„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

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Wochenschau KW 44–45/22 (Teil 1)

Zwei über 80-jährige Schwest­ern haben sich eine Anklage wegen Ver­het­zung einge­han­delt, weil sie in einem Freibad im Bur­gen­land eine Frau und deren Sohn mehrfach als „Zige­uner” dif­famiert haben sollen. Sehr jung hinge­gen waren ein Brau­nauer und ein Tirol­er, die bei­de nach dem Ver­bots­ge­setz verurteilt wur­den – der Tirol­er mit ein­er bemerkenswerten Lat­te an Delik­ten. Und als mit­te­lal­ter­lich ist der inzwis­chen nicht mehr unbekan­nte Ter­nitzer Ex-Wirt nicht nur auf­grund sein­er Leben­s­jahre zu beze­ich­nen, son­dern auch wegen sein­er Ansicht­en und Umgangs­for­men: Er kassierte eben­falls einen (nicht recht­skräfti­gen) Schuld­spruch. Weit­er…

Martini-Gansln im Heimatschutz

Als der „vagabundierende Kul­tur­wis­senschafter“ Roland Girtler im Okto­ber in sein­er „Krone“-Kolumne über seinen Besuch bei Georg Zakra­jsek und die „rebel­lis­chen Leute“ von Michel­dorf schrieb, hat­te „Fre­und“ Zakra­jsek seine zweite Verurteilung wegen Ver­het­zung samt Beru­fung schon hin­ter sich. Ob die bei­den auch darüber gesprochen haben? Oder über die selt­same ultra­rechte Broschüre, die Zakra­jsek gemein­sam mit Horst Det­tel­bach­er, einem pen­sion­ierten Reserve­of­fizier, ver­fasst hat? Weit­er…

Rechte Tatreiniger

Dass die jahre­lange ver­bale Het­ze von Rechts gegen Nan­cy Pelosi, die Sprecherin des US-Repräsen­tan­ten­haus­es, in physis­che Gewalt mün­den kann, war schon beim von Trump angezettel­ten Sturm auf das Kapi­tol abse­hbar. Jet­zt ist sie passiert – und sofort rück­en die recht­en Tatreiniger aus, um das Opfer zum Täter und die Spuren nach Rechts vergessen zu machen. Das öster­re­ichis­che Recht­saußen-Online-Medi­um report24 ist ganz vorne dabei. Weit­er…

Wochenschau KW 43/22 (Teil 2)

Der zweite Teil unser­er Rückschau auf die Ereignisse der let­zten Woche ist alleine der FPÖ gewid­met: der Tirol­er, die fast vier Monate gebraucht hat, um bekan­ntzugeben, dass sie Werder Bre­men nun doch nicht kla­gen wird – ange­blich, um Steuergeld zu sparen. Davon scheint die Welser FPÖ-Vize­bürg­er­meis­terin jedoch weniger zu hal­ten. Die „nev­er end­ing sto­ry“ der Graz­er FPÖ hat mit weit­eren Beschuldigun­gen und einem Parteiauss­chluss ihre Fort­set­zung gefun­den. Auf Bun­de­sebene gibt sich die FPÖ als Opfer ein­er ver­meintlichen Polit-Jus­tiz und schwafelt von ein­er Haus­durch­suchung, die jedoch erfun­den ist. Weit­er…

Wochenschau KW 43/22 (Teil 1)

Wie jahre­lange Het­zkam­pag­nen wirken, hat sich in der let­zten Woche in den USA gezeigt, als ein recht­sex­tremer Ver­schwörungsan­hänger ins Haus von Nan­cy Pelosi einge­drun­gen ist und deren Mann mit einem Ham­mer schw­er ver­let­zt hat. Dazu passen drei Beispiele aus den let­zten Tagen von dehu­man­isieren­der Sprache: aus der FPÖ, von Fer­di­nand Wegschei­der und von Friedrich Merz. Weit­er…

