„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

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Der Zauberer & die braune Esoterik (Teil 2): Anastasia & Hamer

Ricar­do Lep­pes nach außen hin fre­undliche The­sen zu ein­er Bil­dung, die viel mehr auf Bedürfnissse von Kindern aus­gerichtet sein soll, erfreuen sich seit der Pan­demie hoher Beliebtheit – beson­ders unter Anhänger*innen der Ver­schwörungszene, die ihre Kinder vom reg­ulären Schu­lun­ter­richt abgemeldet haben. Lep­pe ist nach Eige­nangaben aber auch oft zu Gast in staatlichen Schulen. Das scheint unter dem Gesicht­spunkt, dass er qua­si als Neben­ef­fekt auch recht­seso­ter­isches Gedankengut trans­portiert und zudem die Wah­n­vorstel­lun­gen des Anti­semiten und Holo­caustleugn­ers Ryke Geerd Hamer propagiert, hoch­prob­lema­tisch. Weit­er…

Waffen, Waffen, Waffen

Schon unsere Chronolo­gie der Waf­fen­funde mit gesichertem oder mut­maßlich recht­sex­tremem Hin­ter­grund seit Juli 2019 zeigt: In Öster­re­ich wird aufgerüstet. Gemeint sind hier nicht einzelne pri­vate Waf­fe­nankäufe, son­dern ganze Arse­nale, die im Zuge von Haus­durch­suchun­gen sichergestellt wur­den. Zwei weit­ere der­ar­tige Fälle sind nun pub­lik gewor­den: ein­er in Wien und ein­er im niederöster­re­ichis­chen Göllers­dorf. Ein recht­sex­tremer Hin­ter­grund erscheint im Wiener Fall als nicht unwahrschein­lich, der in Göllers­dorf ist klar. Weit­er…

Henndorf am Wallersee: Eine schrecklich braune Familie

Seit Jahren schon gab es Gerüchte über das ange­bliche braune Treiben ein­er Fam­i­lie in Hen­ndorf im Salzburg­er Flach­gau. Als die Gratiszeitung „Salzburg­er Fen­ster“ 2018 im Ort recher­chierte, wollte aber nie­mand klar Stel­lung beziehen. Die Fam­i­lie galt als mächtig – die zwei jun­gen Brüder waren Funk­tionäre der lokalen FPÖ. Bis 2018. Bis das KFZ-Kennze­ichen des einen Brud­ers, Josef B., Gegen­stand ein­er öffentlichen Debat­te wurde. Weit­er…

Wochenschau KW 41/21

Nach elf Jahren kön­nte ein Sprengstof­fan­schlag auf ein Graz­er Flüchtling­sheim vor der Aufk­lärung ste­hen. Wenig über­raschend führen die Spuren ins alt­bekan­nte Neon­az­im­i­lieu. In Wien ran­dalierte vor dem AKH ein Duo und skandierte NS-Parolen. Und in Dres­den trat Heinz-Chris­t­ian Stra­che bei ein­er Pegi­da-Fes­tiv­ität vor eini­gen hun­dert Teil­nehmenden, darunter Recht­sex­treme und Neon­azis, auf. Weit­er…

Der Zauberer & die braune Esoterik – Teil 1: Die Hautevolee des Obskurantentums

Die Covid-19-Pan­demie befeuert im Querdenker*innen- und Eso­terik-Milieu den aktuellen Trend, Kinder vom Regelschul­be­trieb abzumelden und stattdessen pri­vate Lern­grup­pen zu grün­den. Die dahin­ter­ste­hende Ide­olo­gie weist oft­mals Über­schnei­dun­gen mit recht­seso­ter­ischem Obsku­ran­tismus und anti­semi­tis­chen Ver­schwörungsnar­ra­tiv­en auf. Am Beispiel von Ricar­do Lep­pe und seinem Vere­in „Wis­senSchafft Frei­heit“ lässt sich dies aufzeigen. Weit­er…

Wochenschau KW 40/21 (Teil 2)

Mar­tin Rut­ter hat­te in der let­zten Woche inten­sive Gericht­spräsenz: zuerst in Kla­gen­furt und dann in Wien. Im oberöster­re­ichis­chen Freis­tadt wurde mit einem Flug­blatt gegen einen türkisch-stäm­mi­gen SP-Gemein­der­at gehet­zt und zur Wahl der VP-Kan­di­datin (die sich von der Het­ze dis­tanzierte!) aufgerufen. Geholfen hat es nicht: Freis­tadt wird kün­ftig einen SP-Bürg­er­meis­ter haben. Der Gemein­der­at im Vorarl­berg­er Rankweil hat ein­er NS-affinen Schrift­stel­lerin einen 1978 ver­liehenen Ehren­ring aberkan­nt. Ein­stim­mig! Weit­er…

Wochenschau KW 40/21 (Teil 1)

„Alles Wieder­betä­ti­gung“ gibt’s im ersten Teil unseres Rück­blicks auf die let­zte Woche – inklu­sive jede Menge skur­ril­er Erk­lärun­gen. Darunter ein Niederöster­re­ich­er, dem beim Lauschen von Hitler-Reden die Trä­nen der Rührung kamen und der den­noch meinte, kein Nazi zu sein, weil er ja keine entsprechen­den Fah­nen zu Hause hän­gen hätte. Ein Flach­gauer wiederum vollführte mehrfach in einem Wirtshaus den Hit­ler­gruß, der aber kein­er gewe­sen sein soll, son­dern eine Geste, die er aus einem Wikinger­film abgeschaut habe. Weit­er…

Italiens Rechtsextreme: Kokain, Geldwäsche und die Impfung

Die Hoff­nun­gen der bei­den recht­sex­tremen Parteien, Lega und Fratel­li d’Italia, bei den aktuellen ital­ienis­chen Kom­mu­nal­wahlen Erfolge ein­fahren zu kön­nen, haben sich bis­lang nicht erfüllt. Ihre Skan­dale ziehen sie in den Sumpf zurück, aus dem sie kom­men. Manch­es erin­nert an öster­re­ichis­che Skan­dale. Etwa wenn sich Gior­gia Mel­oni, die Chefin der Fratel­li, bit­ter darüber beklagt, dass ein „willkür­lich“ aus 100 Stun­den Film­ma­te­r­i­al zusam­mengeschnittenes Zehn-Minuten-Video gezeigt würde, um die Fratel­li zu belas­ten. Weit­er…

Rechtsextreme Propaganda in den Bergen

Der „Kel­tenkalk“, ein nun­mehr in der 4. Auflage erschienen­er Sportk­let­ter­führer, war bis­lang nur in der Klet­ter­szene ein Begriff, dort aber ken­nen ihn viele – zumin­d­est jene, die auf Niederöster­re­ichs Bergen unter­wegs sind. Bere­its vor zehn Jahren hat­ten der „Fal­ter“ und „Die Prese“ berichtet, dass der Kel­tenkalk-Autor Thomas Behm eine Vor­liebe für recht­sex­treme und ras­sis­tis­che Begrif­flichkeit­en hegt, wenn er Klet­ter­routen benen­nt. Nun ist die Diskus­sion darüber wieder ent­facht. Weit­er…

Die blaue Bewunderung für Belarus

Der steirische KPÖ-Land­tagsab­ge­ord­nete Wern­er Murgg ist zu Recht für seine loben­den Worte über die blutige Dik­tatur in Belarus scharf kri­tisiert wor­den. So ziem­lich von allen, auch von Teilen sein­er eige­nen Partei. Einem Redak­teur des „Stan­dard“ war das zu wenig. Er ist der Mei­n­ung, dass der Auf­schrei deut­lich größer und schär­fer gewe­sen wäre, wenn ein Poli­tik­er der FPÖ das Regime in Belarus gelobt hätte. Wir hal­ten dage­gen: Die blaue Bewun­derung für Belarus ist groß und fast nie­mand protestiert dage­gen. Weit­er…

Wochenschau KW 39/21

Es ist wohl als klas­sis­che Pro­jek­tion zu beze­ich­nen, wenn ein arbeit­slos­er Aus­län­der kri­tisiert, dass Aus­län­der nach Öster­re­ich kom­men, arbeit­s­los seien und Gelder kassieren. Seine „Kri­tik“ äußerte er mit ein­er Hak­enkreuz-Kette und dem Besitz von NS-Devo­tion­alien. Am Sam­stag war wieder ein­mal Auf­marschtag für Recht­sex­treme und Verschwörungsanhänger*innen: In Wien, wo auch gle­ich Teile eines Cafés ver­wüstet wur­den und die Polizei wegen eines gewalt­tägi­gen Über­griffs auf einen Gegen­demon­stran­ten in den eige­nen Rei­hen ermit­teln muss und in Eisen­stadt, wo Küs­sels „Coro­na-Quer­front“ einen Auftritt hin­legte. Weit­er…

Das Gespenst des Ex-Doktors: Antisemitischer Wahn auf YouTube

Hel­mut Pil­har, der aktivste Epigone von Ryke Geerd Hamers „Ger­man­is­ch­er Heilkunde“, ver­bre­it­et dessen anti­semi­tis­che Para­noia nun wieder unge­filtert und unbe­hel­ligt. Clips, die Pil­har in diesem Jahr online gestellt hat, haben es in sich. Weit­er…

Kickls Klub finanziert fleißig „Info-Direkt“

Das recht­sex­treme „Info-Direkt“-Magazin ist bei Nr. 39 ange­langt. Sein Geschäfts­führer, Chefredak­teur und Alleineigen­tümer Michael Scharfmüller, früher Aktivist beim neon­azis­tis­chen Bund Freier Jugend (BfJ), hat sein Unternehmen vom Briefkas­ten in der Diesel­straße über­siedelt in ein fak­tisch virtuelles Büro in der Linz­er Stein­gasse. Wir woll­ten wis­sen, was sich son­st noch verän­derte, seit im Mai 2019 die FPÖ ihre nährende Hand und die bei­den Miteigen­tümer Jan Ack­er­maier und Ulrich Püschel von der Pos­tille ange­blich zurück­ge­zo­gen hat. Weit­er…

MFG zensiert ihr eigenes Programm

Ziem­lich hin­ter­hältig war das schon: Ganz knapp vor der Land­tagswahl in Oberöster­re­ich veröf­fentlichte das recht­sex­treme Por­tal „Info-Direkt“ als Gastkom­men­tar den Aufruf eines Andreas Lang, dass die kan­di­dierende Partei „MFG“ (Men­schen Frei­heit Grun­drechte) den Abtrei­bungspas­sus aus ihrem Parteipro­gramm stre­ichen solle. Zwei Tage vor der Wahl. Wer ist dieser Andreas Lang? Und vor allem: Wie reagiert die Partei MFG auf diese Attacke? Weit­er…

Wahlen in Deutschland: wenige Jubelanlässe für Rechtsextreme

Es war für der AfD nicht Nah­este­hende amüsant: Die AfD-Spitzen wet­zten im Rah­men ein­er Nach­wahl­pressekon­ferenz auf offen­er Bühne ver­bal die Mess­er und richteten sich gegen­seit­ig Unfre­undlichkeit­en aus. Nicht zum Lachen dürfte auch den anderen recht­sex­tremen Parteien sein, die bei der Bun­destagswahl alle­samt unterge­gan­gen sind. Ganz dick kam’s für die NPD, denn die schlit­tert nun in eine Finanzmis­ere. Weit­er…