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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 8 Minuten

Mélange KW 24/26: Pfarrer gegen Nazi-Dreck

Ein Wie­ner Pfar­rer bringt acht Jah­re NS-Het­ze vor Gericht, in Feld­kirch tau­chen Nazi-Schmie­re­rei­en auf, in Sim­me­ring brennt fast eine Regen­bo­gen­fah­ne. Außer­dem: FPÖ-Pos­ten­scha­cher, ein blau­es Nazi-Like, öster­rei­chi­sche Neo­na­zis in Prag und anti­zi­ga­nis­ti­sche AfD-Praktiken.

16. Juni 2026
Rückblick
Rückblick

Inhalt

Togg­le
  • Wien: Pfar­rer ließ Neo­na­zi auffliegen
  • Wien: Ver­ur­tei­lung wegen „Adi“-Kommentar
  • Salz­burg: Nazi-Tat­toos als Zusatzverfahren
  • Feldkirch/V: Anrai­ner­be­schwer­den wegen Nazi-Schmierereien
  • Wien-Sim­me­ring: Homo­pho­ber Angriff auf Glaubenskirche
  • Kla­gen­furt: Moschee beschädigt
  • FPÖ OÖ: Postenschacher-Alarm
  • T: FPÖ-Abge­ord­ne­te Kof­ler likt Nazi-Posting
  • Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge zu öster­rei­chi­schen Neo­na­zis im Ausland
  • Gelsenkirchen/D: AfD-Politiker:innen zwan­gen Rom:nja, die Stra­ße zu putzen

Wien: Pfarrer ließ Neonazi auffliegen

Am Lan­des­ge­richt Wien wur­de am 9. Juni ein 29-jäh­ri­ger Wie­ner wegen über acht Jah­re andau­ern­der Ver­het­zung und Ver­herr­li­chung des Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­ur­teilt. Er hat­te Pos­tings wie „Hit­ler was right“ und „Ver­gast die Juden“ und noch expli­zi­te­re Gewalt­phan­ta­sien abge­setzt. Auf­ge­deckt wur­de dies durch einen evan­ge­li­schen Pfar­rer, der den Ange­klag­ten aus der Volks­schu­le kann­te und ihn zur Rede stellte.

Spä­ter habe er die Nach­rich­ten auch der Direk­ti­on Staats­schutz und Nach­rich­ten­dienst über­mit­telt. „Weil es von dort kei­ne Reak­ti­on gege­ben hat, habe ich Screen­shots gemacht und bei der Poli­zei Anzei­ge erstat­tet“, erin­nert sich der Geist­li­che. (kurier.at, 9.6.26)

Eine Han­dy-Aus­wer­tung durch die Poli­zei brach­te zuta­ge, dass der Mann zwi­schen 2016 und 2024 unzäh­li­ge NS-ver­herr­li­chen­de, anti­se­mi­ti­sche Vide­os ver­schickt hat­te. Unter den vor Gericht abge­spiel­ten Vide­os fand sich auch der Plan: „Eine U‑Bahn bau­en wir, von Jeru­sa­lem bis Ausch­witz.“ Der Ange­klag­te bekann­te sich schul­dig, beteu­er­te jedoch, es habe sich nur um Spaß gehan­delt. Der Rich­ter ent­geg­ne­te: „Seit 2016 schi­cken Sie den Nazi-Dreck wei­ter und jetzt sagen Sie, Sie haben nix damit zu tun?“

Der Stu­dent der Ernäh­rungs­wis­sen­schaf­ten wur­de zu 18 Mona­ten beding­ter Haft ver­ur­teilt – rechtskräftig.

Wien: Verurteilung wegen „Adi“-Kommentar

Am 8.6 stand in Wien ein 50-jäh­ri­ger Mann vor Gericht, weil er unter einem Tik­tok-Bei­trag der „Zeit im Bild“ kom­men­tiert hat­te, er wün­sche sich „einen Maler wie Adi“ zurück. Urteil: 15 Mona­te bedingt – nicht rechtskräftig.

(Quel­le: kurier.at, 9.6.26)

Salzburg: Nazi-Tattoos als Zusatzverfahren

Am 9. Juni 2026 stand ein 36-jäh­ri­ger rumä­ni­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger am Lan­des­ge­richt Salz­burg wegen Wie­der­be­tä­ti­gung nach § 3g Ver­bots­ge­setz vor einem Geschwo­re­nen­ge­richt. Erst weni­ge Wochen zuvor war er zu drei­ein­halb Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den, weil er mit einem Kom­pli­zen 2025 einen Mann zusam­men­ge­schla­gen und beraubt hat­te. Nun ging es um NS-Sym­bo­le und Namen von NS-Ver­bre­chern, die er groß­flä­chig auf sei­nem Kör­per trägt – dar­un­ter Haken­kreu­ze, SS-Runen, „88“, „18“ sowie Namen wie Men­ge­le, Himm­ler, Goeb­bels und Eva Braun.

Der seit 2018 in Salz­burg leben­de Ange­klag­te bekann­te sich schul­dig. Er erklär­te, die Täto­wie­run­gen stamm­ten aus sei­ner Zeit in der Ultra-Sze­ne rund um den AC Milan. Damals habe ihm Faschis­mus gefal­len, spä­ter sei er aus­ge­stie­gen. Dass das öffent­li­che Zei­gen sol­cher Täto­wie­run­gen in Öster­reich ver­bo­ten sei, habe er nicht gewusst. Nach der Haft wol­le er aus­rei­chend Geld auf­brin­gen, um die „heik­len“ Tat­toos ent­fer­nen zu lassen.

Die Geschwo­re­nen sahen den Tat­be­stand ein­stim­mig als erfüllt an. Der Mann erhielt eine bereits rechts­kräf­ti­ge Zusatz­stra­fe von drei Mona­ten unbe­ding­ter Haft.

Wir dan­ken für die Prozessbeobachtung!

Feldkirch/V: Anrainerbeschwerden wegen Nazi-Schmierereien

Seit Wochen sor­gen Schmie­re­rei­en nahe der Fuß­gän­ger­un­ter­füh­rung beim Bahn­hof Feld­kirch für Ärger bei Anrainer:innen und Passant:innen. Ent­lang einer Mau­er beim Hal­den­weg zie­hen sich Haken­kreu­ze, ras­sis­ti­sche Paro­len und rus­sisch­spra­chi­ge Schrift­zü­ge. Einer bedeu­tet über­setzt „Ruhm der wei­ßen Ras­se“, zudem ste­hen dort der Name des bekann­ten rus­si­schen Neo­na­zis und Mör­der Dmi­t­ri Boro­wi­kow samt Geburts­jahr. Beson­ders auf­fäl­lig ist ein groß­flä­chi­ger Schrift­zug inklu­si­ve Haken­kreuz: „Wir wer­den alle Dro­gen­ab­hän­gi­gen töten.“

Anrai­ne­rin Patri­zia Fritz geht täg­lich mit ihren Hun­den an der Wand vor­bei und ist über die Inhal­te bestürzt: „Sehr schlimm. Ich bin sel­ber Aus­län­de­rin, und für mich ist das auch sehr schlimm, wenn ich so etwas lese“, sagt Fritz. „Das ist nicht schön.“ (vol.at, 8.6.26)

Die Stadt Feld­kirch hat den Vor­fall bereits am 28. Mai bei der Poli­zei ange­zeigt. „Der Sach­ver­halt wird poli­zei­lich auf­ge­ar­bei­tet und nach Abschluss der Erhe­bun­gen wird ein Bericht an die Staats­an­walt­schaft erfol­gen“ (vol.at), hieß es von­sei­ten der Stadt. Die Ermitt­lun­gen zur Aus­for­schung der Täter­schaft sei­en noch im Gan­ge. Ein ers­ter Ent­fer­nungs­ver­such durch den städ­ti­schen Bau­hof war erfolg­los, mitt­ler­wei­le wur­de eine Fach­fir­ma mit der Besei­ti­gung beauftragt.

Wien-Simmering: Homophober Angriff auf Glaubenskirche

Vor dem Hin­ter­grund des Pri­de Month gab es auf die evan­ge­li­sche Glau­bens­kir­che in Wien-Sim­me­ring einen homo­pho­ben Anschlag. Unbe­kann­te ver­such­ten, die am Kir­chen­dach ange­brach­te Regen­bo­gen­fah­ne in Brand zu set­zen. Die Flag­ge war bereits im Vor­jahr beschä­digt und gestoh­len worden.

„Wir sind über die­sen Angriff betrof­fen, ver­letzt und ver­är­gert. Die Regen­bo­gen­fah­ne ist Aus­druck unse­rer Über­zeu­gung, dass alle Men­schen von Gott gewollt, geliebt und mit der­sel­ben Wür­de aus­ge­stat­tet sind“, schreibt das Team in einer Stel­lung­nah­me auf der Face­book-Sei­te der Kir­che. (krone.at, 8.6.26)

Die Glau­bens­kir­che in der Braun­hu­ber­gas­se ist bekannt als Vor­rei­te­rin einer que­er­freund­li­chen Hal­tung: Bereits in den 1990er-Jah­ren wur­de dort erst­mals ein gleich­ge­schlecht­li­ches Paar geseg­net, 2023 ent­schied sich die Gemein­de demo­kra­tisch für ein Weih­nachts­kon­zert mit Drag­queen Chi­chi Gon­za­lez. Mitt­ler­wei­le hät­ten vie­le Pfar­ren nach­ge­zo­gen und eben­falls Regen­bo­gen­fah­nen gehisst. Anna Kampl, die Pfar­re­rin der evan­ge­li­schen Glau­bens­kir­che in Wien-Sim­me­ring, beteu­ert ein­mal mehr: „Wir las­sen uns nicht ein­schüch­tern.“ (krone.at)

Klagenfurt: Moschee beschädigt

In der Nacht auf 11. Juni wur­de eine Moschee im Kla­gen­fur­ter Stadt­teil St. Ruprecht von Unbe­kann­ten ange­grif­fen. Laut Poli­zei wur­de eine Schei­be mit einer Wasch­be­ton­plat­te ein­ge­schla­gen. Die Tat ereig­ne­te sich im Zeit­raum zwi­schen 22:00 Uhr und 04:30 Uhr, die Ermitt­lun­gen laufen.

(Quel­le: orf.at, 11.6.26)

FPÖ OÖ: Postenschacher-Alarm

Der ober­ös­ter­rei­chi­sche Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­ter Man­fred Haim­buch­ner (FPÖ) steht in der Kri­tik. Nach einem Bericht des „Stan­dard” (9.6.26) sitzt sein enger Ver­trau­ter und Büro­lei­ter Roland Diet­rich seit zwei Jah­ren im Auf­sichts­rat der größ­ten gemein­nüt­zi­gen Wohn­bau­ge­nos­sen­schaft des Bun­des­lands (Lawog) – trotz mög­li­cher Interessenkonflikte.

Diet­rich hat damit eine hohe Funk­ti­on im Lan­des­ap­pa­rat inne, wäh­rend Haim­buch­ner als Wohn­bau­lan­des­rat für Wohn­bau­för­de­rung und Auf­sicht über genau die­sen Sek­tor ver­ant­wort­lich ist. Hier ver­mi­schen sich poli­ti­sche Macht und Kon­trol­le über eine zen­tra­le Wohn­bau­ge­sell­schaft mit rund 22.000 Woh­nun­gen. Der Revi­si­ons­ver­band hat­te bereits auf poten­zi­el­le Inter­es­sen­kon­flik­te hin­ge­wie­sen und eine recht­li­che Prü­fung emp­foh­len. Warum?

Als Auf­sichts­rat ist Haim­buch­ners Büro­lei­ter Diet­rich gesetz­lich einer soge­nann­ten Treue­pflicht unter­wor­fen: Er muss also den Inter­es­sen sei­ner Fir­ma kom­pro­miss­los und unab­hän­gig die­nen. Gleich­zei­tig arbei­tet Diet­rich im Haupt­job an zen­tra­ler Posi­ti­on bei jenem Poli­ti­ker, der die Wohn­bau­för­de­rung und Wohn­bau­auf­sicht ver­ant­wor­tet. Diet­rich ist ein Die­ner zwei­er Her­ren – das geht sich nicht aus, fin­det der Revi­si­ons­ver­band. (derstandard.at)

Die emp­foh­le­ne Über­prü­fung wur­de jedoch vom Land Ober­ös­ter­reich selbst beauf­tragt, „aus­ge­rech­net von jener Lan­des­ab­tei­lung, die direkt Haim­buch­ner unter­steht, des­sen Büro­lei­ter wie­der­um Diet­rich ist“. Die Prü­fung kam zum Ergeb­nis, dass for­mal kei­ne Befan­gen­heit vor­lie­ge. Die Ober­ös­ter­rei­chi­schen Nach­rich­ten spe­ku­lier­ten schon 2025, dass der Auf­sichts­rat für Diet­rich nur eine Zwi­schen­sta­ti­on sein könn­te: an die Spit­ze der Lawog.

T: FPÖ-Abgeordnete Kofler likt Nazi-Posting

Die immer wie­der auf­fäl­li­ge Tiro­ler FPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gud­run Kof­ler steht in der Kri­tik, nach­dem sie einem Insta­gram-Pos­ting des Neo­na­zi-Akti­vis­ten Robert Rundo ein „Gefällt mir“ gege­ben hat­te. Auf dem Bei­trag ist deut­lich das Tat­too einer Schwar­zen Son­ne auf Rundos Arm zu sehen.

Rundos Instagram-Post mit Schwarzer Sonne und Like von Gudrun Kofler (Screenshot via orf.at)
Rundos Insta­gram-Post mit Schwar­zer Son­ne und Like von Gud­run Kof­ler (Screen­shot via orf.at)

Der US-Neo­na­zi gilt als Grün­der des gewalt­be­rei­ten rechts­extre­men Netz­werks Acti­ve Clubs und hat ein­schlä­gi­ge Vor­stra­fen. Auf Insta­gram hat Rundo über 10.000 Follower.

Die Grü­nen war­fen Kof­ler vor, mit dem Like Zustim­mung signa­li­siert und damit einen „demo­kra­ti­schen Rah­men gesprengt“ zu haben. Auch SPÖ und NEOS spra­chen von einem wie­der­keh­ren­den Mus­ter von „Ein­zel­fäl­len“ und for­der­ten Kon­se­quen­zen. Kof­ler ent­fern­te ihr Like nach Bekannt­wer­den der Kri­tik und erklär­te, sie habe das Pos­ting nur ober­fläch­lich gesehen.

Ich kann­te weder das Pro­fil, noch fol­ge ich ihm, noch ken­ne ich die Per­son per­sön­lich. Die­ser Post wur­de mir ledig­lich in mei­ner Time­line ange­zeigt. Ich wer­de in Zukunft auf jeden Fall genau­er hin­schau­en, das wird mir sicher nicht noch­mal pas­sie­ren. (orf.at, 11.6.26)

Nach­dem der Algo­rith­mus dafür sorgt, dass User:innen nach deren Nut­zungs­ver­hal­ten per­so­na­li­sier­te Inhal­te ange­zeigt bekom­men, muss sich Kof­ler die Fra­ge gefal­len las­sen, wel­chen ein­schlä­gi­gen Pos­tings und Per­so­nen sie folgt oder ihre Likes verteilt.

Parlamentarische Anfrage zu österreichischen Neonazis im Ausland

Am 1. Mai kam es in Prag/Tschechien nach einer anti­fa­schis­ti­schen Demons­tra­ti­on zu gewalt­sa­men Angrif­fen durch Neo­na­zis. Min­des­tens eine Per­son wur­de schwer ver­letzt. Laut Foto- und Video­ma­te­ri­al sol­len auch Per­so­nen aus der öster­rei­chi­schen Neo­na­zi­sze­ne an den Über­grif­fen betei­ligt gewe­sen sein.

Die Grü­nen haben dazu eine par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an Innen­mi­nis­ter Ger­hard Kar­ner (ÖVP) gestellt. Sie wol­len klä­ren, ob die Direk­ti­on Staats­schutz und Nach­rich­ten­dienst (DSN) über die Vor­fäl­le infor­miert war, ob öster­rei­chi­sche Betei­lig­te beob­ach­tet wur­den und ob ermit­telt wird. Beson­ders im Fokus ste­hen die Neo­na­zi-Grup­pie­run­gen „Divi­si­on Wien“ und „Tanz­bri­ga­de“.

Eine STAN­DARD-Recher­che ergab, dass die DSN jeden­falls mit aus­län­di­schen Behör­den im Aus­tausch war, und zwar dem Ver­neh­men nach auch in der Pra­ger Cau­sa vom 1. Mai. Inter­es­sant bleibt, ob aktu­ell auch gegen Öster­rei­cher wegen der Über­grif­fe in Prag ermit­telt wird und ob Kar­ner auf die­se Fra­ge ant­wor­ten wird. (derstandard.at, 11.6.26)

Der Insta­gram-Account „Divi­si­on Wien“ hat­te Bil­der und ein Video aus Prag gepos­tet. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de wur­de dort aller­dings die Auf­lö­sung der Neo­na­zi-Trup­pe bekannt gege­ben. Dar­in heißt es auch: „In den ver­gan­ge­nen Jah­ren sind sehr vie­le Din­ge pas­siert, die uns zum Ver­häng­nis gewor­den sind.“

Gelsenkirchen/D: AfD-Politiker:innen zwangen Rom:nja, die Straße zu putzen

Die AfD-Lokal­po­li­ti­ke­rin Enxhi Seli-Zacha­ri­as führ­te Anfang Juni im deut­schen Gel­sen­kir­chen eine Akti­on an, die den kal­ku­lier­ten Tabu­bruch zum Ziel hat­te. Gemein­sam mit rund zehn Parteikolleg:innen kon­fron­tier­te sie im Armen­vier­tel Ücken­dorf Men­schen mit der Ver­schmut­zung im öffent­li­chen Raum:

Die AfD-Trup­pe zwang alle, die sie für Rom:nja hielt, dazu, mit Besen und Kel­ler die Stra­ßen zu put­zen. „Die­se Men­schen müs­sen unse­re Stadt ver­las­sen“, sagt Seli-Zacha­ri­as in einem Video der Aktion.

Die Mel­de­stel­le Anti­zi­ga­nis­mus regis­trier­te im ver­gan­ge­nen Jahr über 2.000 anti­zi­ga­nis­ti­sche Vor­fäl­le in Deutsch­land, dar­un­ter auch kör­per­li­che Angrif­fe und schwe­re Gewalt. Ver­tre­ter der Roma-Com­mu­ni­ty und des Zen­tral­rats der Sin­ti und Roma war­nen vor einem zuneh­men­den poli­ti­schen Kli­ma, in dem anti­zi­ga­nis­ti­sche Het­ze von rechts­extre­men und kon­ser­va­ti­ven Akteu­ren ver­stärkt werde.

Guil­ler­mo Ruiz, den Lei­ter der Mel­de­stel­le, erin­ne­re der Vor­fall an „Demü­ti­gungs­prak­ti­ken der Natio­nal­so­zia­lis­ten gegen­über Juden“.

(Alle Zita­te aus (taz.de, 9.6.26)

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