Hans-Henning Scharsach: Fakten zu Norbert Hofer

Hans-Hen­ning Scharsach ist Jour­nal­ist und Sach­buchau­tor. Mit 33 wurde er Chefredak­teur der NEUE — Vorarl­berg­er Tageszeitung, arbeit­ete neun Jahre als Aus­land­sko­r­re­spon­dent für die Blät­ter des Graz­er Styr­ia-Ver­lages, danach als außen­poli­tis­ch­er Ressortleit­er des Kuri­er und bis 2006 als Leit­er des Aus­land­sres­sorts und stv. Chefredak­teur von NEWS. Seit mehr als 30 Jahren befasst er sich mit The­men des Recht­sex­trem­is­mus, Neon­azis­mus und der Burschen­schaften. Jet­zt ver­fasste er eine umfan­greche Fak­ten­samm­lung zu Nor­bert Hofer, die wir in drei Teilen veröf­fentlicht­en, hier sodann zusam­mengestellt haben.

Fak­ten zu Nor­bert Hofer
Ein recht­sex­tremer, par­tiell neon­azis­tisch, demokratie- und ver­fas­sungs­feindlich agieren­der Akademik­erk­lün­gel, aus dem die schlimm­sten Nazi-Ver­brech­er und die bru­tal­sten poli­tis­chen Gewaltver­brech­er der Nachkriegszeit her­vorge­gan­gen sind, hat Öster­re­ichs nach allen Umfra­gen stim­men­stärk­ste Partei zuerst unter­wan­dert, dann dominiert und zulet­zt in Besitz genom­men. Parteiführung, Par­la­ment und sieben von neun Lan­desver­bän­den wer­den von Burschen­schaftern dominiert. In den bei­den verbliebe­nen Lan­desver­bän­den ste­hen Burschen­schafter auf dem Sprung an die Spitze.

Die unter dem Dachver­bän­den „Deutsche Burschen­schaft“ und „Burschen­schaftliche Gemein­schaft“ agieren­den deutschna­tionalen, schla­gen­den Verbindun­gen wer­den in großen Teilen der Medi­en und Öffentlichkeit falsch (oder gar nicht) wahrgenom­men: als lock­er miteinan­der ver­bun­dene Gemein­schaft autonomer klein­er Vere­ine mit beschränk­tem poli­tis­chen Ein­fluss. In Wirk­lichkeit sind sie auf dem Sprung, mit einem Bevölkerungsan­teil von etwa 0,04 Prozent die ganze Macht in Öster­re­ich zu übernehmen. Nor­bert Hofer kön­nte den Anfang machen und den Weg bere­it­en für tief­greifende Verän­derun­gen, mit unab­se­hbaren Fol­gen für die Gesellschaft­sor­d­nung, das poli­tis­che Sys­tem und die wirtschaftliche Entwick­lung Öster­re­ichs und der Europäis­chen Union. Daher diese Infor­ma­tion über einen Mann, dessen stets lächel­ndes Auftreten über die von ihm vertrete­nen ide­ol­o­gis­chen Stand­punk­te hinwegtäuscht.

1.) Beken­nt­nis zum „deutschen Vaterland“:
Der Präsi­dentschaft­skan­di­dat Nor­bert Hofer ist Mit­glied der pen­nalen Burschen­schaft Marko Ger­ma­nia zu Pinkafeld. In ihrer Grün­dungs­festschrift lehnt die Marko-Ger­ma­nia, wie andere Burschen­schaften auch, die öster­re­ichis­che Nation als „geschichtswidrige Fik­tion“ ab, die nach 1945 „in den Gehir­nen der Öster­re­ich­er fest­gepflanzt“ wor­den sei. Sie beken­nt sich zum „deutschen Vater­land, unab­hängig von beste­hen­den Gren­zen“, verpflichtet ihre Mit­glieder, sich „für die freie Ent­fal­tung des Deutsch­tums einzuset­zen“ und dabei „alle Teile des deutschen Volkes zu berück­sichti­gen“. Ihr Beken­nt­nis zur „deutschen Kul­turge­mein­schaft“ gipfelt in dem Pos­tu­lat, jedes Volk habe ein „Anrecht auf sein Vater­land und seine Heimat.“ Als Bes­tim­mungsmerk­mal der Volk­szuge­hörigkeit wird im namentlich nicht gekennze­ich­neten Vor­wort neben Sprache, Kul­tur, Geschichte und Brauch­tum aus­drück­lich das biol­o­gis­che Kri­teri­um der „Abstam­mung“ genan­nt (1), das Juden und „Ander­sras­sige“ auss­chließt und nichts anderes bedeutet, als eine Fortschrei­bung des Ari­er-Para­graphen unter Umge­hung des his­torisch belasteten NS-Begriffs.

Die deutschna­tionale Stan­dortbes­tim­mung schließt naht­los an Jörg Haiders Ausspruch von der „Miss­ge­burt“ der öster­re­ichis­chen Nation an, mit dem dieser ein Zitat von Adolf Hitler aus „Mein Kampf“ über­nom­men hat­te. (2) Unter Kor­pori­erten hat dieser Ausspruch zahlre­iche Nachah­mer gefun­den. Auch der Burschen­schafter (Oberöster­re­ich­er Ger­ma­nen in Wien) und ehe­ma­lige frei­heitliche Spitzenkan­di­dat Nor­bert Guger­bauer hat­te geglaubt, bei ein­er Wahlver­anstal­tung 1990 über die „Miss­ge­burt“ öffentlich nach­denken zu müssen, die „von der Geschichte schon einge­holt“ sei. (3)

In einem 2005 erschiene­nen Hand­buch des Dachver­ban­des „Deutsche Burschenschaft“(4), dem die öster­re­ichis­chen Burschen­schaften ange­hören, liest man es ähn­lich: Die Öster­re­ich­er seien Deutsche, fol­glich sei Öster­re­ich ein „deutsch­er Staat“. Die europäis­chen Gren­zen seien „ein­seit­ige Ver­let­zun­gen des Völk­er­rechts“ weil „keine frei­willige Abtre­tung der deutschen Ost­ge­bi­ete“ stattge­fun­den habe.(5)

Dass durch eine „Men­sur“ verur­sachte „Schmisse“ Burschen­schaftern als Beleg dafür gel­ten, not­falls ihr Blut „für das deutsche Vater­land“ zu geben, musste in der Festschrift nicht erst erwäh­nt wer­den. Es ist fes­ter Bestandteil ihres deutschna­tionalen Selbstverständnisses.(6)

Um mit den Geset­zen nicht in Kon­flikt zu kom­men, wird an wenig promi­nen­ter Stelle der Festschrift ein „Beken­nt­nis zur öster­re­ichis­chen Eigen­staatlichkeit“ einge­baut, eine For­mulierung, die von recht­sex­tremen und neon­azis­tis­chen Autoren häu­fig ver­wen­det wird, um sich dro­hen­der Strafver­fol­gung zu entziehen.

Aus dem gle­ichen Grund hat Nor­bert Hofer bei seinem Ein­tritt in die Burschen­schaft keinen Eid auf das deutsche Vater­land leis­ten müssen. Weil jede Wer­bung für Großdeutsch­land nach dem NS-Ver­bots­ge­setz unter Strafe ste­ht, beschränkt sich die Gelöb­n­is­formel auf die „Erhal­tung des deutschen Volkstums“.

Gemeint ist das gle­iche, wie sich durch zahlre­iche Beispiele bele­gen lässt. Burschen­schafter haben Land­karten verteilt, auf denen die „Ost­mark“ als Teil Großdeutsch­lands aus­gewiesen wurde. Vor der deutschen Wiedervere­ini­gung forderten Burschen­schafter die Ein­beziehung Öster­re­ichs, danach beklagten sie sich darüber, dass diese ohne Öster­re­ich erfol­gte. Der Burschen­schafter und FPÖ-Par­la­men­tari­er Wern­er Neubauer (Teu­to­nia) begann seine Rede anlässlich ein­er Anti-Minarett Demon­stra­tion der recht­sex­tremen Grup­pierung „Pro Nor­drhein-West­falen“ mit den Worten: „Liebe deutsche Land­sleute. Ich darf das sagen, weil ich Deutsch­er bin.“(7)

Hofers Burschen­schaft lässt auch deut­liche Dis­tanz zur Bun­desver­fas­sung erken­nen. Diese beschreibt Öster­re­ich als „plu­ral­is­tis­che Demokratie“. In ihrer Festschrift aber warnt die Marko-Ger­ma­nia vor dem „gefährlichen Begriff“ des Plu­ral­is­mus, dem sie sich als „wertkon­ser­v­a­tive Gemein­schaft“ entgegenstelle.

Auch die men­schliche Gle­ich­heit als Grund­prinzip lib­eraler Demokratie wird von der Ger­ma­nia verneint. Im Gegen­satz zur „sozial­is­tis­chen Gle­ich­macherei“ müssten Burschen­schafter einem „elitären Rol­len­bild“ gerecht wer­den“, „weg von der Ide­olo­gie der Masse“.(8)

2.) Tra­di­tio­nen des Nationalsozialismus.
In einem Erken­nt­nis hat der öster­re­ichis­che Ver­fas­sungs­gericht­shof 1985 fest­gestellt: „Die kom­pro­miss­lose Ablehnung des Nation­al­sozial­is­mus ist ein grundle­gen­des Merk­mal der wieder­er­stande­nen Repub­lik.“ Öster­re­ichs deutschna­tionale schla­gen­den Verbindun­gen (die deut­lich extremer aus­gerichtet sind als der Durch­schnitt der deutschen Burschen­schaften) scheinen sich daran nicht gebun­den zu fühlen. Unzäh­lige Beispiele bele­gen, dass sie sich aus den Tra­di­tio­nen des Nation­al­sozial­is­mus nie befre­it haben.

  • Burschen­schafter fordern die Aufhe­bung des Ver­bots-Geset­zes, wom­it nation­al­sozial­is­tis­che Wieder­betä­ti­gung legit­imiert würde.
  • Burschen­schaftliche Pub­lika­tio­nen ver­harm­losen die Ver­brechen der Nazis, ver­bre­it­en die Auschwitz-Lüge, glo­ri­fizieren Nazi-Verbrecher.
  • Burschen­schafter nehmen an Neon­azi-Ver­anstal­tun­gen teil, treten für neon­azis­tis­che Organ­i­sa­tio­nen als Red­ner auf, ver­anstal­ten neon­azis­tis­che Som­mer­lager, die sich am Vor­bild der NS-Som­mer­lager ori­en­tieren, bewer­ben Vor­tragsver­anstal­tun­gen mit Nazi-Sujets.
  • Burschen­schafter beteili­gen sich an Tra­di­tions-Ver­anstal­tun­gen der Waf­fen-SS, die für die schlimm­sten Ver­brechen der NS-Geschichte, die blutig­sten Mas­sak­er an Zivilis­ten, die grauen­voll­sten Massen­er­schießun­gen von Kriegs­ge­fan­genen und nicht zulet­zt für die Bewachung der Konzen­tra­tions- und Ver­nich­tungslager ver­ant­wortlich war. (9)
  • Burschen­schafter bek­lei­den Spitzen­funk­tio­nen im neon­azis­tis­chen WITIKO-Bund, in dessen Pub­lika­tio­nen sich Textstellen wie diese find­en: „Zu den gewaltig­sten Geschicht­slü­gen der jüng­sten Ver­gan­gen­heit zählen die sechs Mil­lio­nen ermorde­ten Juden“.
  • Burschen­schaften fördern recht­sex­treme und ras­sis­tis­che Aktiv­itäten der Jugend auf unter­schiedlich­ste Art, z. B. indem sie deren ras­sis­tis­che Agi­ta­tion durch ein Preis­geld belohnen. Sie betreiben neon­azis­tis­che Indok­tri­na­tion des stu­den­tis­chen Nach­wuch­ses durch „Bil­dungsver­anstal­tun­gen“, bei denen Europas Elite der braunen Bran­dred­ner auftritt, gewähren Neon­azis aus der Gewalt­szene Unter­schlupf und juris­tis­chen Beistand.
  • Die bekan­ntesten Neon­azis Öster­re­ichs sind aus Burschen­schaften her­vorge­gan­gen. Die schlimm­sten poli­tisch motivierten Ver­brechen und Gewalt­tat­en der Nachkriegs­geschichte – von Tötungs­de­lik­ten über Bran­dan­schläge und Straßen­schlacht­en bis zur Schän­dung jüdis­ch­er Fried­höfe – wur­den von Burschen­schaftern verübt.(10)
Die Arminia Czernowitz lädt zu einer Veranstaltung - das Poster nimmt Anleihen an einem NS-Sujet.

Die Arminia Czer­nowitz lädt zu ein­er Ver­anstal­tung — das Poster nimmt Anlei­hen an einem NS-Sujet.

Die von Wis­senschaftlern vielfach vertretene Mei­n­ung, die ide­ol­o­gis­che Aus­rich­tung von Burschen­schaften sei unter­schiedlich radikal, schwanke zwis­chen neon­azis­tisch und nation­alkon­ser­v­a­tiv, wird von Infor­man­ten aus dem Burschen­schafter-Milieu rel­a­tiviert. Diese sprechen von ein­er „weit­ge­hen­den ide­ol­o­gis­chen Homogen­ität“, die durch verbindliche Statuten der Dachver­bände vorgegeben ist und durch Kon­for­mitäts­druck aufrechter­hal­ten wird.
Ver­meintliche Unter­schiede ergeben sich aus der öffentlichen Darstel­lung. Während große und zahlen­mäßig starke Burschen­schaften durch Pub­lika­tio­nen, gedruck­te Ein­ladun­gen und aufwändi­ge Inter­net-Auftritte Ein­blicke in ihr ide­ol­o­gis­ches Innen­leben geben, arbeit­en kleine Burschen­schaften nach Art poli­tis­ch­er Stammtis­che weit­ge­hend im Verborgenen.

Nor­bert Hofers Burschen­schaft Marko Ger­ma­nia zu Pinkafeld zählt zu den kleinen Burschen­schaften, über die nur wenig bekan­nt ist – auch weil sie alles tut, ihre ide­ol­o­gis­che Aus­rich­tung zu ver­heim­lichen. Sie ver­mei­det es, durch pro­gram­ma­tis­che Schriften deut­lich zu machen, worin genau sie ihren „expliz­it poli­tis­chen Auf­trag“ sieht, zu dessen Erfül­lung sie sich in der Festschrift anlässlich ihrer Grün­dung 1994 verpflichtet hat. Im Gegen­satz zu anderen Verbindun­gen ver­fügt sie über keine eigene Web­site und tritt auf Face­book in Form ein­er „geschlosse­nen Gruppe“ auf. Angesichts dieser Abschot­tung ist über sie nicht viel in Erfahrung zu brin­gen, aber immer­hin genug, um sie ide­ol­o­gisch ein­deutig einord­nen zu können.

Die Grün­dungs­festschrift diente der „Vorstel­lung und Selb­st­darstel­lung des Bun­des“, der sich selb­st als „poli­tis­che Gruppe“ mit „nation­al-frei­heitlichen Grund­sätzen“ beschreibt. Zum Gas­tau­tor dieser „Selb­st­darstel­lung“ wählte man mit Jür­gen Hatzen­bich­ler einen der radikalsten Führer der Neon­azi-Szene und Aktivist der gewalt­bere­itesten Grup­pierun­gen Öster­re­ichs. Gemein­same Sache machte Hatzen­bich­ler unter anderem mit

  • der VAPO (Volk­streue außer­par­la­men­tarische Oppo­si­tion) von Got­tfried Küs­sel, die „in tiefer Trauer um Adolf Hitler“ zur „Zertrüm­merung des Staates“, zur Neu­grün­dung und Wiederzu­las­sung der NSDAP als Wahlpartei, zum Anschluss an Deutsch­land und zur Aussied­lung aller Juden aufgerufen hatte;(11)
  • mit Gerd Hon­siks „Nationaler Front“ (NF), die Anschläge verübt, die „Straße erobern“ und die Demokratie „nach dem Vor­bild der SA“ gewalt­sam beseit­i­gen wollte.
  • Hatzen­bich­ler verteilte neon­azis­tis­che Blät­ter wie Hon­siks „Halt“ oder Wal­ter Ochens­berg­ers „Sieg“. Die im Hand­buch des öster­re­ichis­chen Recht­sex­trem­is­mus beschriebe­nen Kon­tak­te des Immer-Wieder­betätigers Ochens­berg­er lesen sich wie ein Who is Who der neon­azis­tis­chen Gewalt- und Ter­rorszene: Bomben­wer­fer, Brand­s­tifter, Schläger, Wehrsportler und Waf­fen­samm­ler neben führen­den Ras­sis­ten, Volksver­het­zern, Hitler-Verehrern und Auschwit­zleugn­ern. Ochens­berg­er war auch Versender ein­er Lose­blatt-Samm­lung für den mil­i­tan­ten Recht­sex­trem­is­mus, die prak­tis­che Hin­weise für Putsch, Par­ti­sa­nenkampf, Sab­o­tage, Auss­chal­tung von Behör­den, Anle­gung unterirdis­ch­er Waf­fen­lager, Folter­meth­o­d­en und ähn­lich­es enthielt. In einem Leser­brief beze­ich­nete Hatzen­bich­ler die von Ochens­berg­er her­aus­gegebene Neon­azi-Pos­tille „Sieg“ als „beste Zeitschrift … die es zur Zeit auf dem deutschen Markt gibt.“ (12)
  • Hatzen­bich­ler agi­tierte unter anderem gegen die „Ersatzre­li­gion der Men­schen­rechte“, gegen den Staatsver­trag, gegen das Anschlussver­bot an Deutsch­land und gegen das Ver­bot nation­al­sozial­is­tis­ch­er Wieder­betä­ti­gung. Seine Verurteilung wegen Ver­bre­itung „nation­al­sozial­is­tis­chen Gedankenguts“ beklagte er als öster­re­ichis­chen „Staat­ster­ror­is­mus“. (13)

Bei ein­er Burschen­schaft, die einen so ein­deutig im Neon­azis­mus ver­ankerten Mann zum Autor ihrer Grün­dungs­festschrift macht, erübrigt sich die Frage nach dem ide­ol­o­gis­chen Stan­dort. Für einen Präsi­dentschaft­skan­di­dat­en, der dieser Burschen­schaft ange­hört und sich auch im Fall sein­er Wahl nicht von ihr tren­nen will, muss das gle­iche gelten.

3.) Anti­semitismus in den Burschenschaften:
Der Ari­er-Para­graph ist für alle Burschen­schaften immer noch verbindlich, auch wenn er durch den weniger belasteten Begriff „Abstam­mung­sprinzip“ erset­zt wurde. Dieser meint das gle­iche und hat die gle­iche Wirkung: Die Diskri­m­inierung bzw. den gesellschaftlichen Auss­chluss von Juden und „Ander­sras­si­gen“, denen die Mit­glied­schaft in Burschen­schaften ver­wehrt bleibt. (14) Nor­bert Hofers Marko Ger­ma­nia zu Pinkafeld ste­ht in ein­er bis 1817 (Grün­dungsver­anstal­tung Wart­burgfest) zurück­re­ichen­den Tradition.

  • Dass der gewalt­bere­ite Anti­semitismus von Anfang an zu den her­vorstechen­den Wesens­merk­malen der deutschna­tionalen Burschen­schaften zählte, ergibt sich aus deren Geschichte. Schon auf dem Wart­burg-Fest, der leg­endären Grün­dungsver­anstal­tung von 1817, wurde eine Het­zschrift des Hei­del­berg­er Pro­fes­sors Jacob Friedrich Fries ver­lesen, in der dieser die „Endlö­sung“ vor­weg­nahm, indem er forderte, die „Kaste“ der Juden „mit Stumpf und Stiel“ auszurot­ten. (15)
  • Im Jahr 1987 schlug der Dachver­band „Deutsche Burschen­schaft in Öster­re­ich“ (DBÖ) Rudolf Heß für den Frieden­sno­bel­preis vor. Dass ein so blass­er Poli­tik­er wie Hitlers Stel­lvertreter zu der großen Nazi-Ikone der Nachkriegszeit hat auf­steigen kön­nen, hängt mit seinem Schluss­wort vor dem Nürn­berg­er Tri­bunal zusam­men. Während alle anderen Beklagten Ausrede an Ausrede rei­ht­en, stand er zu seinen Tat­en: „Ich bereue nichts. Stünde ich wieder am Anfang, würde ich wieder han­deln, wie ich gehan­delt habe, selb­st wenn ich wüsste, dass am Ende ein Scheit­er­haufen für meinen Flam­men­tod bere­it stünde.“ (16) Dieses bedin­gungslose Beken­nt­nis zur Fort­set­zung der nation­al­sozial­is­tis­chen Ver­nich­tungspoli­tik von Juden und „Ander­sras­si­gen“, hat ihn zum Vor­bild von Burschen­schaften und Neon­azis gemacht – und diesen Mann haben die Burschen­schaften für den Frieden­sno­bel­preis vorgeschlagen.
  • Anti­semi­tis­che Agi­ta­tion ist fes­ter Bestandteil burschen­schaftlich­er Veröf­fentlichun­gen geblieben. Da ist vom Kampf „gegen die Ein­flüsse des Juden­tums auf kul­turellem und wirtschaftlichem Gebi­et“ die Rede (17), da wird vor der „biol­o­gis­chen, kul­turellen und wirtschaftlichen Gefahr“ des Juden­tums gewarnt. Das Juden­tum wäre gut berat­en, wenn es sich „auf seinen Nation­al­staat zurück­zöge“ und die „Rachegedanken aufgäbe“. (18) Noch in den sechziger Jahren rühmten sich Verbindun­gen, „die jüdis­chen Ele­mente ent­fer­nt“ zu haben oder „seit 1882 juden­rein“ zu sein. (19)
  • Die Inns­bruck­er Sue­via hat schon in den sechziger Jahren klar gestellt, was heute immer noch gilt: dass es „für die Deutsche Burschen­schaft in Öster­re­ich unmöglich ist, Nicht­deutsche aufzunehmen“ und dass „somit auch der Jude in der Burschen­schaft keinen Platz hat“. (20)
  • In „Pauk-Com­ments“ der pen­nalen Waf­fen­stu­den­ten find­en sich Sätze wie dieser: „Genug­tu­ungs­fähig auf Schläger ist jed­er ehren­hafte arische Mann“. (21)
  • 2007 bedauerte der lib­erale Burschen­schafter Har­ald See­wann, dass Burschen­schafter sich heute noch auf die Waid­hofen­er Beschlüsse berufen, in denen es heißt: „In Anbe­tra­cht der vie­len Beweise, die der jüdis­che Stu­dent von sein­er Ehrlosigkeit und Charak­ter­losigkeit gegeben, und da er über­haupt der Ehre völ­lig bar ist“, kön­nten Juden in Burschen­schaften „keinen Platz“ haben. (22)
  • Als im Som­mer 2011 gemäßigte deutsche Burschen­schafter den Antrag stell­ten, die Auf­nahme nicht von der deutschen Abstam­mung son­dern von „Staats­bürg­er­schaft und Beken­nt­nis“ abhängig zu machen, beteiligten sich 14 öster­re­ichis­che Burschen­schaften an ein­er Protestres­o­lu­tion, in der es hieß, mit diesem „Ver­rat“ würde sich die Burschen­schaft ihrem inneren Wesen nach selb­st aufgeben“. Der Antrag wurde zurück­ge­zo­gen, der Ari­er-Para­graph war gerettet. (23)
  • Bestandteil des burschen­schaftlichen Anti­semitismus ist auch die Tat­sache, dass selb­st die schlimm­sten Ver­brech­er der NS-Geschichte wie u. a. Ernst Kaltenbrun­ner, Chef des Reichssicher­heit­shaup­tamtes, oder Irm­fried Eberl, Kom­man­dant des Ver­nich­tungslagers Tre­blin­ka, die an der Aus­rot­tungspoli­tik von Juden in führen­den Posi­tio­nen beteiligt waren, von ihren Verbindun­gen nicht aus­geschlossen wur­den. Im Gegen­teil: Beim alljährlichen Totenge­denken wer­den sie, wie alle anderen Ver­stor­be­nen, für ihre „beson­deren Ver­di­en­ste“ geehrt.

Seit Jahren bemüht sich Stra­che um jenen Feind­bild-Aus­tausch, der anderen recht­spop­ulis­tis­chen Parteien schon gelun­gen ist. Seine Ver­suche, den ver­femten Anti­semitismus gegen den pop­ulären Anti-Islamis­mus auszu­tauschen, stießen auf erbit­terten Wider­stand von Burschen­schaftern, die sich ihren tra­di­tionellen Anti­semitismus nicht nehmen lassen woll­ten. Ende 2010 fuhr er nach Israel, um sich dort als Ver­bün­de­ter im Kampf gegen den islamis­chen Ter­ror zu posi­tion­ieren und den Juden­staat als „Boll­w­erk Europas gegen den Islam“ zu posi­tion­ieren. (24)

Dem zu erwartenden Auf­s­tand der Burschen­schaften begeg­nete er auf eine für ihn typ­is­che Weise: Beim Besuch der Holo­caust-Gedenkstätte Yad Vashem wählte er als Kopf­be­deck­ung die Burschen­schafter-Kappe, das Gemein­schaftssym­bol jen­er deutschna­tionalen, „juden­reinen“ Stu­den­ten­verbindun­gen, die sich aus den Tra­di­tio­nen des Nation­al­sozial­is­mus nie gelöst und nicht ein­mal die schlimm­sten Nazi-Ver­brech­er aus ihren Mit­gliederlis­ten gestrichen haben (25). Öster­re­ichs Burschen­schafter durften sich klammheim­lich auf die Schenkel schla­gen: Eine ver­gle­ich­bare Geste der Ver­höh­nung von sechs Mil­lio­nen von den Nazis ermorde­ten Juden hat sich kein west­lich­er Poli­tik­er je öffentlich geleistet.

Strache mit Biertonne der Burschenschafter in Yad Vashem

Stra­che mit Bier­tonne der Burschen­schafter in Yad Vashem

Auf dem Sprung zur Macht haben Burschen­schafter mit­tler­weile gel­ernt, das Wer­ben um jüdis­che Wäh­ler und die Selb­st­darstel­lung führen­der Poli­tik­er aus ihren Rei­hen als „Juden­fre­unde“ zu tolerieren. Hofers und Stra­ches gemein­samer Auftritt mit ehe­ma­li­gen israelis­chen Poli­tik­ern und Gerüchte, „zahlre­iche Juden“ hät­ten beim ersten Wahl­gang Hofer gewählt, wurde von Pin­chas Gold­schmidt, Präsi­dent der Europäis­chen Rab­bin­er-Kon­ferenz, mit dem Satz kom­men­tiert: „Als Gott die Intel­li­genz verteilte, hat sich nicht jed­er angestellt.“ (26)

4. Die vie­len Lügen um das Nazi-Sym­bol der Kornblume.
Beleg für den Anti­semitismus von Burschen­schaften und FPÖ ist auch das Tra­gen der Korn­blume bei beson­deren Anlässen wie kon­sti­tu­ieren­den Sitzun­gen von Nation­al­rat oder Landtagen.

Nach den unendlichen Lügengeschicht­en der FPÖ – von der Fik­tion der „blauen Blume der Roman­tik“ (Novalis, eigentlich Georg Philipp Friedrich von Hard­en­berg, hat diese nie als Korn­blume beze­ich­net) über das allen his­torischen Erken­nt­nis­sen wider­sprechende Sym­bol der „Frei­heits­be­we­gung von 1848“ bis zur burschen­schaftlichen Erfind­ung der „Europablume“ – war es aus­gerech­net Nor­bert Hofer, der mit der Wahrheit her­aus­rück­te – allerd­ings in ein­er Form, die nur his­torisch Informierten die Einord­nung erlaubte. Nach­dem er ursprünglich – vielle­icht sog­ar in gutem Glauben – den Unsinn von der „Europablume“ nachge­plap­pert hat­te, rück­te er im Präsi­dentschaftswahlkampf unter dem Druck von Jour­nal­is­ten­fra­gen doch mit der Wahrheit her­aus: Die Korn­blume war seit Beginn des 19. Jahrhun­derts Sym­bol des „Drit­ten Lagers“.

Das klingt harm­los, ist es aber nicht. Für die Parteien des Drit­ten Lagers – vor allem für die „Alldeutschen“ des rabi­at­en Anti­semiten und Burschen­schafters (Lib­er­tas) Georg Rit­ter von Schöner­er, die die Korn­blume im Parteil­o­go tru­gen, war diese vor allem Sym­bol ihres im Parteipro­gramm fest­geschriebe­nen Juden­has­s­es. Als „Erfind­er“ des „Rassen-Anti­semitismus“ wurde Schöner­er zum „geisti­gen Vater“ von Adolf Hitler (27), wozu sich dieser in „Mein Kampf“ aus­drück­lich bekan­nte. (28)

Schöner­er ließ sich als „Führer“ anre­den und mit „Heil“ grüßen. (29) Im Pro­gramm sein­er Alldeutschen find­et sich das „Gebot der Abwehr gegen den „Fremd­kör­p­er Juden­tum“. (30) Schöner­er wollte die deutsche Kun­st aus der „Ver­judung“ befreien, forderte die Ent­fer­nung von Juden aus Staats­di­enst, Schulen, Uni­ver­sitäten, Vere­inen und Zeitun­gen. Er rief zur „Aus­rot­tung par­a­sitär­er Rassen“ auf, „wie man Giftschlangen und gefährliche Raubtiere eben aus­rot­ten muss.“ (31) 1900 ver­langten die Alldeutschen im Wiener Par­la­ment, eine Prämie für jeden „niedergemacht­en Juden“ auszuset­zen. (32) Im Par­la­ment, for­mulierte Schöner­er Sätze wie diese: „Was von unseren Geg­n­ern als Juden­hass beze­ich­net wird, ist in Wirk­lichkeit Vater­land­sliebe.“ Oder: „Der Kampf gegen das Juden­tum ist des Deutschen erste Pflicht.“ (33)

Dass er das ernst meinte, zeigt der Über­fall auf das „Neue Wiener Tag­blatt“. An der Spitze von 28 Gle­ich­gesin­nten war Schöner­er in die Redak­tion des „Juden­blattes“ einge­drun­gen, hat­te Redak­teure bedro­ht und geschla­gen, was His­torik­er als „ersten Akt des recht­en Ter­rors“ beze­ich­neten. (34)

Die Korn­blume des Parteiabze­ichens von Schöner­ers Alldeutschen wurde als Sym­bol des Juden­has­s­es von Stu­den­ten am Revers getra­gen. (35) In der Ver­bot­szeit (1933 – 1938) war die Korn­blume Erken­nungsze­ichen der ille­galen Nazis. Sie erset­zte NS-Sym­bole, deren Tra­gen unter Strafe stand – wie etwa das Hakenkreuz.


Korn­blume im Abze­ichen des „Alldeutschen Vere­ins „Schöner­er“”
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Schon mehrfach hat das Tra­gen der Korn­blume poli­tis­che Skan­dale aus­gelöst. Öster­re­ichs ehe­ma­liger Innen­min­is­ter Oskar Helmer (1945 – 1959) ließ den steirischen Lan­desver­band des VdU wegen des Tra­gens von Korn­blu­men und Nazi-Out­fit zwangsweise auflösen, weil darin „NS-Sym­bole zu erken­nen sind.“ (36)

Eine Beschw­erde der FPÖ an die Rund­funkkom­mis­sion wegen Ver­let­zung des Objek­tiv­itäts­ge­bots wurde vom Ver­fas­sungs­gericht­shof zurück­gewiesen. In der Begrün­dung hieß es unter Beru­fung auf das Gutacht­en eines Uni­ver­sität­spro­fes­sors für Zeit­geschichte, die Korn­blume sei ein „Ersatzze­ichen für ver­botene Sym­bole der NSDAP“ gewe­sen. Die Mel­dung des ORF, die Korn­blume sei vor dem Zweit­en Weltkrieg ein „Geheim­sym­bol der ille­galen Nation­al­sozial­is­ten“ gewe­sen, sei als „über­prüf­bare Tat­sachen­be­haup­tung“ zuläs­sig. (37)

Nicht nur in der Zwis­chenkriegszeit war die Korn­blume Erken­nungsze­ichen ille­galer Nazis. Sie ist es bis heute geblieben. Bei Ver­anstal­tun­gen der neon­azis­tis­chen AfP wird sie von Besuch­ern getra­gen. Der „Bund freier Jugend“, die neon­azis­tis­che Nach­wuch­sor­gan­i­sa­tion der AfP, führt sie im Vereinsabzeichen.

Die Tat­sache, dass all die ver­balen Ver­renkun­gen, mit denen Frei­heitliche das Tra­gen der Korn­blume zu erk­lären ver­suchen, von Wis­senschaftlern ein­deutig als Lügen oder Ausre­den klas­si­fiziert wer­den, lässt für Demokrat­en eigentlich nur einen Schluss zu: Sie ist für Burschen­schafter und FPÖ-Funk­tion­sträger Sym­bol für Schöner­ers gewalt­täti­gen Anti­semitismus und gle­ichzeit­ig Beken­nt­nis zur Tra­di­tion des ille­galen Nation­al­sozial­is­mus geblieben.

Als Sym­bol von Schöner­ers Alldeutschen markiert die Korn­blume den Beginn des Weges, der im fab­riksmäßig organ­isierten Massen­mord in den Konzen­tra­tionslagern des Nation­al­sozial­is­mus endete. Das Tra­gen der Korn­blume bei offiziellen Anlässen ist eine offene Ver­höh­nung der Opfer des NS-Ter­rors. Ein Bun­de­spräsi­dent, dessen Fotos mit diesem Nazi-Sym­bol um alle Welt gin­gen, wäre eine Schande für dieses Land.

Screenshots von der Parlamentshomepage, wo sich die Abgeordneten zum Nationalrat Johannes Hübner und Petra Steger mit Kornblume präsentieren - Bildquelle: Österreichisches Parlament

Screen­shots von der Par­la­mentshome­page, wo sich die Abge­ord­neten zum Nation­al­rat Johannes Hüb­n­er und Petra Ste­ger mit Korn­blume präsen­tieren — Bildquelle: Öster­re­ichis­ches Par­la­ment (1/2)

Aber nicht die einzige: Dass diese neon­azis­tis­che Pro­voka­tion von Poli­tik­ern der demokratis­chen Mitte nicht erkan­nt wurde und das Tra­gen der Korn­blume sog­ar bei der Angelobung des Nation­al­rats möglich war, ist nicht nur eine Bla­m­age, es ist ein Ver­rat an unser­er Ver­fas­sung, die Öster­re­ich dazu verpflichtet, „alle Spuren des Nation­al­sozial­is­mus“ aus Gesellschaft und Poli­tik zu tilgen.

5. Gegen NS-Ver­bot und „Men­schen­hatz der Linken“.
Beim Kampf gegen das Ver­bots­ge­setz arbeit­en Kor­pori­erte und FPÖ mit Neon­azis seit Jahren Hand in Hand. Für viele ist der Kampf gegen dieses so genan­nte „Schandge­setz“ ein Akt des Selb­stschutzes: Immer wieder über­schre­it­en Burschen­schafter jene Gren­zen, die der Geset­zge­ber gezo­gen hat.

Nor­bert Hofer hat diese Tra­di­tion über­nom­men. Mehrfach stellte er das Gesetz in Frage, das nation­al­sozial­is­tis­che Wieder­betä­ti­gung unter Strafe stellt. 2008 forderte er in ein­er Diskus­sion mit Jugendlichen eine Volksab­stim­mung über diese Frage. (38) Im gle­ichen Jahr nahm er die frei­heitliche Präsi­dentschaft­skan­di­datin Bar­bara Rosenkranz in Schutz, die den von Burschen­schaftern immer wieder kon­stru­ierten Wider­spruch zum Recht auf freie Mei­n­ungsäußerung the­ma­tisiert hat­te. Rosenkranz sei Opfer von „Ver­naderung“ und „Men­schen­hatz“ der „vere­inigten Linken“ for­mulierte er damals und attack­ierte Bun­de­spräsi­dent Heinz Fis­ch­er, der sich unter dem „Tarn­män­telchen des Staats­man­nes“ ein­mal mehr als „Linksausleger der SPÖ“ erwiesen habe. (39)

Im Novem­ber 2013 wieder­holte er den juris­tisch ausjudizierten Unsinn, das Ver­bots­ge­setz „spieße sich ein biss­chen mit der Mei­n­ungs­frei­heit“. Eigentlich müsste er es bess­er wis­sen. Zweimal wurde der Europäis­che Gericht­shof für Men­schen­rechte in dieser Frage angerufen, bei­de Male kam er zu einem ein­deuti­gen Urteil: Die „strafrechtliche Ver­fol­gung von nation­al­sozial­is­tis­chen Äußerun­gen“ sei durch das Ver­bots­ge­setz „aus­re­ichend legit­imiert“ und zudem ein „notwendi­ger Bestandteil“ ein­er demokratis­chen Gesellschaft. Mei­n­ungsäußerun­gen zugun­sten dieses total­itären Sys­tems seien ein „Miss­brauch der Frei­heit­srechte“. (40)

Mit sein­er Forderung, das Ver­bots­ge­setz auf IS-Sym­pa­thisan­ten auszudehnen (41), knüpft Hofer naht­los an eine jahrzehn­te­lang geübte Tak­tik des Neon­azis­mus an. Er stellt die Ver­harm­lo­sung und Ver­her­rlichung der schlimm­sten Ver­brechen der Men­schheits­geschichte bis hin zum fab­rik­mäßi­gen Massen­mord, an denen Hun­dert­tausende Öster­re­ich­er beteiligt waren, auf eine Stufe mit ein paar Hun­dert verblende­ten, meist jugendlichen Extrem­is­ten, denen in Öster­re­ich nichts anderes vorge­wor­fen wer­den kann, als Sym­pa­thie oder Mit­glied­schaft in ein­er krim­inellen bzw. ter­ror­is­tis­chen Vere­ini­gung. Zu realen Ver­brechen ist es – zumin­d­est bish­er – in Öster­re­ich jeden­falls nicht gekom­men. Die Ver­nich­tungspoli­tik der Nation­al­sozial­is­ten mit den Umtrieben jugendlich­er IS-Verblende­ter auf eine Stufe zu stellen: eine schlim­mere Ver­harm­lo­sung der nation­al­sozial­is­tis­chen Ter­ror- und Tötungs-Tyran­nei lässt sich kaum vorstellen.

6. Hofers recht­sex­treme Wegge­fährten, Fre­unde und Mitarbeiter.
In die Schlagzeilen geri­et Hofer während des Wahlkampfes um die Bun­de­spräsi­dentschaft, als Jour­nal­is­ten von „Pro­fil“ und „Fal­ter“ in seinem Umfeld recher­chierten und auf mehrere Recht­sausleger stießen. Hofers Büroleit­er ist Rene Schi­manek, der sich 1987 mit Schlag­stock und Springer­stiefeln gemein­sam mit seinem Brud­er Hans Jörg (jun.) an Got­tfried Küs­sels Wehrsportübun­gen beteiligt hatte.

Ein ander­er Mitar­beit­er, der Burschen­schafter Her­wig Götschober (Bruna Sude­tia), ist Sprech­er des recht­sex­tremen Dachver­ban­des „Deutsche Burschen­schaft“ und Mitor­gan­isator jenes Akademiker­balls in der Wiener Hof­burg, bei dem Burschen­schafter, Neon­azis und Auschwit­zleugn­er das Tanzbein schwin­gen. 2009 nahm er, gemein­sam mit amts­bekan­nten Neon­azis, am alljährlichen Gedenkmarsch für die Neon­azi-Ikone Wal­ter Nowot­ny teil.

Herwig Götschober (mit rotem Kapperl) beim Nowotny Gedenken im Jahr 2009.

Her­wig Götschober (mit rotem Kap­perl) beim Nowot­ny Gedenken im Jahr 2009.

Die Ref­er­entin Irm­gard Fis­ch­er in Hofers Par­la­ments­büro ist Mit­glied der recht­sex­tremen und extrem ras­sis­tisch agieren­den „Mädelschaft“ Freya, die in Neon­azi-Dik­tion die „Zer­stück­elung des Reich­es“, die „Umerziehung der Deutschen in Öster­re­ich“ und die damit ver­bun­dene „Eli­m­inierung der deutschen Iden­tität“ beklagt. Zwei weit­ere Ref­er­enten Hofers, Arndt Prax­mar­er (Sue­via) und Press­esprech­er Kon­rad Belakow­itsch (Sile­sia) gehören Verbindun­gen der „Burschen­schaftlichen Gemein­schaft“ an, die Öster­re­ich als Teil Deutsch­lands sieht.
Poli­tisch sozial­isiert wurde der junge Nor­bert Hofer als Press­esprech­er des bur­gen­ländis­chen Parteiob­mannes Man­fred Rauter, der

  • „die Zuge­hörigkeit zur deutschen Nation für alle deutschen Öster­re­ich­er“ als „unverzicht­bar“ aus­gab (42),
  • den Präsi­den­ten der Land­wirtschaft­skam­mer beschuldigte, die „Endlö­sung der Wein­bauern“ zu betreiben (43),
  • einem ÖVP-Man­datar im FPÖ-Presse­di­enst in lupen­rein­er Nazi-Dik­tion bescheinigte, dass er im Drit­ten Reich als „Volkss­chädling“ keine Kar­riere hätte machen können,
  • des für legit­im hielt, sich über die Zahl der im Drit­ten Reich getöteten Juden Gedanken zu machen (44),
  • die Arbeitsmoral durch Zwangsar­beit für Arbeit­slose „wie damals“ (im Drit­ten Reich) heben wollte (45),
  • fand, man müsse sich auch „mit den pos­i­tiv­en Seit­en“ des Nation­al­sozial­is­mus auseinan­der­set­zen (46),
  • sich nach Haiders Ausspruch von der „ordentlichen Beschäf­ti­gungspoli­tik im Drit­ten Reich“ darüber beklagte, dass ein­er der „die Wahrheit sagt, medi­al fer­tig gemacht“ wird (47),
  • dem Offe­nen Haus Ober­wart mit Stre­ichung der Sub­ven­tio­nen dro­hte, nach­dem dieses eine Ausstel­lung unter dem Titel „Naz­i­herrschaft und was davon blieb“ ver­anstal­tet hat­te (48),
  • und seinem Auss­chluss aus der Richter­vere­ini­gung wegen sein­er NS-Sprüche durch eine frei­willige Aus­trittserk­lärung zuvorkam. (49)

Nach seinem Auf­stieg zum Lan­desparteisekretär bewarb Hofer die FPÖ-Kam­pag­nen gegen Aus­län­der, gegen die EU, gegen die Oster­weiterung und gegen den Euro, engagierte sich gegen die „Ver­mis­chung“ im Gren­z­land, kämpfte gegen eine „Moschee“ in Parn­dorf mit dem Argu­ment, diese würde einen „Zuwan­der­er-Boom“ von Mus­li­men aus­lösen – dabei han­delte es sich um einen 55 Quadrat­meter großen Gebet­sraum. Vor allem aber ver­half er Recht­sauslegern zu Parteikar­ri­eren, unter anderem dem schla­gen­den Burschen­schafter Geza Mol­nar (Corps Hansea), der es mit 32 Jahren zum FPÖ-Klubob­mann im bur­gen­ländis­chen Land­tag und zum stel­lvertre­tenden Parteivor­sitzen­den gebracht hat.

Mol­nar zählt zu jenen FPÖ-Poli­tik­ern, die ohne Berührungsäng­ste an Ver­anstal­tun­gen der „Iden­titären“ teil­nehmen und auch dazu ste­hen. (50) Es scheint ihn nicht zu stören, dass die „Iden­titären“ bere­it sind, zur Durch­set­zung ihrer Ziele Gewalt einzusetzen.

  • In Wien stürmten sie das Audi­max der Uni­ver­sität, als eine Auf­führung des Stück­es „Die Schutzbe­fohle­nen“ von Lit­er­atur-Nobel­preisträgerin Elfriede Jelinek gezeigt wurde, bei der auch Flüchtlinge auf der Bühne standen. (51)
  • In Graz haben Aktivis­ten der „Iden­titären“ die Parteizen­trale der Grü­nen beset­zt, Antifaschis­ten über­fall­en, mit Schlagstöck­en und Gür­telschnallen auf sie eingeprügelt. (52)
  • In Kla­gen­furt haben sie die Uni gestürmt und deren Rek­tor attack­iert. (53)

Auch Hofer selb­st hat keine Berührungsäng­ste mit Recht­sex­tremen. Der NPD-Pos­tille „hier & jet­zt“ gab er ein aus­führlich­es Inter­view. (54) Die Fra­gen stell­ten der Burschen­schafter und dama­lige NPD-Land­tagsab­ge­ord­nete Arne Schim­mer (Dres­den­sia-Rugia zu Gießen) und Thorsten Thom­sen, Press­esprech­er der NPD-Frak­tion in Sachsen.

Als „Vor­bild“ nan­nte Hofer in diesem Inter­view Kon­rad Lorenz, dem für seine wis­senschaftlichen Ver­di­en­ste der Nobel­preis ver­liehen wurde, während ihm für seine Tätigkeit als Legit­i­ma­tion­s­the­o­retik­er der nation­al­sozial­is­tis­chen Rassen­poli­tik die Ehren­dok­tor­würde der Uni­ver­sität Salzburg aberkan­nt wurde. In men­schen­ver­ach­t­en­der Ein­deutigkeit hat­te sich Lorenz einst zur „Auss­chal­tung“ ein­er „Durch­mis­chung mit Frem­dras­si­gen“ bekan­nt und davor gewarnt, dass „ein sozial min­der­w­er­tiges Menschenmaterial…den gesun­den Volk­skör­p­er durch­drin­gen und schließlich ver­nicht­en“ könne. Als Ther­a­pie für die „rasse­hy­gien­is­che Abwehr“ emp­fahl er, „wie beim Krebs“, möglichst frühzeit­iges „Erken­nen und Aus­merzen des Übels“. Die Auss­chei­dung Ander­sras­siger und ethisch Min­der­w­er­tiger sei „für den überindi­vidu­ellen Volk­sor­gan­is­mus“ leichter und weniger gefährlich, als „die Oper­a­tion des Chirur­gen für den Einzelkör­p­er“. (55)

Da im Inter­view die Aus­län­der­poli­tik im Mit­telpunkt stand, während jene Fra­gen, denen sich Lorenz in seinen wis­senschaftlichen Arbeit­en wid­mete, nicht ein­mal am Rande erwäh­nt wur­den, kann die Nen­nung seines Namens als „Vor­bild“ kaum anders gedeutet wer­den als in poli­tis­chem Zusam­men­hang – als Sig­nal an den extremen recht­en Rand der Wäh­ler, deren Gewalt- und Ver­nich­tungsphan­tasien Inter­net-Seit­en wie jene füllen, denen Hofer ange­hörte, bevor er auf der Suche nach prä­sidi­aler Seriosität seine Kon­tak­te durch­forstete und seine Face­book-Seite säu­berte, durch die seine blüten­blaue Weste braune Fleck­en bekom­men hatte.

So war der ver­meintliche „Ali­bi-Lib­erale“ (Pro­fil) als Mit­glied ein­er Inter­net-Com­mu­ni­ty mit dem unver­fänglichen Titel „Besseres Europa“ reg­istri­ert, die sich bei näherem Hin­se­hen als gut getarnte Neon­azi-Grup­pierung von ein­deutig posi­tion­ierten Admin­is­tra­toren ent­pup­pte: Yvonne Klüter gab sich als begeis­terte Fre­undin von Her­mann Göring zu erken­nen, Roland Scheutz stellte Sprüche wie diesen ins Netz: „Trau keinem Fuchs auf grün­er Heid – und keinem Jud´ bei seinem Eid.“ (56)

Auf Hofers Face­book-Kon­to, das nur Fre­un­den zugänglich war, fan­den die Hack­er von „bawekoll“ unter anderem eine Frau mit dem klin­gen­den Namen Aman­da Alice Mar­avelia, die als poli­tis­che Ein­stel­lung „NS/NPD“ angab, sich zu einem „starken Staat“ basierend auf dem Prinzip „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ bekan­nte, Hak­enkreuze postete und mit Nor­bert Hofer „bis zum End­sieg“ befre­un­det war. (57) Die Fre­un­desliste von Mar­avelia, die ihre Sym­pa­thie für den Nation­al­sozial­is­mus so offen bekun­dete, las sich wie ein „Who is Who“ der Neon­azi- und Burschen­schafter-Szene – gle­ichzeit­ig auch wie ein „Who is Who“ der FPÖ. (58)

Als Nor­bert Hofer die Chance sah, als Nach­fol­ger von Mar­tin Graf ins Par­la­mentsprä­sid­i­um aufzurück­en, begann er, seine Biografie für die poli­tis­che Mitte aufzu­bere­it­en. Nicht immer ist er bei der Wahrheit geblieben. In Inter­views erk­lärte er, sein Vater sei bei der ÖVP gewe­sen und erweck­te den Ein­druck, er stamme aus einem Eltern­haus mit christlich-sozialen Wurzeln. (59) Dem „Frei­heitlichen Gemein­dekuri­er“ zufolge war Hofers Vater jedoch FPÖ-Gemein­der­at in Pinkafeld, Obmann des frei­heitlichen Senioren­ringes im Bur­gen­land und unter anderem Autor eines im Gemein­dekuri­er veröf­fentlichen „Senioren-Man­i­fests“, in dem er seine Gen­er­a­tion als „Opfer des Krieges“ darstellte, in den sie „guten Glaubens und ide­al­is­tisch“ gezo­gen seien. Kein Wort der Reue und der Mitver­ant­wor­tung für den NS-Massen­mord. (60)

Zu jenen recht­en Fre­un­den, zu denen sich Hofer bis heute offen beken­nt, zählt der Burschen­schafter und Maler Man­fred Wiesinger, der sich mit Kün­stler­na­men Odin nen­nt und seine Arbeit­en mit der Odal-Rune sig­niert. Dieses ein­stige Sym­bol der Hitler-Jugend wurde nach dem Krieg von der neon­azis­tis­chen Wik­ing-Jugend ver­wen­det, die sich als Nach­fol­ge­or­gan­i­sa­tion der Hitler-Jugend ver­stand und 1994 ver­boten wurde. Die recht­sex­treme Zeitschrift Nation und Europa beze­ich­nete sie 1993 als „ein altes nordis­ches Sym­bol der Ahnen­treue“. (61)

Hofers Lieblings­maler bedi­ent recht­sex­treme Codes, bedauert die Befreiung Deutsch­lands vom Nation­al­sozial­is­mus und wet­tert gegen die „Dik­tatur des Hässlichen, Min­der­w­er­ti­gen, Würde- und Maßlosen in der Kun­st“ (62) , immer pein­lich darauf bedacht, dem Wort „entartet“ auszuwe­ichen. Zu den Arbeit­en, die in der Vor­wahlzeit die Aufmerk­samkeit der Medi­en erweck­ten, zählt das Ölbild eines Burschen­schafters der „Olympia“, der vor ein­er großdeutschen Karte posiert, die Öster­re­ich, Südtirol, Tschechien und Teile Polens inkludiert. Eine sein­er Werk­srei­hen trägt den Titel „End­sieg“. (63)

Als Medi­en die NS-Sprache von „Odin“ zum The­ma macht­en, wurde er von Hofer auf Face­book getröstet: „Sei dir mein­er Fre­und­schaft gewiss. Ich freue mich auf ein Wiedersehen.“

Für den Fall seines Wahlsieges hat Nor­bert Hofer angekündigt, seine Mitar­beit­er aus der recht­sex­tremen Szene in die Hof­burg mitzunehmen, mit dem frei­heitlichen „Besen durch das Land zu fegen“ und hinzuge­fügt, man werde sich noch wun­dern, „was alles möglich ist“. Die Bun­desver­fas­sung stünde ihm dabei nicht im Weg. Er kön­nte tat­säch­lich die Regierung davon­ja­gen, Stra­che zum Kan­zler machen, den Nation­al­rat auflösen und mit Notverord­nun­gen regieren. (64) Dass diese Möglichkeit­en in Vergessen­heit ger­at­en sind, weil die Groß­parteien nie daran dacht­en, von diesen Gebrauch zu machen, muss für ihn kein Hin­der­nis sein.

Belege:
(1) Bern­hard Wei­dinger 2016: Keine Berührungsäng­ste mit dem Begriff deutsch, DÖW, Doku­men­ta­tion­sarchiv des öster­re­ichis­chen Widerstandes.
(2) Adolf Hitler: Mein Kampf, Zen­tralver­lag der NSDAP, 322. Auflage, S 425f.
(3) Der Stan­dard, 15. 6. 1990.
(4) Burschen­Druck 2005: Hand­buch der deutschen Burschenschaft
(5) zitiert nach Michael Mende 2011: Die „Burschen­schaftliche Gemein­schaft“ und ihre Posi­tio­nen, aida-archiv.de, siehe auch Herib­ert Schiedel, Mar­tin Tröger 2002: Durch Rein­heit zur Ein­heit, Zum deutschna­tionalen Kor­po­ra­tionswe­sen in Österreich.
(6) Ute Fre­vert 1991: Ehren­män­ner: das Duell in der bürg­er­lichen Gesellschaft.
(7) Oberöster­re­ichis­che Nachricht­en, 22. 6. 2010.
(8) Bern­hard Wei­dinger 2016: Keine Berührungsäng­ste mit dem Begriff deutsch, DÖW, Doku­men­ta­tion­sarchiv des öster­re­ichis­chen Widerstandes.
(9) Die Zeitung „Für die Waf­fen-SS“ hat sich 1944 bei den Mit­gliedern aus­drück­lich dafür bedankt, dass „das Gift der inneren Zer­set­zung niemals wieder in den Volk­skör­p­er der Heimat gelan­gen konnte“.
(10) Hans-Hen­ning Scharsach 2012, STRACHE im braunen Sumpf, S 66 bis 88, mit detail­liertem Quellenverzeichnis.
(11) Video ein­er Feier zu Hitlers Geburt­stag am 20. April 1991, das den Geschwore­nen beim Prozess gegen Hans Jörg Schi­manek Jun. gezeigt wurde.
(12) Brigitte Bail­er, Wolf­gang Neuge­bauer 1993; Recht­sex­treme Vere­ine, Parteien, Zeitschriften, informelle/illegale Grup­pen, in: Hand­buch des öster­re­ichis­chen Rechtsextremismus.
(13) Ende der neun­ziger Jahre dis­tanzierte sich Hatzen­bich­ler vom Neon­azis­mus und ver­tritt sei­ther ein gemäßigteres, nation­al-kon­ser­v­a­tives Welt­bild, ohne seine recht­sex­tremen Überzeu­gun­gen zu ver­leug­nen – siehe auch Bern­hard Wei­dinger 2015.
(14) u. a. Andreas Peham „Durch Rein­heit zur Ein­heit“, unveröf­fentlicht­es Manuskript im DÖW.
(15) Moni­ka Richarz, 1974: Der Ein­tritt der Juden in die akademis­chen Berufe.
(16) Wolf Rüdi­ger Heß 1998: Rudolf Heß: „Ich bereue nichts“.
(17) Öster­re­ichis­ch­er Hochschulführer 1965.
(18) Otto Mühlw­ert, 100 Jahre Teu­to­nia, 1968.
(19) Öster­re­ichis­ch­er Hochschulführer 1965.
(20) Michael Gehler 1995: Recht­skon­ser­v­a­tivis­mus, Recht­sex­trem­is­mus und Neon­azis­mus in öster­re­ichis­chen Stu­den­ten­verbindun­gen nach 1945.
(21) Kartell-Char­gen-Kon­vent des MKV (Hrsg.) 1963/64: Die schla­gen­den Mit­telschul­verbindun­gen Österreichs.
(22) Har­ald See­wann 2007: Jahrbuch des Vere­ins für corpsstu­den­tis­che Geschichtsforschung.
(23) Andreas Peham „Durch Rein­heit zur Einheit“.
(24) Spiegel online, 31. 7. 2011.
(25) Der Stan­dard, 23. 12. 2010.
(26) Der Stan­dard, 31. 5. 2016.
(27) Han­na Ahrendt 1955: Ele­mente und Ursprünge totaler Herschaft“.
(28) Adolf Hitler 1924, Mein Kampf, wörtlich: „Da wur­den durch Korn­blu­men und schwarzrot­gold­ene Far­ben Gesin­nung betont und statt des Kaiser­liedes ‚Deutsch­land über alles‘ gesungen“.
(29) Wolf­gang Zdral 2008: Die Hitlers. Die unb3ekannte Fam­i­lie des Führers. Siehe auch Brigitte Hamann 1996, Hitlers Wien, Lehr­jahre eines Diktators.
(30) Andrew G. White­side 1981: Georg Rit­ter von Schöner­er. Alldeutsch­land und sein Prophet.
(31) Brigitte Hamann 1996, Hitlers Wien, Lehr­jahre eines Diktators.
(32) Rain­er Opitz 1996: Faschis­mus und Neofaschismus.
(33) White­side 1981.
(34) Michael Wladi­ka 2005: Hitlers Väter­gen­er­a­tion. Die Ursprünge des Nation­al­sozial­is­mus in der k. u. k. Monarchie.
(35) Friedrich Polleroß 1996: Die Erin­nerung tut zu weh. Jüdis­ches Leben und Anti­semitismus im Waldviertel.
(36) Brigitte Bail­er, Wolf­gang Neuge­bauer 1997: Haider und die Frei­heitlichen in Öster­re­ich; Jür­gen Klatzer, Kuri­er, 12. 5. 2016.
(37) Entschei­dung des Ver­fas­sungs­gericht­shofes, 16. 6. 1997, Geschäft­szahl B2211/96.
(38) Der Stan­dard, 17. 9. 2008
(39) ORF, 17. 9. 2008
(40) EuGH für Men­schen­rechte, Her­wig Nacht­mann gegen Öster­re­ich, Sep­tem­ber 1998, Nr. 36773/97 und Hans Jörg Schi­manek jun. gegen Öster­re­ich, Nr. 32307/96
(41) APA, 26. 3. 2016
(42) Pro­fil, 15. 7. 1991
(43) Salzburg­er Nachricht­en, 25. 9. 1991
(44) Kuri­er, 10. 3. 1988
(45) Kuri­er, 21. 8. 1991
(46) Kuri­er, 17. 6. 1991
(47) Kuri­er, 17. 6. 1991
(48) AZ, 22. 11. 1989
(49) Salzburg­er Nachricht­en, 28. 6. 1991
(50) ORF Bur­gen­land, 21. 6. 2015
(51) Der Stan­dard, 15. 4. 2016
(52) Der Stan­dard, 18. 1. 2016
(53) Die Presse, 10. 6. 2016
(54) Hier & jet­zt, Nr. 17, 2011
(55) Mar­ti­na Kir­fel, Wal­ter Oswalt 1991: Die Rück­kehr der Führer, Mod­ernisiert­er Recht­sradikalis­mus in Osteuropa
(56) Hans-Hen­ning Scharsach, Stra­che – im braunen Sumpf
(57) Der Stan­dard, 22. 9. 2011
(58) bawekoll, 15. 9. 2011
(59) Pro­fil, 18. 5. 2016
(60) Christa Zöch­ling und Jakob Win­ter im pro­fil, 18. 5. 2016
(61) Dirk Reuter 2005: Ver­botene Sym­bole, (Strafrecht in Deutsch­land und Europa, Band 13), bzw. 2004: Dis­ser­ta­tion an der Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin: Das Ver­wen­den von Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organisationen)
(62) Die Presse, 23. 3. 2016
(63) Pro­fil, 18. 5. 2016
(64) Pro­fil, 18. 5. 2016