien

Zwi­schen der FPÖ und der dama­li­gen Kro­ne-Jour­na­lis­tin San­dra Schie­der kam es zu einem außer­ge­richt­li­chen Ver­gleich, nach­dem die FPÖ ihr die Pro­duk­ti­on von „Fake News“ vor­ge­wor­fen hat­te. Die FPÖ muss­te sich bei Schie­der öffent­lich entschuldigen.

36
Rechtsextremismus

1.5.22, Wangl

In einer öffent­li­chen Face­book-Grup­pe wur­de ein Mai­baum-Foto aus dem Jahr 1938 inklu­si­ve Haken­kreuz geteilt. FPÖ-Gemein­de­rat Her­bert Höll­mül­ler fand das Foto offen­bar so anre­gend, dass er es über Whats­App an meh­re­re Per­so­nen aus der FPÖ wei­ter­ge­lei­tet hat.

35
Sonstiges

1.4.22, Stroh­heim

Der FPÖ-Gemein­de­rat Andre­as Dam­bach­mair rief auf Tele­gram zum Bür­ger­krieg auf.

34
Rechtsextremismus

24.3.22, Linz

Laut einer Anfra­ge­be­ant­wor­tung gin­gen ab 2015 140.492 Euro über Auf­trä­ge aus FPÖ-Res­sorts der ober­ös­ter­rei­chi­schen Lan­des­re­gie­rung an Ste­fan Magnet, ehe­ma­li­ger Kader des neo­na­zis­ti­schen BFJ.

33
Rechtsextremismus

1.3.22, Linz

Ste­fan Magnet inter­view­te Her­bert Kickl und lob­te ihn dabei u.a. dafür, als ers­ter Poli­ti­ker den Begriff vom „Gre­at Reset“ in die par­la­men­ta­ri­sche Debat­te ein­ge­bracht zu haben.

32
Rechtsextremismus

25.2.22, Gän­sern­dorf

Der Gene­ral­se­kre­tär Micha­el Schned­litz mar­schier­te bei einer Demo von Impfgegner*innen direkt hin­ter dem Front­ban­ner der iden­ti­tär-nahen Grup­pie­rung „Meta­in­fo“ und posier­te inklu­si­ve White-Power-Zei­chen mit dem Iden­ti­tä­ren Eli­as Maria Schuch.

31
Sonstiges

19.2.22, Kla­gen­furt

Gegen meh­re­re (Ex)-FPÖ-Politiker kam es zu anony­men Anzei­gen wegen des Ver­dachts auf ille­ga­le Par­tei­en­fi­nan­zie­rung, Kor­rup­ti­on, Schein­ge­schäf­te, Doku­men­ten­fäl­schun­gen, fal­sche Rech­nungs­le­gun­gen, fal­sches Datie­ren von Leis­tungs­er­brin­gun­gen und Ver­stö­ße gegen das Umsatzsteuergesetz.

Update: 23.2.23: Die Ermitt­lun­gen wur­den wegen Ver­jäh­rung eingestellt.

30
Sonstiges

27.1.22, Wien

Eine Falsch­aus­sa­ge der ehe­ma­li­gen FPÖ-EU-Abge­ord­ne­ten Bar­ba­ra Kap­pel führ­te am Wie­ner Lan­des­ge­richt zu einer Diver­si­on und Zah­lung von 2.500 Euro.

29
Rechtsextremismus

18.1.22, Waidhofen/Ybbs

Der Spit­zen­kan­di­dat der FPÖ Waid­ho­fen für die Gemein­de­rats­wahl 2022, Josef Gschwand­eg­ger, gab in einem Inter­view, befragt zum letz­ten Buch, das er gele­sen habe, Hit­lers „Mein Kampf” an. Das sei nur ein „Jux” gewe­sen, mein­te die blaue Bezirks­ob­frau Edith Mühl­berg­hu­ber und eine Ver­dre­hung durch die Medien.

28
Rechtsextremismus

4.12.21, Salz­burg

Der Salz­bur­ger RFJ-Obmann Roman Möse­ne­der muss, nach­dem er bei einer Demons­tra­ti­on eine Rauch­bom­be in Rich­tung Poli­zei gekickt hat­te, sei­nen Platz als RFJ-Chef räumen.

Update: 27.4.22: Roman Möse­ne­der wur­de wegen grob fahr­läs­si­ger Kör­per­ver­let­zung eines Poli­zis­ten verurteilt.

