Willkommen auf der Internetseite von „Stoppt die Rechten“, der wichtigsten Informations- und Dokumentationsquelle zu aktuellen Entwicklungen im österreichischen Rechtsextremismus.

Die Website stellt aktuelle Informationen, Hintergrundanalysen und Kommentare zu Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Neonazismus hierzulande bereit, dokumentiert rechtsextreme Vorfälle und berichtet (gemeinsam mit Prozessreport) von Gerichtsprozessen wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz. Solltest du etwas Spezielles auf unserer Seite suchen, bieten dir unterschiedliche Filter, die auch miteinander kombiniert werden können, die Möglichkeit deine Recherche einzugrenzen. Über das Hauptmenü findest du zudem unsere Grundlagentexte.

Solltest du einen bestimmten Vorfall oder ähnliches bei uns melden wollen, kannst du dies hier über unser sicheres Kontaktformular tun.

Wochenschau KW 42

Neuer Beitrag!

Viel Kärnten gibt’s in unserer Rückschau auf die letzte Woche: mehrere Nazi-Schmieraktionen und der Nachklang zu Josef Winklers Festrede anlässlich „500 Jahre Klagenfurt“, die der FPÖ gar nicht gefallen hat. In Graz sorgen 14 Mitglieder aus der Staatsverweigererszene für kuriose Momente vor Gericht, und kurios war auch ein Schlafzimmerwandschmuck eines Salzburger Ex-Ehepaars: ein selbstgebasteltes Aquarell mit SS-Runen. Und Obacht: Neuerdings können eindeutig antifaschistische Symbole zu einer Anzeige wegen Wiederbetätigung führen – zumindest in Tirol. Apropos Tirol: Unser Prädikat „das rechte Wort der Woche“ verleihen wir diesmal an den Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger. (mehr …)

FPÖ Imst: Zwei Verurteilungen wegen Wiederbetätigung

In der Bezirks- und Ortsgruppe der FPÖ Imst hat es in den letzten Jahren regelmäßig gekracht. Austritte, Ausschlüsse und Rücktritte waren immer wieder an der Tagesordnung. Im Zentrum standen dabei auch die tiefbraunen Umtriebe von einigen Ex(?)-Parteifunktionären. Zwei von ihnen wurden in den letzten Wochen wegen Wiederbetätigung verurteilt. Prozess und Urteil gegen den einen, Wolfgang Neururer, gingen durch die Medien, beim anderen, Franz Schardinger, gab’s nur eine Meldung in einer Regionalzeitung. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass Schardinger letztlich indirekt über Neururer und Kameraden gestolpert ist, nicht klein. (mehr …)

Erinnerungsprojekt des DÖW: Memento Wien

Es ist eine wahre Mammutaufgabe, die das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands mit dem Online-Tool Memento Wien da angegangen ist, aber es hat sich gelohnt. Nach dem Pilotprojekt Erster Bezirk wurde gestern die Erweiterung auf die Leopoldstadt präsentiert. Damit erschließt sich für BenützerInnen der Zugang zu Archivmaterialien über zigtausend vor allem jüdische Opfer des Holocaust, sichtbar gemacht über deren letzte Adressen vor der Deportation in die nationalsozialistischen Vernichtungs- und Konzentrationslager. (mehr …)

Am 18. Oktober ist wieder Donnerstag!

„Wir sind jetzt zusammen!“

18.10.2018, 18h, Treffpunkt am Stephansplatz Wien

Unter dem Motto Augen Auf! KlappeAuf! gestaltet die Initiative KlappeAuf diesen Donnerstag. #KlappeAuf ist eine Initiative von über 100 österreichische Filmemacher_innen, die unter dem Motto „gegen Verhetzung und Entsolidarisierung“ kurze Filme produzieren, die jeden Donnerstag als #KlappeAuf-Wochenschau online verbreitet werden und in den Kinos als Vorfilme laufen. Mehr Infos auf: www.klappeauf.at

Um 18.00 geht’s los, am Stephansplatz, um 18.30 Uhr gibt’s ein pedalpowered screening by CycleCinemaClub, anschließend einen Spaziergang mit Video-Projektionen im öffentlichen Raum über den Praterstern bis zur Nordbahnhalle, wo ab 20.30 Kurzfilme gezeigt werden.

Mit dabei sind u.a. DJ Angel (Marlene Bürgerkurator Engel) b4b DJ Hauswein (Zahra Khan), Sidney, T-Ser, Meydo von Akashic Recordz, Nina Kusturica, Tina Leisch, Doris Kittler, Emmanuel Mbolela und Alexander Behr, Arash T. Riahi, Ruth Beckermann, Miriam Bajtala, Lotte Schreiber und viele mehr.

