Die freiheitlich-nationalen Freunde (II): FNA , FB‑Ö und FPÖ

Das ging aber schnell! Am Sam­stag ‚9.4. berichteten wir über die frei­heitlich-nationalen Fre­unde von Alpen-Donau, am Son­ntag, 10.4. erschien „pro­fil“ mit dem Beitrag „Ewiggestrig“ und schon hat­te Andreas Keltscha einen Gesin­nungsgenossen weniger!

Der Klubob­mann der Wiener FPÖ, Johann Gude­nus, ver­ab­schiedete sich klammheim­lich aus dem Face­book-Pro­fil von Andreas Keltscha, dem Grün­der und Admin­is­tra­tor der etwas selt­samen Gruppe „Gegen die Schließung der infor­ma­tiv­en Net­z­seite Alpen-Donau.Info“, die – wir berichteten – mit­tler­weile eben­falls geschlossen ist.

Johann Gude­nus hin­ter­ließ auf der Pin­nwand von Andreas Keltscha nicht ein­mal eine Abschieds­botschaft, etwa nach dem Mot­to „In Wal­hal­la sehen wir uns wieder“. Aber vielle­icht hat er am Woch­enende Keltscha per­sön­lich getrof­fen? Keltscha, der ja ein­er der Grün­der der Europa zaghaft umspan­nen­den frei­heitlich-nationalen Allianz ist, hat am Woch­enende näm­lich mit seinem anderen Gesin­nungsgenossen Wolf­gang „Thule­feuer“ an einem frei­heitlichen Sem­i­nar im Hotel Wim­berg­er über die Bevölkerung­sex­plo­sion teilgenommen.

Der Abschied von Johann Gude­nus dürfte Keltscha geschmerzt haben. Unter den „Gesin­nungsgenossen“ sind jet­zt nur mehr wenige FPÖ-Promis zu find­en: Susanne Win­ter hält noch die Stel­lung, der bur­gen­ländis­che FPÖ-Obmann Johann Tschürtz ist auch noch dabei, die unbekan­nten Plätze teilen sich einige FPÖ-Orts­grup­pen und FPÖ-Gemein­deräte mit den zahlre­ichen Neon­azis und einem Alt-Pro­mi: Karl Heinz Hoff­mann, Grün­der der neon­azis­tis­chen Wehrsport­gruppe Hoff­mann, der schon das Face­book-Kon­to der FPÖ Traiskirchen zum Ein­sturz gebracht hat, ist auch noch unter den „Gesin­nungsgenossen“ von Keltscha zu finden.

Dafür darf Keltscha in der Rubrik „Fre­unde“ mit einem halbpromi­nen­ten Neuzu­gang den schmer­zlichen Ver­lust aus­gle­ichen: Franz Ober­mayr, der EU-Abge­ord­nete der FPÖ ist eingesprungen.

Keltscha hat aber im Moment noch wesentlich größere Sor­gen . Seine „Frei­heitlich-Nationale-Allianz Öster­re­ich“ (FNA) , die noch vor einem Monat für einige FPÖler wie Hilmar Kabas, Bar­bara Rosenkranz, Chris­t­ian Höbart, Ger­hard Deimek und Susanne Win­ter (natür­lich!) attrak­tiv war, ist, nach­dem sie von ein­er Fluchtwelle erfasst wurde, bis zum Woch­enende auf rund 30 Unter­stützerIn­nen geschrumpft und hat jet­zt einen neuer­lichen Umbau zu verkraften. „Frei­heitlich Bürg­er — Öster­re­ich“ (FB‑Ö?) nen­nt sich der Ersatz etwas ver­hun­zt und hält bei 34 Per­so­n­en, denen so etwas gefällt. Durch die Neube­nen­nung hängt der ganze Organ­i­sa­tion­sauf­bau allerd­ings etwas in der Luft: der frei­heitlich-nationale Senioren­ver­band (8 Per­so­n­en „gefällt „der), der frei­heiltlich nationale Frauen­ver­band (12 „Gefällt mir“) und der frei­heitlich-nationale Jugend­ver­band (3 gefällt mir) ver­weisen noch immer auf die „Frei­heitlich-Nationale Allianz“, die sich — so wie Gude­nus — völ­lig über­raschend zurück­ge­zo­gen hat. Immer­hin ist die FNA Öster­re­ich bzw. FB‑Ö noch bess­er dran als der Brud­erver­band in Schwe­den. Die Frei­heitlich-Nationale Allianz Schwe­den kann derzeit nur auf 1 „Gefällt mir“ ver­weisen, was auf erhe­bliche Schwierigkeit­en beim Parteiauf­bau hindeutet.

Keltscha und sein Gesin­nungsgenosse „Wolf­gang Thule­feuer“ alias „Wolf­gang Son­nen­rit­ter“, die Motoren der FB‑Ö hat­ten aber schon ganz andere Schick­salss­chläge zu verkraften, über die wir natür­lich gerne bericht­en wer­den! Von „Thule­feuer“ alias „Son­nen­rit­ter“, mit dem Keltscha schon länger ver­bun­den ist , stammt etwa der Ein­trag auf Face­book, in dem nach dem „Einen“ gerufen wird: ein alter oder neuer Nazi?