Willkommen auf der Internetseite von „Stoppt die Rechten“, der wichtigsten Informations- und Dokumentationsquelle zu aktuellen Entwicklungen im österreichischen Rechtsextremismus.

Die Website stellt aktuelle Informationen, Hintergrundanalysen und Kommentare zu Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Neonazismus hierzulande bereit, dokumentiert rechtsextreme Vorfälle und berichtet (gemeinsam mit Prozessreport) von Gerichtsprozessen wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz. Solltest du etwas Spezielles auf unserer Seite suchen, bieten dir unterschiedliche Filter, die auch miteinander kombiniert werden können, die Möglichkeit deine Recherche einzugrenzen. Über das Hauptmenü findest du zudem unsere Grundlagentexte.

Solltest du einen bestimmten Vorfall oder ähnliches bei uns melden wollen, kannst du dies hier über unser sicheres Kontaktformular tun.

SdR macht Pause

Urlaubsbedingt und aufgrund eines Todesfalls in der Familie eines Teammitglieds können wir voraussichtlich bis Ende Juli keine (oder nur gelegentlich) Beiträge veröffentlichen.

Derweilen wünschen wir einen schönen Sommer!

Team SdR

Blauer Handel

Bei der FPÖ ist schon wieder was passiert! Diesmal kein neuer brauner Exzess, kein Ibiza-Video, sondern die Kandidatur eines echten Monarchisten. Norbert van Handel, Prokurator des habsburgischen St. Georgs-Ordens, vom extrem rechten „Wochenblick“ in höchster Devotion als „Baron“ tituliert, steigt in die Niederungen plebejischer Politik herab und kandidiert auf Platz 8 der FPÖ-Bundesliste. Chapeau! (mehr …)

Rechtsextreme Todeslisten und Morddrohungen (Teil 1)

Bis vor kurzem wurde von den Ermittlungsbehörden verbreitet, dass die Namensliste mit politischen Gegner_innen, die bei der rechtsextremen Prepper-Gruppe „Nordkreuz“ gefunden wurde, keine Todesliste sei. Recherchen ergaben jetzt, dass die Rechtsextremen rund 200 Leichensäcke und Ätzkalk bestellen wollten. Das erinnert an den „Breivik von Traun“, Johann Neumüller, der für die vielen „Ausländer“, die er ermorden wollte, schon selbst beschriftete Schilder vorbereitet hatte, die er auf ihre Leichen legen wollte. (mehr …)

Wochenschau KW 26/19

Identitäre, die mit verschachtelten Vereins- und Firmenkonstruktionen anonyme Investoren zum Ankauf von Immobilien, darunter eine in Linz, locken wollen, brachte die oberösterreichische Politik etwas in Aufruhr. Keine Resonanz gab’s auf eine Bande von mindestens 26 Mitgliedern aus dem Raum Wels/Land, denen neben Wiederbetätigung noch eine Reihe von weiteren Delikten vorgeworfen werden. Ansonsten: NS-Tattoos und -Devotionalien in Baden, die keine Gutheißung des NS bedeuten sollen, besoffener Hitlergruß in Amstetten und wieder einmal eine Klage durch Heinz-Christian Strache. Diesmal hat’s einen Tiroler getroffen. (mehr …)

Die FPÖ und ihre identitären Identitäten

Justizminister Jabloner ist in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung für Stephanie Krisper (Neos) der Ansicht, dass aus den bei Hausdurchsuchungen gefundenen Unterlagen „Verbindungen der IBÖ zur FPÖ abzuleiten“ sind. Der neue FPÖ-Vorsitzende Norbert Hofer ist da ganz anderer Meinung. In einem Interview mit dem „Standard“ besteht er ganz fest darauf, dass er schon 2016 gesagt hat, „dass ich mit diesen Herrschaften nichts zu tun haben will“. Wirklich? Wir haben da unsere Zweifel. (mehr …)

Roman Haider: mit deutschen Hieben ins Europäische Parlament

Auf Platz vier der FPÖ-Liste für die EU-Wahl stand ein Nachname, der im historischen Gedächtnis eigentlich in Kärnten verortet wird: Haider. Der weitgehend unbekannte Haider kommt auch aus Oberösterreich und ist ebenfalls Burschenschafter. Während der Jörg aber sein Heimatbundesland gen Süden verlassen hat, um sich im Bärental niederlassen, ist der andere, Roman, geblieben – in Aschach an der Donau. Seit 2008 ist er im Nationalrat, aufgefallen ist er in den letzten elf Jahren durch seine parlamentarischen Tätigkeiten jedoch noch nicht. Nur einmal, als er den Abbruch einer Schulveranstaltung erwirkte, kam er breiter in die Medien. (mehr …)

„Zur Zeit“: Staatlich geförderter Antisemitismus

In der aktuellen Ausgabe von „Zur Zeit“ verhöhnt Stammautor Alexander Schleyer Engagement gegen Antisemitismus, verleugnet die Existenz eines ernstzunehmenden, rechten Antisemitismus und bejaht gleichzeitig einen „berechtigten“ Antisemitismus. Das alles in einem kurzen Kommentar. Auf ihrer Website setzt „Zur Zeit“ noch eins drauf und diffamiert den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Oskar Deutsch. Dafür erhält die FPÖ-nahe Postille staatliche Presseförderung und Werbeeinschaltungen durch das Bundesheer. Wie lange noch? (mehr …)

Norwegen: Biedermann und Brandstifter

Was sich in Norwegen gerade abspielt, ist ein veritabler Politkrimi mit rechtspopulistischer und rechtsextremer Beteiligung. Die Zutaten: eine rechte Regierungskoalition wie bis vor kurzem in Österreich, ein kritisches Theaterstück, ein norwegisches „Unzensuriert“, bedrohliche Anschläge, eine völlig überraschende Wendung, die mit dem Ibiza-Video hart konkurriert und der Rücktritt des rechten Justizministers. (mehr …)

Wochenschau KW 25/19

Vorwahlzeit ist, damit rücken Meldungen über diverse Personalia und Kämpfe um mögliche Mandate traditionell in den Vordergrund. Auch die FPÖ hat hierzu mit einigen Meldungen aus der letzten Woche einiges zu bieten. Wieder auf einem sicheren Platz soll Martin Graf kandidieren, was zum Rückzug des bisherigen jüdischen Abgeordneten David Lasar führte. Graf lieferte auch Schlagzeilen, weil er unerwartet in Vertretung der Dritten Nationalratspräsidentin Kitzmüller im Kuratorium des Nationalfonds aufgetaucht war. Der durch ein Hitlergruß-Foto bekannt gewordene Andreas Bors findet sich als Kandidat für die NR-Wahl wieder, und die FPÖ Amstetten steht mit einem Massenparteiausschluss vor einem Scherbenhaufen. Die geschasste Stadträtin Kashofer liefert sich nun mit ihrer Ex-Partei einen öffentlich ausgetragenen Infight. Auch noch eine gute Nachricht: Der gern klagende FPÖ-Hausfotograf Lizar musste eine gerichtliche Niederlage hinnehmen. (mehr …)

Das freiheitliche Ehrenamt und der Ofenrohrberater

Vermutlich liegt es an unseren linkslinken Wahnideen, dass wir das „Ehrenamt“ oder die „ehrenamtliche Tätigkeit“ mit dem Begriff unentgeltlich verbinden, Wie uns jetzt die FPÖ an einem schönen Beispiel lehrt, muss das wirklich nicht so sein. Weil 7 Minuten aus einem Video die Karriereplanung der obersten blauen Familie kurzfristig ins Wanken gebracht haben, müssen auch bei den Straches die Groschen gezählt werden. Da kann auch das Ehrenamt nicht ehrenamtlich bleiben! (mehr …)