We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Wochenrückblick | Dokumentation

Lesezeit: 8 Minuten

Mélange KW 6/26 (Teil 1): Ein neuer freiheitlicher „Jugendlicher“ mit Vergangenheit

Von der dubio­sen Schieß­ge­sell­schaft in Vorch­dorf über anti­se­mi­ti­sche Schmie­re­rei­en bis zu FPÖ-Eklats in Bre­genz und Kla­gen­furt und einem neu­en RFJ-Obmann mit Ver­gan­gen­heit in Kärn­ten. Die letz­te Woche zeigt ein­mal mehr, wie Grenz­ver­schie­bung, Kor­po­rier­ten-Netz­wer­ke und rechts­extre­me Bio­gra­fien in Insti­tu­tio­nen und All­tag einsickern.

12. Feb. 2026
Rückblick
Rückblick

Inhalt

Togg­le
  • Wels-Vorch­dorf: 14 Ankla­gen nach dubio­ser Schießveranstaltung
  • Linz: David­stern auf Geschäft geschmiert
  • Bez. Ried/OÖ: Dro­gen und Nazi-Kram
  • Zwei FPÖ-Land­tags­vi­ze­prä­si­den­ten sor­gen für Eklats
  • Wien: Ein Kor­po­rier­ter als Parlamentsdirektor?
  • Kärn­ten: „Jugend vor­an“, Ver­gan­gen­heit inklu­si­ve: Wer ist der neue FJ-Chef Vik­tor Erdesz?

Wels-Vorchdorf: 14 Anklagen nach dubioser Schießveranstaltung

Nach dem Tref­fen einer pri­va­ten Schieß­ge­sell­schaft im Okto­ber 2025 auf einem Bau­ern­hof in Vorch­dorf wur­den gegen 14 Per­so­nen, dar­un­ter ein Bun­des­heer­of­fi­zier als Bestim­mungs­tä­ter, Ankla­gen wegen unbe­fug­ten Füh­rens einer Schuss­waf­fe erho­ben. Die Grup­pe aus Ober­ös­ter­reich, Salz­burg und Kärn­ten hat­te nach Eigen­an­ga­ben nur Ziel­übun­gen ohne zu schie­ßen durch­ge­führt. Ein Zeu­ge alar­mier­te die Polizei.

Bei der Ankunft der Ein­satz­kräf­te flüch­te­ten zahl­rei­che Bewaff­ne­te ins Haus, eini­ge in den Wald. Die Behör­den fan­den rund 50 halb­au­to­ma­ti­sche Waf­fen, teils zer­legt und ver­steckt. Ermitt­lun­gen wegen Extre­mis­mus oder Staats­ver­wei­ge­rung sei­en ergeb­nis­los ver­lau­fen. Die Ver­bin­dun­gen des Bun­des­heer­of­fi­ziers in die rechts­extre­me Sze­ne hat­te Stoppt die Rech­ten öffent­lich gemacht.

Gegen neun wei­te­re Beschul­dig­te wur­den die Ermitt­lun­gen ein­ge­stellt. Der Pro­zess gegen die 14 Ange­klag­ten fin­det am 5. März in Wels statt, es dro­hen bis zu zwei Jah­re Frei­heits­stra­fe oder eine Geld­stra­fe. Die Ermitt­lun­gen gegen den Offi­zier wegen Wider­stands gegen die Staats­ge­walt wur­den eingestellt.

Linz: Davidstern auf Geschäft geschmiert

In der Nacht vom 31. Jän­ner auf den 1. Febru­ar wur­de in Linz-Urfahr ein tür­ki­scher Lebens­mit­tel­markt von einem Unbe­kann­ten mit einem David­stern auf der Ein­gangs­tür beschmiert. Die Tat wur­de von einer Über­wa­chungs­ka­me­ra auf­ge­zeich­net. Der Täter ist auf den Auf­nah­men klar zu erken­nen, wur­de jedoch bis­lang nicht iden­ti­fi­ziert. Die Inha­ber des Geschäfts, die als gut inte­griert und fes­ter Bestand­teil der Nach­bar­schaft beschrie­ben wer­den, haben Anzei­ge erstat­tet. Der David­stern, auch „Juden­stern“ genannt, ist ein Sym­bol für die sys­te­ma­ti­sche Aus­gren­zung und Ver­nich­tung der euro­päi­schen Juden durch das NS-Regime. Der Hin­ter­grund der Tat ist bis­lang unklar.

(Quel­le: heute.at, 2.2.26)

Bez. Ried/OÖ: Drogen und Nazi-Kram

Ein 24-jäh­ri­ger, bereits ein­schlä­gig vor­be­straf­ter Mann aus dem Bezirk Ried finan­zier­te sich durch Dro­gen­han­del zumin­dest teil­wei­se eine Woh­nung in Wels. Bei Haus­durch­su­chun­gen an den Wohn­adres­sen des Beschul­dig­ten in Ried und Wels wur­den ver­kaufs­fer­ti­ges Koka­in und Can­na­bis­kraut, mut­maß­li­ches Erlös­geld, gestoh­le­ne Ver­kehrs­ta­feln sowie ver­bo­te­ne Sym­bo­le nach dem Ver­bots­ge­setz sicher­ge­stellt. Der Beschul­dig­te wur­de verhaftet.

(Quel­le: tips.at, 4.2.26)

Zwei FPÖ-Landtagsvizepräsidenten sorgen für Eklats

Bin­nen 48 Stun­den haben zwei FPÖ-Land­tags­vi­ze­prä­si­den­ten in zwei Bun­des­län­dern für poli­ti­sche Eklats gesorgt. In Vor­arl­berg ging es um die Ein­ord­nung der Sho­ah im Rah­men einer Debat­te zur Erin­ne­rungs­kul­tur. In Kärn­ten um die Fra­ge, ob im Land­tag ein paar slo­we­ni­sche Gruß­wor­te tole­riert wer­den. Die Fäl­le zei­gen ein gemein­sa­mes Mus­ter: Dort, wo demo­kra­ti­sche Sen­si­bi­li­tät gefragt wäre, wird mit insti­tu­tio­nel­ler Auto­ri­tät eine Grenz­ver­schie­bung betrieben.

Vor­arl­berg: Die Debat­te über Erin­ne­rungs­kul­tur kippt

Aus­lö­ser im Vor­arl­ber­ger Land­tag war ein Antrag der Grü­nen auf ein Lan­des­leit­bild „Erin­ne­rungs­kul­tur Vor­arl­berg“, das die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Holo­caust in Schu­len und Erwach­se­nen­bil­dung stär­ken soll­te. FPÖ-Land­tags­vi­ze­prä­si­dent Hubert Kinz hielt dage­gen, es gebe bereits aus­rei­chend gesetz­li­che Grund­la­gen – etwa das Ver­bots­ge­setz – und plä­dier­te statt eines „star­ren Sys­tems“ für eine „dyna­misch ent­wi­ckeln­de Erinnerungskultur“.

Für den Eklat sorg­te dann der Ver­gleich, den Kinz in der­sel­ben Rede zog: Er frag­te, ob Über­grif­fe marok­ka­ni­scher Besat­zungs­sol­da­ten auf „Damen unse­res Lan­des“ weni­ger schlimm gewe­sen sei­en, und ver­wies zusätz­lich auf Hexen­ver­bren­nun­gen sowie auf „Brand­schat­zun­gen in den Schwei­zer oder Appen­zel­ler und Grau­bünd­ner Krie­gen“. Damit setz­te er den Holo­caust in einen all­ge­mei­nen Kata­log his­to­ri­scher Gewalt.

Grü­nen-Klub­ob­mann Dani­el Zadra, SPÖ-Man­da­tar Rein­hold Ein­wall­ner und NEOS-Klub­ob­frau Clau­dia Gamon spra­chen von einer Rela­ti­vie­rung der Sho­ah. Zadra nann­te die Pas­sa­ge eine „unglaub­li­che Ent­glei­sung“ und beton­te, es habe sich um eine vor­be­rei­te­te Rede gehan­delt. Kinz wies den Vor­wurf zurück, erklär­te, er habe die Sho­ah nicht ver­harm­lo­sen wol­len, und räum­te spä­ter ein, sei­ne Wort­wahl sei „viel­leicht nicht opti­mal“ gewesen.

