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Jahr: 2018

Andreas Rabl und die geschönte Opa-Geschichte

Rede Hans Riemer zu Max Rabl (Stenographisches Protokoll)

Der Fall ist nicht ganz unty­pisch für das his­to­ri­sche Bewusst­sein vie­ler Öster­rei­che­rIn­nen – nicht nur aus der FPÖ. Der Wel­ser Bür­ger­meis­ter Andre­as Rabl schrieb das Vor­wort für ein Buch über den Natio­nal­so­zia­lis­mus, in dem er sei­nen Groß­va­ter als Ver­folg­ten der NSDAP dar­stell­te, weil die­ser mehr­mals von der Gesta­po ver­haf­tet wor­den war. Rabl berief sich nach Kri­tik an sei­ner Geschichts­ver­si­on auch auf Ste­no­gra­phi­sche Pro­to­kol­le des Bun­des­ra­tes, die sei­ne Ver­si­on bele­gen soll­ten. Wir haben uns ein, die Bio­gra­phie sei­nes Groß­va­ters betref­fen­des, Pro­to­koll genau­er ange­se­hen. Gleich vor­weg: Hin­wei­se zu Groß­va­ter Rabl als poli­ti­sches NS-Opfer haben wir – anders als Enkel Andre­as – dar­in nicht gefun­den. Wei­ter…

“Freie Österreicher“ ohne Fakten

Freie Österreicher: Nachdenken! Übderdenken [sic!] Schlüsse ziehen! Die meisten muslimischen Staaten werden von SOZIALISTISCHEN PARTEIEN regiert.

Netz­wer­ke wie Face­book sind nicht gera­de arm an völ­lig absur­den, lüg­ne­ri­schen und het­ze­ri­schen G’schichterln. Die exter­nen Fak­ten-Che­cker, mit denen Face­book die Ver­brei­tung von Faken­ews angeb­lich bekämp­fen will, sind jeden­falls noch nicht bis zu den völ­lig fak­ten­frei­en blau­en Face­book-Grup­pen und ‑Sei­ten vor­ge­drun­gen. Eine davon nennt sich „Freie Öster­rei­cher“ und strotzt nur so von het­ze­ri­scher Dumm­heit. Wei­ter…

Security-Skandal: Küssel-Mann unbefugt in Parlamentsräumen

Paul B. (li), Thomas C.-K. (Mitte) beim Neonazi-Kampfsportevent "Kampf der Nibelungen" Ostritz 13.10.18 (© pixelarchiv.org)

Täg­lich kom­men nun neue Details zum Fall des Secu­ri­ty-Man­nes im Par­la­ment an die Öffent­lich­keit. Heu­te, dass sein rechts­extre­mer Back­ground im Bun­des­heer bekannt war und zu sei­ner Ent­las­sung geführt hat­te. Und: Er hat Ver­wal­tungs­räu­me im Par­la­ment betre­ten, die er nicht betre­ten hät­te dür­fen. Wei­ter…

„Baldur Wien“ im Parlament

Facebook-Header von Thomas K.-C. alias Baldur Wien "Odins Raben sehen eure Taten !"

Wenn sich jemand selbst Bal­dur nennt (und nicht Bal­dur heißt), dann ist er sich ver­mut­lich über die Wir­kung sei­nes Namens­wun­sches im Kla­ren. Bal­dur, das ist der tra­gi­sche nor­di­sche Gott, Sohn von Odin, der durch einen Mis­tel­zweig zu Tode kommt. Bal­dur, das ist aber auch Bal­dur von Schi­rach, der Nazi, „Reichs­ju­gend­füh­rer“ und Gau­lei­ter von Wien. Wenn sich einer „Bal­dur Wien“ nennt, dann sieht er sich wohl eher in der Tra­di­ti­on des Bal­dur von Schi­rach. Wei­ter…

Wochenschau KW 46

Einladung ins Parlament von Anneliese Kitzmüller zu "Krampus, Nikolo und Co"

Der in Neo­na­zi­k­rei­sen ver­an­ker­te Secu­ri­ty-Mann, der im Par­la­ment sei­nen Dienst ver­se­hen hat­te, domi­niert seit Frei­tag letz­ter Woche die innen­po­li­ti­sche Bericht­erstat­tung. Da geriet die ziem­lich rech­te Kram­pus­trup­pe, die Anne­lie­se Kitz­mül­ler im Dezem­ber ins Par­la­ment lädt, ganz in den Hin­ter­grund – etwas zu Unrecht. Und gleich mit meh­re­ren Anzei­gen ist die FPÖ wegen des Ver­dachts auf Ver­het­zung kon­fron­tiert. „Das rech­te Wort der Woche“ hat sich red­lich der nicht-amts­füh­ren­de Stadt­rat in Wien, Maxi­mi­li­an Krauss, ver­dient. Das Prä­di­kat „Lach­num­mer der Woche“ könn­te gleich hin­zu­ge­fügt wer­den. Wei­ter…

