„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

Sollten Sie einen Vorfall melden oder uns Informationen schicken wollen, können Sie das über unser sicheres Kontaktformular (hier) oder via Mail ([email protected]) tun.

Die Identitären und der blaue Eiertanz

Ein Anlassbericht des BVT führte eine lange Liste von Delikten auf, die Mitgliedern der Identitären zuzuschreiben waren. Knapp danach, im Mai 2019, wurden die Verbindungen zwischen Martin Sellner und dem Attentäter von Christchurch bekannt. Mit der damaligen Distanzierung der FPÖ von den Identitären soll nun aber Schluss sein, wie der blaue Generalsekretär Michael Schnedlitz in dünner Luft hinausposaunte. Das bringt Norbert Hofer etwas in die Bredouille. Oder auch nicht. Weiter…

Wochenschau KW 48/20

Ein alter Bekannter stand wieder einmal vor Gericht: Mario A., seinerzeit im „Alpen-Donau“-Umfeld und in der neonazistischen Nationalen Volkspartei unterwegs, kassierte erneut vier Jahre wegen Wiederbetätigung. In Favoriten hat sich das aus zwei Männern bestehende Team Strache gleich einen Tag nach der Angelobung halbiert, und dem FPÖ-Nationalratsabgeordneten Hafenecker haben ein Schnitzerl und ein Bier eine Anzeige eingebracht. Weiter…

Wiener Akademikerbund (Teil 2): Coronaleugner, homophob, antisemitisch und islamfeindlich

Der Wiener Akademikerbund (WAB), der vor wenigen Tagen mediale Aufmerksamkeit erlangt hat, weil er trotz Lockdown in seine Räumlichkeiten in der Schlösselgasse zu einem öffentlichen Vortrag eingeladen hat, wird üblicherweise als eine etwas rechte, konservative Organisation eingeschätzt. Blickt man etwas genauer hin, dann wird man feststellen, dass sich der WAB – nicht nur wegen seiner Nähe zur FPÖ – mittlerweile ganz rechtsaußen positioniert hat. Weiter…

Wiener Akademikerbund (Teil 1): Vortragserlebnis der Sonderklasse?

Deal! Wenn sich 50 bis 70 Personen während des Lockdown zu einem Vortrag beim rechten Wiener Akademikerbund treffen – auf engem Raum, ohne Masken, ohne Abstandsgebot –, dann gibt es höchstens eine Anzeige. Eine! Vielleicht! Wobei das Attribut „rechts“ beim Wiener Akademikerbund schon ziemlich verharmlosend wäre. Was wir sonst noch über diesen Verein herausgefunden haben, berichten wir hier in Etappen. Weiter…

Verteilungskämpfe im Wiener Dritten Lager

Nachdem von den bisherigen Mandaten der FPÖ Wien nur mehr ein Bruchteil geblieben ist und die Allianz der Strache-Groupies den Einzug in den Gemeinderat deutlich verpasst hat, mussten wenige bezahlte Posten und Pöstchen unter vielen verteilt werden. Erwartungsgemäß sind Verteilungskämpfe ausgebrochen. Weiter…

Wochenschau KW 47/20

Ein Kärntner Polizist, der Österreich im Lockdown für „Jugos“ sperren will, hat nun Schwierigkeiten mit seinem Dienstgeber und auch mit der Staatsanwaltschaft. Ausführlicher beschäftigen wir uns retrospektiv mit dem rechtsextremen Aufmarsch am Kahlenberg, der 2020 mit einem paramilitärischem Ordnungsdienst aus der Slowakei abgehalten wurde. Die SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz hat dazu eine parlamentarische Anfrage gestellt, die aber weitgehend ohne Antworten geblieben ist. Weiter…

2 Ex-Politiker und 3 NS-Symbole

Wer im Kärntner Mölltal den gleichnamigen Radweg befährt, kommt direkt an einem Anwesen von zwei Ex-Politikern vorbei, dessen hölzernes Eingangstor mit drei deutlich sicht- und erkennbaren Runen, die auch als NS-Symbole dienten, verziert ist. Da deren Verwendung mutmaßlich strafbar ist, hat die Grüne Nationalratsabgeordnete Olga Voglauer Anzeige erstattet. Weiter…

Die Kleiderlaus und die Nazis

Was dem Hitler seine „Blondi“, das war dem Göring sein „Mucki“. Der Anschein, die beiden Obernazis wären zu zärtlichen Gefühlen für Mitmenschen fähig gewesen, trügt. „Blondi“ war Hitlers Schäferhündin, die er so innig liebte, dass er nach ihrem Tod noch weitere zwei Hündinnen nach ihr benannte. „Mucki“ war hingegen einer von den sieben Löwen, die in Görings Domizilen ihre Jugend verbringen durften. Das widersprüchliche Verhältnis der Nazis und des Nationalsozialismus zu Tieren, das ist das spannende, aber auch unterhaltsame Thema des Buches von Jan Mohnhaupt: „Tiere im Nationalsozialismus“ Weiter…

Zum Tod des Holocaust-Überlebenden Aba Lewit: Menschlich sein!

Aba Lewit ist erst sehr spät – 2014 beim „Fest der Freude“ am Heldenplatz – mit seinen Erinnerungen an den Holocaust, an die Jahre, die er in Konzentrationslagern erleiden musste, an die Öffentlichkeit gegangen. Viele der Opfer haben es nie getan. Er aber hatte sich persönlich durch die Diffamierungen in der „Aula“ so betroffen gefühlt, dass er neben seinem Engagement als Zeitzeuge beschloss, dagegen vorgehen zu wollen. Weiter…

Wochenschau KW 46/20 (Teil 2)

Teil 2 unseres diesmal voluminösen Rückblicks auf die letzte Woche: Wenn ein Rechtsextremer nicht nur unbehelligt, sondern sogar noch mit Polizeibegleitung in der Öffentlichkeit hetzen und die Bevölkerung verschrecken darf, von einem Bürgermeister, der in einer WhatsApp-Gruppe „versehentlich“ einen rassistischen Brief weiterleitet, von einer muslimischen Studentin, die ein Hakenkreuz auf dem Sattel ihres Fahrrads vorfindet und einer Amtstafel in Poysdorf mit Nazi-Schmierereien. Weiter…

Wochenschau KW 46/20 (Teil 1)

Seltsame Razzien im rechtsextremen Milieu, eine verbale Trauerkundgebung für Hitlers Hund „Blondi“ und abstruse Vorstellungen vom KZ Mauthausen als Freizeitcamp – das sind Splitter aus unserem Rückblick auf die letzte Woche. Weiter…

Gastbeitrag: Das unerbittliche Engelsgesicht

Wenn man sieht, wie Österreichs Politik die Gesellschaft spaltet, kann man guten Gewissens sagen, das Virus ist ein Lercherl dagegen. Lasst euch das von einem Risiko-Patienten gesagt sein: Fürchten muss man sich hierzulande vor der subtilen Unterwanderung der Demokratie durch rechtsextremes Gedankengut, rechts von Mitte-Rechts! Lest doch das biografische Buch von Reinhold Mitterlehner, „Haltung, 2019, Verlag Ecowin“! Es beschreibt die Geschichte einer auf den Kopf gestellten Königsmord-Tragödie, einer infernalischen Intrige. Ein Gastbeitrag von Lutz Elija Popper. Weiter…

Der Abgang eines Hetzers

Spät, aber doch hat es Walter E. erwischt. Das Landesgericht Wien hat am 4. November entschieden, den Betreiber der Website „hartgeld.com“, auf der seit Jahren gehetzt und gedroht und den Bürgerkrieg beschworen wird, in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher einzuweisen. Eine seiner letzten widerlichen Drohungen hatte Justizministerin Zadić gegolten, aber deswegen stand er nicht vor Gericht. Weiter…

Wochenschau KW 43-44-45/20 (Teil 2)

In der Rückschau auf die letzten drei Wochen: eine Hausparty mit Hakenkreuz und Hitler-Porträt, eine Corona-leugnende Polizistin und ein gegen Flüchtlinge hetzender Gymnasialdirektor, die beide mit ihrem Dienstgeber Probleme bekommen haben, Jugendliche aus diversen Regionen, gegen die nach dem Verbotsgesetz ermittelt wird, rassistische Aktionen wie die Verteilung von Schweinefleisch auf Parkbänken in Wels. Weiter…