27
Rechtsextremismus

4.12.21, Wien

Die FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te Dag­mar Bela­ko­witsch hetz­te bei ihrer Rede auf einer Anti-Coro­na-Demo gegen den Ärz­te­kam­mer­prä­si­den­ten und ver­brei­te­te absur­den Falschaussagen.

26
Rechtsextremismus

7.11.21, Wien

Auf der Web­sei­te der FPÖ wur­de u.a. eine Demons­tra­ti­on der „Coro­na-Quer­front“, die sich rund um den Neo­na­zi Gott­fried Küs­sel for­mier­te, beworben.

25
Sonstiges

26.11.21, Vöck­la­bruck

Im Rah­men einer Demons­tra­ti­on sprach ein RFJ-Ver­tre­ter vom „faschis­ti­schen Zwang“, wenn man Kin­der zu einer Imp­fung zu zwin­gen würde.

24
Rechtsextremismus

24.11.21, Salz­burg

Der Salz­bur­ger FPÖ-Gemein­de­rat Robert Alt­bau­er wur­de wegen des Ver­dachts der Holo­caust­ver­harm­lo­sung auf Face­book angezeigt.

Update 14.1.22: Die Ermitt­lun­gen wur­den eingestellt.

23
Rechtsextremismus

23.11.21, Wien

Eine „Gedenk­re­de“ am 8. Mai 2019 beim „Cou­leur­bum­mel“ führ­te für einen ehe­ma­li­gen Wie­ner RFS-Funk­tio­när und Bur­schen­schaf­ter zu einer teil­be­ding­ten Ver­ur­tei­lung nach dem Verbotsgesetz.

22
Rechtsextremismus

23.11.21, Wien

Der nie­der­ös­ter­rei­chi­sche FPÖ-Bun­des­rats­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Span­ring sprach im Bun­des­rat von „men­schen­ver­ach­ten­den, teils faschis­to­iden Maß­nah­men“ der Bun­des­re­gie­rung und mach­te mehr­fach Anspie­lun­gen auf die NS-Zeit. Gesund­heits­mi­nis­ter Mück­stein bezeich­ne­te er als „Dr. M.“, was wohl als Anspie­lung auf den KZ-Arzt Josef Men­ge­le zu inter­pre­tie­ren ist.

21
Sonstiges

20.11.21, Wien

In einem Inter­view mit „Info-Direkt“ dif­fa­miert der FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Schned­litz Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­te pau­schal als „Volks­ver­rä­ter“.

20
Rechtsextremismus

14.11.21, Deutsch­kreuz-Koh­len­hof

Der RFJ Bur­gen­land rief gemein­sam mit Iden­ti­tä­ren zu einem Auf­marsch „gegen den Asyl­wahn” auf. Auch Per­so­nen aus dem Umfeld von Gott­fried Küs­sel nah­men teil.

19
Rechtsextremismus

12.11.21, Wien/NÖ

Die Staats­an­walt­schaft Wien bean­tragt die Auf­he­bung der par­la­men­ta­ri­schen Immu­ni­tät von Micha­el Schned­litz, nach­dem es zur Anzei­ge wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung gegen ihn kam. Schned­litz hat­te in einem Face­book-Ein­trag geschrie­ben: „Zuwan­de­rung tötet. Punkt.”

Update 18.11.21: Der Natio­nal­rat hebt sei­ne Immu­ni­tät auf.

Update 1.6.24: Laut „Stan­dard” (1.6.24) sei­en die Ermitt­lun­gen ein­ge­stellt worden.

17-18
Rechtsextremismus

22.12.23, Graz

Beschul­digt im Gra­zer Finanz­skan­dal sind eben­falls der Ende März 2024 von sei­nem Amt als Gemein­de­rat zurück­ge­tre­te­ne Roland Lohr und ein ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter von Mario Eustac­chio. Im Dezem­ber 2023 wur­de schließ­lich bekannt, dass gegen bei­de zusätz­lich wegen des Ver­dachts auf Wie­der­be­tä­ti­gung ermit­telt wird, weil auf ihren IT-Gerä­ten NS-Mate­ri­al gefun­den wurde.

Update 30.4.24: Die Ermitt­lun­gen gegen Lohr wegen des Ver­dachts auf Wie­der­be­tä­ti­gung wur­den ein­ge­stellt.

9-16
Sonstiges

Ab Okto­ber 2021, Graz und Steiermark

Mitt­ler­wei­le (Stand April 2024) umfasst die Lis­te der Beschul­dig­ten, die im Herbst 2021 mit dem Gra­zer FPÖ-Finanz­skan­dal ihren Aus­gang nahm, (min­des­tens) zehn Beschuldigte.

Die ers­ten Ent­hül­lun­gen rund um die dubio­se Finanz­ge­ba­rung des FPÖ-Gemein­de­rats­klubs hat­ten schnell zwei poli­ti­sche Rück­trit­te zur Fol­ge: Mario Eustac­chio und Armin Sip­pel. Gleich­zei­tig mit einer Selbst­an­zei­ge nahm auch der Klub­di­rek­tor Mat­thi­as Eder sei­nen Hut. Es geht u.a. um den Vor­wurf des Miss­brauchs von För­der­gel­dern, der Untreue und des Betrugs.

Nicht zurück­ge­tre­ten ist der stei­ri­sche FPÖ-Chef Mario Kuna­sek, der auch im Fall der Gra­zer FPÖ als Beschul­dig­ter (Ver­dacht auf fal­sche Beweis­aus­sa­ge und Unter­drü­ckung eines Beweis­mit­tels) geführt wird. Gegen Kuna­sek und dem Drit­ten stei­ri­schen Land­tags­prä­si­dent Gerald Deutsch­mann wird mitt­ler­wei­le in einer wei­te­ren Cau­sa nach einer anony­men Anzei­ge ermit­telt: Es wird der Vor­wurf erho­ben, beim Umbau der Gra­zer Par­tei­zen­tra­le und dem Bau von Kuna­seks Eigen­heim sei es zu finan­zi­el­len Unge­reimt­hei­ten gekom­men. Deutsch­mann hat­te als Archi­tekt bei­de Pro­jek­te betreut und bestrei­tet den Vor­wurf. In die­ser Ange­le­gen­heit wird nun auch laut „Stan­dard“ (18.2.24) „gegen eine unbe­kann­te Anzahl wei­te­rer Ver­däch­ti­ger in der stei­ri­schen Lan­des­par­tei ermit­telt“ (Her­vor­he­bung SdR).

Ein drit­ter Strang befasst sich mit finan­zi­el­len Unge­reimt­hei­ten beim stei­ri­schen „Frei­heit­li­chen Aka­de­mi­ker­ver­band“ (FAV), dem der ehe­ma­li­ge Gra­zer FPÖ-Gemein­de­rat Hein­rich Sickl vor­steht. Der Kas­sier des Ver­eins hat­te in einer Selbst­an­zei­ge von einer Über­wei­sung über 150.000 Euro gespro­chen, die nicht zuor­den­bar gewe­sen sei.

Zuletzt wird auch wegen des Ver­dachts auf Sozi­al­be­trug inner­halb der Gra­zer Gemein­de­rats­klubs ermit­telt. Beschul­digt wird die dama­li­ge FPÖ-Klub­di­rek­to­rin, die für kur­ze Zeit die Funk­ti­on von Eder über­nom­men hat­te, dann aber bereits 2022 aus der FPÖ aus­ge­tre­ten ist.

„Stoppt die Rech­ten“ hat in unzäh­li­gen Bei­trä­gen über den Skan­dal berich­tet, erst­mals mit einer vier­tei­li­gen Serie im Novem­ber 2021:
https://www.stopptdierechten.at/2021/11/04/fpoe-graz-teil-1-sippel-und-sein-seltsamer-verlagsverein/

Update 22.5.24: Die Ermitt­lun­gen gegen die ehe­ma­li­ge Klub­di­rek­to­rin wur­den ein­ge­stellt. Ein Ex-Klub­mit­ar­bei­ter wur­de ange­klagt und erhielt nach sei­nem voll­um­fäng­li­chen Geständ­nis vor Gericht eine Diversion.

Update 1.6.24: Laut „Stan­dard” (1.6.24) wird nun in der Cau­sa Finanz­af­fä­re auch gegen einen Ex-FPÖ-Gemein­de­rat aus der Süd­stei­er­mark wegen des Ver­dachts auf Geld­wä­sche ermit­telt. Die Ermitt­lun­gen gegen Sickl und den FAV sei­en ein­ge­stellt worden.

Update 30.1.25: Die Staats­an­walt­schaft Kla­gen­furt hat ein Aus­lie­fe­rungs­be­geh­ren gegen Gerald Deutsch­mann an den stei­ri­schen Land­tag gestellt. Der Vor­wurf: Anstif­tung zur Ver­let­zung des Amtsgeheimnisses.