Rechtsextremer mit Neonazi-Kontakten als Security beim BVT-U-Ausschuss

Österreicher in Ostritz (13.10.18) mit alpen-donau.info-Shirts (© pixelarchiv.org)

Die Geschich­te hat es in sich: Wie Der Stan­dard heu­te berich­tet, war ein Rechts­extre­mer als Secu­ri­ty im BVT-U-Aus­schuss ein­ge­teilt, der engs­te Kon­tak­te zu den Iden­ti­tä­ren und Neo­na­zi-Krei­sen pflegt. Noch ver­schär­fen­der: Der Mann saß eben­falls im Medi­en­raum, konn­te also nicht nur beim U‑Ausschuss live dabei sein, son­dern auch den dort anwe­sen­den Jour­na­lis­tIn­nen qua­si über die Schul­ter bli­cken. Wei­ter…

Als aus Nachbarn Täter wurden

Mitt­woch, 21. Novem­ber 2018, 19.30 Uhr
ESRA, 1020 Wien, Tem­pel­gas­se 5

Die His­to­ri­ke­rin Mag. Shosha­na Dui­zend-Jen­sen beschäf­tigt sich seit Jah­ren im Wie­ner Stadt-und Lan­des­ar­chiv mit Ori­gi­nal­ak­ten der NS-Zeit. Zum 80. Jah­res­tag des Novem­ber­po­groms wird sie dazu aus­ge­wähl­te Quel­len vorstellen.

Anmel­dung und Infos über ESRA

 

Nowotny-Gedenken: Anzeige bei Bundesheerdisziplinarkommission

Walter Seledec (Ex-ORF-Journalist, FPÖ-Bezirksrat und Mitbegründer Grabpflegeverein Nowotny; @Rechtsdrall)

Alle Jah­re wie­der, rund um den 8. Novem­ber, ver­sam­melt sich ein Grüpp­chen am Wie­ner Zen­tral­fried­hof, um dem NS-„Helden“ Wal­ter Nowot­ny zu geden­ken. Die­ses Jahr gibt’s aber Fol­gen: eine Anzei­ge durch Bir­git Hebe­in, die sie an die Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on des Bun­des­heers wegen der Teil­nah­me des pen­sio­nier­ten Bun­des­heer­of­fi­ziers Wolf­gang Jung geschickt hat. Wei­ter…

Rechter Terror in Europa (I)

Die beim Verdächtigen S. gefundenen Waffen

Eigent­lich soll­te hier nur ein Bericht über das geplan­te Atten­tat auf Frank­reichs Staats­prä­si­dent Macron erschei­nen, das eine rech­te Grup­pe aus­füh­ren woll­te. Bei der Recher­che muss­ten wir fest­stel­len, dass allein im letz­ten Jahr rech­ter Ter­ror in Frank­reich schon mehr­fach in Erschei­nung getre­ten ist. In omi­nö­sen klan­des­ti­nen Struk­tu­ren, die schein­bar aus dem Nichts ent­stan­den sind. Dann gab es in der Vor­wo­che den Bericht über den geplan­ten Anschlag auf den spa­ni­schen Minis­ter­prä­si­den­ten durch einen spa­ni­schen Rechts­extre­mis­ten. Wei­ter…

Der wissenschaftliche Beirat von SdR: Isolde Charim & Robert Eiter

Isolde Charim & Robert Eiter
Isolde Charim (© Isolde Charim)

Isol­de Cha­rim (© Isol­de Charim)

Robert Eiter (© Robert Eiter)

Robert Eiter (© Robert Eiter)

Ich unter­stüt­ze Stoppt die Rech­ten, denn in Zei­ten wie die­sen kommt solch einem „zivil­ge­sell­schaft­li­chen Ver­fas­sungs­schutz“ höchs­te Dring­lich­keit zu.

Isol­de Cha­rim, Phi­lo­so­phin und Publizistin

„Stoppt die Rech­ten“ ist eines der wich­tigs­ten und wirk­sams­ten öster­rei­chi­schen Pro­jek­te gegen Ras­sis­mus und Rechts­extre­mis­mus. Weil das vie­len bewusst ist, hat es seit sei­ner Grün­dung im Jahr 2009 auch zwei Finan­zie­rungs­kri­sen gut über­stan­den. Die Leis­tung des Grün­ders und Haupt­be­trei­bers Karl Öllin­ger kann nicht hoch genug geschätzt wer­den. Der­zeit stellt er das ursprüng­lich grü­ne Pro­jekt auf eine brei­te­re Basis. Ger­ne fol­ge ich sei­ner Ein­la­dung, „Stoppt die Rech­ten“ als Bei­rat zu unterstützen.

Dr. Robert Eiter
Vor­stands­mit­glied des Maut­hau­sen Komi­tees Österreich
Spre­cher des OÖ. Netz­werks gegen Ras­sis­mus und Rechtsextremismus