FPÖ-Wien: Merkwürdige KandidatInnen

Wal­ter Kal­ab kan­di­diert nicht mehr für die FPÖ in der Donaus­tadt. Erst vor weni­gen Tagen hat Heimat ohne Hass aufgedeckt, dass Kal­ab ein blauer Has­spredi­ger ist, der Flüchtlinge als „Kameltreiber“, „Pack“ und „schleimige Hunde“ beschimpft. In der FPÖ Wien gibt’s dafür keine Kri­tik, keinen Auss­chluss. Das zeigt auch die Auswahl an Kan­di­datIn­nen, die wir hier präsen­tieren: einige mit besten Kon­tak­ten zu NPD-Funk­tionären, Neon­azis und/oder recht­sex­tremen Iden­titären, andere ein­fach „nur“mit recht­sex­tremen oder wider­lichen Sprüchen.

Die Aus­sagen zu den einzel­nen hier vorgestell­ten Per­so­n­en sind eben­so exem­plar­isch wie die Per­so­n­en selb­st: es gäbe zu einzel­nen Kan­di­datIn­nen noch wesentlich mehr zu bericht­en und es gibt noch mehr Kan­di­datIn­nen, über die eigentlich auch berichtet wer­den sollte. Vorgestellt wer­den FPÖ- Kan­di­datIn­nen für die Bezirksvertre­tun­gen. Einige von ihnen kan­di­dieren auch für den Gemein­der­at (das ist hier nicht ver­merkt). Die Zif­fer in der Klam­mer gibt die Lis­ten­po­si­tion an.

Leopoldstadt

Franz Lin­den­bauer (2)

„Franz Lin­den­bauer, der sich auf Face­book mit einem aufge­mal­ten Hak­enkreuz präsen­tierte, ste­ht im zweit­en Wiener Gemein­de­bezirk auf einem der vorder­sten Lis­ten­plätze. Vor weni­gen Monat­en war noch von einem Funk­tionsver­bot die Rede“ (pro­fil, 27.9.2010).

Landstraße (Bezirksparteiobmann ist HC Strache)

Mag. Dr. Wern­er Greb­ner (3)

Wern­er Greb­n­er hat auf der Home­page der FPÖ Land­straße jene Leitgedanken präsen­tiert, in denen fak­tisch die ‘Rück­führung‘ aller Aus­län­der gefordert wurde. Nach öffentlich­er Präsen­ta­tion ver­schwan­den die „Rück­führungsphan­tasien“ von der Home­page, nicht aber Greb­n­er als Man­datar. Greb­n­er hat im extrem recht­en Ares-Ver­lag ein Buch über den Gefre­it­en Adolf Hitler pub­liziert und ist auch aufge­fall­en durch sein „Vorhaut“-Posting.

Dim­itrij Grieb (20)

Grieb war 2009 Ref­er­ent bei der geheimen Jahresta­gung der recht­sex­tremen „Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik“, der größten kul­tur­poli­tis­chen Ein­rich­tung der extremen Recht­en. Grieb wird als Autor der „Nation­al-Zeitung“ vorgestellt. Grieb war auch der, der Gery Kes­zler als „Beruf­ss­chwuch­tel“ beschimpft hat und dafür 2009 wegen Belei­di­gung (§ 115 StGB) verurteilt wurde.

Bernadette Con­rads (21)

War bis vor kurzem Aktivistin der recht­sex­tremen Iden­titären, hat auch nach wie vor beste Beziehun­gen dor­thin. Ihre Kan­di­datur in drei Bezirken bzw. auf dem Stadt­wahlvorschlag der FPÖ ist offen­sichtlich ein Sig­nal für die Identitären

Wieden

Clemens Gude­nus (4)

Seine Qual­i­fika­tion? Er liked gerne het­zerische Post­ings sein­er Brüder

Markus Gude­nus (6)

2009 wurde ein Schreiben von Peter Ficht­en­bauer auf Nazi-Seit­en wie alpen-donau.info fak­sim­i­liert wiedergegeben – als Beleg dafür, wie philosemi­tisch einzelne FPÖ-Funk­tionäre seien. Pech der Nazis: sie hat­ten vergessen, die Fax-Absenderkenn­nung zu löschen. Das Schreiben wurde über das Haus Gude­nus über­mit­telt. Ficht­en­bauer damals im „Kuri­er“: Markus Gude­nus „hat in meinem Brief offen­sichtlich ein Gespräch­s­the­ma erblickt”, sagt Ficht­en­bauer. Ob er glaube, dass Gude­nus den Brief den recht­en Seit­en zus­pielte, will er nicht sagen. (Kuri­er, 11.7.2009).

2013 ver­bre­it­ete er auf FB eine Botschaft, die den Ver­dacht der Ver­het­zung begrün­det. Brud­er Johann gefiel die Hetzbotschaft.


Brud­er Johann gefällt die Het­ze von Markus
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Johann Gude­nus (23)

„Unter sein­er RFJ-Obmannschaft wurde ein neon­azis­tis­ch­er Führungskad­er zu einem Refer­at ein­ge­laden. Bei der alljährlichen Ehrung für den NS-Fliegerhelden Wal­ter Nowot­ny am Wiener Zen­tral­fried­hof pflegten der RFJ und Neon­azis, nur Stun­den voneinan­der getren­nt, für die gemein­same Sache zu marschieren. Noch 2007 wollte Gude­nus das NS-Ver­bots­ge­setz „hin­ter­fra­gen”. Die Gren­zen ver­wis­chen sich auch in umgekehrter Rich­tung. Gude­nus und der Wiener Lan­desparteisekretär Hans-Jörg Jenewein referieren gern bei der Aktion­s­ge­mein­schaft für eine frei­heitliche Poli­tik (AFP), der vom Ver­fas­sungss­chutz eine „aus­geprägte Affinität zum Nation­al­sozial­is­mus” nachge­sagt wird. Begehrt war Gude­nus dort offen­bar wegen sein­er Stel­lung­nah­men zum „israelis­chen Staat­ster­ror­is­mus” und kryp­tis­ch­er Anmerkun­gen zu den „Hin­ter­grün­den der Anschläge am 11. Sep­tem­ber”. Generell sieht Gude­nus unsere Gesellschaft durch „Umvolkung” bedro­ht“ (pro­fil, 27.9.2010).

2009 referierte J. Gude­nus bei der neon­azis­tis­chen „Arbeits­ge­mein­schaft für Poli­tik“ (AfP).

Margareten

Ste­fan Gotschacher (7)

Die hochkaräti­gen deutschen Neon­azis, die in sein­er FB-Fre­und­schaft­sliste waren, Meinolf Schön­born und Ger­hard Ittner sind längst ent­fer­nt und durch z.B. einen Anti­semiten und Recht­sex­tremen wie Alexan­der Dug­in erset­zt wor­den. Nach­dem ihn ein Geschwore­nen­gericht 2014 vom Vor­wurf der Wieder­betä­ti­gung (mit 5:3 Stim­men) freige­sprochen hat, kann der Presseref­er­ent der FPÖ ver­mut­lich in die Bezirksvertre­tung einziehen.


Het­z­post­ing von Gotschacher aus dem Jahr 2013
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Bernadette Con­rads (18) siehe Landstraße

Mariahilf

Leo Kohlbauer (1)

Neben seinen bezirk­spoli­tis­chen Aktiv­itäten, etwa gegen den „Bet­tel­ter­ror“(!) am Naschmarkt, fällt Kohlbauer nicht weit­er auf. Allerd­ings hat er erstaunliche inter­na­tionale Fre­unde, so z.B. den NPD-Chef Frank Franz, der sog­ar Kom­mentare von Kohlbauer „liked“. In der Regel ist es allerd­ings umgekehrt. Wenn Frank Franz ein dümm­lich­es Witzchen über die Zeck­en und Wanzen in Ham­burg macht, dann gefällt das Leo Kohlbauer. „Recherche Wien“ berichtet auch über eine Wahlkampfhil­fe durch recht­sex­treme Iden­titäre für Kohlbauer und belegt die mit Fotos.


Frank Franz, dem NPD-Chef gefällt Kohlbauers Kommentar
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Markus Goritschnig (8)

Markus Goritschnig war der mys­ter­iöse Berater des kurzzeit­i­gen Pegi­da-Sprech­ers Georg Immanuel Nagel. “Ein weit­er­er Mann hielt sich schon zu jenen Zeit­en, als er noch als Berater Nagels galt, lieber im Hin­ter­grund: Markus G. Er dürfte wiederum hin­ter dem Vere­in „Pegi­da Öster­re­ich” steck­en, der Anfang April gegrün­det wurde, von dem sich aber diverse Pegi­da-Grup­pen in Öster­re­ich schon wieder aus­drück­lich dis­tanzieren“, schrieb damals der ‚Stan­dard‘. Neben seinen Aktiv­itäten für Pegi­da und die Iden­titären war er auch so etwas wie der Presseref­er­ent für die FPÖ Mari­ahilf bzw. Leo Kohlbauer.

Neben­bei kämpft der Philosoph auch noch gegen den Wel­tun­ter­gang und Schwarze Löch­er. Goritschnig hat — verge­blich — ver­sucht, die Exper­i­mente beim CERN-Teilchenbeschle­u­niger zu ver­hin­dern. Der Europäis­che Gericht­shof für Men­schen­rechte wies die Klage von Goritschnig ab, die Exper­i­mente wur­den fort­ge­set­zt, der Wel­tun­ter­gang blieb eben­so aus wie Schwarze Löch­er. Braune Löch­er wur­den allerd­ings gesichtet!

Josefstadt

Max­i­m­il­ian Krauss (1)

Der erste Auf­stiegsver­such des deutschna­tionalen schla­gen­den Burschen­schafters (aB Alda­nia) klappte nicht – Krauss (22) wurde nicht stel­lvertre­tender Präsi­dent des Wiener Stadtschul­rates. Von den braunen FB-Fre­und­schaften und Unter­stützern hat er sich ent­fremdet bzw. ent­fre­un­det, jet­zt startet er zum zweit­en Mal durch, auf der Stadt­wahlliste (5), in vier Wahlkreisen für den Gemein­der­at und an erster Stelle für die Bezirksvertre­tung. Mit seinen Posi­tio­nen und Forderun­gen („chemis­che Kas­tra­tion“, „Minuszuwan­derung“ , „Aus­län­derk­lassen“ usw.) markiert er den recht­en Rand der FPÖ.

Ste­fan Gotschacher (9) siehe Margareten

Ger­hild Schwab (13), aka­dem Mädelschaft Nike

Alsergrund

Niko­laus Amhof (1)

2004 spricht sich RFJ-Geschäfts­führer Niko­laus Amhof gegen die Ver­lei­hung des Lit­er­atur-Nobel­preis­es an Elfriede Jelinek aus, für ihn eine „über­drehte Emanze und Öster­re­ich-Has­serin“, der er nahelegt, Öster­re­ich zu ver­lassen, „vielle­icht in ein moslemis­ches Land, wo sie sicher­lich ein reich­es Betä­ti­gungs­feld für die Besser­stel­lung der Frau vor­fände“.

Gre­gor Amhof (3)

„Gre­gor Amhof etwa hat­te sich mit Aus­sagen „gegen priv­i­legierte NS-Opfer, deren am Juden­platz gedacht wird, während man Kriegstoten und Toten an der Heimat­front öffentliche Aufmerk­samkeit ver­weigert”, her­vor­ge­tan“ (pro­fil 27.9.2010)

Favoriten

Ger­hard Sail­er (28)

Ger­hard Sail­ers poli­tis­che Sta­tio­nen von der Aktion Neue Rechte bis hin zur FPÖ sind auf wikipedia kurz zusammengefasst .