Einen Ord­nungs­ruf sei­tens des ÖVP-Land­tags­prä­si­den­ten Harald Son­der­eg­ger erhielt er nicht. Die ÖVP, Regie­rungs­part­ner der FPÖ, gab sich mit der zwei­ten Wort­mel­dung von Kinz zufrie­den, FPÖ-Lan­des­chef Chris­tof Bit­schi mein­te, für ihn sei der Fall erledigt.

(Quel­le und alle Zita­te aus: vorarlberg.orf.at, 5.2.26)

Update 17.2.26: Die Staats­an­walt­schaft Feld­kirch prüft einen Anfangs­ver­dacht wegen Wie­der­be­tä­ti­gung.

Kärn­ten: Alles Deutsch!

Kurz nach der Vor­arl­ber­ger Ent­glei­sung kam es im Kärnt­ner Land­tag zum zwei­ten Eklat: Der Zwei­te Land­tags­prä­si­dent Chris­toph Stau­dach­er (FPÖ) erteil­te dem zwei­spra­chi­gen Team-Kärn­ten-Abge­ord­ne­ten Franz-Josef Smrt­nik einen Ord­nungs­ruf, weil die­ser in sei­ner Rede zum Tätig­keits­be­richt der Kärnt­ner Jäger­schaft ein­zel­ne slo­we­ni­sche Begrif­fe ver­wen­det hat­te – dar­un­ter „lep popold­an“, „lov­ski bla­gor“ und „hva­la“. Stau­dach­er unter­brach ihn mit dem Hin­weis, es gebe „nur eine Lan­des­spra­che“.

Team Kärn­ten sprach von einem Skan­dal und ver­lang­te die Rück­nah­me des Ord­nungs­rufs. Der Ers­te Land­tags­prä­si­dent Andre­as Scher­witzl (SPÖ) hielt dage­gen, man kön­ne einem Ange­hö­ri­gen der slo­we­ni­schen Volks­grup­pe „das eine oder ande­re Wort“ in der Mut­ter­spra­che zuge­ste­hen. Laut Kom­men­tar zur Geschäfts­ord­nung sei­en Begrü­ßungs­wor­te auf Slo­we­nisch aus­drück­lich nicht aus­ge­schlos­sen, um die Reprä­sen­tanz der Volks­grup­pe sym­bo­lisch sicht­bar zu machen.

Der Vor­fall schlug auch außer­halb Kärn­tens auf: In slo­we­ni­schen Medi­en wur­de von einer skan­da­lö­sen Ver­war­nung gespro­chen, das slo­we­ni­sche Außen­mi­nis­te­ri­um nann­te den Vor­gang „bedau­er­lich“. Die FPÖ ver­tei­dig­te Stau­dach­er hin­ge­gen und erklär­te den Ord­nungs­ruf für kor­rekt, weil Deutsch die Ver­hand­lungs­spra­che sei. Alles Deutsch, das gab es in Kärn­ten schon einmal.

(Quel­le und alle Zita­te aus: kaernten.orf.at, 6.2.26)

Wien: Ein Korporierter als Parlamentsdirektor?

Wenn im Par­la­ment ein Direk­tor bestellt wird, ist es eine Macht­ent­schei­dung. Mit 1. August geht der noch unter Bar­ba­ra Pram­mer bestell­te Harald Dos­si in Pen­si­on, und damit wird die Schlüs­sel­stel­le im Maschi­nen­raum der Repu­blik neu besetzt. Das ent­schei­den­de poli­ti­sche Gewicht liegt bei Natio­nal­rats­prä­si­dent Wal­ter Rosen­kranz: for­mell mit Aus­schrei­bung und Kom­mis­si­on, prak­tisch aber mit kla­rer Richtungsfunktion.

Gehan­delt wür­den laut „Ober­ös­ter­rei­chi­sche Nach­rich­ten“ (6.2.26) vor allem Roland Wei­nert und Andre­as Reich­hardt – bei­de kei­ne unbe­schrie­be­nen Blät­ter. Die poli­ti­sche Bri­sanz liegt nicht nur in der Par­tei­nä­he, son­dern auch im Milieu, aus dem bei­de stam­men: Wei­nert ist bei der Sue­via Inns­bruck kor­po­riert, Reich­hardt bei der Grenz­lands­mann­schaft Cim­bria Wien, dort, wo eine Rei­he von ehe­ma­li­gen Mit­glie­dern von Küs­sels neo­na­zis­ti­scher VAPO – auch Reich­hardt selbst nahm an Wehr­sport­übun­gen teil – gelan­det ist.

Beim Wehrsport: re vorne Heinz-Christian Strache, neben ihm Andreas Reichhardt, Andreas Thierry (hintere Reihe, zweiter von links)
Beim Wehr­sport: re vor­ne Heinz-Chris­ti­an Stra­che, neben ihm Andre­as Reichhardt

Nun steht im Raum, was als Fol­ge der „Usancen“-Politik jener Par­tei­en zu wer­ten ist, die den Bur­schen­schaf­ter Rosen­kranz an die Spit­ze des Natio­nal­rats gewählt haben: ein geschlos­se­nes kor­po­rier­tes Netz­werk bis in die ope­ra­ti­ve Spit­ze des Parlaments.

Die Par­la­ments­di­rek­ti­on steu­ert den All­tag des Hohen Hau­ses: Per­so­nal, Abläu­fe, Res­sour­cen, inter­ne Prio­ri­tä­ten, insti­tu­tio­nel­le Tak­tung. Wer dort sitzt, ent­schei­det, wie rei­bungs­los oder zäh par­la­men­ta­ri­sche Arbeit tat­säch­lich läuft. Macht zeigt sich eben nicht nur am Red­ner­pult, son­dern auch in den Stel­len dahinter.

Wenn also der Natio­nal­rats­prä­si­dent einen Kan­di­da­ten aus dem­sel­ben poli­tisch-kor­po­ra­ti­ven Umfeld durch­setzt, wäre das ein Signal: Im Zen­trum der Repu­blik wird struk­tu­rell umge­baut. Oder zuge­spitzt gesagt: Nicht bloß ein wei­te­rer Blau­er auf einem Top­pos­ten, son­dern Durch­re­gie­ren von Kor­po­rier­ten in der Schalt­zen­tra­le die­ser Repu­blik. Eine ver­hee­ren­de Aussicht!

Kärnten: „Jugend voran“, Vergangenheit inklusive: Wer ist der neue FJ-Chef Viktor Erdesz?

Am 31. Jän­ner wur­de Vik­tor Erdesz beim Lan­des­ju­gend­tag in Ossi­ach mit 100 Pro­zent zum neu­en Lan­des­ob­mann der Frei­heit­li­chen Jugend (FJ) Kärn­ten gewählt. Der Par­tei­tag stand unter dem Mot­to „Jugend vor­an“ und war flan­kiert von FPÖ-Funk­tio­nä­ren bis hin­auf zum FJ-Bun­des­ob­mann Maxi­mi­li­an Weinzierl.

Wer Erdesz poli­tisch ein­ord­nen will, lan­det zuerst in Deutsch­lands hohem Nor­den, wo er als damals in Ham­burg Stu­die­ren­der bereits in ein­schlä­gi­ger Umge­bung genannt wird. Von Ham­burg ist Erdesz nach Wien in ein klar rechts­au­ßen ver­or­te­tes Milieu wei­ter­ge­zo­gen. Der in sei­nem Gesicht durch die Men­su­ren schwer gezeich­ne­te Olym­pia-Bur­sche Erdesz war mit Mar­kus Ripfl, der über sein Like für eine Neo­na­zi-Band gestol­pert und mit Jah­res­be­ginn 2018 aus der FPÖ gewor­fen wur­de, Grün­der der in Rich­tung Neo­na­zis­mus ori­en­tier­ten Kleinst­par­tei „Die Stim­me“. Für „Die Stim­me“ erhob Erdesz sei­ne Stim­me, um im August 2018 vom Neo­na­zi-Auf­marsch in Chem­nitz, im Zuge des­sen es zu pogrom­ar­ti­gen Aus­schrei­tun­gen gegen Ausländer:innen und anti­se­mi­ti­schen Über­grif­fen gekom­men ist, zu berich­ten. Nach­dem Ripfl nach einem Wie­der­be­tä­ti­gungs­pro­zess aus der Öffent­lich­keit abge­taucht ist, ver­stumm­te „Die Stim­me“ mit ihm.

Der Bur­schen­schaf­ter Erdesz blieb aber wei­ter auf­fäl­lig, nicht nur als Face­book-Fan der mitt­ler­wei­le eben­so ver­stumm­ten Neo­na­zi-Grup­pie­rung „Unwi­der­steh­lich“, auch etwa im Juni 2020, als er einer der Gast­ge­ber zu einem Sau­fe­vent sei­ner „Olym­pia“ war – die Face­book-Ver­an­stal­tung war mit einem Wehr­machts­fo­to dekoriert.

Viktor Erdesz lädt mit Wehrmachtsbild zur Olympia-Junibowle (Screenshot FPÖ-Fails)
Vik­tor Erdesz lädt mit Wehr­machts­bild zur Olym­pia-Juni­bow­le (Screen­shot FPÖ-Fails)

2020 kan­di­dier­te Erdesz, der 2017 noch als Wahl­kämp­fer für die FPÖ unter­wegs war, bei der Wie­ner Gemein­de­rats­wahl für die Trup­pe von Heinz-Chris­ti­an Stra­che – obwohl er gleich in vier Bezir­ken zur Wahl stand, schnitt er ähn­lich erfolg­los wie die Stra­ches Par­tei ins­ge­samt ab. Man­dat gab es für ihn keines.

Im Zuge der Coro­na-Demos zeig­te sich Erdesz mit der neo­na­zis­ti­schen Coro­na-Quer­front und mit Aus­tria Wien-Hoo­li­gans, er sei eben­falls „bekannt mit dem Tanz­bri­ga­de-Spek­trum“, schreibt die Recher­che-Platt­form „Öster­reich rechts­au­ßen“ (6.8.22) und weiter:

Kürz­lich auch hat Erdesz für den ein­schlä­gi­gen Ver­lag „KL Mili­ta­ria“, der in The­mar ansäs­sig ist, die Memoi­ren des SS-Pan­zer­gre­na­di­ers Adolf Peichl her­aus­ge­ge­ben. KL Mili­ta­ria führt gro­ße Men­gen sol­cher Neu­her­aus­ga­ben, alle­samt the­ma­ti­sie­ren sie glo­ri­fi­zie­rend die Wehr­macht oder insze­nie­ren sie als Kriegs­op­fer, v. a. aber die SS (Fokus auf Toten­kopf-SS und all­ge­mei­ner Waffen-SS).

Tat­säch­lich scheint auf dem Cover der Memoi­ren ein „Vik­tor Eisen­mann“ als Autor auf, die Deut­sche Natio­nal­bi­blio­thek führt zu „Eisen­mann“ als „frü­he­rer Name“ Vik­tor Erdesz an.

Danach scheint Erdesz nach Kärn­ten gewech­selt zu sein, wo er zum Bezirks­ob­mann der Frei­heit­li­chen Jugend Kla­gen­furt avan­cier­te. Nun hat es der nicht mehr ganz so jugend­li­che Erdesz als 30-Jäh­ri­ger an die Spit­ze der der Frei­heit­li­chen Jugend Kärn­ten geschafft und kann den Jun­gen von den Erleb­nis­sen aus sei­ner Ver­gan­gen­heit erzählen.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Wochenrückblick, Dokumentation
Schlagwörter: Antisemitismus | Burschen-/Mädelschaften/Korporationen | FPÖ | Holocaustleugnung/-verharmlosung | Kärnten/Koroška | Neonazismus/Neofaschismus | Oberösterreich | Vorarlberg | Wien

Verwandte Beiträge

  • 15. Nov. 2025
    Schießübungen in Vorchdorf: Bitte weitergehen – nichts zu sehen?
    Im Visier
  • 10. Juni 2020
    Burschenschaft Olympia: Saufevent mit Wehrmachtsbild für deutsche Männer und deutsche Frauen

Beitragsnavigation

« Der unbescholtene „Gaubeauftragte“: Hans Jörg Schimanek vor Gericht
Menschen-Safaris in Sarajevo: 30 Jahre Schweigen, jetzt erste Ermittlungen »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter