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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 8 Minuten

Mélange KW 2/26: Presseausweis für identitären AUF1-Mitarbeiter weg

Cobra-Ein­satz mit Ver­bots­ge­setz-Fund, AUF1-Iden­ti­tä­rer ohne Pres­se­aus­weis, René Schi­ma­nek nach NS-Ver­bots­ge­setz ange­klagt. Die Musk-KI pro­du­ziert Kin­der­por­no­gra­fie und unga­ri­sche Bevöl­ke­rung pro­tes­tiert gegen Orbán, der aber von Her­bert Kickl unter­stützt wird.

14. Jan. 2026
Rückblick
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Inhalt

Togg­le
  • Oberwart/B: Gefähr­li­che Dro­hung und NS-Wiederbetätigung
  • Amstetten/NÖ: Nazi-Schmie­rer ausgeforscht
  • Telfs/T: Hetz­bot­schaf­ten verbreitet
  • Wien: AUF1-Mit­ar­bei­ter ohne Presseausweis
  • Lan­gen­lois-Krem­s/NÖ: René Schi­ma­nek nach dem NS-Ver­bots­ge­setz angeklagt
  • USA: Grok als Werk­zeug für sexu­el­le Ernied­ri­gung und digi­ta­le Leichenschändung
  • Mainz/D: Bur­schen­schaft unter Beobachtung
  • Ungarn: Mas­sen­pro­tes­te gegen Orbán und Unter­stüt­zung für Orbán durch Netan­ja­hu, FPÖ, AfD

Oberwart/B: Gefährliche Drohung und NS-Wiederbetätigung

Wegen einer gefähr­li­chen Dro­hung im Fami­li­en­kreis durch einen 22-Jäh­ri­gen ist es am Sams­tag, 3.1.26, zu einem Ein­satz der poli­zei­li­chen Spe­zi­al­ein­heit Cobra im Bezirk Ober­wart gekom­men, berich­ten diver­se Medi­en, dar­un­ter „Mein Bezirk“ (7.1.26), aller­dings erst Tage spä­ter und ohne genaue­re Infor­ma­tio­nen. Die ver­däch­tig­te Per­son wur­de fest­ge­nom­men und sitzt mitt­ler­wei­le in U‑Haft:

Im Rah­men einer von der Staats­an­walt­schaft ange­ord­ne­ten Haus­durch­su­chung wur­den über­dies Din­ge gefun­den, die als Ver­stoß gegen das Waf­fen- und Ver­bots­ge­setz gel­ten. Genaue­re Details wur­den sei­tens der Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on nicht bekannt­ge­ge­ben.

Amstetten/NÖ: Nazi-Schmierer ausgeforscht

Ursprüng­lich war von zwei Tätern die Rede, die Anfang Juli 25 in einem Park­haus in Amstet­ten Haken­kreu­ze, SS-Runen, nicht näher benann­te „radi­ka­le“ Paro­len gesprayt und 22 Über­wa­chungs­ka­me­ras besprüht (und somit unbrauch­bar gemacht) haben sol­len. Jetzt kann die Amstett­ner Stadt­po­li­zei einen Ermitt­lungs­er­folg mel­den: Ein 20-jäh­ri­ger öster­rei­chi­scher Staats­bür­ger wur­de als Täter aus­ge­forscht und ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert. „Der Mann ist ein­schlä­gig vor­be­straft und wird zur Anzei­ge gebracht“, berich­ten die NÖN (9.1.2026).

Telfs/T: Hetzbotschaften verbreitet

In der Tiro­ler Markt­ge­mein­de Telfs wur­den in der Vor­wo­che zahl­rei­che frem­den­feind­li­che Hetz­bot­schaf­ten ver­brei­tet, berich­tet der ORF Tirol (9.1.26):

Im Zeit­raum zwi­schen Mitt­woch­abend (18.00 Uhr) und Don­ners­tag­mit­tag sind im Orts­ge­biet von Telfs meh­re­re hand­ge­schrie­be­ne Zet­tel mit frem­den­feind­li­chem Inhalt auf­ge­taucht. Die bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft brach­te die Schrei­ben mit­ten im Wohn­ge­biet an. Die Mit­tei­lun­gen waren auf karier­ten A5-Zet­teln ver­fasst, in schwar­zer Schrift und Block­buch­sta­ben geschrie­ben.

Die Poli­zei ermit­telt wegen Verhetzung.

Wien: AUF1-Mitarbeiter ohne Presseausweis

Dem AUF1-Mit­ar­bei­ter und iden­ti­tä­ren Akti­vis­ten Phil­ipp Hue­mer wur­de vom Öster­rei­chi­schen Kura­to­ri­um für Pres­se­aus­wei­se der Pres­se­aus­weis ent­zo­gen, mel­det der „Stan­dard“ (9.1.26). Hue­mer, der vor sei­ner Tätig­keit für AUF1 Lan­des­lei­ter der Iden­ti­tä­ren in Wien war, trat bei der Iden­ti­tä­ren-Demo im Juli 25 mit sei­nem Pres­se­aus­weis auf. Das Kura­to­ri­um hat in sei­nen Sta­tu­ten die Ent­zie­hung des Pres­se­aus­wei­ses vor­ge­se­hen, wenn

er für die Tar­nung nicht­jour­na­lis­ti­scher Tätig­kei­ten als Aus­übung jour­na­lis­ti­scher Tätig­keit miss­braucht wird, ins­be­son­de­re im Fal­le des sicht­ba­ren Tra­gens bei poli­ti­schen Ver­an­stal­tun­gen und Ver­samm­lun­gen (z.B. Demons­tra­tio­nen), wenn dort anstel­le einer unpar­tei­li­chen jour­na­lis­ti­schen Tätig­keit offen­kun­dig aktiv par­tei­lich an der Ver­an­stal­tung mit­ge­wirkt wird.

Zuvor hat­ten der AUF1-Betrei­ber Ste­fan Magnet und Hue­mer die Auf­nah­me in die Ver­ei­ni­gung der Parlamentsredakteur:innen bean­tragt, um so eine Dau­er­zu­tritts­kar­te zum Par­la­ment zu erhal­ten: „Die Auf­nah­me wur­de Magnet und Hue­mer aller­dings mit Ver­weis auf den Ver­fas­sungs­schutz­be­richt ver­wei­gert.“ (derstandard.at, 9.1.26)

Langenlois-Krems/NÖ: René Schimanek nach dem NS-Verbotsgesetz angeklagt

Die Staats­an­walt­schaft Krems hat gegen René Schi­ma­nek, Ex-Büro­lei­ter des FPÖ-Natio­nal­rats­prä­si­den­ten Wal­ter Rosen­kranz und nun im Frei­heit­li­chen Bil­dungs­in­sti­tut tätig, Ankla­ge nach dem NS-Ver­bots­ge­setz erho­ben. Die Ankla­ge ist noch nicht rechtskräftig.

René Schi­ma­nek, der noch immer als Stadt­rat der FPÖ in Lan­gen­lois tätig ist, wird, wie der „Stan­dard“ (9.1.26) zuerst berich­te­te nur wegen der Par­te für sei­nen Vater ange­klagt. Die Ober­staats­an­walt­schaft Wien ver­wies auch auf ein Hit­ler-Bild, das bei Schi­ma­nek gefun­den wor­den sei. Bekannt­lich waren bei einer Haus­durch­su­chung im Forst­haus der Fami­lie Schi­ma­nek neben der Rui­ne Kron­segg auch NS-Devo­tio­na­li­en sicher­ge­stellt worden.

Wegen der Fun­de in der Wie­ner Woh­nung wur­de Renés Bru­der, Hans Jörg Schi­ma­nek juni­or, schon im Sep­tem­ber des Vor­jah­res von der Staats­an­walt­schaft Wien ange­klagt – ein Pro­zess­ter­min ist noch nicht bekannt. Weder in der Cau­sa von René Schi­ma­nek noch in jener sei­nes Bru­der ist bekannt, ob Ein­spruch gegen die Ankla­ge erho­ben wurde.

Der Straf­pro­zess gegen die bei­den älte­ren Söh­ne von Hans Jörg Schi­ma­nek juni­or ist hin­ge­gen mitt­ler­wei­le fix. Der Pro­zess „wegen Betei­li­gung an einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung, Vor­be­rei­tung eines hoch­ver­rä­te­ri­schen Unter­neh­mens und wei­te­rer Ankla­ge­punk­te“ (dpa) gegen die bei­den Brü­der und sechs wei­te­re Mit­glie­der der Neo­na­zi-Grup­pe „Säch­si­schen Sepa­ra­tis­ten“ beginnt am 23. Jän­ner vor dem Ober­lan­des­ge­richt Dres­den. Fürs Jahr 2026 sind 68 Ver­hand­lungs­ter­mi­ne anbe­raumt.

USA: Grok als Werkzeug für sexuelle Erniedrigung und digitale Leichenschändung

Grok, die künst­li­che Intel­li­genz aus dem Musk-Impe­ri­um mit Nazi-Anwand­lun­gen, wird auf der Platt­form X immer mehr für die Gene­rie­rung von Por­no-Deepf­akes von Frau­en und Kin­dern genutzt und so „zum Tool offen aus­ge­leb­ter Pädo­phi­lie“ (spiegel.de, 6.1.26).

Nach dem Mord an Renée Good durch einen ICE-Scher­gen berich­tet der „Stan­dard“ von einer beson­ders wider­li­chen Vari­an­te der sexu­el­len Ernied­ri­gung, einer Art von digi­ta­ler Leichenschändung:

Es ist an Geschmack­lo­sig­keit kaum zu über­bie­ten: Der MAGA-Sphä­re zuor­den­ba­re Accounts ver­spot­ten jene am Mitt­woch von ICE-Schüt­zen ermor­de­te Frau, indem sie Grok anwie­sen, ihren Kör­per in einen Biki­ni zu klei­den. Als Basis dient das Foto der blu­ti­gen Lei­che von Renee G. Grok appor­tiert brav. (derstandard.at, 9.1.26)

Die Bild­be­ar­bei­tungs­funk­ti­on von Grok ist mitt­ler­wei­le nur mehr für bezah­len­de Premium-User*‘innen von X zugäng­lich, die dür­fen ihre Opfer also exklu­siv ernied­ri­gen. Die Ein­schrän­kung sei jedoch leicht umgeh­bar und stößt zudem auf beim rechts­extre­men Fir­men­chef Elon Musk auf hef­ti­ge Kri­tik. Die gro­ßen Medi­en­kon­zer­ne Apple und Goog­le wie­der­um, die X mit­samt Grok aus ihren Stores ver­ban­nen könn­ten, haben offen­sicht­lich Angst vor Elon Musk.

Der US-Kriegs­mi­nis­ter Peter Hegs­eth erklär­te den­noch, Grok im Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ein­set­zen zu wollen.

Mainz/D: Burschenschaft unter Beobachtung

Die Kla­ge der Main­zer Bur­schen­schaft Ger­ma­nia Hal­le gegen ihre Nen­nung im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt des Lan­des Rhein­land-Pfalz als Orga­ni­sa­ti­on, die einen auf Abstam­mung basie­ren­den völ­ki­schen Natio­na­lis­mus ver­tritt, wur­de vom Ver­wal­tungs­ge­richt abge­wie­sen. In der Ent­schei­dung des Gerichts neh­men die inten­si­ven per­so­nel­len Ver­bin­dun­gen zur rechts­extre­men AfD gro­ßen Raum ein:

Ins­ge­samt wer­den elf Per­so­nen genannt, die ent­we­der Teil der Alten Her­ren sind oder in dem Haus woh­nen bzw. gewohnt haben, sowie ihre jewei­li­gen Ver­bin­dun­gen zur AfD und der auf­ge­lös­ten „Jun­gen Alter­na­ti­ve“. Dar­un­ter befin­den sich laut Recher­chen von ENDSTATION RECHTS. mit Sebas­ti­an Mün­zen­mai­er, Dami­an Lohr und Alex­an­der Jung­bluth hoch­ran­gi­ge Abge­ord­ne­te der AfD aus Bun­des- und Land­tag sowie dem Euro­pa­par­la­ment. Bei eini­gen der Genann­ten bestehen zudem Ver­bin­dun­gen zur auf der Unver­ein­bar­keits­lis­te der AfD ste­hen­den Iden­ti­tä­ren Bewe­gung. (endstation-rechts.de, 9.1.26)

Nicht genannt, aber in die­sem Zusam­men­hang jeden­falls erwäh­nens­wert, ist die inten­si­ve Bezie­hung, die die FPÖ-EP-Abge­ord­ne­te Petra Ste­ger als AfD-Rechts­ver­bin­de­rin zu eini­gen der genann­ten AFD-Poli­ti­ker und Ger­ma­nia-Hal­le-Bur­schen­schaf­ter pflegt.

Ungarn: Massenproteste gegen Orbán und Unterstützung für Orbán durch Netanjahu, FPÖ, AfD

Was nach wie vor tabu ist für Isra­els Regie­rung: direk­te Bezie­hun­gen zur FPÖ und AfD. Bei­de Par­tei­en wer­den wegen anti­se­mi­ti­scher Wur­zeln und Mit­glie­der nach wie vor boy­kot­tiert. Was aber mitt­ler­wei­le mög­lich ist, berich­tet die israe­li­sche Zei­tung „Haa­retz“ (11.1.26): die Unter­stüt­zung der deut­lich rech­ten und auto­ri­tä­ren Regie­rung Orbán durch Netan­ja­hu gemein­sam mit Prot­ago­nis­ten rech­ter und rechts­extre­mer Par­tei­en quer durch Euro­pa, die bei einem Video-Mee­ting für die Wie­der­wahl von Orbán Stim­mung mach­ten. Dabei waren auch die AfD-Che­fin Ali­ce Wei­del und Her­bert Kickl.

Unter ihnen waren die fran­zö­si­sche Ras­sem­blem­ent-Natio­nal-Vor­sit­zen­de Mari­ne Le Pen, die ita­lie­ni­sche Minis­ter­prä­si­den­tin Gior­gia Melo­ni, der argen­ti­ni­sche Prä­si­dent Javier Milei, der ser­bi­sche Prä­si­dent Alek­sand­ar Vučić, der tsche­chi­sche Minis­ter­prä­si­dent Andrej Babiš, der ita­lie­ni­sche Vize­pre­mier Matteo Sal­vi­ni, der spa­ni­sche Vox-Vor­sit­zen­de Sant­ia­go Abas­cal und der ehe­ma­li­ge pol­ni­sche Minis­ter­prä­si­dent Mate­usz Mora­wi­ecki von der Par­tei Recht und Gerech­tig­keit (PiS).

Mit der FPÖ ver­bun­den ist Likud, die Par­tei von Netan­ja­hu auch durch  die ultra­rech­te euro­päi­sche Samm­lungs­be­we­gung „Patrio­ten für Euro­pa“, in der Likud seit einem Jahr zur Freu­de der FPÖ Beob­ach­ter­sta­tus hat. FPÖ-Chef Kickl beju­bel­te schon damals das Ende der Iso­la­ti­on der FPÖ, einer Sicht­wei­se, der damals der Likud-Teil­neh­mer aller­dings wider­spro­chen hatte.

Im Dezem­ber sorg­te die Ver­öf­fent­li­chung eines Vide­os, das schwe­re Miss­hand­lun­gen eines Jugend­li­chen durch den Lei­ter einer staat­li­chen Straf­an­stalt zeigt, für lan­des­wei­te Empö­rung und Mas­sen­pro­tes­te. Die Auf­nah­men, die bereits seit Mona­ten den Behör­den bekannt waren, wur­den von einem ehe­ma­li­gen Oppo­si­ti­ons­po­li­ti­ker publik gemacht, ohne dass zuvor Maß­nah­men ergrif­fen wur­den. Im Zuge der Ermitt­lun­gen wur­den der ehe­ma­li­ge Insti­tuts­lei­ter und wei­te­re Mit­ar­bei­ter wegen Ver­dachts auf Men­schen­han­del, Geld­wä­sche und Zwangs­pro­sti­tu­ti­on fest­ge­nom­men. Wei­te­re Berich­te und Video­auf­nah­men bele­gen sys­te­ma­ti­sche phy­si­sche, psy­chi­sche und sexua­li­sier­te Gewalt gegen Kin­der und Jugend­li­che in staat­li­chen Einrichtungen.

Vor gut einer Woche wur­de dem Oppo­si­ti­ons­füh­rer Péter Magyar ein seit 2021 vor­lie­gen­der, aber unter Ver­schluss gehal­te­ner Bericht der staat­li­chen Kin­der­schutz­be­hör­de zuge­spielt. Dem 47seitigen Doku­ment zufol­ge wur­den seit Jah­ren mehr als 3.300 Kin­der mal­trä­tiert – das wäre jedes fünf­te Kind, das in staat­li­chen Hei­men betreut wird. Trotz Mel­dun­gen wur­den oft kei­ne Ermitt­lun­gen ein­ge­lei­tet. Wenn dies doch geschah, wur­den sie auf­grund unzu­rei­chen­der Bewei­se ein­ge­stellt oder führ­ten zu kei­ner Ankla­ge, weil die Staats­an­walt­schaft kei­nen Straf­tat­be­stand erfüllt sah. Der­ar­ti­ge Miss­stän­de wären ohne das Wis­sen der poli­ti­schen Füh­rung nicht mög­lich gewe­sen, mein­te Magyar und rief zum Pro­test auf, dem sich schät­zungs­wei­se 50.000 Men­schen anschlos­sen. (jungle.world, 1.1.26)

Die Regie­rungs­ko­ali­ti­on aus Fidesz und KDNP steht kurz vor den im April ange­setz­ten Par­la­ments­wah­len unter Druck, da die Miss­stän­de trotz jah­re­lan­ger Beteue­run­gen über die Prio­ri­tät des Kin­der­schut­zes immer wie­der zu Skan­da­len füh­ren. Bereits im Febru­ar 2024 hat­ten Miss­brauchs­fäl­le zu Rück­trit­ten hoch­ran­gi­ger Regie­rungs­mit­glie­der geführt. Die Regie­rung ver­sucht, die Vor­fäl­le her­un­ter­zu­spie­len; Jus­tiz­mi­nis­ter Tuz­son behaup­te­te zunächst, Min­der­jäh­ri­ge sei­en nicht betrof­fen, was sich als Lüge her­aus­stell­te. Die Auf­sicht über die Jugend­ge­fäng­nis­se wur­de inzwi­schen der Poli­zei über­tra­gen. Regie­rungs­ver­tre­ter ver­such­ten, die betrof­fe­nen Jugend­li­chen als kri­mi­nell dar­zu­stel­len, was von Exper­ten scharf kri­ti­siert wur­de, da Erzie­hung kei­ne Auf­ga­be der Straf­ver­fol­gung sei.

Die Regie­rungs­frak­ti­on ver­wei­ger­te sich einer Par­la­ments­de­bat­te zum The­ma, indem sie geschlos­sen den Saal ver­ließ. Die anhal­ten­den Skan­da­le und die Ver­harm­lo­sung der Miss­stän­de könn­ten die Unter­stüt­zung für die Regie­rung nach­hal­tig erschüt­tern. Umfra­gen sehen „Tis­zar“, die Oppo­si­ti­ons­par­tei des ehe­ma­li­gen Fidesz-Poli­ti­kers Magyar, in Front.

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