2004 kri­tisiert er in „Zur Zeit“ scharf die „schlafende“ FPÖ wegen ihrer laschen Hal­tung in Asyl­fra­gen: „Dafür wird zumin­d­est die FPÖ die ver­di­ente Quit­tung vom gequäl­ten Wahlvolk erhal­ten, das die Fol­gen der so fahrläs­sig ermöglicht­en Asy­lantenkrim­i­nal­ität auszubaden hat!” (Quelle DÖW)

Simmering

Markus Lebisch (7)

2010 auf der Besteller-Liste des recht­sex­tremen Thor Steinar Versands

Meidling

Michael Dadak (3)

2013 in der geheimen Hass- Gruppe „Wir ste­hen zur FPÖ“

Penzing

Har­ald Stark (9)

Redak­tionelle Richtigstellung

Wurde als ein­er der Teil­nehmer beim Red Room Club­bing der Burschen­schaft Sile­sia im „Pour Platin“ am Gür­tel genan­nt. Bei dieser Burschen­schafter-Feier kam es unter anderem zu ein­er schw­eren Schlägerei und einem Kurza­uftritt von Got­tfried Küs­sel. Richard Pfin­gstl, auch ein alpen-donau –Mann und Burschen­schafter, war auch bei dieser Feier. Stark soll Burschen­schafter der recht­sex­tremen ‚Olympia‘ sein.

Rudolfsheim-Fünfhaus

Mar­tin Hobek (2)

Der „Fal­ter“ schrieb in sein­er Aus­gabe vom 30.9.2015 über ihn: “Hobek war viele Jahre Pub­lizist der recht­sex­tremen Zeitschriften Aula und Eckart­bote, Gemein­sam mit dem später wegen nation­al­sozial­is­tis­ch­er Wieder­betä­ti­gung verurteil­ten Franz Radl kämpfte er für den Erhalt des Siegfried­skopfs an der Uni­ver­sität Wien“. Hobek ist neben sein­er Tätigkeit als Ref­er­ent für Inte­gra­tion im Rathausklub der FPÖ laut Fal­ter Leit­er der blauen „Beobach­tungsstelle Inländerdiskriminierung“.

Diet­bert Kowarik (3)

aBurschen­schaft Olympia. 2008 gab er der „Bezirk­szeitung“ ein Inter­view.

BZ: Gren­zt sich „Olympia“ dann vielle­icht nicht weit genug vom Recht­sex­trem­is­mus ab? Es hat 2003 einen Auftritt des Lie­der­ma­ch­ers Michael Müller gegeben, der Lieder vorträgt, wie „Mit sechs Mil­lio­nen Juden, da fängt der Spaß erst an, mit sechs Mil­lio­nen Juden, da ist der Ofen an“. Wie ste­hen Sie dazu, dass solche Men­schen bei der „Olympia“ auftreten und ein- und aus­ge­hen dürfen.
Diet­bert Kowarik: Man darf nicht mit zweier­lei Maß messen. Wir laden aus allen möglichen poli­tis­chen Spek­tren Men­schen ein.

Diet­mar Kowarik (10)

aBurschen­schaft Aldania,1998 im „Turn­gau Wien“ des ÖTB als Vertreter der deutschna­tionalen Posi­tion aufgetreten.

Ottakring

Michael Ober­lech­n­er (1)

2010 schrieb „pro­fil“ über ihn: „Kan­di­dieren darf auch Michael Ober­lech­n­er, jen­er RFJ-Funk­tionär, der am Rande eines Parteitags das Horst-Wes­sel-Lied gesun­gen hat­te und dem Staatss­chutz aufge­fall­en war“. Fünf Jahre später darf er schon auf Platz 1 kandidieren.

Der Niederöster­re­ichis­che RFJ-Obmann Udo Land­bauer berichtet in einem mit 26. April 2005 datierten „Pro­tokoll“ über beze­ich­nende Vor­fälle rund um den Bun­desparteitag in Salzburg. Dem­nach hät­ten der Wiener RFJ-Funk­tionär Michael Ober­lech­n­er „und drei sein­er Begleit­er“ im Bus nach Salzburg „in ein­er für das gesamte Fahrzeug­in­nere vernehm­baren Laut­stärke“ das Horst Wes­sel Lied „anges­timmt“. Auch im Jugendgäste­haus hät­ten die Jungfrei­heitlichen des Nächt­ens dieses wohl berühmteste Nazi-Lied angestimmt.

Kon­rad Belakow­itsch (5)

aBurschen­schaft Silesia.

Als 2005 der Schrift­steller und Kün­stler Feridun Zaimoglu eine Instal­la­tion mit dem Titel „Kanak Attack. Die dritte Türken­be­lagerung“ in der Kun­sthalle Wien durch­führte, flippte nicht nur Stra­che aus, son­dern auch der eher schweigsame Kon­rad, der sich in einem Leser­brief an die „Kro­ne“ pein­lich entäußerte:

„Wenn der Deutsch-Türke Znaimoglu unbe­d­ingt provozieren will, soll er das in Deutsch­land oder in der Türkei tun. Ich glaube nicht, dass ein Kün­stler in Istan­bul, der ein türkisches Muse­um mit öster­re­ichis­chen Flaggen ver­hüllt, türkische Steuergelder bekommt. Es gibt in Wien wahrlich genug Prob­leme mit Aus­län­dern“.

Oliv­er Rib­arich (11)

Wurde 2011 in einem Bericht der Zeitschrift News über einen Vor­fall mit Stra­che („Stra­che und die ‚Nüttchen‘“) als Sicher­heits­beauf­tragter der FPÖ vorgestellt.

Am 14.9.2015 schrieb er auf Face­book zu einem Bericht von Puls 4:

„An die geisti­gen Nichtschwim­mer welche sich Mod­er­a­toren schimpfen. Das Bun­desheer kommt natür­lich mit Blu­men und ohne schar­fer Muni­tion zu den Gren­zkon­trollen. Gibt es eigentlich keine anderen Fra­gen und Prob­leme? Zum Beispiel wann diese „Flut” an ange­blichen „Kriegs­flüchtlin­gen” ‑wer es glaubt wird selig- von diesen ver­ant­wor­tungslosen dum­men Poli­tik­ern gestoppt wird und endlich auf die Bedürfnisse und Prob­leme der eige­nen Bevölkerung geachtet wird. Die gesamte Sit­u­a­tion und diese linkslinke dumme Medi­en­land­schaft sind ein­fach nur noch unerträglich“.


Rib­arich: Per­sön­liche Belei­di­gun­gen als Programm?
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Bernadette Con­rads (22)

siehe Land­straße bzw. Margareten

Hernals

Veroni­ka Mati­asek (30)

„Veroni­ka Mati­asek meint etwa, „Zuwan­der­er” wür­den „wie Ter­miten über die Obst­bäume” in den Wiener Stein­hof­grün­den ein­fall­en“ ( pro­fil 27.9.2010).

Mati­asek sprach sich 2005 dafür aus, dass Asyl­wer­ber „kün­ftig nicht mehr im urba­nen Bere­ich unterge­bracht wer­den dür­fen, son­dern in Auf­fangzen­tren möglichst an der Staats­gren­ze ange­hal­ten wer­den“ (OTS FPÖ).

Als Anfang Sep­tem­ber 2014 ein Reh mit abge­bis­senem Kopf am Wiener Stein­hof aufge­fun­den wird, meldet sich die FPÖ-Stadträtin Veroni­ka Mati­asek mit dem „Ver­dacht“ zu Wort, dass als Täter „deut­lich erkennbar migrantis­che Grup­pen“ (Kuri­er 9.9. 2014) in Frage kämen. Die tierärztliche Unter­suchung zeigte aber, dass ein Fuchs der Täter war (hof­fentlich kein Zuwanderer!).

Döbling

Wal­ter Seledec (3)

Seledec, früher ORF-Chefredak­teur werkt seit sein­er Pen­sion­ierung im ORF als Chefredak­teur der recht­sex­tremen Zeitung „Zur Zeit“.

