FPÖ-Wien: Merkwürdige KandidatInnen

Walter Kalab kandidiert nicht mehr für die FPÖ in der Donaustadt. Erst vor wenigen Tagen hat Heimat ohne Hass aufgedeckt, dass Kalab ein blauer Hassprediger ist, der Flüchtlinge als „Kameltreiber“, „Pack“ und „schleimige Hunde“ beschimpft. In der FPÖ Wien gibt’s dafür keine Kritik, keinen Ausschluss. Das zeigt auch die Auswahl an KandidatInnen, die wir hier präsentieren: einige mit besten Kontakten zu NPD-Funktionären, Neonazis und/oder rechtsextremen Identitären, andere einfach „nur“mit rechtsextremen oder widerlichen Sprüchen.

Die Aussagen zu den einzelnen hier vorgestellten Personen sind ebenso exemplarisch wie die Personen selbst: es gäbe zu einzelnen KandidatInnen noch wesentlich mehr zu berichten und es gibt noch mehr KandidatInnen, über die eigentlich auch berichtet werden sollte. Vorgestellt werden FPÖ- KandidatInnen für die Bezirksvertretungen. Einige von ihnen kandidieren auch für den Gemeinderat (das ist hier nicht vermerkt). Die Ziffer in der Klammer gibt die Listenposition an.

Leopoldstadt

Franz Lindenbauer (2)

„Franz Lindenbauer, der sich auf Facebook mit einem aufgemalten Hakenkreuz präsentierte, steht im zweiten Wiener Gemeindebezirk auf einem der vordersten Listenplätze. Vor wenigen Monaten war noch von einem Funktionsverbot die Rede“ (profil, 27.9.2010).

Landstraße (Bezirksparteiobmann ist HC Strache)

Mag. Dr. Werner Grebner (3)

Werner Grebner hat auf der Homepage der FPÖ Landstraße jene Leitgedanken präsentiert, in denen faktisch die ‘Rückführung‘ aller Ausländer gefordert wurde. Nach öffentlicher Präsentation verschwanden die „Rückführungsphantasien“ von der Homepage, nicht aber Grebner als Mandatar. Grebner hat im extrem rechten Ares-Verlag ein Buch über den Gefreiten Adolf Hitler publiziert und ist auch aufgefallen durch sein „Vorhaut“-Posting.

Dimitrij Grieb (20)

Grieb war 2009 Referent bei der geheimen Jahrestagung der rechtsextremen „Gesellschaft für freie Publizistik“, der größten kulturpolitischen Einrichtung der extremen Rechten. Grieb wird als Autor der „National-Zeitung“ vorgestellt. Grieb war auch der, der Gery Keszler als „Berufsschwuchtel“ beschimpft hat und dafür 2009 wegen Beleidigung (§ 115 StGB) verurteilt wurde.

Bernadette Conrads (21)

War bis vor kurzem Aktivistin der rechtsextremen Identitären, hat auch nach wie vor beste Beziehungen dorthin. Ihre Kandidatur in drei Bezirken bzw. auf dem Stadtwahlvorschlag der FPÖ ist offensichtlich ein Signal für die Identitären

Wieden

Clemens Gudenus (4)

Seine Qualifikation? Er liked gerne hetzerische Postings seiner Brüder

Markus Gudenus (6)

2009 wurde ein Schreiben von Peter Fichtenbauer auf Nazi-Seiten wie alpen-donau.info faksimiliert wiedergegeben – als Beleg dafür, wie philosemitisch einzelne FPÖ-Funktionäre seien. Pech der Nazis: sie hatten vergessen, die Fax-Absenderkennnung zu löschen. Das Schreiben wurde über das Haus Gudenus übermittelt. Fichtenbauer damals im „Kurier“: Markus Gudenus „hat in meinem Brief offensichtlich ein Gesprächsthema erblickt“, sagt Fichtenbauer. Ob er glaube, dass Gudenus den Brief den rechten Seiten zuspielte, will er nicht sagen. (Kurier, 11.7.2009).

2013 verbreitete er auf FB eine Botschaft, die den Verdacht der Verhetzung begründet. Bruder Johann gefiel die Hetzbotschaft.


Bruder Johann gefällt die Hetze von Markus

Johann Gudenus (23)

„Unter seiner RFJ-Obmannschaft wurde ein neonazistischer Führungskader zu einem Referat eingeladen. Bei der alljährlichen Ehrung für den NS-Fliegerhelden Walter Nowotny am Wiener Zentralfriedhof pflegten der RFJ und Neonazis, nur Stunden voneinander getrennt, für die gemeinsame Sache zu marschieren. Noch 2007 wollte Gudenus das NS-Verbotsgesetz „hinterfragen“. Die Grenzen verwischen sich auch in umgekehrter Richtung. Gudenus und der Wiener Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein referieren gern bei der Aktionsgemeinschaft für eine freiheitliche Politik (AFP), der vom Verfassungsschutz eine „ausgeprägte Affinität zum Nationalsozialismus“ nachgesagt wird. Begehrt war Gudenus dort offenbar wegen seiner Stellungnahmen zum „israelischen Staatsterrorismus“ und kryptischer Anmerkungen zu den „Hintergründen der Anschläge am 11. September“. Generell sieht Gudenus unsere Gesellschaft durch „Umvolkung“ bedroht“ (profil, 27.9.2010).

2009 referierte J. Gudenus bei der neonazistischen „Arbeitsgemeinschaft für Politik“ (AfP).

Margareten

Stefan Gotschacher (7)

Die hochkarätigen deutschen Neonazis, die in seiner FB-Freundschaftsliste waren, Meinolf Schönborn und Gerhard Ittner sind längst entfernt und durch z.B. einen Antisemiten und Rechtsextremen wie Alexander Dugin ersetzt worden. Nachdem ihn ein Geschworenengericht 2014 vom Vorwurf der Wiederbetätigung (mit 5:3 Stimmen) freigesprochen hat, kann der Pressereferent der FPÖ vermutlich in die Bezirksvertretung einziehen.


Hetzposting von Gotschacher aus dem Jahr 2013

Bernadette Conrads (18) siehe Landstraße

Mariahilf

Leo Kohlbauer (1)

Neben seinen bezirkspolitischen Aktivitäten, etwa gegen den „Bettelterror“(!) am Naschmarkt, fällt Kohlbauer nicht weiter auf. Allerdings hat er erstaunliche internationale Freunde, so z.B. den NPD-Chef Frank Franz, der sogar Kommentare von Kohlbauer „liked“. In der Regel ist es allerdings umgekehrt. Wenn Frank Franz ein dümmliches Witzchen über die Zecken und Wanzen in Hamburg macht, dann gefällt das Leo Kohlbauer. „Recherche Wien“ berichtet auch über eine Wahlkampfhilfe durch rechtsextreme Identitäre für Kohlbauer und belegt die mit Fotos.


Frank Franz, dem NPD-Chef gefällt Kohlbauers Kommentar

Markus Goritschnig (8)

Markus Goritschnig war der mysteriöse Berater des kurzzeitigen Pegida-Sprechers Georg Immanuel Nagel. “Ein weiterer Mann hielt sich schon zu jenen Zeiten, als er noch als Berater Nagels galt, lieber im Hintergrund: Markus G. Er dürfte wiederum hinter dem Verein „Pegida Österreich“ stecken, der Anfang April gegründet wurde, von dem sich aber diverse Pegida-Gruppen in Österreich schon wieder ausdrücklich distanzieren“, schrieb damals der ‚Standard‘. Neben seinen Aktivitäten für Pegida und die Identitären war er auch so etwas wie der Pressereferent für die FPÖ Mariahilf bzw. Leo Kohlbauer.

Nebenbei kämpft der Philosoph auch noch gegen den Weltuntergang und Schwarze Löcher. Goritschnig hat – vergeblich – versucht, die Experimente beim CERN-Teilchenbeschleuniger zu verhindern. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies die Klage von Goritschnig ab, die Experimente wurden fortgesetzt, der Weltuntergang blieb ebenso aus wie Schwarze Löcher. Braune Löcher wurden allerdings gesichtet!

Josefstadt

Maximilian Krauss (1)

Der erste Aufstiegsversuch des deutschnationalen schlagenden Burschenschafters (aB Aldania) klappte nicht – Krauss (22) wurde nicht stellvertretender Präsident des Wiener Stadtschulrates. Von den braunen FB-Freundschaften und Unterstützern hat er sich entfremdet bzw. entfreundet, jetzt startet er zum zweiten Mal durch, auf der Stadtwahlliste (5), in vier Wahlkreisen für den Gemeinderat und an erster Stelle für die Bezirksvertretung. Mit seinen Positionen und Forderungen („chemische Kastration“, „Minuszuwanderung“ , „Ausländerklassen“ usw.) markiert er den rechten Rand der FPÖ.

Stefan Gotschacher (9) siehe Margareten

Gerhild Schwab (13), akadem Mädelschaft Nike

Alsergrund

Nikolaus Amhof (1)

2004 spricht sich RFJ-Geschäftsführer Nikolaus Amhof gegen die Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Elfriede Jelinek aus, für ihn eine „überdrehte Emanze und Österreich-Hasserin“, der er nahelegt, Österreich zu verlassen, „vielleicht in ein moslemisches Land, wo sie sicherlich ein reiches Betätigungsfeld für die Besserstellung der Frau vorfände“.

Gregor Amhof (3)

„Gregor Amhof etwa hatte sich mit Aussagen „gegen privilegierte NS-Opfer, deren am Judenplatz gedacht wird, während man Kriegstoten und Toten an der Heimatfront öffentliche Aufmerksamkeit verweigert“, hervorgetan“ (profil 27.9.2010)

Favoriten

Gerhard Sailer (28)

Gerhard Sailers politische Stationen von der Aktion Neue Rechte bis hin zur FPÖ sind auf wikipedia kurz zusammengefasst .

2004 kritisiert er in „Zur Zeit“ scharf die „schlafende“ FPÖ wegen ihrer laschen Haltung in Asylfragen: „Dafür wird zumindest die FPÖ die verdiente Quittung vom gequälten Wahlvolk erhalten, das die Folgen der so fahrlässig ermöglichten Asylantenkriminalität auszubaden hat!“ (Quelle DÖW)

Simmering

Markus Lebisch (7)

2010 auf der Besteller-Liste des rechtsextremen Thor Steinar Versands

Meidling

Michael Dadak (3)

2013 in der geheimen Hass- Gruppe „Wir stehen zur FPÖ“

Penzing

Harald Stark (9)

Redaktionelle Richtigstellung

Wurde als einer der Teilnehmer beim Red Room Clubbing der Burschenschaft Silesia im „Pour Platin“ am Gürtel genannt. Bei dieser Burschenschafter-Feier kam es unter anderem zu einer schweren Schlägerei und einem Kurzauftritt von Gottfried Küssel. Richard Pfingstl, auch ein alpen-donau –Mann und Burschenschafter, war auch bei dieser Feier. Stark soll Burschenschafter der rechtsextremen ‚Olympia‘ sein.

Rudolfsheim-Fünfhaus

Martin Hobek (2)

Der „Falter“ schrieb in seiner Ausgabe vom 30.9.2015 über ihn: “Hobek war viele Jahre Publizist der rechtsextremen Zeitschriften Aula und Eckartbote, Gemeinsam mit dem später wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verurteilten Franz Radl kämpfte er für den Erhalt des Siegfriedskopfs an der Universität Wien“. Hobek ist neben seiner Tätigkeit als Referent für Integration im Rathausklub der FPÖ laut Falter Leiter der blauen „Beobachtungsstelle Inländerdiskriminierung“.

Dietbert Kowarik (3)

aBurschenschaft Olympia. 2008 gab er der „Bezirkszeitung“ ein Interview.

BZ: Grenzt sich „Olympia“ dann vielleicht nicht weit genug vom Rechtsextremismus ab? Es hat 2003 einen Auftritt des Liedermachers Michael Müller gegeben, der Lieder vorträgt, wie „Mit sechs Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an, mit sechs Millionen Juden, da ist der Ofen an“. Wie stehen Sie dazu, dass solche Menschen bei der „Olympia“ auftreten und ein- und ausgehen dürfen.
Dietbert Kowarik: Man darf nicht mit zweierlei Maß messen. Wir laden aus allen möglichen politischen Spektren Menschen ein.

Dietmar Kowarik (10)

aBurschenschaft Aldania,1998 im „Turngau Wien“ des ÖTB als Vertreter der deutschnationalen Position aufgetreten.

Ottakring

Michael Oberlechner (1)

2010 schrieb „profil“ über ihn: „Kandidieren darf auch Michael Oberlechner, jener RFJ-Funktionär, der am Rande eines Parteitags das Horst-Wessel-Lied gesungen hatte und dem Staatsschutz aufgefallen war“. Fünf Jahre später darf er schon auf Platz 1 kandidieren.

Der Niederösterreichische RFJ-Obmann Udo Landbauer berichtet in einem mit 26. April 2005 datierten „Protokoll“ über bezeichnende Vorfälle rund um den Bundesparteitag in Salzburg. Demnach hätten der Wiener RFJ-Funktionär Michael Oberlechner „und drei seiner Begleiter“ im Bus nach Salzburg „in einer für das gesamte Fahrzeuginnere vernehmbaren Lautstärke“ das Horst Wessel Lied „angestimmt“. Auch im Jugendgästehaus hätten die Jungfreiheitlichen des Nächtens dieses wohl berühmteste Nazi-Lied angestimmt.

Konrad Belakowitsch (5)

aBurschenschaft Silesia.

Als 2005 der Schriftsteller und Künstler Feridun Zaimoglu eine Installation mit dem Titel „Kanak Attack. Die dritte Türkenbelagerung“ in der Kunsthalle Wien durchführte, flippte nicht nur Strache aus, sondern auch der eher schweigsame Konrad, der sich in einem Leserbrief an die „Krone“ peinlich entäußerte:

„Wenn der Deutsch-Türke Znaimoglu unbedingt provozieren will, soll er das in Deutschland oder in der Türkei tun. Ich glaube nicht, dass ein Künstler in Istanbul, der ein türkisches Museum mit österreichischen Flaggen verhüllt, türkische Steuergelder bekommt. Es gibt in Wien wahrlich genug Probleme mit Ausländern“.

Oliver Ribarich (11)

Wurde 2011 in einem Bericht der Zeitschrift News über einen Vorfall mit Strache („Strache und die ‚Nüttchen‘“) als Sicherheitsbeauftragter der FPÖ vorgestellt.

Am 14.9.2015 schrieb er auf Facebook zu einem Bericht von Puls 4:

„An die geistigen Nichtschwimmer welche sich Moderatoren schimpfen. Das Bundesheer kommt natürlich mit Blumen und ohne scharfer Munition zu den Grenzkontrollen. Gibt es eigentlich keine anderen Fragen und Probleme? Zum Beispiel wann diese „Flut“ an angeblichen „Kriegsflüchtlingen“ -wer es glaubt wird selig- von diesen verantwortungslosen dummen Politikern gestoppt wird und endlich auf die Bedürfnisse und Probleme der eigenen Bevölkerung geachtet wird. Die gesamte Situation und diese linkslinke dumme Medienlandschaft sind einfach nur noch unerträglich“.


Ribarich: Persönliche Beleidigungen als Programm?

Bernadette Conrads (22)

siehe Landstraße bzw. Margareten

Hernals

Veronika Matiasek (30)

„Veronika Matiasek meint etwa, „Zuwanderer“ würden „wie Termiten über die Obstbäume“ in den Wiener Steinhofgründen einfallen“ ( profil 27.9.2010).

Matiasek sprach sich 2005 dafür aus, dass Asylwerber „künftig nicht mehr im urbanen Bereich untergebracht werden dürfen, sondern in Auffangzentren möglichst an der Staatsgrenze angehalten werden“ (OTS FPÖ).

Als Anfang September 2014 ein Reh mit abgebissenem Kopf am Wiener Steinhof aufgefunden wird, meldet sich die FPÖ-Stadträtin Veronika Matiasek mit dem „Verdacht“ zu Wort, dass als Täter „deutlich erkennbar migrantische Gruppen“ (Kurier 9.9. 2014) in Frage kämen. Die tierärztliche Untersuchung zeigte aber, dass ein Fuchs der Täter war (hoffentlich kein Zuwanderer!).

Döbling

Walter Seledec (3)

Seledec, früher ORF-Chefredakteur werkt seit seiner Pensionierung im ORF als Chefredakteur der rechtsextremen Zeitung „Zur Zeit“.

Dominik Nepp (28)

Burschenschafter der aB Aldania. „All den Einwanderungsfetischisten aus der Linken Schickimicki-Szene, die dieses Früchtchen Arigona ‚aus Liebe’ heiraten wollen, sei empfohlen, ihrer Liebe freien Lauf zu lassen und ihr in den Kosovo zu folgen. „Ihnen und Arigona sage ich zusammen mit der Mehrheit der Österreicher laut Tschüss, und hoffentlich auf nimmer Wiedersehen!“, schrieb er 2010 in einer Presseaussendung (OTS RFJ, 16.7.2010) .

Brigittenau

Gerhard Haslinger (1)

Ende 2012 hetzte Haslinger gegen die türkische Gemeinschaft in der Brigittenau, die ein „Sexmonster“ schütze: „Zusammengehalten wird nicht nur beim Sozialmissbrauch, sondern auch wenn es um schwere Verbrechen geht“. Die Staatsanwaltschaft Wien wollte wegen Verhetzung ermitteln, aber der Wiener Gemeinderat lehnte eine Auslieferung ab. SPÖ und Grüne verurteilten aber die Äußerungen Haslingers.

Michael Howanietz (6)

Profil schrieb 2010 über ihn: „Michael Howanietz aus der Brigittenau schreibt im FPÖ-Organ „Neue Freie Zeitung“ gegen die „plutokratische Weltdiktatur““. Das war nicht seine einzige antisemitische Anspielung. „Gegen Rechts“ zitiert weitere: “Autor Michael Howanietz schlüpft in Anlehnung an die Protokolle der Weisen von Zion in die Rolle der nicht näher bestimmten „Zerstörer unserer Zukunft“, um deren heimtückischen Pläne zu referieren“. Bei „Gegen Rechts“ sind noch weitere Äußerungen von Howanietz abrufbar.

Floridsdorf

Wolfgang Irschik (1)

Über ihn könnte man viel schreiben. Seine politische Karriere hat der Polizist Irschik als Leibwächter von Jörg Haider begonnen. 1993 stellte er sich dem damaligen Klubobmann der Grünen im Wiener Rathaus als Polizist im Einsatz mit der Nummer „4711“ und auf Nachfrage als „007“ vor. Es waren ziemlich turbulente Jahre für Irschik damals: Disziplinarverfahren, Anzeige wegen Körperverletzung usw. – alles eingestellt. Der Personalvertreter der AUF und Bezirksrat blieb der FPÖ und seinem Nebenjob als Leibwächter auch unter Strache treu. Die Belohnung: Aufstieg zum Landtagsabgeordneten.

2012 wurde die Immunität von Irschik vom Wiener Landtag aufgehoben: der Ex-Polizist Irschik soll einen Polizisten beschimpft haben. Über das Ergebnis der Ermittlungen wurde in den Medien nichts bekannt – wurde wieder eingestellt?

2013 wurde jedenfalls ein von Irschik für die Bezirksbewohner organisiertes FPÖ- „Schießtraining“ mit Glock 17-Pistolen vom Bundesheer abgesagt. Seither wird er auch als „Pistolen-Politiker“ tituliert. Hans Rauscher schrieb über ihn: “Man kann als auffälliger Polizist auch Karriere machen“.

Paul Nemeth (15)

Schrieb auf Facebook: “Wer will uns vor den UNTERGANG noch retten….. ALLE unsere Politiker sind von der Finanzlobby gekauft. Und wer nicht mitmacht wird entsorgt“ (28.5.2013).

Donaustadt

Anton Mahdalik (1)

„Mandatar Anton Mahdalik freute sich über die mit Polizeigewalt durchgesetzte Augartenräumung und darüber, dass die „Schmutzfinken (…) nicht länger den schönen Augarten verschandeln und Sängerknaben anpöbeln“. Ginge es nach ihm, würde es in Wien Demo-Verbotszonen geben“ (Profil, 11.10.2010) .

Werner Hammer (2)

Werner Hammer war ein enger Mitarbeiter des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf. Beim Fußballverein Hellas Kagran, wo Graf Präsident ist, gibt Hammer den Obmann. 2012 berichtet der „Standard“ über einen Fight zwischen Hellas Kagran und der „Krone“. In der Folge berichtet „Meine Abgeordneten.at“ über die interessanten Eigentumsverhältnisse bei der Kantine des FC Hellas, wo Marcus Vetter, den wir noch aus seiner Zeit als parlamentarischer Mitarbeiter von Martin Graf und „Aufruhr“-Besteller kennen, als Geschäftsführer und Anteilseigner werkt. Spannend!

Alfred Wansch (7)

Burschenschafter der aB Olympia, enger Vertrauter von Martin Graf. So wie Graf bei der Olympia, beim FC Hellas Kagran, bei ARC Seibersdorf (Prokurist).

Hüttner Thomas (11)

Redaktionelle Richtigstellung

„Schriftleiter“ der rechtsextremen Zeitschrift „Der Eckart“ (früher: Der Eckartbote-Monatsschrift für deutsche Kultur), herausgegeben von der Österreichischen Landsmannschaft (ÖLM). Hüttner hat etliche pennale (deutschnationale) Korporationen mitbegründet.

2010 war er als Referent bei der „8. Andreas Hofer Wander- und Vortragswoche“ der rechtsextremen „Jungen Landsmannschaft Ostpreußen“ (JLO) am Packer Stausee vorgesehen. Als die Veranstaltung bekannt wurde, wurde sie abgesagt

Robert Podany (13)

Als der deutsche Bundespräsident Gauck wegen der rassistisch motivierten Brandanschläge vor einem „Dunkeldeutschland“ warnt, fühlen sich Neonazis und Rechtsextreme angesprochen. Ludwig Reinthaler, der Braune von Wels, stellt ein Foto mit dem Text „Ich bin stolz Dunkeldeutscher zu sein“ online. Robert Podany, einem guten FB-Freund von Reinthaler, gefällt das.

„Heimat ohne Hass“ hat sich aktuell das Facebook-Profil von Robert Podany (FPÖ-Donaustadt) genauer angesehen und dabei neben den üblichen Rüpeleien und Beleidigungen auch einige weitere rechtsextreme Spuren gefunden. Weiter mit HoH.

Liesing

Herwig Weichselbaumer-Gottsbachner (31)

Er war unter verschiedenen Varianten seines Echtnamens auf FB aktiv, zumeist als HFW Baumer. HFW Baumer alias Weichselbaumer hat unzählige FB-Seiten administriert, darunter aktuell auch die Hetz-Seite „Unsere Blaue Seite“, auf der braune und hetzerische Postings selbst nach Aufforderung nicht immer gelöscht werden. HFW Baumer alias Weichselbaumer ist nicht sehr gesprächig, aber er liked Neonazi-Seiten, wie etwa den „Freundeskreis Udo Voigt“, die „NPD Bayern“ oder – etwas für Feinspitze! – den in Österreich kaum bekannten , mehrfach vorbestraften Hardcore-Neonazi Dieter Riefling – den allerdings besonders fleißig!


Etliche Likes für den Hardcore-Neonazi Riefling von HFW Baumer alias Weichselbaumer-Gottsbachner