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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 9 Minuten

Mélange KW 40/19

Eine ereig­nis­rei­che Woche liegt hin­ter uns. Die Stra­ches müs­sen ihr Fami­li­en­ein­kom­men neu zäh­len, die FPÖ über­legt, ob die Stra­ches noch zur Par­tei­fa­mi­lie zu zäh­len sind, wäh­rend sich ande­re Mit­glie­der der frei­heit­li­chen Fami­lie vor lau­fen­der Kame­ra wegen ihrer Spe­sen­rech­nun­gen hef­tig befeh­den. Was sonst noch pas­siert ist – und das ist sehr viel! –, erzäh­len wir in die­ser Wochenschau.

7. Okt. 2019

Steyr I/OÖ: Mit Hitlerbart und Hakenkreuz
Steyr II – Linz/OÖ: Hackn, Hund und Haus

Feldkirchen-Graz/Stmk: Vor Entscheidung über „Tigurina“
Stockerau/NÖ: FPÖ-Gemeinderat Fan von Ustascha und Blood & Honour
St. Pölten-Traisen/NÖ: Ein schwerer Nazi
Ebensee/OÖ: Hakenkreuzschmiererei
Sierning/OÖ: Asylpolizist für Pistole gegen Flüchtende
Klagenfurt: Gauleiter-Grabstätte mit Hitler-Zitat
Berlin: Nagel bei den Nazis
OÖ: Rechter Humor
Zitat der Woche

 

Steyr I/OÖ: Mit Hitlerbart und Hakenkreuz

Der 15-Jäh­ri­ge, der sich Anfang der Woche am Lan­des­ge­richt Steyr vor Geschwo­re­nen wegen Wie­der­be­tä­ti­gung und gefähr­li­cher Dro­hung ver­ant­wor­ten muss­te, ist wohl so etwas wie ein „Sys­tem­spren­ger“. Wegen Wider­stan­des gegen die Staats­ge­walt ist der Son­der­schü­ler bereits vor­be­straft – jetzt setz­te es 15 Mona­te bedingt, weil er unter ande­rem ein Haken­kreuz an die Tafel gemalt und die Direk­to­rin ange­brüllt und mit dem Sprich „Ich schlag dir die Fres­se ein, ich töte dich!“ (nachrichten.at, 2.10.19) bedroht hat­te. Sein Hit­ler­bärt­chen und die „Wehr­machts­mu­sik“, die er in sei­ner Unter­kunft hör­te, wur­den als wei­te­re Indi­zi­en für sei­ne Gesin­nung gewer­tet. Dem Jugend­li­chen wur­de neben der beding­ten Haft­stra­fe auch noch ein päd­ago­gisch beglei­te­ter Besuch der KZ-Gedenk­stät­te Maut­hau­sen aufgetragen.

Steyr II-Linz/OÖ: Hackn, Hund und Haus

Fast alles, was unter Steyr I beschrie­ben ist, hat sich anschei­nend sehr ähn­lich schon am 20. August vor dem Lan­des­ge­richt Linz abge­spielt. Unter­schied­lich waren nur das Alter, die Stra­fe und der Ort des Gerichts, Linz. Auch die­ser Jugend­li­che war bereits vor­be­straft (zwei Vor­stra­fen), hat­te in sei­ner Schu­le in Steyr im Früh­jahr 2018 Haken­kreu­ze auf Tafel und Tische gemalt und die Leh­re­rIn­nen, die ihn zur Rede gestellt hat­ten, übelst beschimpft: „dass es sie unter Hit­ler nicht gege­ben hät­te, es die­ser es schon rich­tig gemacht habe, Aus­län­der abge­scho­ben gehö­ren und die ari­sche Ras­se rein sei, so die Staats­an­walt­schaft“ (ooe.orf.at, 20.9.19).

