Willkommen auf der Internetseite von „Stoppt die Rechten“, der wichtigsten Informations- und Dokumentationsquelle zu aktuellen Entwicklungen im österreichischen Rechtsextremismus.

Die Website stellt aktuelle Informationen, Hintergrundanalysen und Kommentare zu Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Neonazismus hierzulande bereit, dokumentiert rechtsextreme Vorfälle und berichtet (gemeinsam mit Prozessreport) von Gerichtsprozessen wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz. Solltest du etwas Spezielles auf unserer Seite suchen, bieten dir unterschiedliche Filter, die auch miteinander kombiniert werden können, die Möglichkeit deine Recherche einzugrenzen. Über das Hauptmenü findest du zudem unsere Grundlagentexte.

Solltest du einen bestimmten Vorfall oder ähnliches bei uns melden wollen, kannst du dies hier über unser sicheres Kontaktformular tun.

Shams Ul-Haq: journalistischer Betrug mit Hilfe heimischer Medien?

Neuer Beitrag!

Seit gestern gehen die Wogen hoch – zumindest in Deutschland. Shams Ul-Haq steht in der Kritik, weil es Zweifel an der Seriosität seiner Recherchen gibt, er wird bereits als „der rechte Relotius“ tituliert. Seine Bücher firmieren als Bestseller, die markigen Titel und Cover tragen dazu bei: Die Brutstätte des Terrors: Undercover-Einsatz in Flüchtlingsunterkünften”, „Eure Gesetze interessieren uns nicht!: Undercover in europäischen Moscheen – wie Muslime radikalisiert werden” Der aus Pakistan stammende und 1990 als unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber nach Deutschland geflüchtete Autor Ul-Haq hat Schlagzeilen produziert und politische Reaktionen – auch in Österreich, weil er angibt, ebenfalls in Grazer Moscheen verdeckt recherchiert zu haben. Doch stimmt das? (mehr …)

Security-Mitarbeiter (Teil 2): Wiederbetätigung, Körperverletzung und Nötigung möglich?

Im Juni 2011 musste sich der Bregenzer S.H. (damals 20) vor dem Landesgericht Feldkirch zum ersten Mal wegen Wiederbetätigung und schwerer Nötigung verantworten und wurde zu 18 Monaten Haft, davon sechs unbedingt, verurteilt. Im Juli 2018 stand er neuerlich vor dem Landesgericht Feldkirch wegen Wiederbetätigung. Wieder eine Verurteilung, die vom Berufungsgericht in Innsbruck von 18 Monaten unbedingt auf 15 reduziert wurde. Das Besondere: S.H. ist nach eigenen Angaben Security-Mitarbeiter. (mehr …)

Security-Mitarbeiter: Recht extrem (Teil 1)

Die Recherche Graz war schneller als wir und hat einen Grazer Rechtsextremen als Security-Mitarbeiter enttarnt. Schon als Thomas C. als Security-Mitarbeiter im Parlament und Rechtsextremer geoutet wurde, wollten wir Medien über weitere Rechtsextreme als Security-Mitarbeiter informieren. Kein Interesse! Daraufhin wollten wir ganz gründlich sein, weiteres Material sammeln und auch den Motiven nachgehen: Warum werden Rechtsextreme und Neonazis so gerne Security-Mitarbeiter? Da kam uns das Antifaschistische InfoBlatt (AIB) mit seinem Schwerpunkt in der Nr. 121 zuvor. Wir arbeiten nun nach! (mehr …)

Wochenschau KW 2/18

Gleich drei Prozesse wegen Wiederbetätigung endeten mit Freisprüchen, einmal gab’s eine Herabsetzung der Strafe – ob’s an den teilweise originellen Aussagen der Angeklagten lag?: Ich war an diesem Tag zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.“, „Ich bin mit Hitler nicht verwandt.“ Gleich gar keine Anklage wird gegen jene Studentenvertreter der Aktionsgemeinschaft erhoben, die sich in diversen Gruppen auf widerliche Art amüsierten. Dafür könnte ein schwarz/türkiser ÖVP-Funktionär aus Oberösterreich seinen Job los sein, nachdem die Alumni-Organisation, deren Geschäftsführer er (noch) ist, mit einem Textfragment aus dem SS-Treuelied im Heft des Burschenbundsballs warb. Und einmal mehr hat sich Johann Gudenus sprachlich hervorgetan, daher widmen wir ihm „das rechte Wort der Woche“. (mehr …)

