Willkommen auf der Internetseite von „Stoppt die Rechten“, der wichtigsten Informations- und Dokumentationsquelle zu aktuellen Entwicklungen im österreichischen Rechtsextremismus.

Die Website stellt aktuelle Informationen, Hintergrundanalysen und Kommentare zu Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Neonazismus hierzulande bereit, dokumentiert rechtsextreme Vorfälle und berichtet (gemeinsam mit Prozessreport) von Gerichtsprozessen wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz. Solltest du etwas Spezielles auf unserer Seite suchen, bieten dir unterschiedliche Filter, die auch miteinander kombiniert werden können, die Möglichkeit deine Recherche einzugrenzen. Über das Hauptmenü findest du zudem unsere Grundlagentexte.

Solltest du einen bestimmten Vorfall oder ähnliches bei uns melden wollen, kannst du dies hier über unser sicheres Kontaktformular tun.

Wochenschau KW 38

Neuer Beitrag!

Gleich zwei braune Torten haben wir diesmal in der Wochenschau, einmal in Niederösterreich gebacken, wofür es eine Verurteilung setzte und einmal in Salzburg am Wallersee, dort zumindest gerüchteweise. Ein Kärntner feierte am 20. April 2017 „Onkel Adis“ Geburtstag allzu ausgelassen und wandert ob seiner braunen Leidenschaft nun nach seiner zweiten Verurteilung ins Gefängnis. Auch ein amtsbekannter Braunauer Neonazi zeigt sich ziemlich lernresistent und wurde nicht zum ersten Mal wegen Wiederbetätigung verurteilt. Ein eigenartiges Finanzgebaren bei der Tiroler Freiheitlichen Bauernschaft, der Schulkalender des RFJ Oberösterreich und die neuen Agenden des Amstettner Stadtrats Weber ergänzen die Rückschau auf die letzte Woche.
Und wir haben eine neue wöchentliche Rubrik: Das rechte Wort der Woche. Eine „Auszeichnung“, die diesmal gleich Bundeskanzler Kurz abräumt. (mehr …)

Der wissenschaftliche Beirat von SdR: Brigitte Bailer-Galanda & Andreas Peham

Brigitte Bailer-Galanda, ehem. DÖW (© privat)

Brigitte Bailer-Galanda, ehem. DÖW (© privat)

Andreas Peham, DÖW (© privat)

Andreas Peham, DÖW (© privat)

Menschenfeindlichkeit, Hetze gegen Minderheiten und politische GegnerInnen, autoritäres Denken werden zunehmend alltäglich und drohen, einfach akzeptiert zu werden – in Österreich ebenso wie im übrigen Europa. Es gilt, Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen, Rechtsextremismus in allen seinen Formen die Stirn zu bieten.

Dr.in Brigitte Bailer-Galanda
Ehemalige wissenschaftliche Leiterin des DÖW

Auch wenn es gerade nicht so aussieht, als ob die Rechtsextremen so leicht zu stoppen wären: Ohne Projekte wie dieses hätte ich noch weniger Hoffnung.

Andreas Peham, Rechtsextremismusforscher im DÖW

Who the fuck is Reinhard Bösch? (Teil 2)

Im Teil 1 zum Vorarlberger Nationalratsabgeordneten Reinhard Bösch haben wir uns mit dessen Partei-Karriere und insbesondere mit seiner Zeit als FPÖ-Wehrsprecher und Obmann des Verteidigungsausschusses unter dem Kabinett Schüssel II beschäftigt. Teil 2 behandelt den „Teutonen“ Reinhard Bösch und dessen Weltbild, das bei genauerem Hinsehen als geschlossen rechtsextrem zu klassifizieren ist. (mehr …)

Wochenschau KW 37

Eine Reihe von Wiederbetätigungsprozessen gegen Personen mit Vorlieben zu Hitler- und anderen NS-Motiven, zwei Prozesse in Korneuburg wegen Verhetzung, zwei Absagen von rechtsextremen Veranstaltungen (Donau-Kreuzfahrt und Ulrichsberg-Treffen), eine Nazi-Morddrohung an eine Ottakringer WG und schließlich ein Blut- und Boden-Posting der FPÖ Vöcklamarkt, das kurioserweise zu einem erzwungenen Parteiaustritt im Burgenland führte – das sind einige Zutaten aus unserer Rückschau auf die letzte Kalenderwoche. (mehr …)