Der jun­ge Ange­klag­te gab sich ein­sich­tig und for­mu­lier­te sei­ne Lebens­per­spek­ti­ve mit: „Eine Hack’n, einen Hund, ein Haus.“(ORF OÖ) Die Geschwo­re­nen erkann­ten auch bei ihm auf schul­dig, und so wur­de er zu sechs Mona­ten beding­ter Haft und – Über­ra­schung! – zu einem päd­ago­gisch beglei­te­ten Besuch der KZ-Gedenk­stät­te Maut­hau­sen verurteilt.

Anmer­kung: Ein Besuch der KZ-Gedenk­stät­te ist sicher kein Feh­ler, aber ganz sicher auch kein All­heil­mit­tel. Wie wär’s mit pro­ak­ti­ver Sozi­al­ar­beit an den Schulen?

Feldkirchen-Graz/Stmk: Vor Entscheidung über „Tigurina“

In Sachen pen­na­le Bur­schen­schaft „Tigu­ri­na“ Feld­kir­chen (Kärn­ten) steht anschei­nend eine wich­ti­ge Ent­schei­dung bevor: „Eng wer­den könn­te es für eine Bur­schen­schaft aus Feld­kir­chen“, schreibt die „Kro­ne“ (Kärn­ten, 4.10.19 ) unter Beru­fung auf den Spre­cher der Staats­an­walt­schaft Graz, der bekannt­gab, dass die Staats­an­walt­schaft Graz die Ermitt­lun­gen abge­schlos­sen und ihren Vor­ha­bens­be­richt an die Ober­staats­an­walt­schaft wei­ter­ge­lei­tet habe. Das Ver­fah­ren war von Kla­gen­furt nach Graz ver­legt wor­den, weil einer der Bur­schen­schaf­ter ein Kärnt­ner Kri­mi­nal­po­li­zist ist und die Staats­an­walt­schaft Kla­gen­furt sich des­halb für befan­gen erklärt hatte.

Stockerau/NÖ: FPÖ-Gemeinderat Fan von Ustascha und Blood & Honour

Mit aus­führ­li­chen Berich­ten wür­dig­ten FPÖ-Fails, kosmo.at und die FB-Grup­pe Ser­ben gegen Rechts den Umstand, dass sich der FPÖ-Gemein­de­rat Alen Ćor­ko­vić aus Sto­cker­au auf sei­nem Face­book-Pro­fil als ein glü­hen­der Usta­scha-Fan prä­sen­tiert hat. Die „Jun­ge Gene­ra­ti­on“ Sto­cker­au for­der­te des­halb sei­nen Rück­tritt, aber Ćor­ko­vić denkt nicht dar­an und ver­legt sei­ne rechts­extre­men Sym­pa­thien weit zurück in sei­ne Ver­gan­gen­heit: „Ich habe in mei­ner Jugend mit hei­mat­be­wuss­ten Bewe­gun­gen Kroa­ti­ens sym­pa­thi­siert, dar­über hin­aus nichts Ille­ga­les gemacht und gepos­tet.“ (noen.at, 27.9.19)

Die ein­deu­ti­gen Bil­der hat Ćor­ko­vić zunächst gelöscht, „um Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den“. Mitt­ler­wei­le betrach­tet er offen­sicht­lich sei­nen gesam­ten Face­book-Auf­tritt als Miss­ver­ständ­nis, denn Ćor­ko­vić hat sein Kon­to gelöscht. Das ist auch drin­gend not­wen­dig, denn bei sei­nem Face­book-Account stel­len sich nicht nur Fra­gen zu sei­ner Usta­scha-Sym­pa­thie, son­dern auch zu sei­nen Likes für die Reichs­bür­ger­be­we­gung und – noch viel ärger – für Blood & Honour!

Alen Ćorković likt Blood & Honour
Alen Ćor­ko­vić likt Blood & Honour

Die FPÖ Sto­cker­au gibt ihrem Gemein­de­rat jeden­falls Rücken­de­ckung: „Die Pos­tings sind meh­re­re Jah­re alt und wur­den noch vor der Geset­zes­än­de­rung gepos­tet. (…)  Die­se Hetz­jagd gegen die FPÖ geht zu weit!“

Bei der FPÖ Sto­cker­au fin­det man also offen­sicht­lich gar nichts Bedenk­li­ches dabei, wenn einem ihrer Man­da­ta­re Blood & Honour gefällt?

St. Pölten-Traisen/NÖ: Ein schwerer Nazi

So muss man wohl einen bezeich­nen, der gera­de am Lan­des­ge­richt St. Pöl­ten wegen Wie­der­be­tä­ti­gung zu drei Jah­ren Haft, davon eines unbe­dingt, ver­ur­teilt wur­de, aber schon vor­her eini­ges am Kas­ten hat­te. Dani­el R. wur­de bereits im Sep­tem­ber 2009 zu vier Jah­ren Haft ver­ur­teilt, weil er einen Freund mit einem ros­ti­gen Bajo­nett zwei Bauch­sti­che ver­setzt hat­te, die dem bei­na­he das Leben gekos­tet hätten.

„Schon 1997 wur­de über den Mann, der der Skin­head-Sze­ne ange­hör­te, ein Waf­fen­ver­bot ver­hängt. Mehr­mals ver­stieß er dage­gen und wur­de neben Kör­per­ver­let­zung, gefähr­li­chen Dro­hun­gen, sowie wegen nicht bezahl­ter Ali­men­te für sei­ne vier Kin­der, auch mehr­mals nach dem Waf­fen­ge­setz ver­ur­teilt“, heißt es wei­ter im Pro­zess­be­richt von meinbezirk.at.

Dies­mal hat es ihn erwischt nach­dem ein Zeu­ge ein Foto bemerk­te, auf dem der Ange­klag­te mit sei­nen bei­den Neu­ge­bo­re­nen, deren Mut­ter und einer Hand­gra­na­te (!) dane­ben zu sehen war. Das war noch lan­ge nicht alles:

„Im Zuge der Ermitt­lun­gen ent­deck­ten Beam­te ein umfang­rei­ches Waf­fen­la­ger mit Kriegs­ma­te­ri­al, Spreng­sät­zen und Minen. Über­rascht zeig­te man sich auch, als die Lebens­part­ne­rin eine Tel­ler­mi­ne zuta­ge brach­te, die der Beschul­dig­te unter dem Git­ter­bett sei­ner Kin­der depo­niert hatte.“

Natür­lich wur­de auch jede Men­ge Nazi-Schrott in dem Raum, den R. „Mein Lager“ nann­te, gefun­den. Der Ange­klag­te (39), der seit 2015 mehr als 60 brau­ne Posts über Whats­App ver­schickt hat­te, gab an, nur mehr „geschicht­lich“ inter­es­siert zu sein. Da spra­chen aber wirk­lich alle Fak­ten dage­gen. So gese­hen, ist das Urteil auch ver­gleichs­wei­se mild.

Ebensee/OÖ: Hakenkreuzschmiererei

Bis­her unbe­kann­te Täter haben in Eben­see in der Nähe des ehe­ma­li­gen KZ auf Beton, Stra­ße und Ver­kehrs­spie­gel meh­re­re Haken­kreu­ze gesprayt, außer­dem mit blau­em Spray Sprü­che gegen die Poli­zei. Das berich­ten die „Kro­ne“ (OÖ) am 1.10.19 sowie die Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on OÖ in einer Aus­sendung vom 29.9.2019. Unklar bleibt aber, ob wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung oder „nur“ wegen Sach­be­schä­di­gung ermit­telt wird.

Sierning/OÖ: Asylpolizist für Pistole gegen Flüchtende

Es ist eine schier unglaub­li­che Geschich­te, die FPÖ-Fails auf­ge­deckt hat und im „Kurier“ dann berich­tet wur­de. Am Wahl­tag! Dar­um ist es in die­sem Fall auch nicht ver­wun­der­lich, dass nicht mehr dar­über berich­tet wur­de, und vor allem, dass die ers­ten Kon­se­quen­zen ziem­lich lau wirken.

In der Face­book-Grup­pe „FPÖ zusam­men sind wir stark“ pos­tet einer im Juli 2019: „Gegen die aus frem­den Län­der mit Schif­fen zu uns gereis­ten Mala­ria Gel­sen[gemeint sind damit Flücht­lin­ge, Anm. SdR] gibt es ein wirk­sa­mes Mit­tel! Glock 20!“

Der Sier­nin­ger FPÖ-Funk­tio­när und Abtei­lungs­di­rek­tor im Bun­des­amt für Asyl­we­sen, Außen­stel­le Ober­ös­ter­reich, pos­tet dazu: „Glock 30…“ und hängt ein lachen­des Smi­ley dazu, wie der „Kurier“ aus­führt. Der Frem­den­po­li­zist war schon frü­her – und zwar ziem­lich ein­schlä­gig – auf Face­book aktiv, wie aus die­sem Post von FPÖ-Fails auf FB hervorgeht:

Unlängst fiel er uns durch ein Like bei einem wider­li­chen Hass­pos­ting gegen die Kli­ma­ak­ti­vis­tin Gre­ta Thun­berg auf, doch dies war noch längst nicht alles:
Schon 2014 berich­te­te ‚Hei­mat ohne Hass’ (HoH), von sei­nem Like für eine von FPÖ­lern betrie­be­nen Anti-Flücht­lings­sei­te namens ‚Öster­reich hat schon genug Aus­län­der! STOPPT DIE REGELRECHTE ÜBERFLUTUNG!!’

2013 teil­te er von einem mitt­ler­wei­le gelösch­ten Neo­na­zi-Blog einen Arti­kel des fran­zö­si­schen Geschichts­re­vi­sio­nis­ten und Holo­caust­leug­ners Paul Ras­si­ni­er, der die Zahl von 6 Mil­lio­nen vom NS-Regime ermor­de­ten Juden in Zwei­fel zog.

Mitt­ler­wei­le ist der Sier­nin­ger FPÖ-Funk­tio­när aus der Par­tei aus­ge­tre­ten und hat sei­ne Funk­tio­nen in der Gemein­de zurück­ge­legt. Im Innen­mi­nis­te­ri­um geht man die Sache gemäch­li­cher an: Der Sach­ver­halt wird dienst- und dis­zi­pli­nar­recht­lich geprüft, heißt es dazu im „Kurier“ (4.10.19). Immer­hin wur­de er, so das Innn­mi­nis­te­ri­um, von Asyl­ver­fah­ren abgezogen.

Klagenfurt: Gauleiter-Grabstätte mit Hitler-Zitat

In sei­ner Aus­ga­be vom 6.10.19 berich­tet „pro­fil“ über eine Grab­stät­te, die es so eigent­lich nicht geben dürf­te. Für den Kärnt­ner Gau­lei­ter Fried­rich Rai­ner, ein Bur­schen­schaf­ter und glü­hen­der Nazi der ers­ten Stun­den, wur­de 1991 (!) eine Grab­stät­te am Fried­hof Anna­bichl bei Kla­gen­furt errich­tet, die mit der Lebens­ru­ne und einem Hit­ler-Spruch aus 1933 „ver­ziert“ ist. Die Toch­ter Rai­ners, die das Grab pflegt, wur­de von „pro­fil“ befragt und ist gegen jede Ände­rung mit fol­gen­dem „Argu­ment“: „Soll da viel­leicht ein gro­ßer Zion-Stern drauf, dass man beru­higt ist?“

Die Kla­gen­fur­ter Stadt­ver­wal­tung ist über­rascht von den pro­fil-Recher­chen, will aber jetzt genau abklä­ren, „ob und in wel­cher Form eine Reak­ti­on mög­lich ist“ (pro­fil Nr. 41 vom 6.10.19).

Berlin: Nagel bei den Nazis

Der ehe­ma­li­ge Pegi­da-Spre­cher Georg Nagel, der so ziem­lich bei all sei­nen Ver­su­chen, sich in der rechts­extre­men Sze­ne Öster­reichs zu eta­blie­ren, bis­her erfolg­reich geschei­tert ist, ist fol­ge­rich­tig nach Deutsch­land aus­ge­wi­chen. In Ber­lin am 3. Okto­ber durf­te er bei einer rechts­extre­men Demo, die ein brei­tes brau­nes Farb­spek­trum von Neo­na­zis, Reichs­bür­gern bis André Pog­gen­burg prä­sen­tier­te, sogar als Red­ner auf­tre­ten mit dem schö­nen Satz: „Wir kämp­fen für wei­te­re tau­send Jah­re. Wir geben nicht auf.“ Ist das eigent­lich nicht Wiederbetätigung?

Berliner Nazidemo mit Nagel
Ber­li­ner Nazi­de­mo mit Nagel (Screen­shot Video JFDA)

Bei der Demo wur­den auch Paro­len wie „Ein Baum, ein Strick, ein Pres­se­ge­nick“,„Wenn wir wol­len, schla­gen wir Euch tot“und „Nie wie­der Isra­el“ gebrüllt, wie aus der her­vor­ra­gen­den, aber gru­se­li­gen Video-Doku des „Jüdi­schen Forum für Demo­kra­tie und gegen Anti­se­mi­tis­mus“ hervorgeht.

OÖ: Rechter Humor

Der „Wochen­blick“ hat noch am Wahl­abend eine erle­se­ne, erlauch­te und ermü­den­de Run­de zusam­men­ge­trom­melt, um das Wahl­de­ba­kel der FPÖ zu ana­ly­sie­ren und ist zu dem ein­deu­ti­gen Ergeb­nis gekom­men: „Der Medi­en-Main­stream ist auch an FPÖ-Deba­kel schuld.“

Die Run­de bestand übri­gens aus Chris­ti­an Sei­bert, dem Chef­re­dak­teur des „Wochen­blick“, Ulrich „Ulli“ Novak, dem „Schrift­lei­ter“ von „Frei­lich“ („Aula“- Nach­fol­ge­ma­ga­zin), dem RFJ-Akti­vis­ten und Beglei­ter von Ursu­la Sten­zel auf der Iden­ti­tä­ren-Demo, Roman Möse­ne­der und dem iden­ti­tä­ren „Wochenblick“-Redakteur Juli­an Utz, der bedeu­tungs­voll den „Deep Sta­te“ ver­däch­tig­te, die FPÖ-Affä­ren zu insze­nie­ren. Ganz gro­ße Klas­se: Der „Ulli“, der von „vor­wie­gend links­ge­strick­ten, teil­wei­se sich auch in dubio­sen Eigen­tums­ver­hält­nis­sen befind­li­chen Gene­ra­tio­nen, äh…Redaktionen“ schwur­bel­te. Wen meint er damit? Die „Kro­ne“? „heu­te“? „Öster­reich“? Oder gar den „Wochen­blick“, über des­sen Finanz­quel­len tat­säch­lich ziem­lich wenig bekannt ist?

Zitat der Woche

„Zeit­on­line“ befrag­te die Poli­tik­wis­sen­schaf­te­rin Julia Par­theymül­ler zur FPÖ und auch über mög­li­che Unter­schie­de zur AfD. Ihre Antwort:

Ein mar­kan­ter Unter­schied ist, dass die AfD in Deutsch­land von vie­len, die sie nicht wäh­len, als rechts­ra­di­ka­le Par­tei ange­se­hen wird. Und rein wis­sen­schaft­lich wird sie auch so ein­ge­ord­net. Auch die FPÖ wür­de in die­sel­be Kate­go­rie gehö­ren. Nur hat man sich in Öster­reich mehr damit abge­fun­den, und die Par­tei wird als weni­ger radi­kal ange­se­hen. Die Fra­ge, wie rechts die FPÖ ist, stellt sich in Öster­reich eigent­lich kaum noch jemand. Es gibt zwi­schen den bei­den Par­tei­en also eine ande­re Gesamt­wahr­neh­mung in der Bevölkerung.

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