Willkommen auf der Internetseite von „Stoppt die Rechten“, der wichtigsten Informations- und Dokumentationsquelle zu aktuellen Entwicklungen im österreichischen Rechtsextremismus.

Die Website stellt aktuelle Informationen, Hintergrundanalysen und Kommentare zu Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Neonazismus hierzulande bereit, dokumentiert rechtsextreme Vorfälle und berichtet (gemeinsam mit Prozessreport) von Gerichtsprozessen wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz. Solltest du etwas Spezielles auf unserer Seite suchen, bieten dir unterschiedliche Filter, die auch miteinander kombiniert werden können, die Möglichkeit deine Recherche einzugrenzen. Über das Hauptmenü findest du zudem unsere Grundlagentexte.

Solltest du einen bestimmten Vorfall oder ähnliches bei uns melden wollen, kannst du dies hier über unser sicheres Kontaktformular tun.

Vilimskys Plagiat nun bei OLAF

Harald Vilimsky hat mit EU-Geldern eine Studie in Auftrag gegeben. Die zeichnet sich dadurch aus, dass sie von vorne bis hinten aus zusammenkopierten, aber nicht entsprechend gekennzeichneten Passagen besteht. Wir haben das aufgedeckt, Vilimsky wurde in der Folge damit von zahlreichen Medien konfrontiert. Er reagierte darauf, indem er ankündigte, ein Audit, also eine Überprüfung, in Auftrag zu geben. Darauf verlassen wir uns allerdings nicht, auch weil wir Hinweise haben, wer das Papier durchgewunken haben könnte. (mehr …)

Bleiburg: Kein ruhiges „Treffen“

Ruhig sei heuer das Treffen in Bleiburg verlaufen, titelte der ORF Kärnten seinen Bleiburg-Bericht am 18.5.19. So kann man sich und andere täuschen! Was für ein Treffen? Wer hat da wen getroffen? Kroatische Faschisten Rechtsextreme und Klerikalfaschisten im stolzen Gedenken an ein grausames Unrechtsregime. Ruhig war es auch nur, wenn man den brutalen Angriff eines Rechtsextremen auf einen Reporter der „Frankfurter Rundschau“ unter den Tisch fallen lässt. Ein Bericht von Karl Öllinger. (mehr …)

Wochenschau KW 20/19 (Teil 2)

Im zweiten Teil unserer Rückschau auf die letzte Woche resümieren wir Berichte und Ereignisse, die im Zuge von Ibiza-Gate völlig in den Hintergrund gerückt sind. Das betrifft dubiose Vorgänge rund um die Hausdurchsuchung bei Martin Sellner, das Schwanken und Wanken der Linzer SPÖ und der oberösterreichischen ÖVP rund um die Verbindungen zwischen Identitären und der FPÖ. Der Maler Wiesinger war schneller wieder aus dem Kulturbeirat weg, wie er vermutlich schauen konnte, was ein Interview mit dem „profil“ beschleunigt haben durfte. Zuletzt: Unzufriedenheiten in der Vorarlberger FPÖ führten zu einer Reihe Parteiaustritten. (mehr …)

Wochenschau KW 20/19 (Teil 1)

Turbulente Tage liegen hinter uns, und die werden wohl ähnlich weitergehen. Die ÖVP-FPÖ-Regierung ist krachend gescheitert, die Einsicht, dass mit Rechtsextremen kein Staat zu machen ist, kam sehr spät und war von außen erzwungen. Das wird uns wohl noch über einige Zeit weiter beschäftigen. In unserer Rückschau auf die letzte Woche geht’s aber um „business as usual“, darunter ein Prozess wegen Wiederbetätigung scheint größere Dimensionen zu haben, denn da sind eine Reihe von (Ex-)Soldaten involviert, die die gesamte Kaserne in Ried unter ein braunes Licht stellen. (mehr …)

Rassenforschung an der Uni?

Über ein Mail wurden wir informiert. Eine offen rassistische Arbeit sei als Bachelorarbeit angenommen worden. Thema „Rasse und Stimme“. Wir haben das gecheckt und nicht nur eine ganz offen rassistische Bachelorarbeit, sondern auch noch andere Texte desselben Autors gefunden, die recht(s) extrem sind. Ganz offensichtlich will der Mann damit provozieren, um sich als Opfer (von unterdrückter und ausgegrenzter Wissenschaft und Forschung) zu inszenieren. Wir haben deshalb renommierte WissenschafterInnen gebeten, einige Texte des Autors kurz zu begutachten. (mehr …)

Ustascha-Aufmarsch 2019: „Die Untersagung ist nicht nur zulässig, sondern geboten“

Es ist schon sehr merkwürdig: Obwohl der „Bleiburger Ehrenzug“, also jener Verein, der seit Jahrzehnten den Aufmarsch kroatischer Rechtsextremer in Bleiburg/Pliberk organisiert, für heuer keine Kundgebung angezeigt hat, geht die Behörde dennoch davon aus, dass er sie angezeigt hat. Andererseits: Die antifaschistische „Kundgebung zur Erinnerung an Befreiung Kärntens vom Nationalsozialismus durch die Alliierten“, die sich gegen diesen Aufmarsch von Faschisten und Rechtsextremen richtet, wurde trotz gegenteiliger Androhung der Behörde nicht untersagt, findet also am 18. Mai ab 10h statt. (mehr …)

Michael Köhlmeier: Von der Liebe, der Würde und einem guten Polizisten

Am 10. April wurde der Ferdinand-Berger-Preis 2019 an den Schriftsteller Michael Köhlmeier vergeben. Ferdinand Berger († 2004)  war Widerstandskämpfer und (internationaler) Brigadist im spanischen Bürgerkrieg, der ab 1941 als politischer Häftling in den KZ Dachau und Flossenbürg inhaftiert war. Nach seiner Rückkehr nach Österreich trat Berger in den Polizeidienst ein und arbeitete nach seiner Pensionierung ehrenamtlich im DÖW. Der Preis, der jährlich vergeben wird, wurde von seinem Sohn Ernst und Enkelsohn René gestiftet. Wir danken Michael Köhlmeier für die Erlaubnis zur Veröffentlichung seiner Preisrede. (mehr …)

Visitenkarte für den Runenmaler

Manfred Wiesinger, der Runenmaler aus dem Innviertel, ist uns schon vor Jahren unangenehm aufgefallen. Auch später immer wieder. Dann hat ihn Norbert Hofer als seinen Lieblingsmaler geoutet – und jetzt folgt die Belohnung. Die FPÖ schickt den deutschnationalen Burschenschafter als ihren Vertreter in den oberösterreichischen Landeskulturbeirat. Ein passender Anlass, um dem Vertreter blauer Kultur eine Visitenkarte mitzugeben. (mehr …)

Wochenschau KW 19/19

Der künstlerisch einigermaßen unbekannte, aber im völkischen Milieu umso beliebtere Maler Odin Wiesinger soll in den oberösterreichischen Kulturbeirat einziehen, wenn es nach dem Willen der Landes-FPÖ geht, und es wird wohl so gehen. Am 8. Mai gab’s nicht nur das „Fest der Freude“, sondern auch eine Beschmierung des russischen Denkmals am Schwarzenbergplatz und einen Burschibummel samt „Heldengedenken“ an der Rampe der Uni Wien mit einer Rede, die keine bräunlichen Wünsche offenließ. Reaktion der Uni? Keine! Und ÖVP/FPÖ haben im Bundesrat gegen einen Sperrvermerk für Identitäre im öffentlichen Dienst votiert. Deren Widerlichkeit (© Sebastian Kurz) ist also für die Türkis-Blaue Mehrheit kein Grund, Konsequenzen für eine Zulassung zum Staatsdienst zu ziehen. (mehr …)