Willkommen auf der Internetseite von „Stoppt die Rechten“, der wichtigsten Informations- und Dokumentationsquelle zu aktuellen Entwicklungen im österreichischen Rechtsextremismus.

Die Website stellt aktuelle Informationen, Hintergrundanalysen und Kommentare zu Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Neonazismus hierzulande bereit, dokumentiert rechtsextreme Vorfälle und berichtet (gemeinsam mit Prozessreport) von Gerichtsprozessen wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz. Solltest du etwas Spezielles auf unserer Seite suchen, bieten dir unterschiedliche Filter, die auch miteinander kombiniert werden können, die Möglichkeit deine Recherche einzugrenzen. Über das Hauptmenü findest du zudem unsere Grundlagentexte.

Solltest du einen bestimmten Vorfall oder ähnliches bei uns melden wollen, kannst du dies hier über unser sicheres Kontaktformular tun.

Das rechtsextreme Wochenblatt „Zur Zeit“ (Teil 2): So normal kann Extremes sein

„Zur Zeit“ vertritt auch abseits der vereinzelten Entgleisungen, die ein gewisses mediales Echo evozieren, durchgehend Positionen die entweder rechtsextrem sind, oder zumindest an Rechtsextremismus anschlussfähig sind. Dies lässt sich, mit Blick auf zentrale Kriterien unseres Rechtsextremismus-Begriffs, anhand der aktuellsten „Zur-Zeit“-Ausgaben aufzeigen. (mehr …)

Das rechtsextreme Wochenblatt „Zur Zeit“ (Teil 1): Eine Entgleisung kommt selten allein 

Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet Andreas Mölzers Wochenzeitschrift „Zur Zeit“ an der Verbreitung von Hetze und völkischer Weltanschauung. Dabei kommt es immer wieder zu Entgleisungen, die öffentlich skandalisiert werden. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die „Ausrutscher“ lediglich Zuspitzungen einer rechtsextremen Normalität sind, die „Zur Zeit“ durchgehend vertritt. (mehr …)

Antisemitismus dramatisch im Vormarsch

In einer breit angelegten Studie hat jetzt die Europäische Agentur für Grundrechte (FRA) die „Erfahrungen und Wahrnehmungen von Antisemitismus“ erhoben. Auch andere Studien und Berichte der letzten Monate belegen den Anstieg des Antisemitismus, für Österreich vor allem der „Antisemitismusbericht 2017“ des „Forum gegen Antisemitismus“. (mehr …)

Der wissenschaftliche Beirat von SdR: Erich Gattinger & Markus Koza

Erich Gattinger (© Erich Gattinger)

Erich Gattinger (© Erich Gattinger)

Markus Koza (© Markus Koza)

Markus Koza (© Markus Koza)

Ich unterstütze SdR
… weil Nationalismus, Rechtspopulismus, Rechtsradikalismus nicht länger ein vereinzeltes Phänomen ist, sondern die rechte Szene sich europaweit, ja weltweit organisiert.
… weil Nationalismus, Rechtspopulismus, Rechtsradikalismus immer dann besonders gefährlich wird, wenn diese Ideen und Bewegungen von konservativer Seite her nicht nur geduldet werden, sondern sogar von dieser hofiert werden. 
… weil ich in Büchern, die ich mir selbst besorgt habe – in der Schule wurde dies in meiner Jugend nicht gelehrt – über das „Drama der St. Louis“ (1939) gelesen habe: Weil ich da die Stufen von Angst, Schrecken, Leid und Ohnmacht annähernd begriffen habe. Über das Aufgeben der Existenz in der Heimat, die Hoffnung in Miami oder Kuba an Land gehen zu können. Alle Abwehrmaßnahmen auch mit Flugzeugen dort, die Irrfahrt vor der Küste, und schließlich die „Selbstmordverhütungsgänge“, die der Kapitän nachts organisieren musste, die Rückfahrt, das Glück einiger in England, Belgien, Frankreich oder den Niederlanden aufgenommen zu werden und dennoch das unfassbare Ende von fast  250 Menschen, die elend im KZ starben …
… weil ich mir diese Berichte wieder angesehen habe und ähnliche Berichte von der Situation von Flüchtlingen heute und neben uns lesen muss. Die Manöver gleichen sich.
Nach dem Abschied vom Zuhause, dem Aufgeben von allem …  Irrfahrten …, Missbrauch, Misshandlung am Weg (kommt noch dazu), Lebensgefahr … mit ungewissem Ausgang …
… weil ich als Psychologe auch in der Lehre tätig bin und weiß, wie leicht und schnell man Menschen mit einfachen schwarz-weiß Zeichnungen, mit dem in jedem Menschen wohnenden Skepsis vor dem Fremden für Unmenschlichkeit gewinnen kann.
… weil ich selbst nicht frei bin von schnellen Urteilen und Vorurteilen, von Ablehnung dessen, was meingewohntes Leben gefährden könnte und weiß, dass man nur gemeinsam die Linie halten und andere überzeugen kann.
… weil ich auch nicht möchte, dass mein Sohn und meine Enkelkinder mich fragen „da war doch Pressefreiheit, da konnte man doch alles sagen, da konnte man doch was tun gegen diesen leise schleichenden Alltagsfaschismus“ und ich antworten müsste „weil ich geglaubt habe, sowas werde es bei uns nie mehr geben!“ 
… weil Österreich 2098 Gemeinden und 71 Städte über 10.000 Einwohner, hat und man Wege finden kann und muss, die Menschen, die Asyl brauchen um ihr Leben zu retten oder ohne massive und ständige berechtigte Angst leben zu können, so zu verteilen, dass sie gut aufgenommen werden können.
Dr. Erich Gattinger, Psychologe

Gewerkschaften, Betriebsräte, die Interessensvertretungen der ArbeitnehmerInnen waren seit jeher Feindbilder der völkischen, extremen Rechten. Klar, dass wir uns auf allen Ebenen dem Rechtsruck entgegenstemmen müssen um unsere sozialen und demokratischen Errungenschaften zu erhalten. „Stoppt die Rechten“ leistet dazu so wichtige wie richtige Aufklärungsarbeit.

Markus Koza, Ökonom und Gewerkschafter

Wochenschau KW 49

Die mittlerweile dritte Verurteilung wegen Leugnung des Holocaust fasste ein 75-jähriger pensionierter Zahnarzt aus dem Mühlviertel aus. Angeblich sei er in der letzten Haft zur Besinnung gekommen, jetzt kann er im Gefängnis weiter nachdenken. Ein seit Jahren kursierendes Sujet mit einer besonderen Interpretation des Wortes „Nazi“ brachte einen niederösterreichischen FPÖ-Funktionär in die Medien. Aber alles gut: Sein politischer Chef, FPÖ-Generalsekretär Hafenecker, will mit ihm ein ernstes Wort reden.
„Das rechte Wort der Woche“ hat Vizekanzler Strache gesprochen, denn der bezeichnete die Central European University („Soros-Universität“) als „Wanderuniversität“, womit er – kaum zufällig – ein antisemitisches Klischee bediente. (mehr …)

20 Jahre Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW

Wann: Donnerstag, 13. Dezember 2018, ab 16.00 Uhr
Wo: Großer Sitzungssaal des Landesgerichts für Strafsachen Wien, Landesgerichtsstraße 11, 1080 Wien (Einlass beim Haupteingang des LG Wien, Landesgerichtsstraße 11, nur möglich von 15.30 bis 15.45 und von 17.00 bis 17.15 Uhr)
Anmeldung erforderlich: bis 10. Dezember 2018 an claudia.kuretsidis@nachkriegsjustiz.at

16h-17h30: Generalversammlung der Forschungsstelle
17h30: Beginn der Festveranstaltung
Verleihung der Rosa Jochmann-Plakette
20 Jahre Forschungsstelle Nachkriegsjustiz – Leistungsschau und Blick in die Zukunft
Präsentation des Sammelbandes „… um alle nazistische Tätigkeit und Propaganda in Österreich zu verhindern“. NS-Wiederbetätigung im Spiegel von Verbotsgesetz und Verwaltungsstrafrecht (Veröffentlichungen der Forschungsstelle Nachkriegsjustiz, Band 5)
Festvortrag

Nähere Informationen hier

Von „stopptdielinken.at“ bis „rechtsextremismus.at“ – ein Verlag auf Domain-Einkaufstour

Was haben die Domains „rechtsextremismus.at“ und „asylindustrie.at“ gemeinsam? Auf den ersten Blick könnten sie aus unterschiedlichen politischen Richtungen kommen. Aber: Sie gehören mit zig anderen Domains einem einzigen Inhaber, und den kennen wir sehr gut, denn der kommt aus der sehr rechten Ecke und würde auf einer Website „rechtsextremismus.at“ eine prominente Rolle spielen. (mehr …)

Palm, Podgorschek und braune Buben

Anlässlich der Befragung von FPÖ-Landesrat Elmar Podgorschek im Untersuchungsausschuss zum Verfassungsschutz (BVT) wollen wir darauf hinweisen, dass Stopptdierechten die AfD-Rede von Podgorschek entdeckt und an die ihr gebührende Öffentlichkeit gebracht hat. Ähnliches gilt auch für den Auftritt von Podgorschek bei der Palm-Kundgebung der Burschenschafter in Braunau im Jahr 2006, an die er sich leider nicht mehr so gut erinnert. Da können wir nachhelfen! (mehr …)

Neonazis auf der Flucht

Seit Jahren fragen Abgeordnete der Fraktion „Die Linke“ im Deutschen Bundestag regelmäßig nach der Entwicklung der Zahl der per Haftbefehl gesuchten Neonazis. In halbjährlichen Abständen erfasst und analysiert das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) die Zahl der Neonazis auf der Flucht, wobei trotz der erschreckend hohen Zahl – so die Abgeordneten der Linken – kein höherer Fahndungsdruck zu bemerken ist. (mehr …)