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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 16 Minuten

Blaue Fälle sexualisierter Gewalt – eine Auflistung

Hass­kom­men­ta­re der übels­ten Sor­te gegen Frau­en, Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kin­dern und Min­der­jäh­ri­gen, Ver­ge­wal­ti­gun­gen, phy­si­sche Gewalt bis hin zu Mord – die (sicher­lich nicht voll­stän­di­ge) Auf­lis­tung von Fäl­len sexua­li­sier­ter Gewalt inner­halb der FPÖ und ihr Umgang damit kon­ter­ka­rie­ren das Bild, das die FPÖ von sich selbst zeich­nen will, mas­siv. Die­se Auf­lis­tung wur­de am 4.9.24 online gestellt und wird seit­her lau­fend aktua­li­siert (zuletzt 8.12.25).

1. Sep. 2025
Gewalt gegen Frauen (Symbolfoto; iStock – Tunatura)
Gewalt gegen Frauen (Symbolfoto; iStock – Tunatura)

Im August 24 ging in Graz der Pro­zess gegen einen ehe­ma­li­gen frei­heit­li­chen FPÖ-Gemein­de­rat über die Büh­ne. Ange­klagt waren der Besitz von hun­der­ten Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kin­dern und Min­der­jäh­ri­gen. Die FPÖ hat sich zu ihrem lang­jäh­ri­gen Ex-Man­da­tar nicht geäu­ßert. Das ist sym­pto­ma­ti­sches blau­es Verhalten.

Gewalt versus Schutz

Den­noch: Im Pro­gramm für die Natio­nal­rats­wahl 2024 for­der­te die FPÖ „[b]esondere[n] Schutz für Frau­en und Kin­der“ (S. 24), hal­lu­zi­nier­te über die „Früh­sexua­li­sie­rung“ der Kin­der durch die „LGBTIQ-“ und „Que­er-Pro­pa­gan­da“ (S. 10, 13, 58), woll­te „vol­le Här­te gegen Kin­der­schän­der“ (S. 14), blieb jedoch in der Regel im Umgang mit Fäl­len inner­halb der eige­nen Par­tei – wenn immer mög­lich – mucks­mäus­chen­still, mit­un­ter intrans­pa­rent, ver­harm­lo­send und aus­wei­chend. Zuwei­len heizt sie selbst die frau­en­feind­li­che Stim­mung über ver­ba­le Gewalt­bil­der an oder rührt durch trig­gern­de Tex­te und Vide­os in sozia­len Medi­en Flu­ten mit eska­lie­ren­den Kom­men­ta­ren an, wie hier auch an Bei­spie­len der Face­book-Sei­ten des Par­tei­chefs Kickl und des EU-Abge­ord­ne­ten Vilims­ky gezeigt wird.

Im 92-sei­ti­gen FPÖ-Wahl­pro­gramm taucht das Wort „Schutz“ gleich 67-mal auf, aber wer schützt uns vor die­ser FPÖ?

Zur Systematik

Die Auf­lis­tung ist in drei Tei­le geglie­dert: In Teil 1 sind Fäl­le sexu­el­len Miss­brauchs und der Besitz von Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen gelis­tet. In Teil 2 geht es um phy­si­sche Gewalt gegen Frau­en, und in Teil 3 wur­den ver­ba­le und bild­li­che Gewalt­ak­te aufgenommen.

Es wer­den mit Aus­nah­me von amtie­ren­den Abge­ord­ne­ten aus Daten­schutz­grün­den kei­ne Namen und auch kei­ne Quel­len genannt, da die Quel­len zu den Namen füh­ren wür­den. Wir garan­tie­ren jedoch, dass jeder hier ange­führ­te Fall und jedes Zitat quel­len­ba­siert ist.

Die Jah­res­an­ga­be bezieht sich auf das Bekannt­wer­den des jewei­li­gen Falles.

 

Sexueller Missbrauch/Vergewaltigung, Besitz von Missbrauchsdarstellungen von Kindern/Minderjährigen

Graz  (2002) – sexu­el­le Nöti­gung +++ Linz: FPÖ-Rat­haus­klub (2005) – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen +++ Wulkaprodersdorf/B (2007) – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen +++ Wie­ner Neustadt/NÖ 2008–2013 – u.a. schwe­rer sexu­el­ler Miss­brauch von Unmün­di­gen +++ Dornbirn/V – Ver­ge­wal­ti­gung und schwe­rer sexu­el­ler Miss­brauch von Unmün­di­gen +++ Bez. Wels-Lan­d/OÖ 2015 – sexu­el­ler Miss­brauch von Unmün­di­gen +++ Rietz/T 2015 – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen +++ Graz 2024 – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen +++ Kla­gen­furt 2025 – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen

Physische Gewalt gegen Frauen

Wien/2010 – Mord (Femi­zid) +++ Kufstein/T 2015 – Kör­per­ver­let­zung +++ Taxenbach/Sbg 2016 – Ver­dacht auf gefähr­li­che Dro­hung +++ Wien 2017 – fort­ge­setz­te Gewalt­aus­übung +++ Kitzbühel/T 2019 – Mord (erwei­ter­ter Femi­zid) +++ Lan­gen­lois-Bez. Zwettl/NÖ 2023 – Mord (Femi­zid) +++ Bez. Kirch­dorf im Traunviertel/OÖ 2022–2024 – unbe­fug­te Bild­auf­nah­men und sexu­el­ler Miss­brauch wehr­lo­ser Personen

Verbale/bildliche Gewaltäußerungen gegen Frauen

Aschach/OÖ 2017 – Hass­kom­men­tar +++ Natternbach/OÖ 2017 – Hass­kom­men­tar +++ Kap­pel am Krappfeld/K: Erwin Ange­rer (2023) – ver­ba­le Dro­hung +++ Straßburg/Frkr: Harald Vilims­ky – ver­ba­le Dro­hung; Face­book-Sei­ten Vilims­ky und Her­bert Kickl (2024) – bild­li­che Dro­hung und Hass­kom­men­ta­re +++ Her­bert Kickl (2025) – sexua­li­sier­te Hass­kom­men­ta­re +++ Patrick Haslwan­ter (2025) – sexua­li­sier­te Hasskommentare

 

Sexueller Missbrauch/Vergewaltigung, Besitz von Missbrauchsdarstellungen von Kindern/Minderjährigen

Graz 2002 – sexu­el­le Nötigung

Die Affä­re um einen frü­he­ren Gra­zer FPÖ-Stadt­rat brauch­te lan­ge, um ihren Weg zum Gericht zu fin­den. Die sexu­el­len Über­grif­fe hat­ten schon 1997 statt­ge­fun­den. Ein Pro­to­koll über die Vor­fäl­le wur­de ange­fer­tigt, nach­dem sich die betrof­fe­nen Frau­en an einen frei­heit­li­chen Per­so­nal­ver­tre­ter gewandt hat­ten. Der dama­li­ge Stadt­chef der FPÖ wur­de eben­falls infor­miert. Das Pro­to­koll führ­te 1999 zwar zum Ver­zicht auf den Stadt­rats­pos­ten, doch als Gemein­de­rat, Bau­stel­len­ko­or­di­na­tor des Magis­trats und Auf­sichts­rat der Stadt­wer­ke war der Mann nicht nur inner­halb der FPÖ noch immer ein mäch­ti­ger Mann. Die Affä­re wur­de bis 2002, als das Pro­to­koll im „Stan­dard“ ver­öf­fent­licht wur­de, ver­tuscht. Der Ex-Stadt­rat ver­mu­te­te wegen der Wei­ter­ga­be an den „Stan­dard” inner­par­tei­li­che Intrigen.

Das Gericht sah die Sache anders. Wegen sexu­el­ler Nöti­gung wur­de der Mann zu vier Mona­ten beding­ter Haft­stra­fe und zur Zah­lung von 23.000 Euro ver­ur­teilt. Staats­an­walt Peter Gru­ber: „Es war mora­lisch ver­ur­tei­lens­wert und mensch­lich unter jeder Kri­tik.“ Nicht nur, dass eine kla­re Gewalt­an­wen­dung vor­lie­ge, es sei auch die Art der Aus­nut­zung des Abhän­gig­keits­ver­hält­nis­ses, die ihn erre­ge. Gru­ber: „I speib’ mich fast an, wenn ich von die­ser ver­damm­ten Abhän­gig­keit höre.”

Als das Urteil auch in der Beru­fungs­ver­hand­lung bestä­tigt wur­de, ver­ab­schie­de­te sich der blaue-Stadt­po­li­ti­ker in die Pen­si­on und erhielt rund 20.000 Euro Abfer­ti­gung. Für die FPÖ war sei­ne rechts­kräf­ti­ge Ver­ur­tei­lung kein Grund, sich zu distan­zie­ren. Der Mann blieb nicht nur in der Par­tei und bis 2016 Bezirks­par­tei­ob­mann mit spä­te­rer Kür zum Ehren­ob­mann, son­dern wur­de 2017 von der schwarz-blau­en Stadt­ko­ali­ti­on auch noch in den „Auf­sichts­rat der Fried­rich-Schmiedl-Stif­tung, die mit­ver­ant­wort­lich für die Kin­der­uni und For­schungs­prei­se ist“ gehievt.

Grazer Ex-Stadtrat wird trotz Verurteilung Ehrenobmann (Screenshot FB 18.12.18)
Gra­zer Ex-Stadt­rat wird trotz Ver­ur­tei­lung Ehren­ob­mann (Screen­shot FB 18.12.18)

Linz 2005 – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen

Auf dem Klub-PC der FPÖ im Lin­zer Gemein­de­rat wur­den Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kin­dern gefun­den. Das bestä­tig­te Mit­te Jän­ner 2005 die Staats­an­walt­schaft Linz, die die Anzei­ge gegen eine bestimm­te Per­son aber aus Beweis­grün­den zurück­ge­legt hat­te. Die FPÖ kün­dig­te eine inter­ne Über­prü­fung an. Im März 2005 prä­sen­tier­te die inte­ri­mis­ti­sche Nach­fol­ge­rin des zurück­ge­tre­te­nen Klub­ob­manns einen Unter­su­chungs­be­richt, in dem ein exter­ner Com­pu­ter­vi­rus als Ursa­che für die por­no­gra­fi­schen Datei­en auf dem Par­tei-PC ver­mu­te­tet wurde.

Wulkaprodersdorf/B 2007 – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen

Ein Kurz­zeit-FPÖ-Orts­par­tei­chef aus Wul­ka­pro­ders­dorf (Bezirk Eisenstadt/Umgebung) soll laut der Tages­zei­tung „Öster­reich” nur knapp nach den Gemein­de­rats­wah­len 2007 vor Gericht gestan­den haben. Wegen des ille­ga­len Besit­zes von kin­der­por­no­gra­fi­schem Mate­ri­al und Wei­ter­ga­be des­sel­ben soll der Mann zu vier Mona­ten beding­ter Haft und zu 4.000 Euro Stra­fe ver­ur­teilt wor­den sein.

Völ­lig über­rascht von dem Zei­tungs­be­richt und dem vor­be­straf­ten Orts­par­tei­chef in den eige­nen Rei­hen zeig­te sich der FPÖ-Lan­des­par­tei­ob­mann Johann Tschürtz. Er habe erst durch den Anruf eines Repor­ters der Zei­tung von der Sache erfah­ren. Er habe danach recher­chiert und nach Rück­spra­che mit dem besag­ten Herrn sofort den Par­tei­aus­schluss aus­ge­spro­chen. Die medi­al erho­be­nen Vor­wür­fe habe der Aus­ge­schlos­se­ne teil­wei­se bestä­tigt. Die FPÖ sei eine gerad­li­ni­ge Par­tei und somit gebe es hier kei­nen Spiel­raum. Wenn so etwas bekannt sei, habe man sofort zu han­deln, so Tschürtz.

2022 wird der­sel­be Mann dann zu fünf Jah­ren unbe­ding­ter Haft ver­ur­teilt: Neben Wie­der­be­tä­ti­gung war der hef­tigs­te Vor­wurf, Spreng­stoff­an­schlä­ge vor­be­rei­tet zu haben. Der Ver­ur­teil­te war auch in der „NGO von rechts“ (© Kickl), also bei den Iden­ti­tä­ren, verankert.

Wie­ner Neustadt/NÖ 2008–2013 – u.a. schwe­rer sexu­el­ler Miss­brauch von Unmündigen*

Ein nie­der­ös­ter­rei­chi­scher Kan­di­dat des BZÖ für die Natio­nal­rats­wah­len 2008 muss­te sich nur weni­ge Tage nach der Wahl wegen des Vor­wurfs der ver­such­ten Ver­ge­wal­ti­gung, des schwe­ren sexu­el­len Miss­brauchs von Unmün­di­gen, der por­no­gra­fi­schen Dar­stel­lung Min­der­jäh­ri­ger und des Miss­brauchs eines Auto­ri­täts­ver­hält­nis­ses vor einem Schöf­fen­ge­richt verantworten.

Der BZÖ-Kan­di­dat kün­dig­te schon vor­her gegen­über den „NÖN“ an, auf sei­ne Kan­di­da­tur zu „ver­zich­ten“ und bezeich­ne­te die Vor­wür­fe als „Ver­schwö­rung von Jugend­li­chen in psych­ia­tri­scher Behand­lung“. Das Gericht folg­te die­ser Argu­men­ta­ti­on nicht und ver­ur­teil­te den Mann zu vier Jah­ren Haft. Das Urteil der ers­ten Instanz wur­de zwar 2009 in der Beru­fung bestä­tigt, der Ver­ur­teil­te muss­te aber den­noch nicht in Haft, weil ihm ein Gerichts­gut­ach­ter Haft­un­fä­hig­keit wegen „Klaus­tro­pho­bie und depres­si­ver Stö­rung“ bestätigte.

Als Anfang Mai 2011 neu­er­lich anony­me Anzei­gen gegen den Pädo­phi­len ein­lang­ten, wur­de in einer Haus­durch­su­chung umfang­rei­ches kin­der­por­no­gra­phi­sches Mate­ri­al sicher­ge­stellt. Der Beschul­dig­te, der als Pri­vat­leh­rer und Mas­seur tätig war, hat­te mit Hero­in und Dro­hun­gen Jugend­li­che gefü­gig gemacht und Vide­os gedreht. Wie sich her­aus­stell­te, hat­te er sogar ver­sucht, sei­ne frü­he­ren Opfer (aus dem Pro­zess von 2008) zur Rück­nah­me ihrer Aus­sa­gen zu nötigen.

Im April 2013 wur­de er wegen Ver­ge­wal­ti­gung, mehr­fa­chen sexu­el­len Miss­brauchs und Her­stel­lung von Kin­der­por­nos zu 14 Jah­ren und sechs Mona­ten Frei­heits­stra­fe und anschlie­ßen­der Ein­wei­sung in eine Anstalt für geis­tig abnor­me Rechts­bre­cher ver­ur­teilt. 2014 wur­de das Urteil auf 13 Jah­re (n.rk.) herabgesetzt.

* Wir wei­sen aus­drück­lich dar­auf hin, dass der Täter in kei­nem Zusam­men­hang mit der FPÖ stand, haben den Fall jedoch ange­führt, weil er zum „Drit­ten Lager“ (BZÖ/Jörg Hai­der) zählt.

Dornbirn/V 2011 – Ver­ge­wal­ti­gung und schwe­rer sexu­el­ler Miss­brauch von Unmündigen

Ein FPÖ-Funk­tio­när wur­de in U‑Haft genom­men, weil gegen ihn wegen Ver­ge­wal­ti­gung, geschlecht­li­cher Nöti­gung, sitt­li­cher Gefähr­dung von Per­so­nen unter 16 Jah­ren und por­no­gra­fi­schen Dar­stel­lun­gen Min­der­jäh­ri­ger ermit­telt wur­de. Im April 2012 wur­de der Mann rechts­kräf­tig zu 8,5 Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Er soll fünf Mäd­chen sexu­ell miss­braucht und eines davon mehr­fach ver­ge­wal­tigt haben.

Bezirk Wels-Lan­d/OÖ 2015 – sexu­el­ler Miss­brauch von Unmündigen

Ein FPÖ-Vize­bür­ger­meis­ter stand 2015 wegen des Ver­dachts, sei­ne Enkel­toch­ter miss­braucht zu haben, vor dem Lan­des­ge­richt Wels. Sei­ne poli­ti­schen Funk­tio­nen hat­te der Vize­bür­ger­meis­ter zuvor zurück­ge­legt und ist auch aus der Par­tei ausgetreten.

Er wur­de vom Lan­des­ge­richt Wels wegen sexu­el­len Miss­brauchs von Unmün­di­gen sowie Miss­brauchs eines Auto­ri­täts­ver­hält­nis­ses zu zwölf Mona­ten Haft, davon vier unbe­dingt, rechts­kräf­tig ver­ur­teilt. Im Pro­zess wur­de dem Opfer, sei­ner Enke­lin, die im Volks­schul­al­ter war, auch ein Teil­schmer­zens­geld von (lächer­li­chen) 1.000 Euro zuge­spro­chen. 

Damit war der wohl ziem­lich ein­zig­ar­ti­ge Fall ein­ge­tre­ten, dass in einer Gemein­de sowohl der Bür­ger­meis­ter als auch der Vize­bür­ger­meis­ter, die bei­de über die FPÖ-Lis­te in ihre Funk­ti­on kamen, vor­be­straft waren. Der eine wegen Kindes‑, der ande­re wegen Amtsmissbrauchs.

Rietz/T 2015 – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen

2016 wur­de ein Poli­zei­hun­de­füh­rer, zugleich Tiro­ler AUF-Vor­sit­zen­der und FPÖ-Spit­zen­kan­di­dat sei­nes Hei­mats­orts, zu 18 Mona­ten Frei­heits­stra­fe, davon sechs unbe­dingt (nicht rechts­kräf­tig) u.a. wegen des Ver­bre­chens des Sucht­gift­han­dels und des Besit­zes kin­der­por­no­gra­fi­scher Datei­en schul­dig gespro­chen. Der Bei­trag des Tiro­ler Par­tei­chefs Mar­kus Abwerz­ger zur Auf­ar­bei­tung des blau­en Skan­dals war, eine Ent­schul­di­gung zu ver­lan­gen, weil im Vor­feld auch gegen die Frau des dann Ver­ur­teil­ten, damals FPÖ-Bezirks­par­tei­vor­sit­zen­de, ermit­telt wor­den war. Auf der Web­site der Tiro­ler AUF wur­de der Lan­des­vor­sit­zen­de gelöscht – und das war es auch schon.

Graz 2024 – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen

Im Okto­ber 2022 wur­den im Zuge einer wegen der Gra­zer Finanz­af­fä­re durch­ge­führ­ten Hau­durch­su­chung beim dama­li­gen FPÖ-Gemein­de­rat tau­sen­de Datei­en mit natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Inhal­ten beschlag­nahmt. Im April 2024 mach­te der „Stan­dard“ bekannt, dass auf dem Com­pu­ter des Poli­ti­kers auch Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen gefun­den und gegen ihn Ermitt­lun­gen nach § 207a StGB ein­ge­lei­tet wur­den. Der Mann war knapp davor „aus per­sön­li­chen Grün­den“ als frak­ti­ons­lo­ser Gemein­de­rat zurückgetreten.

2022 wur­de er von der FPÖ-Par­tei­frak­ti­on im Gra­zer Rat­haus wegen sei­ner Ver­stri­ckun­gen in die blaue Finanz­af­fä­re aus­ge­schlos­sen, wor­auf­hin die FPÖ die Aus­schlie­ßer aus­schloss, die – als neu­er Klub – sehr zum Miss­fal­len der FPÖ zur wich­tigs­ten poli­ti­schen Kraft in der Auf­klä­rung der Finanz­af­fä­re avancierten.

Unter den mehr als 24.000 por­no­gra­fi­schen Bil­dern, die auf L.s Daten­trä­gern sicher­ge­stellt wur­den, waren fast 500 mit Kin­dern bzw. Min­der­jäh­ri­gen, die ihm „rein­ge­rutscht“ sei­en, wie der Ange­klag­te bei sei­nem Pro­zess im August 24 angab. Er wur­de schul­dig gespro­chen und (nicht rechts­kräf­tig) zu einer unbe­ding­ten Geld­zah­lung von 14.400 Euro und einer beding­ten Haft­stra­fe über sechs Mona­te verurteilt.

Kla­gen­furt 2025 – Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Kindern/Minderjährigen

Erst nach dem Pro­zess und der Ver­ur­tei­lung (sechs Mona­te bedingt und eine nied­ri­ge Geld­stra­fe) im August 2025 wur­de bekannt, dass bei einem Kla­gen­fur­ter im Febru­ar 2024 Miss­brauchs­dar­stel­lun­gen von Min­der­jäh­ri­gen sicher­ge­stellt wur­den. Der Mann war zu die­sem Zeit­punkt FPÖ-Funk­tio­när, der für höhe­re Wei­hen vor­ge­se­hen gewe­sen sei. Von den Medi­en mit dem Fall kon­fron­tiert, will die FPÖ über die Art der Straf­tat ihres Ex-Mit­glieds nichts gewusst haben.

Physische Gewalt gegen Frauen

Wien/2010 – Mord (Femi­zid)

Im Juli 2010 ermor­de­te ein 22-Jäh­ri­ger, bei den Hoch­schü­ler­schafts­wah­len 2009 noch Spit­zen­kan­di­dat des RFS-Salz­burg, der mit dem Spruch „Kei­ne lin­ken Din­ger dre­hen, immer auf dem rech­ten Weg blei­ben“ für sich gewor­ben hat­te, sei­ne ehe­ma­li­ge Freun­din, zer­stü­ckel­te ihre Lei­che und warf die Tei­le in meh­re­re Müll­con­tai­ner. In einer ers­ten Reak­ti­on nach Bekannt­wer­den des Fal­les ver­schob der RFS ihren Kan­di­da­ten in die lin­ke Dro­gen­sze­ne. Der Täter wur­de rechts­kräf­tig zu lebens­lan­ger Haft ver­ur­teilt. 2019 stand er wie­der vor Gericht und wur­de zu zehn Jah­ren Haft ver­ur­teilt, weil er einen Mit­häft­ling ver­ge­wal­tigt haben soll.

Kufstein/T 2015 – Körperverletzung

Im Sep­tem­ber 2014 ver­letz­te ein Kuf­stei­ner FPÖ-Gemein­de­rat im Zuge eines Streits sei­ne Schwes­ter der­ar­tig schwer, dass die infol­ge im Kran­ken­haus sta­tio­när behan­delt wer­den muss­te. Er habe sie auch „am Hals erwischt“ umschrieb der Täter die Wür­ge­at­ta­cke gegen sei­ne Schwes­ter vor Gericht. Er wur­de 2015 wegen Kör­per­ver­let­zung schul­dig gespro­chen und zu einer Geld­stra­fe verurteilt.

Der Mann, der 2015 auf sein Man­dat im Tiro­ler Land­tag zuguns­ten von Mar­kus Abwerz­ger ver­zich­tet hat­te und dem dafür ein Sitz im Bun­des­rat ver­spro­chen wor­den sein soll, ver­such­te 2017 auf die­se angeb­li­che Abspra­che zu pochen – aller­dings erfolg­los. Sei­nen Par­tei­aus­schluss nach der Ver­ur­tei­lung konn­te er jedoch verhindern.

Taxenbach/Sbg 2016 – Ver­dacht auf gefähr­li­che Drohung

Der Bezirks­par­tei­ob­mann im Pinz­gau wur­de im Novem­ber 2016 von sei­ner Freun­din ange­zeigt, weil er sie ver­letzt und mit dem Umbrin­gen bedroht haben soll, wor­auf­hin der sei­ne poli­ti­schen Ämter zurück­ge­legt hat. Er sei nach Anga­ben sei­ner Freun­din schon zuvor öfter hand­greif­lich gewor­den und habe sie auch bespuckt. Der Mann wur­de wegen des Besit­zes meh­re­rer Waf­fen vor­über­ge­hend fest­ge­nom­men. Über das Ergeb­nis der ein­ge­lei­te­ten Ermitt­lun­gen ist nichts bekannt.

Wien 2017 – fort­ge­setz­te Gewaltausübung

Der Ex-Klub­ob­mann der FPÖ in einem Wie­ner Bezirk wur­de zu zehn Mona­ten bedingt und der Zah­lung von Schmer­zens­geld wegen fort­ge­setz­ter Gewalt­aus­übung gegen sei­ne Freun­din verurteilt.

Kitzbühel/T 2019 – Mord (erwei­ter­ter Femizid)

Ein 25-Jäh­ri­ger erschoss in Kitz­bü­hel sei­ne Ex-Freun­din, deren Eltern, Bru­der und Freund. Ins­ge­samt 5 Todes­op­fer. Der Täter war im Jahr 2014 für zwei Mona­te als Jugend­re­fe­rent Mit­glied der Stadt­par­tei­lei­tung der FPÖ Kitz­bü­hel. Nach sei­nem Aus­schei­den war er bis zu sei­ner Mord­tat ein­fa­ches Par­tei­mit­glied, ohne Funk­ti­on oder Man­dat. Er wur­de 2020 zu einer lebens­lan­gen Haft­stra­fe verurteilt.

Lan­gen­lois-Bez. Zwettl/NÖ 2023 – Mord (Femi­zid)

Der Lan­gen­loi­ser FPÖ-Chef, Stadt­rat und Bezirks­par­tei­ob­mann ermor­de­te sei­ne Bekann­te (eben­falls FPÖ) mit einem Kopf­schuss, trans­por­tier­te ihren Leich­nam mit dem Auto über die Gren­ze nach Tsche­chi­en und leg­te den dort auf einem Fried­hof ab. Danach beging der Täter Selbst­mord. Laut FPÖ habe es sich um „eine mensch­li­che Tra­gö­die“ gehan­delt. Zuvor nahm der Mann bei einem rechts­extre­men Auf­marsch in Lan­gen­lois vor dem Haus der Mut­ter von Flo­ri­an Teicht­meis­ter teil. Aus sei­nen frü­he­ren Face­book-Ein­tra­gun­gen ist ein ver­stö­ren­des Frau­en­bild ableitbar.

Bezirk Kirch­dorf im Traunviertel/OÖ 2022–2024 – unbe­fug­te Bild­auf­nah­men und sexu­el­ler Miss­brauch wehr­lo­ser Personen

Ein ehe­ma­li­ger FPÖ-Ersatz­ge­mein­de­rat aus dem Bezirk Kirchdorf/Krems instal­lier­te auf öffent­li­chen Frau­en-Toi­let­ten­an­la­gen am Atter­see Kame­ras und fer­tig­te für sich Video­auf­nah­men an. Er wur­de im Herbst 2022 in fla­gran­ti erwischt und angezeigt.

Wei­te­re Ermitt­lun­gen erga­ben, dass er bei sich zu Hau­se zwei Frau­en KO-Trop­fen ver­ab­reicht, die Frau­en miss­braucht und auch davon Video­auf­nah­men ange­fer­tigt hat­te. Der Ange­klag­te leg­te gegen das ursprüng­lich ohne­hin äußerst mil­de Urteil von 30 Mona­ten Haft, davon nur zehn Mona­te unbe­dingt, Beru­fung ein – aller­dings auch die Staats­an­walt­schaft. Das OLG Linz hob das Straf­maß im April 2024 auf drei Jah­re unbe­dingt an.

Das Face­book-Pro­fil des Täters ist gespickt mit Fotos, auf denen er mit Par­tei­gran­den wie Kickl, Hofer, Haim­buch­ner etc. posiert. Eine wie auch immer gear­te­te Stel­lung­nah­me der FPÖ zu ihrem Ex-Funk­tio­när ist nicht zu finden.

Verurteilter Ex-Ersatzgemeinderat mit FPÖ-Parteigranden: mit Kickl, Hofer, haimbuchner (Screenshot FB 2.9.24)
Ver­ur­teil­ter Ex-Ersatz­ge­mein­de­rat mit FPÖ-Par­tei­gran­den: mit Kickl, Hofer, Haim­buch­ner (Screen­shot FB 2.9.24)

Verbale/bildliche Gewaltäußerungen gegen Frauen

Aschach/OÖ 2017 – Hasskommentar

Der FPÖ-Gemein­de­rat aus Aschach/Steyr kom­men­tier­te auf Face­book über eine ihm nicht geneh­me Jour­na­lis­tin: „Ich den­ke die sehnt sich förm­lich nach einer Ver­ge­wal­ti­gung die­se per­ver­se Drecks­kuh !!!!” Er muss­te nach mas­si­vem öffent­li­chem Druck zurück­tre­ten, nach­dem die Lan­des­par­tei zuvor noch eine etwa­ige straf­recht­li­che Ver­ur­tei­lung abwar­ten wollte.

Die Kommentare des Aschbacher FPÖ-Gemeinderats gegen Alev Korun (farblich unterlegt; Screenshot FB Jänner 2017)
Die Kom­men­ta­re des Asch­ba­cher FPÖ-Gemein­de­rats gegen Jour­na­lis­tin (farb­lich unter­legt; Screen­shot FB Jän­ner 2017)

Natternbach/OÖ 2018 – Hasskommentar

Der Kas­sier der FPÖ Nat­tern­bach und Ersatz­ge­mein­de­rat wünsch­te 2017 in einem FB-Kom­men­tar der Grü­nen Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Alev Kor­un eine Mas­sen­ver­ge­wal­ti­gung und muss­te zurücktreten.

Kassier der FPÖ Natternbach mit Kommentar gegen Alev Korun (Screenshot FB 22.12.18)
Kas­sier der FPÖ Nat­tern­bach mit Kom­men­tar gegen Alev Kor­un (Screen­shot FB 22.12.18)

Kap­pel am Krappfeld/K: Erwin Ange­rer (2023) – ver­ba­le Drohung

Der Kärnt­ner FPÖ-Lan­des­par­tei­ob­mann Erwin Ange­rer kün­dig­te im Rah­men der Kickl-„Heimat-Tour“, die im Novem­ber 2023 in Kärn­ten Sta­ti­on mach­te, die Kärnt­ner Gesund­heits­lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner „her­prü­geln“ zu wol­len. Er ern­te­te dafür viel Kri­tik, die aber zu kei­ner­lei Kon­se­quen­zen führte.

Quel­le: stopptdierechten.at (7.11.23): FPÖ-Chef Ange­rer will SPÖ-Gesund­heits­re­fe­ren­tin „her­prü­geln“

Straßburg/Frkr: Harald Vilims­ky – ver­ba­le Dro­hung; Face­book-Sei­ten Vilims­ky und Her­bert Kickl (2024) – bild­li­che Dro­hung und Hasskommentare

Der frei­heit­li­che Frak­ti­ons­füh­rer im Euro­päi­schen Par­la­ment, Harald Vilims­ky, dif­fa­mier­te im Juli bei der Eröff­nungs­pres­se­kon­fe­renz zur neu­en Legis­la­tur­pe­ri­ode in einer gewalt­a­ffi­nen-sexis­ti­schen Ver­bal­ent­glei­sung die Par­la­ments­prä­si­den­tin Rober­ta Met­so­la, die EZB-Prä­si­den­tin Chris­ti­ne Lag­ar­de und die EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ursu­la von der Ley­en als „Hexen­trio“ und „Gru­sel­ka­bi­nett“, das „die­sen Kon­ti­nent in den Abgrund führt, und wir wer­den sie die Peit­sche spü­ren las­sen“.

Quel­le: derstandard.at (17.7.24): Der Sexis­mus von Harald Vilims­ky ist jenseitig

Vilims­ky pos­te­te danach auf sei­ner Face­book-Sei­te eine Mon­ta­ge mit Fotos der drei Poli­ti­ke­rin­nen und am unte­ren Rand eine (sei­ne?) Faust dazu. Die Fol­ge waren unter Vilims­kys Pos­ting unzäh­li­ge frau­en­feind­li­che Hass­kom­men­ta­re, die auch in Gewalt- und Ver­nich­tungs­phan­ta­sien mündeten.

Harald Vilimsky postet Fotos von Metsola, von der Leyen und Lagarde mit reinmontierter Faust (Screenshot FB 20.7.24)
Harald Vilims­ky pos­tet Fotos von Met­so­la, von der Ley­en und Lag­ar­de mit rein­mon­tier­ter Faust (Screen­shot FB 20.7.24)
Exzessive Verbalgewalt gegen Metsola, Lagarde und von der Leyen– von "vabrenen" bis "reinschlagen": Kommentare auf der FB-Seite Harald Vilimsky (Screenshots 20.7.24)
Exzes­si­ve Ver­bal­ge­walt gegen Met­so­la, Lag­ar­de und von der Ley­en– von „vabre­nen” bis „rein­schla­gen”: Kom­men­ta­re auf der FB-Sei­te Harald Vilims­ky (Screen­shots 20.7.24)

Auch Her­bert Kickl leg­te mit einem Video auf sei­ner Face­book-Sei­te gegen Ursu­la von der Ley­en nach und sam­mel­te eben­so wider­li­che Kom­men­ta­re ein.

Exzessive Verbalgewalt gegen von der Leyen – von "henkt" sie auf bis "Hinrichtung": Kommentare auf der FB-Seite Herbert Kickl (Screenshots 19.7.24)
Exzes­si­ve Ver­bal­ge­walt gegen von der Ley­en – von „henkt” sie auf bis „Hin­rich­tung”: Kom­men­ta­re auf der FB-Sei­te Her­bert Kickl (Screen­shots 19.7.24)

Her­bert Kickl (2025) – sexua­li­sier­te Hasskommentare

Die FPÖ hat mit Bea­te Meinl-Rei­sin­ger eine neue bevor­zug­te Hass­fi­gur in der Regie­rung. Am 30. August ver­öf­fent­lich­te die FPÖ auf der Face­book-Sei­te von Her­bert Kickl ein Pos­ting, mit dem die Außen­mi­nis­te­rin wegen ihrer Poli­tik bezüg­lich des Krie­ges von Putin gegen die Ukrai­ne fron­tal ange­grif­fen und als „Sicher­heits­ri­si­ko” für Öster­reich bezeich­net wur­de. Es folg­ten unzäh­li­ge, oft von tie­fer Miso­gy­nie getrie­be­ne Hass­kom­men­ta­re gegen Meinl-Reisinger.

Hasskommentare bei Herbert Kickl zu Mein-Reisinger (Screenshots FB 30.8.25): "Schade das es keine Hexen Verbrennung mehr gibt Sie wäre die Erste" "Volksverraeter in und was mit denen gemacht gehoert ist hinlänglich bekannt." "Die gehört weggesperrt und der Schlüssel weggeschmissen – in den Männerknast mit der! Dann kann sie genießen!" "Liefert sie an Putin aus Er hat noch viele freie Mülltonnen" "Trottlweib gehört entsorgt.." "Die gehört mal erzogen die geistig behinderte." "Sie lässt sich wahrscheinlich von allen Vögeln."
Hass­kom­men­ta­re bei Her­bert Kickl zu Mein-Rei­sin­ger (Screen­shots FB 30.8.25):
„Scha­de das es kei­ne Hexen Ver­bren­nung mehr gibt Sie wäre die Ers­te”
„Volks­ver­rae­ter in und was mit denen gemacht gehoert ist hin­läng­lich bekannt.”
„Die gehört weg­ge­sperrt und der Schlüs­sel weg­ge­schmis­sen – in den Män­ner­knast mit der! Dann kann sie genie­ßen!”
„Lie­fert sie an Putin aus Er hat noch vie­le freie Müll­ton­nen”
„Trottl­weib gehört ent­sorgt..”
„Die gehört mal erzo­gen die geis­tig behin­der­te.”
„Sie lässt sich wahr­schein­lich von allen Vögeln.”

Patrick Haslwan­ter (2025) – sexua­li­sier­te Hasskommentare

Am 1. Dezem­ber pos­te­te der Tiro­ler Lan­des­par­tei­se­kre­tär und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Patrick Haslwan­ter einen Screen­shot aus einer ZDF-Sen­dung, der eine deut­sche Rechts­extre­mis­mus­for­sche­rin zeigt, dazu den Kom­men­tar: „Der ZDF und sei­ne Rechts­extre­mis­mus­exper­tin­nen. Eine bes­se­re Wahl­wer­bung für die AfD gibt es nicht!“  Im Pos­ting geht es aus­schließ­lich um das Aus­se­hen des Frau. Über 400 Kom­men­ta­re folg­ten inner­halb von weni­gen Stun­den, vie­le davon blan­ker Frau­en­hass. Das Pos­ting wur­de hun­dert­fach bis zu AfD-Accounts in Deutsch­land geteilt, wo dann wei­ter gewü­tet wur­de. Gelöscht wur­de augen­schein­lich nichts, Kom­men­ta­re wur­den bes­ten­falls ver­bor­gen – nach­dem der Mob sich stun­den­lang aus­to­ben konn­te und so Haslwan­ters Reich­wei­te ange­kur­belt hat.

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