Dominik Nepp (28)

Burschen­schafter der aB Alda­nia. „All den Ein­wan­derungs­fetis­chis­ten aus der Linken Schickim­ic­ki-Szene, die dieses Früchtchen Arig­o­na ‚aus Liebe’ heirat­en wollen, sei emp­fohlen, ihrer Liebe freien Lauf zu lassen und ihr in den Koso­vo zu fol­gen. „Ihnen und Arig­o­na sage ich zusam­men mit der Mehrheit der Öster­re­ich­er laut Tschüss, und hof­fentlich auf nim­mer Wieder­se­hen!”, schrieb er 2010 in ein­er Presseaussendung (OTS RFJ, 16.7.2010) .

Brigittenau

Ger­hard Haslinger (1)

Ende 2012 het­zte Haslinger gegen die türkische Gemein­schaft in der Brigit­te­nau, die ein „Sex­mon­ster“ schütze: „Zusam­menge­hal­ten wird nicht nur beim Sozialmiss­brauch, son­dern auch wenn es um schwere Ver­brechen geht“. Die Staat­san­waltschaft Wien wollte wegen Ver­het­zung ermit­teln, aber der Wiener Gemein­der­at lehnte eine Aus­liefer­ung ab. SPÖ und Grüne verurteil­ten aber die Äußerun­gen Haslingers.

Michael Howani­etz (6)

Pro­fil schrieb 2010 über ihn: „Michael Howani­etz aus der Brigit­te­nau schreibt im FPÖ-Organ „Neue Freie Zeitung” gegen die „plu­tokratis­che Welt­dik­tatur”“. Das war nicht seine einzige anti­semi­tis­che Anspielung. „Gegen Rechts“ zitiert weit­ere: “Autor Michael Howani­etz schlüpft in Anlehnung an die Pro­tokolle der Weisen von Zion in die Rolle der nicht näher bes­timmten „Zer­stör­er unser­er Zukun­ft“, um deren heimtück­ischen Pläne zu referieren“. Bei „Gegen Rechts“ sind noch weit­ere Äußerun­gen von Howani­etz abruf­bar.

Floridsdorf

Wolf­gang Irschik (1)

Über ihn kön­nte man viel schreiben. Seine poli­tis­che Kar­riere hat der Polizist Irschik als Leib­wächter von Jörg Haider begonnen. 1993 stellte er sich dem dama­li­gen Klubob­mann der Grü­nen im Wiener Rathaus als Polizist im Ein­satz mit der Num­mer „4711“ und auf Nach­frage als „007“ vor. Es waren ziem­lich tur­bu­lente Jahre für Irschik damals: Diszi­pli­narver­fahren, Anzeige wegen Kör­per­ver­let­zung usw. – alles eingestellt. Der Per­son­alvertreter der AUF und Bezirk­srat blieb der FPÖ und seinem Neben­job als Leib­wächter auch unter Stra­che treu. Die Beloh­nung: Auf­stieg zum Landtagsabgeordneten.

2012 wurde die Immu­nität von Irschik vom Wiener Land­tag aufge­hoben: der Ex-Polizist Irschik soll einen Polizis­ten beschimpft haben. Über das Ergeb­nis der Ermit­tlun­gen wurde in den Medi­en nichts bekan­nt – wurde wieder eingestellt?

2013 wurde jeden­falls ein von Irschik für die Bezirks­be­wohn­er organ­isiertes FPÖ- „Schieß­train­ing“ mit Glock 17-Pis­tolen vom Bun­desheer abge­sagt. Sei­ther wird er auch als „Pis­tolen-Poli­tik­er“ tit­uliert. Hans Rausch­er schrieb über ihn: “Man kann als auf­fäl­liger Polizist auch Kar­riere machen“.

Paul Nemeth (15)

Schrieb auf Face­book: “Wer will uns vor den UNTERGANG noch ret­ten….. ALLE unsere Poli­tik­er sind von der Finan­zlob­by gekauft. Und wer nicht mit­macht wird entsorgt“ (28.5.2013).

Donaustadt

Anton Mah­da­lik (1)

„Man­datar Anton Mah­da­lik freute sich über die mit Polizeige­walt durchge­set­zte Augarten­räu­mung und darüber, dass die „Schmutzfinken (…) nicht länger den schö­nen Augarten ver­schan­deln und Sängerkn­aben anpö­beln“. Gin­ge es nach ihm, würde es in Wien Demo-Ver­bot­szo­nen geben“ (Pro­fil, 11.10.2010) .