Den Regierenden, Nutznießer_innen und Mitläufer_innen werden wir gemeinsam ausrichten:

„Ihr werdet euch noch wundern, wer da aller schaut!“

ROUTE: Stephansplatz- Rotenturmstraße – Schwedenplatz – Schwedenbrücke – Praterstrasse – Praterstern fluc – Lasallestraße – Vorgartenstraße – Krakauer Straße – Bednar Park

Neue Rechte und alte Seilschaften

Rechte Bewegungen der Gegenwart und ihre Strategien

18.10.2018, 18h, Spielraum für Alle, Franz-Fischer-Straße 12, 6020 Innsbruck

Unsere Gesellschaft erlebt fraglos den stärksten Rechtsruck seit Jahrzehnten. Dabei kommen zum einen alte Bündnisse wie Burschenschaften zu neuem Einfluss, zum anderen treten neue Gruppen wie die „Identitären“ auf den Plan.

Mit welchen Mitteln und Strukturen agieren diese Gruppen? Wie behaupten sie sich im Diskurs? Und was kann ihnen eine liberale Gesellschaft entgegensetzen?

Es diskutieren:
Claudia Globisch | Uni Innsbruck | Institut für Soziologie
Stephan Grigat | Uni Wien | MMZ Potsdam | Uni Haifa
Alexander Winkler | Mitherausgeber von Untergangster des Abendlandes. Das Buch über die rechtsextremen Identitären Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ‚Identitären‘

Germania Ried: Kickls Lücken

Aus den Oberösterreichischen Nachrichten erfährt man mehr über die strafrechtlichen Ermittlungen zur pennalen Burschenschaft „Germania Ried“ als durch eine parlamentarische Anfrage an den Innenminister. Das sollte eigentlich nicht so sein. Noch weniger allerdings, dass der Innenminister in seiner Anfragebeantwortung nicht die Wahrheit schreibt. Oder darf der Verfassungsschutz gewisse Zeitungen nicht einmal lesen? (mehr …)

Haider (II): Kriminalität und Korruption im Umfeld

Von der Politikwissenschafterin Kathrin Steiner-Hämmerle stammt die Vermutung, dass Haider – würde er noch leben – entweder Kanzler oder im Gefängnis sein könnte. Wir wollen nicht Spekulation betreiben, sondern Fakten sprechen lassen über Kriminalität und Korruption in Haiders personeller Umgebung. Dazu haben wir uns sein engstes Umfeld vorgenommen: die „Buberlpartie“, aber auch so ziemlich alle anderen, mit denen Haider eng zusammengearbeitet hat. (mehr …)

Wochenschau KW 41

Diesmal bewegen wir uns zwischen „lustigem Geplänkel“ beim Austausch von Nazi-Content, Hakenkreuz-Graffiti „aus Langeweile“ bis zu einem Holocaustleugner, der sich dagegen wehrt, von Geschworenen als zurechnungsfähig bewertet zu werden. Ein Kabinettsmitarbeiter von Minister Kunasek wird sich nicht nur zu seinen Facebook-Aktivitäten erklären müssen, sondern auch, ob und warum er Grundwehrdiener für den FPÖ-Wahlkampf eingeteilt hat. Schließlich haben wir aus der Befragung der Leiterin des Extremismusreferats im BVT erfahren, dass es Zufallsfunde gegeben habe. Was uns gleich zum „rechten Wort der Woche“ führt, das wir diesmal Christoph Pöchinger, dem ehemaligen Kabinettsmitarbeiter von Ex-Justizministerin Gastinger zusprechen, denn der unterstellt der BVT-Mitarbeiterin „Wahnvorstellungen“. (mehr …)

Präsentation MEMENTO Wien-Leopoldstadt

17.10.2018, 19h30 bei Esra, Tempelgasse 5
Anmeldung: info@esra.at (Infos hier)

MEMENTO Wien-Leopoldstadt ist ein für mobile Endgeräte (Tablets und Smartphones) optimiertes Online-Tool des DÖW, bietet Informationen zu den Opfern der Shoah in der Leopoldstadt. Der Historiker Wolfgang Schellenbacher wird das Projekt vorstellen und anhand von konkreten Beispielen zeigen, wie mit dieser mobilen Website die letzten Wohnadressen der Ermordeten sowie eine Reihe von Archivdokumenten und Fotos zu Personen und Gebäuden in der Stadt sichtbar gemacht werden können. Interessierte haben dadurch die Möglichkeit, die Geschichte ihrer Umgebung interaktiv zu erforschen und mehr über die Schicksale der Verfolgten zu erfahren.

Haider (I): Seine schlimmste Postenschacherei

Die 2009 erstellte Website „Jörg-Haider-Gebetsliga“ hat sich bereits 2012 offiziell als Scherz geoutet. Wenn jetzt – zehn Jahre nach dem Unfalltod Haiders – in zahlreichen Kommentaren und Diskussionsbeiträgen so getan wird, als ob mit Haider einer der seriösesten Politiker Österreichs aus dem Leben geschieden sei, könnte man vermuten, dass die Gebetsliga existent und kein Scherz ist. Da tut Aufklärung not! (mehr …)