Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation | FPÖ-Einzelfall | Wochenrückblick

Lesezeit: 4 Minuten

Mélange KW 51–52/24 & 1-2/25: FPÖ (Teil 2)

Während der Grazer Ex-Vizebürgermeister Mario Eustacchio bei seinen Steuererklärungen ein steuerschonendes „Missverständnis“ unterlaufen ist, wurde sein Cousin Angelo neuer Direktor des blauen Landtagsklubs. Die beiden Cousins sind wie der alte Klubdirektor bei derselben Burschenschaft, die auch in dem Grazer FPÖ-Finanzskandal verstrickt ist. Eine Parte der Familie Schimanek mit SS-Zeichen und im NS verwendetem Spruch sorgt für Aufregung.

14. Jan. 2025
Rückblick FPÖ
Rückblick FPÖ

Inhalt

Toggle
  • Graz: Eustacchios Missverständnis, Finanzbeschlüsse und ein Doppelmandatar
  • Stmk: Verdoppelung der Frauenquote im FPÖ-Landtagsklub und viel „Stiria“
  • Langenlois/NÖ: Parte mit brauner Geschichte

Graz: Eustacchios Missverständnis, Finanzbeschlüsse und ein Doppelmandatar

Nachdem das Spesenkonto, konkret die Einnahmen und Ausgaben, die darüber geflossen sind, des ehemaligen Grazer FPÖ-Vizebürgermeisters Mario Eustacchio schon für einige Verwunderung und mediale Resonanz gesorgt hat, machte die „Kleine Zeitung“ (18.12.24) öffentlich, dass Eustacchio in seinen Steuererklärungen für 2018 und 2019 diverse Ausgaben wie Verpflegungsmehraufwand, Kilometergeld, Bewirtungsspesen und Klubgebühren abgesetzt hat, obwohl er die bereits über sein famoses Spesenkonto rückverrechnet hatte.

Darauf angesprochen, sagt Eustacchio: „Ich gehe davon aus, dass es ein Kommunikationsproblem zwischen meinem Steuerberater und mir gab.“ Es ist derselbe Steuerberater, der auch die Buchhaltung für den FPÖ-Klub gemacht hat. Und: Die Sache habe nichts mit dem Strafverfahren zu tun, das „Missverständnis“ wurde „gegenüber der Abgabenbehörde aufgeklärt“. Ob damit ein Finanzstrafverfahren gegen Eustacchio läuft, ist offen. Seitens des Finanzministeriums heißt es, es dürfen „keine Auskunft zu konkreten Steuer- bzw. Abgabepflichtigen erteilt werden“. (kleinezeitung.at, 18.12.24)

Ein Zwischenbericht zum Stand der Ermittlungen im blauen Finanzskandal legt nahe, dass die Verteidigungslinie der Hauptbeschuldigten Eder, Eustacchio und Sippel, Finanztransaktionen aufgrund von Beschlüssen der zuständigen Gremien getätigt zu haben, nicht verfängt. „Zahlreiche Beschlüsse, die im Akt zu finden sind, trugen aber stets dieselben drei Unterschriften: jene von Eder, Eustacchio und Sippel. In den Parteigremien waren sie laut Zeugenaussagen aber nie Thema.“ (kleinezeitung.at, 20.12.24)

Ein weiteres Kuriosum ergibt sich aus dem Finanzskandal: Günter Wagner, der letzte freiheitliche Mohikaner im derzeitigen Grazer Gemeinderat ist nun Doppelmandatar: Gemeinderats- und Landtagsabgeordneter. Hätte Wagner auf sein Mandat im Gemeinderat verzichtet, wäre die mittlerweile zum „feindlichen“ Klub der Korruptionsfreien (KfG) gewechselte Claudia Schönbacher zum Zug gekommen und die FPÖ gar nicht mehr vertreten gewesen. Das wäre von der inhaltlichen Wirkung her aber konsequenzlos geblieben.

Zwei Mandate bedeuten politischen Mehraufwand, aber auch den Doppelbezug eines Monatsbruttos von insgesamt 9219,05 Euro. Politisch ist die FPÖ in Graz in der Bedeutungslosigkeit versunken. Parteichef Axel Kassegger konzentriert sich auf den Nationalrat, in stadtpolitischen Debatten nimmt man weder ihn noch Wagners Einzelstimme wahr. (kleinezeitung.at, 27.12.24)

Stmk: Verdoppelung der Frauenquote im FPÖ-Landtagsklub und viel „Stiria“

Durch den Umzug von freiheitlichen Landtagsabgeordneten in die steirische Regierung, sind einige Mandate frei geworden. Die wurden allesamt mit Männern nachbesetzt. Da allerdings mit Peter Samt ein Landtagsabgeordneter in den Bundesrat zog, konnte die FPÖ mit der Nachbesetzung durch Kerstin Zambo, einer treuen Grazer Parteigängerin, den Frauenanteil im steirischen Landtag glatt verdoppeln: von eins auf zwei.

Als FPÖ-Klubdirektor wurde Angelo Eustacchio neu installiert. Der ist ebenfalls Burschenschafter und zufällig bei derselben Verbindung wie sein Cousin Mario: bei der akademischen Burschenschaft Stiria, die auch von den seltsamen Überweisungen aus der Grazer FPÖ profitiert und deshalb im Zuge einer Razzia Besuch erhalten hat und der ebenfalls Matthias Eder angehört.

Angelo Eustacchio löst Christian Moser ab, der ins Büro von Landeshauptmann Kunasek gezogen ist. Auch Moser ist bei der „Stiria“ korporiert und hat den Hauptbeschuldigten im Finanzskandal, Matthias Eder, als Obmann des „Akademischen Hausverein Steiermark“, der an der Adresse der Stiria residiert und ebenfalls Gelder aus der Grazer FPÖ erhalten hat, abgelöst. Es bleibt also alles in der korporierten Familie.

Langenlois/NÖ: Parte mit brauner Geschichte

Auf der Website der Stadtgemeinde Langenlois ist sie zu sehen: die Parte für den ehemaligen FPÖ-Politiker Hans Jörg Schimanek sen., der kurz vor Weihnachten mit 84 Jahren „plötzlich und unerwartet“ verstorben ist. Auf der Parte befindet sich eine Irminsul, die aus dem frühen Mittelalter stammt, aber im Nationalsozialismus von der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe der SS als Symbol übernommen wurde. Die Irminsul diente auch als Logo der 2023 in Deutschland verbotenen neonazistischen „Artgemeinschaft“.

Logo der neonazistischen Artgemeinschaft mit Irminsul
Logo der neonazistischen Artgemeinschaft mit Irminsul

Auf der Parte ist zudem ein einschlägiger Spruch zu lesen.

„… und ewig lebt der Toten Tatenruhm“, heißt es dort – laut dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) stammt der Spruch aus der Edda, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, in der Erzählungen von germanischen Göttern und Helden zu finden sind. Nationalsozialisten haben die Lieder und die Prosa der Edda häufig für sich vereinnahmt. Der Spruch diente dazu, die gefallenen Soldaten als Helden darzustellen und die Kriege des NS-Regimes zu rechtfertigen. (derstandard.at, 7.1.25)

Die Parte zeichneten nicht nur Hans Jörg Schimanek jun. mit seinen drei Söhnen, die allesamt bei den als rechtsterroristisch verdächtigen „Sächsischen Separatisten“ („SS“) beteiligt gewesen sein sollen (zwei der Söhne befinden sich in Haft, der dritte wird als Beschuldigter geführt), sondern auch der zweite Sohn, René, Büroleiter von Walter Rosenkranz, FPÖ-Stadtrat und Spitzenkandidat für die bevorstehende Gemeinderatswahl in Langenlois, sowie weitere Familienmitglieder, die sich ebenfalls auf der freiheitlichen Liste der Kandidat*innen für den Gemeinderat finden.

Die Causa scheint folgenlos geblieben zu sein.

Update 9.1.26: Die Causa blieb doch nicht folgenlos. Der ORF (9.1.26) berichtet, dass wegen der Gestaltung der Parte (Irminsul) gegen René Schimanek Anklage wegen des Verdachts auf Wiederbetätigung erhoben wurde. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation, FPÖ-Einzelfall, Wochenrückblick
Schlagwörter: Burschen-/Mädelschaften/Korporationen | FPÖ | Korruption/Betrug/Untreue | Nationalsozialismus | Niederösterreich | Steiermark | Wiederbetätigung

Verwandte Beiträge

  • 21. Okt. 2022
    Der Tod der Grazer FPÖ
  • 27. Sep. 2023
    Die Ösis bei der verbotenen „Artgemeinschaft“
    Artgemeinschaft: "Nicht mehr da" (Screenshot TG)
  • 8. Nov. 2024
    „Sächsische Separatisten“ seit Jahren im rechtsextremen Milieu verankert
    Trainingsstätte der "Sächsischen Separatisten": Aufgelassener Militärflughafen Brandis-Waldpolenz (Foto: 126Edward - Wikimedia)

Beitragsnavigation

« Mélange KW 51-52/24 & 1/25: FPÖ (Teil 1)
Little Ibiza in Simmering: Wenn Blaue unter sich sind »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter