Ittners österreichische Freunde (III)

Gerhard Ittner hat ein klares ideologisches Profil: ein Nationalsozialist, Antisemit und Hitlerist der alten Schule, der kein Geheimnis aus seiner Gesinnung macht. Niemand kommt wohl auf die Idee, sich mit der Freiheitsbewegung Gerhard Ittner auf Facebook zu befreunden, ohne sich mit der Gesinnung Ittners angefreundet zu haben. Ausnahme: der Pressesprecher der Wiener FPÖ! Wer aber sind Ittners sonstige österreichische Freunde?

Zu dem mehrfach verurteilten und inhaftierten Holocaust-Leugner Wolfgang Fröhlich (früher FPÖ-Bezirksrat in Wien), den er als seinen „persönlichen Freund“ bezeichnet, hat Ittner beste Kontakte. Der politische und persönliche Freund ist nicht über Facebook mit Ittner befreundet –die beiden tauschen sich anders aus…

Einige der über 600 FB-Freunde Ittners verstecken sich hinter Nicknames: weiße Wölfe und Wölfinnen, nationale Kämpfer, Freiheitskämpfer oder – besonders originell! – „Immernochbraun“, „Vierzehnachtundachtzig“ oder „Brauni Trenk“, ein Wiener Er liebt Braunes: seine E-Mail-Adresse [email protected] zeugt davon ebenso wie seine Ansprechadresse bei „Netzwerk Rechts“: @braunerkamerad88. Wenn einer so penetrant mit „88“ grüßt wie er, sollte man das nicht unerwähnt lassen.

An die 30 österreichische Fans tummeln sich als „Freunde“ auf der Seite von Ittners „Freiheitsbewegung“.

Ludwig Reinthaler, der „Braune“aus Wels findet sich wohl ebenso wenig zufällig auf der Freundesliste wie der umtriebige Andreas Keltscha aus Wien, der mittlerweile bei der Heimatpartei Österreich (HPÖ) gelandet ist, nachdem er schon vorher einige Stationen des heimischen Rechtsextremismus durchlaufen hat.

Etwas mehr verwundert hat uns , dass auch der frühere und aus der FPÖ ausgeschlossene Abgeordnete Werner Königshofer unter den „Freunden“ zu finden ist. Ausgerechnet der Königshofer, der einen erbitterten, aber wenig erfolgreichen Kampf vor den Gerichten führt, weil zwar sein PC mit den Alpen-Donau-Nazis Kontakt hatte, der aber mit Nazis nichts zu tun haben will ? War es auch in diesem Fall sein PC, der einem unerklärbaren Drang gefolgt ist und sich mit Ittner befreundet hat!

Dann wäre da noch ein „ Leonard Dannemann“ , der stolz sein Bekenntnis zur FPÖ vor sich herträgt. Oder Fritz Ugrinovits, mit dem wir uns ohnehin noch näher beschäftigen müssen, weil er sehr einschlägige Ansichten über die „Durchrassung“ durch die „Siegermächte“ vertritt und gegen Muslime, Juden, den Koran und das „tschetschenische Schweinepack“, das man aus unserem Land rausprügeln müsse, hetzt.

Auch Sonja Pirolt, die 2009 in Klagenfurt für die FPÖ kandidiert hat und sich gerne mit der deutschen Flagge einwickelt ,ist mit der Freiheitsbewegung Gerhard Ittner befreundet.

Und schließlich wäre da noch Doris Baumgartner, die im ziemlich rechten Bezirk Wiener Neustadt Land als Funktionärin des FPÖ -Bezirksparteivorstandes aufscheint. Ihr eigenes Facebook-Profil ziert der Spruch „Nationalist, wird man nicht aus hass auf andere Völker, sondern aus Liebe zum eigenen Volk!“ (Fehler im Original).

Vermutlich ist ihnen allen – so wie dem Wiener FPÖ- Pressesprecher Gotschacher – der Nazi einfach „durchgerutscht“, oder?