Hubert Keyl – ein Opfer? (Teil 2)

Was in der Vergangenheit zum Bruch mit der Wiener Burschenschaft Albia geführt hat („dimissio in perpetuum“, Trennung auf Dauer), wissen wir nur ungefähr – was zur Entscheidung seiner nächsten Burschenschaft „Silesia“, dem unehrenhaften Ausschluss‚ geführt hat, das können wir einigermaßen rekonstruieren. Nachdem Hubert Keyl sich selbst (und mit ihm die FPÖ) und seine Familie als Opfer einer Hetzjagd inszenieren will, ist Aufklärung geboten. (mehr …)

Hubert Keyl – ein Opfer? (Teil 1)

Bei den Burschenschaften gibt es keine größere Strafe als die „dimissio cum infamia“, die Entlassung in Schimpf und Schande. Für eine Nominierung zum Richter beim Bundesverwaltungsgericht reicht es anscheinend trotzdem. Hubert Keyl wurde 2010 von der Wiener Burschenschaft Silesia „cum infamia“ verjagt. Da stellen sich schon einige Fragen, auch wenn Keyl jetzt seine Bewerbung selbst zurückgezogen hat. (mehr …)

Who the fuck is Reinhard Bösch? (Teil 1)

Keine zwei Wochen ist es her, dass der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Reinhard Bösch in Nordafrika Raum in Besitz nehmen wollte und zwar mit militärischen Mitteln. Das brachte ihm viel Kritik und Rücktrittsaufforderungen ein, passiert ist aber weiter nichts. Inzwischen ist die Aufregung wieder verebbt. Doch wer ist der – trotz seiner lang andauernden politischen Karriere – bislang weitgehend unbekannte blaue Politiker? Wir haben recherchiert. Teil 1: Reinhard Bösch und die Eurofighter. (mehr …)

Die feigen Gestalten da oben

Wenn Strache selbst reimen muss und nicht den Kickl dafür nutzen kann, dann klappt’s nicht. Aber nicht nur aus diesem Grund sollte er das Spottgedicht, das Theodor Körner zugeschrieben wird, endlich von seiner Facebook-Seite entfernen und alle Fans, die von ihm oder aus anderen Quellen die Reime geteilt haben, warnen: Achtung, die Verse stammen nicht vom Dichter Theodor Körner, sondern von einem Neonazi. Außerdem sitzt Strache selbst jetzt oben! (mehr …)

FPÖ-Parlamentsklub wegen Hasskommentars auf Straches FB-Seite verurteilt

Mit einer Niederlage vor dem Oberlandesgericht Wien ging am 30. August ein Prozess zu Ende, den der ehemalige Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser gegen den Freiheitlichen Parlamentsklub geführt hatte. Auslöser war ein beleidigender Kommentar, den ein bis dorthin bereits sattsam bekannter Hetzer am 25.7.2016 auf Straches Facebook-Seite hinterlassen hatte. Die Weigerung des FPÖ-Klubs, den Kommentar trotz Aufforderung zu löschen, brachte dem Klub als Medieninhaber schließlich die Klage und einen Schuldspruch vor Gericht ein. (mehr …)

Die blaue Parteilose – Grundlegendes zu Außenministerin Karin Kneissl (Teil 2)

Dass die von der FPÖ als Parteifreie ins Außenministerium nominierte Karin Kneissl bestens zur blauen Ideologie passt, zeigt bereits Teil 1 unserer Recherche: pro Putin und ein Geschlechterbild, das sich an Thesen und Einstellungen des 19. Jahrhunderts orientiert. Eine Erklärung des Weltgeschehens, die auf Revierkämpfe von testosterongesteuerten Männern zusammengestutzt wird und Frauen endlich wieder jene Rolle zuweist, die eine patriachalgeprägte Weltsicht für sie vorgesehen hat: Mutter und Ernährerin. Aber auch in anderen Punkten passt Kneissl formidabel zur FPÖ, wie hier ausgeführt wird. (mehr …)