Update 17.4.25: Die Ermitt­lun­gen gegen Kuna­sek, Deutsch­mann und zwei wei­te­re Per­so­nen in der Cau­sa Haus­bau wur­den wegen feh­len­den Anfangs­ver­dachts ein­ge­stellt.

8
Rechtsextremismus

30.9.21, Linz

Die Ver­bin­dung zwi­schen „Info-Direkt“ und der FPÖ bzw. den Iden­ti­tä­ren hat an Inten­si­tät gegen­über frü­he­ren Zei­ten deut­lich zuge­nom­men. Ab Beginn 2020 ist in jeder Num­mer ein FPÖ-Inse­rat – oft mit dem Kon­ter­fei von Her­bert Kickl – zu finden.

7
Rechtsextremismus

22.9.21, Brun­nen­thal

Lan­des­rä­te der FPÖ Ober­ös­ter­reich inse­rier­ten um fast 108.000 Euro im rechts­extre­men „Wochen­blick”, so die Ant­wort auf eine Anfra­ge des Grü­nen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Seve­rin Mayr.

6
Rechtsextremismus

17.9.21, Graz

Wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung wur­den der Gra­zer FPÖ-Vize­bür­ger­meis­ter Mario Eustac­chio und die Gra­zer FPÖ ange­zeigt. Anlass war ein Pla­kat mit der Auf­schrift „Graz ist nicht eure Heimat“.

Update 1.6.24: Laut „Stan­dard” (1.6.24) sei­en kei­ne Ermitt­lun­gen ein­ge­lei­tet worden.

5
Rechtsextremismus

11.9.21, Wien

Die Woh­nung von Hans-Jörg Jene­wein wur­de wegen des Ver­dachts auf ille­ga­le Infor­ma­ti­ons­flüs­se aus dem Ver­fas­sungs­schutz durchsucht.

Update: 13.4.24: Es wur­de bekannt, dass auf dem Mobil­te­le­fon vom Ex-FPÖ-Poli­ti­ker Hans-Jörg Jene­wein zumin­dest ein Bild mit NS-Bezug sicher­ge­stellt wur­de. Bereits 2021 wur­de das Auf­fin­den eines Schlag­rings mit Toten­kopf bekannt. Die Kon­tak­te von Jene­wein und ande­ren FPÖ-Gran­den mit dem mut­maß­li­chen Russ­land-Spi­on Egis­to Ott brin­gen die FPÖ zuneh­mend in Erklärungsnot.

Update 1.6.24: Laut „Stan­dard” (1.6.24) sei­en bezüg­lich des NS-Bild­ma­te­ri­als auf Jene­weins Han­dy kei­ne Ermitt­lun­gen ein­ge­lei­tet worden.

4
Rechtsextremismus

28.8.21, Raum Wels

„Info-Direkt“ orga­ni­sier­te ein rechts­extre­mes Ver­net­zungs­tref­fen in Ober­ös­ter­reich. Teil­ge­nom­men haben neben Vertreter*innen der AfD und den Iden­ti­tä­ren auch der Bun­des­rats­ab­ge­ord­ne­te Johan­nes Hüb­ner, die Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­te Dag­mar Bela­ko­witsch sowie die RFJ-Funk­tio­nä­rin Anna­ri­ta Menegus.

3
Sonstiges

17.8.21, Wien

Die RFJ-Funk­tio­nä­rin Anna­ri­ta Mene­gus fei­ert auf ihrem pri­va­ten Insta­gram-Account die Macht­er­grei­fung der Tali­ban als „Krieg der Befreiung.”

2
Rechtsextremismus

31.7.21, Wien

Dem Auf­ruf zur Demons­tra­ti­on der neo­fa­schis­ti­schen Iden­ti­tä­ren gegen die Novel­lie­rung des Sym­bo­le-Geset­zes folg­ten neben Neo­na­zis u.a. die Vor­sit­zen­de vom RFJ-Wie­den, Anna­ri­ta Mene­gus, und eine Mit­ar­bei­te­rin des FPÖ-Parlamentsklubs.

1
Rechtsextremismus

2.7.21, Graz

Wäh­rend die deut­schen Sicher­heits­be­hör­den das Netz­werk des Götz Kubit­schek beob­ach­ten, gedeiht des­sen Koope­ra­ti­on mit dem FPÖ-nahen „Freilich“-Magazin prächtig.