Die braunen Kirschenpflücker und der Mörder

Das Antifaschistische InfoBlatt (AIB) hat in seiner jüngsten Ausgabe Nr. 121 über den im April 2018 aus der Jusitizanstalt Garsten (OÖ) entflohenen Mörder Gerhard S. berichtet, der dann auf einem Nazi-Bauernhof in Sachsen-Anhalt aufgespürt wurde. Sabine Schatz (SPÖ) hat unseren Bericht vom Juli zum Anlass für eine parlamentarische Anfrage genommen, die demnächst beantwortet werden wird. Hier zunächst der Beitrag für „AIB“. (mehr …)

Germania Ried: Fingers crossed?

Wie die „Oberösterreichischen Nachrichten“ in ihrer Ausgabe vom 8. Jänner 2019 berichten, wurden die Ermittlungen wegen des Verdachts der Wiederbetätigung bei der pennalen Burschenschaft Germania Ried eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Ried erklärte über ihren Sprecher, dass der Auftritt des deutschen Nazi-Barden Fylgien bei der Germania vom Verfassungsschutz OÖ untersucht worden sei und der Tatverdacht dabei „nicht untermauert werden“ konnte. Kein Scherz! Ein Bericht von Karl Öllinger. (mehr …)

Großer Hack und kleinere Drohliste

Der Datenhack, der in Deutschland seit letzter Woche Furore macht, zeigt vor allem zwei Defizite: einerseits den sorglosen Umgang mit dem Schutz der eigenen Daten, andererseits die mangelnde Datensicherheit der Anbieter, die Daten speichern. Diskutiert wird er nur deshalb, weil die Opfer mehr oder weniger prominent sind. Welche politischen Absichten dahinterstehen, ist unklar, der mutmaßliche Hacker meinte, sich über die geouteten Personen geärgert zu haben. Wenig beachtet ist, dass seit Samstag mehrfach eine aus wohl rechtsextremen Kreisen stammende Drohliste online gestellt wurde, die etwa 200 Namen samt Adressen und Telefonnummern enthält – auch aus Österreich. „Stoppt die Rechten“ liegt die Liste vor und hat alle österreichischen Betroffenen kontaktiert – hier eine Einordnung. (mehr …)

FPÖ 2018: Rücktritte, Austritte und Ausschlüsse

Wir gestehen: Bei der Recherche für die Liste der Rück-/Austritte und Ausschlüsse waren wir über die hohe Anzahl der Fälle selbst überrascht. Als Hotspot für innerparteiliche Querelen, aber auch für sogenannte Einzelfälle hat sich Niederösterreich herauskristallisiert. Das bedeutet kein gutes Zeugnis für die dortige Parteispitze, ist jedoch gleichzeitig mit Blick auf die schwer angezählte Führungsriege – Höbart, Landbauer, Waldhäusl … – wenig überraschend. Dort, aber auch in Tirol und Oberösterreich hat es ganze Ortsgruppen bzw. Gemeinderatsfraktionen zerlegt. (mehr …)

Wochenschau KW 51-52/17 KW 1/18

Rechtsextreme Aktivitäten an der HTL-Dornbirn, ein verurteilter Neonazi, der seinem Nickname auf thiazi.net alle Ehre machte und die Wolke machte, dazu ein Waffenhändler, der schon vor seiner Verurteilung die Wolke machte und nun in Berlin vor Gericht stand – das sind einige Punkte aus unserer Rückschau auf die letzten drei Wochen. Unseren verbalen Malus „das rechte Wort der Woche“ vergeben wir an Heinz-Christian Strache und sein Empfinden darüber, was angeblich „gelebte Sauerei“ ist. (mehr …)

Aufgelesen (III)

Bevor wir wieder unseren normalen redaktionellen Betrieb aufnehmen, machen wir noch eine Runde und sacken einige sehr prägnante Wortspenden für ein letztes „Aufgelesen“ ein. Zu Wort kommen Martin Pollack und Michael Köhlmeier. (mehr …)