Wern­er Ham­mer (2)

Wern­er Ham­mer war ein enger Mitar­beit­er des Drit­ten Nation­al­rat­spräsi­den­ten Mar­tin Graf. Beim Fußbal­lvere­in Hel­las Kagran, wo Graf Präsi­dent ist, gibt Ham­mer den Obmann. 2012 berichtet der „Stan­dard“ über einen Fight zwis­chen Hel­las Kagran und der „Kro­ne“. In der Folge berichtet „Meine Abgeordneten.at“ über die inter­es­san­ten Eigen­tumsver­hält­nisse bei der Kan­tine des FC Hel­las, wo Mar­cus Vet­ter, den wir noch aus sein­er Zeit als par­la­men­tarisch­er Mitar­beit­er von Mar­tin Graf und „Aufruhr“-Besteller ken­nen, als Geschäfts­führer und Anteil­seign­er werkt. Spannend!

Alfred Wan­sch (7)

Burschen­schafter der aB Olympia, enger Ver­trauter von Mar­tin Graf. So wie Graf bei der Olympia, beim FC Hel­las Kagran, bei ARC Seibers­dorf (Prokurist).

Hüt­tner Thomas (11)

Redak­tionelle Richtigstellung

„Schriftleit­er“ der recht­sex­tremen Zeitschrift „Der Eckart“ (früher: Der Eckart­bote-Monatss­chrift für deutsche Kul­tur), her­aus­gegeben von der Öster­re­ichis­chen Lands­man­nschaft (ÖLM). Hüt­tner hat etliche pen­nale (deutschna­tionale) Kor­po­ra­tio­nen mitbegründet.

2010 war er als Ref­er­ent bei der „8. Andreas Hofer Wan­der- und Vor­tragswoche“ der recht­sex­tremen „Jun­gen Lands­man­nschaft Ost­preußen“ (JLO) am Pack­er Stausee vorge­se­hen. Als die Ver­anstal­tung bekan­nt wurde, wurde sie abgesagt

Robert Podany (13)

Als der deutsche Bun­de­spräsi­dent Gauck wegen der ras­sis­tisch motivierten Bran­dan­schläge vor einem „Dunkeldeutsch­land“ warnt, fühlen sich Neon­azis und Recht­sex­treme ange­sprochen. Lud­wig Reinthaler, der Braune von Wels, stellt ein Foto mit dem Text „Ich bin stolz Dunkeldeutsch­er zu sein“ online. Robert Podany, einem guten FB-Fre­und von Reinthaler, gefällt das.

„Heimat ohne Hass“ hat sich aktuell das Face­book-Pro­fil von Robert Podany (FPÖ-Donaus­tadt) genauer ange­se­hen und dabei neben den üblichen Rüpeleien und Belei­di­gun­gen auch einige weit­ere recht­sex­treme Spuren gefun­den. Weit­er mit HoH.

Liesing

Her­wig Weich­sel­baumer-Gotts­bach­n­er (31)

Er war unter ver­schiede­nen Vari­anten seines Echt­na­mens auf FB aktiv, zumeist als HFW Baumer. HFW Baumer alias Weich­sel­baumer hat unzäh­lige FB-Seit­en admin­istri­ert, darunter aktuell auch die Hetz-Seite „Unsere Blaue Seite“, auf der braune und het­zerische Post­ings selb­st nach Auf­forderung nicht immer gelöscht wer­den. HFW Baumer alias Weich­sel­baumer ist nicht sehr gesprächig, aber er liked Neon­azi-Seit­en, wie etwa den „Fre­un­deskreis Udo Voigt“, die „NPD Bay­ern“ oder — etwas für Fein­spitze! – den in Öster­re­ich kaum bekan­nten , mehrfach vorbe­straften Hard­core-Neon­azi Dieter Riefling — den allerd­ings beson­ders fleißig!


Etliche Likes für den Hard­core-Neon­azi Riefling von HFW Baumer alias Weichselbaumer-Gottsbachner
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