„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

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Rechtsextreme Straftaten 2021 – Entwicklung und Bundesländervergleich

Das Jahr 2021 war nach zwei Jahren des Rück­gangs wieder durch einen Anstieg von recht­sex­trem motivierten Straftat­en gekennze­ich­net. Die Pan­demie hat mit den Protesten gegen die Coro­na-Maß­nah­men zweifel­los dazu beige­tra­gen, worauf möglicher­weise auch eine teil­weise Ver­schiebung der Hotspots zurück­zuführen ist. Erst­mals liegen auch Zahlen zu beteiligten Jugendlichen vor. Weit­er…

Oh, wie schön ist … Paraguay!

Eigentlich wäre der Experte für das rechte Deutsch­tum in Südameri­ka und im Beson­deren für Paraguay Mar­tin Graf, der Burschen­schafter und FPÖ-Abge­ord­nete, dafür zuständig, die Zustände bei den recht­en Aussiedlern zu über­prüfen und zu ord­nen. Da geht es näm­lich drunter und drüber. Dem Verkün­der der „Ger­man­is­chen Heilkunde” hat es zum Beispiel sein grünes Paradies weggeschwemmt – und auch son­st ist einiges im Argen. Weit­er…

Stopline: Je mehr Meldungen, desto weniger Wiederbetätigung?

Seit dem Jahr 2000 erscheinen jährlich die Berichte von Sto­pline, der Online-Meldestelle gegen sex­uelle Miss­brauchs­darstel­lun­gen Min­der­jähriger und nation­al­sozial­is­tis­ch­er Wieder­betä­ti­gung im Inter­net, die von den öster­re­ichis­chen Inter­net-Providern betrieben wird. Der vor weni­gen Tagen vorgestellte Jahres­bericht für das Jahr 2021 treibt ein Para­dox an die Spitze: Je mehr Mel­dun­gen zu NS-Wieder­betä­ti­gung, desto weniger wer­den von der Meldestelle als „zutr­e­f­fend“ bzw. „ille­gal“ anerkan­nt. Weit­er…

Wochenschau KW 18/22 (Teil 2)

Eigen­willige Kärnt­ner Auf­schriften beschäfti­gen die Jus­tiz, doch die Urhe­ber wollen von einem Bezug zum Nation­al­sozial­is­mus nichts wis­sen. Van­dale­nak­te, in denen NS-Botschaften hin­ter­lassen wer­den, scheinen sich zu häufen. Inzwis­chen verge­ht keine Woche mehr, in der nicht von mehreren der­ar­ti­gen Vor­fällen berichtet wird. In der let­zten Woche waren Eisen­stadt und Kalwang an der Rei­he. Die FPÖ musste nach ein­er Klage, die eine Jour­nal­istin gegen die Partei ein­gere­icht hat­te, einen Rückzieher machen. Weit­er…

Wochenschau KW 18/22 (Teil 1)

Ein Reen­act­ment-Fan hat­te sich etwas zu sehr in seine Rolle als SS-Mann hinein­ver­set­zt, wegen ein­schlägiger Chat-Nachricht­en musste er in Wien vor Gericht. Ein ange­blich­er Ex-Pri­vat­pi­lot von Niki Lau­da hat­te eben­falls zu viel Sym­pa­thie für die SS gezeigt und ein Kram­pus­trio hat­te sich auch nichts Bös­es gedacht, als es Nazi-Botschaften aus­tauschte. Den Vogel hat zweifel­los ein Oberöster­re­ich­er abgeschossen, denn der erfand einen Ent­las­tungszeu­gen, der dann vor Gericht einknick­te. Weit­er…

Doku-Tipp: Xavier Naidoo – Comeback eines Verschwörungs-Stars?

Hal­lelu­ja! Der Musik­er Xavier Naidoo ist auf den Pfad der Tugend zurück­gekehrt, hat in einem Video jede Menge Asche auf seinem Haupt verteilt und sich von seinen Irrun­gen und Wirrun­gen der let­zten Jahre los­ge­sagt. Aus­lös­er dafür sei der Krieg gegen die Ukraine gewe­sen. Doch Beobachter*innen und Expert*innen sehen Naidoos ange­bliche Kehrtwende mit Dis­tanz und Vor­sicht. Dafür gibt es gute Gründe, wie auch die ZDF-Doku „Xavier Naidoo – Come­back eines Ver­schwörungs-Stars?” zeigt. Weit­er…

Der Tod des Hetzers

Er war ein­er der übel­sten Het­zer des let­zten Jahrzehnts im deutschsprachi­gen Raum: Karl-Michael Merkle. Unter dem Namen „Michael Mannheimer“ betrieb er einen unter Recht­sex­tremen viel beachteten und geteil­ten Blog und war ein­er der Grün­der der Seite „Nürn­berg 2.0“, auf der schwarze Lis­ten von Demokrat*Innen veröf­fentlicht wur­den. Gerichtlich bestätigt durfte man ihn einen Neon­azi nen­nen. Merkle, der sich seit Jahren durch Flucht der Strafver­fol­gung ent­zo­gen hat­te, starb am 13. März in Kam­bod­scha. Aber woran? Weit­er…

Wochenschau KW 17/22

Rück­blick auf die let­zte Woche mit eini­gen Prozessen und Nazi-Schmier­ereien: Ein Salzburg­er Arzt wegen Wieder­betä­ti­gung vor Gericht und in Wien ein 18-fach Vorbe­strafter, zwei Garten­par­tys – eine in der Steier­mark, eine andere in Kärn­ten – mit braunen Umtrieben, die an den Gericht­en ver­han­delt wur­den und der Ex-Chef der Salzburg­er Frei­heitlichen Jugend, der in Wien vor dem Kadi stand, dazu Hak­enkreuzschmier­ereien in Nieder- und Oberöster­re­ich. Weit­er…

Worst of Eiernockerl 2022 (Teil 2): Wiederbetätigung in Echtzeit

Der 20. April ist alljährlich jen­er Tag, an dem man der Wieder­betä­ti­gung qua­si in Echtzeit öffentlich zuse­hen kann. Jene unbelehrbaren Eier­nock­erl-Fans, die es ein­schlägig gemeint haben, lassen sich bei Post­ings oft recht ein­deutig iden­ti­fizieren. Mit dem Mix aus Dummheit und unver­froren­er Zuschaustel­lung von NS-Nos­tal­gie wird sich auch 2022 die Jus­tiz beschäfti­gen müssen. Weit­er…

Worst of Eiernockerl 2022 (Teil 1): Gasthäuser & Proteste

In diesem Jahr sind vor allem zwei Gasthäuser in den Blick­punkt der öffentlichen Aufmerk­samkeit gerückt: eines in der Wiener Josef­s­tadt, ein anderes in Graz. Bei­de hat­ten just am 20.4. die Eier­nock­erl mit grünem Salat im Menüange­bot und das um einen sym­bol­trächti­gen Preis, näm­lich um 8,80 Euro. Proteste fol­gten, nicht nur bei diesen zwei Lokalen. Weit­er…

False Flag mit russischen Neonazis

Rus­sis­che Medi­en wie die „Gaze­ta“ berichteten am 25. April 2022, dass der Geheim­di­enst FSB einen Mor­dan­schlag auf den sehr bekan­nten TV-Mod­er­a­tor Vladimir Solovy­ov aufgedeckt und ver­hin­dert habe. Den Anschlag soll die neon­azis­tis­che Ter­ror­gruppe „NS White Pow­er“ geplant haben, wobei der Auf­trag dafür von der Ukraine gekom­men und auch die USA darin ver­wick­elt sei. Stimmt das? Weit­er…

Wochenschau KW 16/22

Zwei Fälle aus Tirol dominieren unsere Rückschau auf die let­zte Woche: ein 53-Jähriger hat­te in seinem Haus so viele NS-Devo­tion­alien gehort­et, dass es einem NS-Muse­um glich und ein 50-Jähriger sam­melte eben­falls NS-Devo­tion­alien und führte ein Motor­rad aus, auf dem er „88“ ange­bracht hat­te. Am 24. schock­ierten zwei Nachricht­en: Iden­titäre attack­ierten das Ute Bock Flüchtling­shaus in Wien und mit Willi Rese­tar­its ver­starb ein­er, der sich nicht nur als Musik­er, son­dern auch durch seine human­itären Aktio­nen wie der Grün­dung des Wiener Inte­gra­tionshaus­es als ver­lässlich­er Gegen­pol zu recht­sex­tremer Het­ze unvergessen gemacht hat. Weit­er…

Der ungläubige Thomas und das Gelaber vom Sellner

Der Thomas war eigentlich ein Zufalls­fund – sozusagen Kol­lat­er­alschaden bei den Ermit­tlun­gen gegen organ­isierte Neon­azis. Ver­mut­lich gegen die, die sich unsterblich gehal­ten haben, jeden­falls unwider­stehlich. Bei so ein­er Ver­hand­lung wie gegen den Thomas erfährst Du ja nicht viel, wer die anderen waren. Das liegt am schnellen Vor­trag der son­st so sou­verä­nen Rich­terin, in erster Lin­ie aber an der grot­ten­schlecht­en Akustik im Großen Schwurg­erichtssaal des Wiener Lan­des­gerichts. Zum Wotan noch ein­mal! Weit­er…

Botschafter aus Russland und Belarus von Mauthausen-Befreiungsfeier ausgeladen

Die tra­di­tionelle Befreiungs­feier in der KZ-Gedenkstätte Mau­thausen am 15. Mai soll heuer ohne rus­sis­che und belarus­sis­che Offizielle stat­tfind­en. Die Botschafter von Rus­s­land und Belarus wer­den in einem per­sön­lichen Mail gebeten, nicht teilzunehmen. Darauf haben sich das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich, das Inter­na­tionale Mau­thausen Komi­tee und die Gedenkstätte ver­ständigt. Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen, Über­lebende und deren Ange­hörige seien aber ein­ge­laden. Weit­er…