We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation | Wochenrückblick

Lesezeit: 5 Minuten

Mélange KW 12/25 (Teil 1): Von Braunau bis zur FPÖ

Wäh­rend ein stei­ri­scher FPÖ-Mann letz­te Woche auf der Ankla­ge­bank Platz genom­men haben soll, wird über einen wei­te­ren blau­en Ex-Poli­ti­ker aus der Stei­er­mark schier Unglaub­li­ches berich­tet: Er soll ver­geb­lich ver­sucht haben, fast 28 Mil­li­ar­den Euro aus dubio­sen Quel­len mit gefälsch­ten Doku­men­ten zu besor­gen. Brau­nau erkennt 80 Jah­re nach Ende des Natio­nal­so­zia­lis­mus zwei Nazis die Ehren­bür­ger­schaft ab, das aber mit Hän­gen und Wür­gen und auch nur halbherzig.

27. März 2025
Rückblick FPÖ
Rückblick FPÖ

Braunau/OÖ: Aberkennung von Ehrenbürgerschaften für Nazis
Bischofshofen/Sbg: Stunk in der FPÖ
Stmk: Ex-Nationalratsabgeordneter auf der Suche nach fast 30 Milliarden Euro
Graz: FPÖ-Politiker auf der Anklagebank

 

Braunau/OÖ: Aberkennung von Ehrenbürgerschaften für Nazis

Der Gemein­de­rat von Brau­nau hat mit viel Ver­spä­tung und nach viel Druck end­lich beschlos­sen, zwei Per­so­nen die Ehren­bür­ger­schaf­ten zu ent­zie­hen, die als NS-belas­tet gel­ten. Die­se Ent­schei­dung basiert auf einem His­to­ri­ker­bericht, der die NS-Ver­stri­ckun­gen von drei Per­so­nen, Josef Rei­ter, Edu­ard Kriech­baum und Franz Resl dar­legt. Rei­ter und Kriech­baum wur­de die Ehren­bür­ger­schaft ent­zo­gen, im Fall von Rei­ter ein­stim­mig, bei Kriech­baum ohne die FPÖ.

Der Kom­po­nist Rei­ter war bereits 1929 NSDAP-Mit­glied und kan­di­dier­te für sie auch bei Land­tags­wah­len. Er betrach­te­te den „Anschluss” als hohes Ziel und ver­ehr­te Hit­ler. 2014 wur­de Rei­ter, der auch Direk­tor des Mozar­te­ums war, die Ehren­bür­ger­schaft in Salz­burg bereits aberkannt. Eine Stie­ge in Brau­nau ist zudem nach dem Arzt, Gau­hei­mat­pfle­ger und NS-Rats­herrn Edu­ard Kriech­baum benannt. Eine wei­te­re Stra­ße wür­digt bis heu­te den Humo­ris­ten, SA-Ober­sturm­füh­rer und Lin­zer NS-Rats­herrn Franz Resl. In Linz wur­de der Resl­weg wegen des­sen nach­ge­wie­se­nen Nazi-Belas­tung längst umbe­nannt. (derstandard.at, 19.3.25)

Nicht geschafft hat es Brau­nau, auch die Umbe­nen­nung von öffent­li­chen Orten zu beschlie­ßen. Dazu das ober­ös­ter­rei­chi­sche Netz­werk gegen Ras­sis­mus und Rechts­extre­mis­mus in einem News­let­ter am 20.3.25:

Es ist aller­dings unver­ständ­lich, dass nicht gleich auch ein Grund­satz­be­schluss für die Umbe­nen­nung der Josef-Rei­ter-Stra­ße, der Edu­ard-Kriech­baum-Stie­ge und der Franz-Resl-Stra­ße gefasst wur­de. Waid­ba­cher [ÖVP-Bür­ger­meis­ter von Brau­nau; Anmk. SdR] hofft wohl, die­sen Teil der Fle­cken­ent­fer­nung ver­mei­den zu kön­nen. Doch das wird ihm kaum gelin­gen. SPÖ und Grü­ne spre­chen sich unmiss­ver­ständ­lich für die Umbe­nen­nung aus. Und wir als anti­fa­schis­ti­sche Bewe­gung blei­ben natür­lich kon­se­quent am Thema!

Bischofshofen/Sbg: Stunk in der FPÖ

Hele­na Rie­der, bis­he­ri­ge Vor­sit­zen­de der FPÖ in Bischofs­ho­fen, hat zusam­men mit drei wei­te­ren Mit­glie­dern der Orts­frak­ti­on die Par­tei ver­las­sen. Nach drei Jah­ren an der Spit­ze und einem Jahr im Amt als Stadt­rä­tin ent­schied sie sich am Tag der Jah­res­haupt­ver­samm­lung für den Aus­tritt. Rie­der begrün­det ihren Schritt mit lang­an­hal­ten­den inner­par­tei­li­chen Span­nun­gen und man­geln­der Unter­stüt­zung durch die Landespartei.

Sva­zek betont, dass Rie­der mit ihrem Rück­zug einer Abwahl als Orts­par­tei­che­fin zuvor­ge­kom­men sei, da sie „kra­chend ver­lo­ren“ hät­te. Phil­ip Rohr­mo­ser wur­de ein­stim­mig als ihr Nach­fol­ger gewählt. Der zwei­te in den Streit invol­vier­te Man­da­tar wird laut Sva­zek kei­ne bedeu­ten­de Rol­le mehr spie­len. Rie­der plant nun, ihre poli­ti­sche Tätig­keit als Par­tei­lo­se fort­zu­set­zen. (Quel­le: sn.at, 17.3.25)

Stmk: Ex-Nationalratsabgeordneter auf der Suche nach fast 30 Milliarden Euro

Der ehe­ma­li­ge FPÖ-Poli­ti­ker Wal­ter Rauch soll in eine wir­re Affä­re um Mil­li­ar­den aus ira­ni­schen Erd­öl­ge­schäf­ten und gefälsch­te Natio­nal­bank-Doku­men­te ver­wi­ckelt sein, berich­tet die Platt­form „cam­pus a“ (18.3.25). Rauch war bis Ende der letz­ten Legis­la­tur­pe­ri­ode als Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ter Umwelt­spre­cher sei­ner Par­tei und trat nach dubio­sen Vor­gän­gen – er habe Par­tei­gel­der ver­un­treut, was Rauch zurück­ge­wie­sen hat­te – 2023 als Kuna­sek-Stell­ver­tre­ter und Obmann der Bezirks­par­tei Süd­ost­stei­er­mark zurück. Stadt­rat in Rad­kers­burg blieb Rauch bis dato. Ab der Ange­lo­bung des neu gewähl­ten Gemein­de­rats wird auch mit die­ser Funk­ti­on Schluss sein. Der 47-jäh­ri­ge Rauch ist nun in den stei­ri­schen Lan­des­dienst zurückgekehrt.

Rauch sei, so „cam­pus a“, in den Ver­such ver­wi­ckelt gewe­sen, 27,9 Mil­li­ar­den Euro aus ira­ni­schen Ölge­schäf­ten zu beschaf­fen. Rauch habe im Auf­trag eines dubio­sen ira­ni­schen Geschäfts­man­nes agiert und gefälsch­te Doku­men­te der öster­rei­chi­schen Natio­nal­bank vor­ge­legt, um die Exis­tenz der Gel­der zu bewei­sen und deren Frei­ga­be zu bewirken.

Was zunächst zu absurd klingt, um wahr zu sein, ist gut belegt. Rauch wur­de bei der Fir­ma Loo­mis vor­stel­lig, die auf Geld­trans­por­te vor allem für Ban­ken spe­zia­li­siert ist. Er stell­te sich als Bevoll­mäch­tig­ter eines ira­ni­schen Finanz­un­ter­neh­mers namens Far­zin Koro­o­ri­an Mot­lagh vor und leg­te der Geschäfts­füh­re­rin der Loo­mis Öster­reich GmbH, Regi­na Mit­ter­may­er-Knopf, ent­spre­chen­de Doku­men­te vor. Er frag­te an, ob Loo­mis das Geld ein­ge­la­gert habe und ver­lang­te dies­falls des­sen Herausgabe.
27,9 Mil­li­ar­den Euro wür­den bei einer Stü­cke­lung je zur Hälf­te in 500- und 200-Euro-Schei­nen rund 100 Ton­nen wie­gen. Rauch hät­te also mit min­des­tens fünf Sat­tel­schlep­pern vor­fah­ren müs­sen, um das Geld mit­zu­neh­men. (cam­pus a)

Wie die Geschich­te wei­ter­ge­gan­gen ist – Spoi­ler: für Rauch wohl eher ent­täu­schend – ist bei „cam­pus a“ nach­zu­le­sen: Ex-FPÖ-Poli­ti­ker in ira­ni­sche Mil­li­ar­den­ge­schäf­te verwickelt

Update 2.4.25: „cam­pus a“ hat wei­ter­re­cher­chiert. Rauch soll als Mit­tels­mann eines mut­maß­li­chen ira­ni­schen Betrü­gers auf der Suche nach einem sagen­um­wo­be­nen Schatz von Schah Reza Pahl­avi, der mög­li­cher­wei­se im Aus­land ver­steckt ist, gewe­sen sein.

Graz: FPÖ-Politiker auf der Anklagebank

Im Juni 2024 ist die Geschich­te in den Medi­en erst­mals auf­ge­poppt: Aus­ge­rech­net in der Kan­ti­ne der stei­ri­schen Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on sol­len sich vier Per­so­nen zwi­schen 2020 und 2024 ille­gal bedient, Bar­geld und Waren gestoh­len und die­se dann wei­ter­ver­kauft haben. Es sei dabei ein Scha­den von 50.000 Euro ent­stan­den. Drei mut­maß­li­che Täter*innen waren bei dem Kan­ti­nen­be­trei­ber, einem Ver­ein, beschäf­tigt. Knapp vor Pro­zess­be­ginn will die „Kro­nen Zei­tung“ in Erfah­rung gebracht haben, dass einer der Ange­klag­ten für die FPÖ auf Platz 2 bei der am Sonn­tag geschla­ge­nen Gemein­de­rats­wahl kan­di­diert hatte.

Für einen der Ange­klag­ten wer­den die nächs­ten Tage aber dop­pelt span­nend. Denn er muss sich nicht nur vor dem Straf­rich­ter ver­ant­wor­ten, son­dern will vor allem am Sonn­tag bei den Gemein­de­rats­wah­len bril­lie­ren. Er kan­di­diert näm­lich in einer stei­ri­schen Gemein­de für die Frei­heit­li­che Par­tei auf dem zwei­ten Lis­ten­platz und hat somit bes­te Chan­cen auf ein Man­dat. (krone.at, 19.3.25)

Die FPÖ habe, zu ihrem Kan­di­da­ten befragt, mit „Kein Kom­men­tar, es han­delt sich um ein lau­fen­des Ver­fah­ren“ reagiert.

Laut Ver­hand­lungs­ka­len­der wer­den den mut­maß­li­chen Täter*innen schwe­rer gewerbs­mä­ßi­ger teils durch Ein­bruch began­ge­ner Dieb­stahl, Ver­un­treu­ung und Heh­le­rei vor­ge­wor­fen. Nach dem ers­ten Pro­zess­tag sei, „[u]m Licht in die zahl­rei­chen Dieb­stäh­le und win­di­gen Kas­sen­ma­ni­pu­la­tio­nen zu brin­gen“ (krone.at, 21.3.25), ver­tagt worden.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation, Wochenrückblick
Schlagwörter: Nationalsozialismus | Oberösterreich | Salzburg | Steiermark

Verwandte Beiträge

  • 30. Juni 2021
    Nichts Neues in Salzburg und Wien: Salzburgs braune Straßennamen bleiben und ein Njet, nach Erika Weinzierl eine Verkehrsfläche zu benennen
  • 24. Nov. 2023
    MKÖ: Braunau muss Hitler-Vertrautem Ehrenbürgerschaft aberkennen
    Josef Reiter-Straße Braunau

Beitragsnavigation

« Die Arminia Villach und das SS-Sturmstüberl
Razzien gegen „Hate Crime“-Szene – ein Überblick »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter