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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 8 Minuten

Mélange KW 49/25: Christian Hafenecker auf Steuerzahlerkosten in Malaysia

Von Kua­la Lum­pur bis Stoob: FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Chris­ti­an Hafenecker sorgt mit einer rund 7.000-Euro-Dienstreise nach Malay­sia für Wir­bel. In Kärn­ten wer­den die Ermitt­lun­gen zum Perš­m­an­hof-Ein­satz aus­ge­wei­tet. In Vor­arl­berg rückt die neo­na­zi­na­he „Black Eli­te Brot­her­hood“ ins Blick­feld. Außer­dem: Pro­zess zum Brand­an­schlag am Wie­ner Zen­tral­fried­hof abbe­raumt, Nazi-Paro­len in Wien und eine Anzei­ge wegen Haken­kreuz-Maue­rei im Unterricht.

12. Dez. 2025
Rückblick
Rückblick

Inhalt

Togg­le
  • Salz­burg: Frei­spruch für einen kran­ken Hitlergrüßer
  • Pinz­gau-Salz­burg: Schuld­spruch für einen Pinz­gau­er Hitlergrüßer
  • Feldkirch/V: Hit­le­rei in der Wohnung
  • Wien: Pro­zess wegen anti­se­mi­ti­schen Anschlags am Zen­tral­fried­hof abberaumt
  • Wien: Glas­fla­schen auf die Poli­zei und Nazi-Parolen
  • Vor­arl­berg: „Black Eli­te Brot­her­hood“ am Radarschirm?
  • Kärnten/Koroška: Ermitt­lun­gen zur Raz­zia am Perš­m­an­hof ausgeweitet
  • Wels/OÖ: Schon wieder?!
  • Stoob/B: Im Unter­richt Haken­kreuz gemauert
  • Kua­la Lumpur/Malaysia: Chris­ti­an Hafenecker auf Steu­er­zah­ler­kos­ten auf der Suche nach Künst­li­cher Intelligenz
  • Koblenz/D: Rechts­extre­mer Pries­ter wie­der vor dem Kadi

Salzburg: Freispruch für einen kranken Hitlergrüßer

Er hat den Hit­ler­gruß schon mehr­mals gezeigt und ist in der Ver­gan­gen­heit dafür auch ver­ur­teilt wor­den. Pas­siert ist es dies­mal in der Chris­ti­an-Dopp­ler-Kli­nik Salz­burg, wo auch psy­chisch kran­ke Men­schen behan­delt wer­den. Einer Pfle­ge­rin hat ihn dies­mal der Ange­klag­te (42) gezeigt – zwei­mal, weiß die „Kro­ne“ (krone.at, 2.12.25), des­halb wur­de er erneut ange­zeigt und auch wegen Wie­der­be­tä­ti­gung ange­klagt: „Er ist ein­fach nur krank, aber sicher kein Nazi“, beton­te hin­ge­gen der Ver­tei­di­ger. Der noch bis 2028 in Straf­haft sit­zen­de Salz­bur­ger mit einer Per­sön­lich­keits­stö­rung sei in einem „hoch-psy­cho­ti­schen“ Zustand gewe­sen.“ (krone.at).

Die Geschwo­re­nen spra­chen ihn frei. Ihre Ent­schei­dung war noch nicht rechtskräftig.

Pinzgau-Salzburg: Schuldspruch für einen Pinzgauer Hitlergrüßer

Weil er auf einem Dorf­fest im Pinz­gau zumin­dest vier­mal „Heil Hit­ler“ und aus­län­der­feind­li­che Paro­len gebrüllt hat­te, wur­de der jun­ge Pinz­gau­er (18) von einem Jugend­ge­schwo­re­nen­ge­richt am 3.12. zu sechs Mona­ten beding­ter Haft ver­ur­teilt. „Zudem wider­rief der Senat eine über den Mann bedingt ver­häng­te Geld­stra­fe aus einer frü­he­ren Ver­ur­tei­lung.“ (Salz­bur­ger Nach­rich­ten, 4.12.25, S. L4)

Feldkirch/V: Hitlerei in der Wohnung

Der Ange­klag­te aus dem Bezirk Feld­kirch trug „daheim eine Gür­tel­schnal­le mit dem Bild von Adolf Hit­ler und häng­te in sei­ner Woh­nung eine Haken­kreuz­fah­ne auf. Das alles war für sei­ne Mit­be­woh­ner zu sehen. Zudem ver­herr­lich­te der Ange­klag­te dem Urteil zufol­ge vor sei­ner Ex-Schwie­ger­mut­ter den Natio­nal­so­zia­lis­mus. Und er ver­schick­te ein Foto mit NS-Inhal­ten“, schreibt die „Neue Vor­arl­ber­ger Tages­zei­tung“ (3.12.25).

Des­halb wur­de der Bezie­her von Reha-Geld zu einer Zusatz­stra­fe von neun Mona­ten bedingt und einer Geld­stra­fe von 720 Euro (unbe­dingt) ver­ur­teilt. Schon im April war er zu einer Geld­stra­fe wegen Nöti­gung und gefähr­li­cher Dro­hung gegen sei­ne Ex-Gat­tin (die in die­sem Pro­zess die Aus­sa­ge ver­wei­ger­te) ver­ur­teilt wor­den. Die Staats­an­wäl­tin sprach laut „Neue“ von einer erschre­cken­den Zunah­me von Straf­ta­ten wegen NS-Wiederbetätigung.

Wien: Prozess wegen antisemitischen Anschlags am Zentralfriedhof abberaumt

Am 9. Dezem­ber hät­te der Pro­zess gegen den 27-Jäh­ri­gen statt­fin­den sol­len, der „in der Nacht auf den 1. Novem­ber 2023 den Vor­raum der Zere­mo­nien­hal­le mit einem Brand­be­schleu­ni­ger abge­fa­ckelt haben“ (orf.at, 2.12.25) soll. Der muss­te abbe­raumt wer­den, weil der Ange­klag­te für die Jus­tiz nicht greif­bar ist.

Damit kein Zwei­fel am Motiv des Brand­stif­ters zurück­bleibt, hat­te der Täter auch die Außen­mau­ern mit Haken­kreu­zen und rechts­extre­men Schrift­zü­gen beschmiert.

Wien: Glasflaschen auf die Polizei und Nazi-Parolen

Wäh­rend der Fahrt in einer Stra­ßen­bahn soll eine 39-jäh­ri­ge Frau am 1.12. vor­mit­tags Nazi-Paro­len gebrüllt und nach dem Aus­stieg bei der Frie­dens­brü­cke eine Glas­fla­sche auf einen an der roten Ampel war­ten­den Strei­fen­wa­gen der Poli­zei gewor­fen haben. Die Frau hat­te bereits am Sams­tag zuvor ein Poli­zei­au­to mit einem Gegen­stand bewor­fen. berich­te­te meinbezirk.at (2.12.25). Kon­se­quenz: Anzei­ge wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung und schwe­rer Sachbeschädigung.

Vorarlberg: „Black Elite Brotherhood“ am Radarschirm?

„Vor­arl­berg online“ (4.12.25) ver­öf­fent­lich­te lei­der hin­ter einer Bezahl­schran­ke eine Recher­che über die „Black Eli­te Brot­her­hood“, einen Motor­rad-Klub im Neo­na­zi-Milieu, und bezog sich dabei auch auf die Arbeit von Stoppt die Rech­ten: „Erst­mals taucht in einem Bericht über den Pro­zess auf stopptdierechten.at auch der Name ‚Black Eli­te Brot­her­hood‘ auf. Damit stell­te sich die Fra­ge nach der Rol­le von Frank T., der Struk­tur hin­ter der Grup­pie­rung – und ob sich in Vor­arl­berg ein bis­lang kaum beach­te­tes rechts­extre­mes Netz­werk ent­wi­ckelt.“

vol.at hat eini­ges zu den Akti­vi­tä­ten von „Black Eli­te Brot­her­hood“ zusam­men­ge­tra­gen, vor allem die sehr ein­deu­ti­gen Auf­trit­te bei neo­na­zis­ti­schen Kund­ge­bun­gen in Pforz­heim und Magdeburg.

Von der Brot­her­hood kommt zwar die Behaup­tung, gänz­lich unpo­li­tisch zu sein, die vol.at-Recherchen bele­gen jedoch das Gegenteil.

Der Club betont in sei­ner öffent­li­chen Selbst­dar­stel­lung „Unpo­li­tisch­sein”, Gemein­schaft und Kin­der­schutz. Gleich­zei­tig zei­gen ver­öf­fent­lich­te Fotos auf der eige­nen Home­page Ban­ner­be­zü­ge, Slo­gans und Auf­trit­te neben ein­schlä­gig bekann­ten Akteu­ren. In einem im Okto­ber publi­zier­ten State­ment distan­ziert sich die Black Eli­te Brot­her­hood von Frank T. und bezeich­net des­sen Kon­tak­te sowie des­sen Teil­nah­me an rechts­extre­men Auf­mär­schen als „pri­vat“ und nicht dem Club zuzu­rech­nen. Dem ste­hen jedoch zahl­rei­che Social-Media-Posts, ein­schlä­gi­ge Bil­der auf der Club-Home­page sowie das beleg­te Auf­tre­ten von Unter­stüt­zern mit Ban­nern der Black Eli­te Brot­her­hood bezie­hungs­wei­se als „Sturn­trupp 25“ (sic) oder auch mit T‑Shirts auf denen der Zah­len­code 1161 (Anti-Anti­fa­scist) zu lesen ist gegen­über – auch wenn füh­ren­de Mit­glie­der wie der Prä­si­dent bis­lang nicht per­sön­lich im rechts­extre­men Kon­text auf­ge­tre­ten sind.

Der Ein­schät­zung, dass der Prä­si­dent bis­lang nicht per­sön­lich im rechts­extre­men Kon­text auf­ge­tre­ten ist, wer­den wir in einem kom­men­den Arti­kel nachgehen.

Kärnten/Koroška: Ermittlungen zur Razzia am Peršmanhof ausgeweitet

Zack­Zack (3.12.25) berich­te­te als ers­tes Medi­um über die Aus­wei­tung der Ermitt­lun­gen zum Poli­zei-Ein­satz am Perš­m­an­hof:

Auf­grund der Anzei­ge des Lan­des Kärn­ten gab es eine Anfangs­ver­dachts­prü­fung wegen des Ver­dachts des Amts­miss­brauchs. Die­se ist nun abge­schlos­sen – ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wur­de gegen zwei wei­te­re, nament­lich bekann­te Beschul­dig­te ein­ge­lei­tet. Das Bun­des­amt für Kor­rup­ti­ons­be­kämp­fung ist mit ent­spre­chen­den Ermitt­lun­gen beauf­tragt wor­den”, so Behör­den­spre­cher Arnulf Rum­pold von der Staats­an­walt­schaft Graz gegen­über ZackZack.

Nach Infor­ma­tio­nen von Zack­Zack han­delt es sich bei den bei­den neu hin­zu­ge­kom­me­nen Beschul­dig­ten neben dem Völ­ker­mark­ter Bezirks­haupt­mann um einen Ver­tre­ter des Bun­des­am­tes für Frem­den­we­sen und Asyl (BFA). Bei­de Beam­te waren beim hef­tig kri­ti­sier­ten Ein­satz vor Ort, der BFA-Beam­te sprach etwa eine Fest­nah­me aus, die laut Exper­ten­kom­mis­si­on “rechts­wid­rig” gewe­sen sei.

Zu Bezirks­haupt­mann Klösch hieß es im Bericht: “Der zustän­di­ge Bezirks­haupt­mann, der sei­ne Vor­ge­setz­ten eben­so wenig in Kennt­nis gesetzt hat­te, war anwe­send, beschränk­te sich jedoch auf eine Beob­ach­ter­rol­le und wur­de sei­ner Ver­ant­wor­tung für einen recht­mä­ßi­gen Ablauf als behörd­li­cher Lei­ter vor Ort nicht gerecht.” Zack­Zack hat den Bezirks­haupt­mann schrift­lich um Stel­lung­nah­me ange­fragt, die­ser möch­te sich mit Hin­blick auf ein “lau­fen­des Ver­fah­ren” nicht wei­ter äußern. Es gilt die Unschulds­ver­mu­tung.

Der Völ­ker­mark­ter Bezirks­haupt­mann war in der Ver­gan­gen­heit auch für die Geneh­mi­gung der faschis­ti­schen Groß­auf­mär­sche in Bleiburg/Pliberk zustän­dig.

Wels/OÖ: Schon wieder?!

Erneut sind Vor­wür­fe gegen einen Mit­ar­bei­ter des Wel­ser Magis­trats aufgetaucht:

Pro­ak­tiv ging die Stadt Wels ges­tern wegen erneu­ter Extre­mis­mus­vor­wür­fe gegen einen Mit­ar­bei­ter der Ord­nungs­wa­che an die Öffent­lich­keit: Der Mann soll 2019 per Han­dy ein Foto von Hit­ler ver­schickt haben. Der Betrof­fe­ne strei­tet das ab, es hand­le sich um eine Fäl­schung. (nachrichten.at, 3.12.25)

Der betrof­fe­ne Mit­ar­bei­ter bezeich­net einen Screen­shot mit Hit­ler­bild und dem Text „Am Wochen­en­de wird die Zeit zurück­ge­dreht …“ als Fäl­schung, die Staats­an­walt­schaft Wels stell­te die Ermitt­lun­gen ein, weil die Tat bereits ver­jährt war.

Stoob/B: Im Unterricht Hakenkreuz gemauert

In der Kera­mik­fach­schu­le in Stoob, einer Expo­si­tur der Berufs­schu­le Pin­ka­feld, sol­len Schüler:innen nach einer von ihrem Leh­rer gefer­tig­ten Skiz­ze ein (ver­kehr­tes) Haken­kreuz gemau­ert haben, wie zuerst die „Kro­nen Zei­tung“ (4.12.25) berich­te­te. Der Leh­rer wur­de nach dem Ver­bots­ge­setz ange­zeigt, ihm dro­hen dienst­recht­li­che Konsequenzen.

Kuala Lumpur/Malaysia: Christian Hafenecker auf Steuerzahlerkosten auf der Suche nach Künstlicher Intelligenz

Der FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Chris­ti­an Hafenecker ist nach Malay­sia gejet­tet, um dort an einer mehr­tä­gi­gen Kon­fe­renz teil­zu­neh­men. Die „Kro­nen Zei­tung“ (2.12.25) nimmt Hafeneckers Trip zum Anlass, um des­sen Glaub­wür­dig­keit in Zwei­fel in Zwei­fel zu ziehen:

Es waren feder­füh­rend die Frei­heit­li­chen, die die teu­ren Polit-Trips diver­ser Regie­rungs­mit­glie­der kri­ti­sier­ten. Rund ums Par­la­ment sorgt jetzt aber auch eine ihrer Aus­lands­rei­sen für Wir­bel: FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Chris­ti­an Hafenecker befin­det sich auf par­la­men­ta­ri­scher Mis­si­on in Kua­la Lum­pur.

Die FPÖ hat­te in der Ver­gan­gen­heit bevor­zugt Außen­mi­nis­te­rin Bea­te Meinl-Rei­sin­ger (Neos) und Vize­kanz­ler Andre­as Babler (SPÖ) wegen deren Aus­lands­rei­sen kri­ti­siert. Jetzt aber fand FPÖ-Gene­ral­se­kre­tär Hafenecker es völ­lig in Ord­nung, in Kua­la Lum­pur an einer Kon­fe­renz über die Rol­le der Par­la­men­te bei der Gestal­tung Künst­li­cher Intel­li­genz in sei­ner Funk­ti­on als Vor­sit­zen­der des Wis­sen­schafts­aus­schus­ses und im Auf­trag der Par­la­ments­di­rek­ti­on teil­zu­neh­men. „Gekos­tet hat die Rei­se den Steu­er­zah­ler – wie die Par­la­ments­di­rek­ti­on auf Anfra­ge preis­gibt – rund 7000 Euro. Hafenecker sei Busi­ness­class (…) geflo­gen.“ (krone.at)

Koblenz/D: Rechtsextremer Priester wieder vor dem Kadi

Ein im Erz­bis­tum Liech­ten­stein vom frü­he­ren erz­kon­ser­va­ti­ven Erz­bi­schof Wolf­gang Haas geweih­ter Pries­ter muss sich neu­er­lich wegen mut­maß­li­chem Kin­des­miss­brauch vor dem Land­ge­richt Koblenz ver­ant­wor­ten. Das Urteil wird am 15. Dezem­ber erwartet.

Bereits im März hat­te das Amts­ge­richt Mon­ta­baur den katho­li­schen Pries­ter Tho­mas Jäger zu einer Haft­stra­fe von acht Mona­ten ver­ur­teilt, die für zwei Jah­re zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wur­de. Er stritt die Vor­wür­fe ab und ging in Beru­fung. Auf sei­ner Web­sei­te berich­tet der Mann offen über das gegen ihn lau­fen­de Ver­fah­ren. Des­halb nennt der SWR auch sei­nen vol­len Namen, anders als sonst üblich. (swr.de, 5.12.25)

Bei einer Haus­durch­su­chung in Liech­ten­stein hat­te die Poli­zei schon vor Jah­ren ein Han­dy mit por­no­gra­phi­schen Sei­ten, dar­un­ter mög­li­cher­wei­se auch kin­der­por­no­gra­phi­sches Mate­ri­al, gefun­den. In ers­ter Instanz wur­de Jäger damals ver­ur­teilt, das Urteil wur­de jedoch von der Beru­fungs­in­stanz wegen Män­geln bei der Beweis­erhe­bung aufgehoben.

Die „Auto­no­me Anti­fa Frei­burg“ hat­te im März 25 eini­ge von Jägers Äuße­run­gen aus den Jah­ren 2006 bis 2008, die auf sei­ne rechts­extre­me Gesin­nung schlie­ßen las­sen, in einem Kor­po­rier­ten-Forum öffent­lich gemacht.

Auf des­sen Han­dy hat­te die Liech­ten­stei­ner Poli­zei eine Aus­ga­be von „Mein Kampf” sowie eine „Lis­te von inlän­di­schen Neo­na­zis” gefun­den, wie die ein­hei­mi­sche Pres­se berichtete.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de der Pries­ter mehr­fach mit Ver­tre­tern der soge­nann­ten Neu­en Rech­ten gese­hen. Zuletzt hat­te Tho­mas Jäger im Som­mer 2025 – wie bereits im Vor­jahr — ein ver­meint­li­ches „Som­mer­fest” in Schnell­ro­da in Bran­den­burg besucht. Das dort jah­re­lang ansäs­si­ge „Insti­tut für Staats­kun­de” war vom Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet wor­den und hat­te sich im April 2024 aufgelöst.

Auch zur AfD unter­hält der Ange­klag­te offen­bar Kon­takt: Von dem Tref­fen des „Arbeits­krei­ses Chris­ten in der AfD” im Mai gibt es Fotos im Inter­net, die den Mann als Besu­cher einer Mit­glie­der­ver­samm­lung des Arbeits­krei­ses in Mainz zei­gen. Auch der ört­li­che AfD-Stadt­ver­band hat ein ent­spre­chen­des Foto ver­öf­fent­licht.

Im Wiki­pe­dia-Ein­trag zu Wolf­gang Haas wird ein lesens­wer­ter „Spiegel“-Artikel von Wal­ter Mayr zitiert, der auch die Ver­bin­dun­gen zu fun­da­men­ta­lis­ti­schen und teil­wei­se deut­lich rech­ten Pries­tern aus Öster­reich benennt, die unter Wolf­gang Haas in Liech­ten­stein behei­ma­tet waren.

Update 15.12.25: Der rechts­extre­me Pries­ter wur­de auch zweit­in­stanz­lich zu acht Mona­ten auf Bewäh­rung verurteilt.

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