Roma diskriminieren, Rechtsextreme subventionieren – das ist die Welser FPÖ 

Presseaussendung der Welser Ini­tia­tive gegen Faschis­mus: Antifa: Rabl ist rücktrittsreif!
Immer wieder zeigen diverse „Einzelfälle“ die undemokratis­che Geis­te­shal­tung der Welser FPÖ. Erst unlängst hat FPÖ-Bürg­er­meis­ter Andreas Rabl den bun­desweit­en „Burschen­tag“ recht­sex­tremer Mit­telschülerverbindun­gen aus Steuergeld gefördert und emp­fan­gen. Die Stadt­blauen wollen auch das Campierver­bot für durchziehende Roma und Sin­ti wieder­beleben, das vor eini­gen Jahren vom Land Oberöster­re­ich als ras­sis­tisch und damit rechtswidrig aufge­hoben wor­den ist. Weit­er…

Der neue Lack des Jagsthausener Kreises

Fran­co A. war ander­weit­ig im Ein­satz. Der wegen Recht­ster­ror­is­mus verurteilte deutsche Offizier, der zumin­d­est 2016 an der Tagung des Jagsthausen­er Kreis­es in Freilass­ing (Bay­ern) teilgenom­men hat­te, kon­nte zu den zwei Tagun­gen der Jagsthausen­er im Jahr 2022 wegen seines unfrei­willi­gen Haf­taufen­thaltes nicht anreisen. Die Jagsthausen­er wollen zwar nicht mehr so genan­nt wer­den, aber son­st dürfte alles so sein wie früher: deut­lich recht­sex­trem. Weit­er…

FPÖ Graz: Der Teufel ist los

Neue Aspek­te im Skan­dal rund um die Graz­er FPÖ bringt das Pro­tokoll ein­er Audioauf­nahme, die bei ein­er Sitzung des FPÖ-Gemein­der­atsklubs im Sep­tem­ber ent­standen ist und das der Stan­dard aus­gew­ertet hat. Während des Gesprächs wird in den Raum gestellt, dass (u.a.) auch der Lan­desparteiob­mann Mario Kunasek über bes­timmte Geld­flüsse Bescheid gewusst habe.  Weit­er…

Wochenschau KW 42/22

Prozesse mit gewis­sem Unter­hal­tungswert: Ein auf der Brust aufge­maltes Hak­enkreuz hat einen Brau­nauer sprich­wörtlich im Schlaf erwis­cht – weil er den Übeltäter, der ihm das Hak­enkreuz zuge­fügt hat­te, erwis­chen wollte, postete er das „Cor­pus Delic­ti“, also ein Self­ie inklu­sive Bemalung, ins Inter­net. Dafür gab’s einen Freis­pruch am Lan­des­gericht Ried. Beim eben­falls in Ried abge­hal­te­nen Prozess gegen den ehe­ma­li­gen Chef der Neon­azi-Truppe „Objekt 21“, Jür­gen W., kam’s in der let­zten Woche zu keinem Urteil, weil ein Zeuge noch gehört wer­den muss. Aber immer­hin war bere­its zu erfahren, dass W. nun wirk­lich und echt geläutert sei. Weit­er…

Der Tod der Grazer FPÖ

Während sich bun­de­spoli­tisch alles um die Causa Pri­ma Schmid und die ÖVP dreht, ist die FPÖ in der zweit­größten Stadt Öster­re­ichs, in Graz, an ihrem bish­eri­gen Tief­punkt ange­langt: Der Gemein­der­atsklub ist tot, damit auch die bish­erige Stadt­partei. Der für heute geplante Stadt­parteitag wurde kurz­er­hand abge­sagt. Zuvor hagelte es Auss­chlüsse und Aus­tritte, und über allem schwebt ein gewaltiger Finanzskan­dal. Weit­er…

Wochenschau KW 41/22

Die let­zte Woche wurde vom recht­ster­ror­is­tis­chen Anschlag in Bratisla­va über­schat­tet: Ein 19 Jähriger erschoß vor der Schwulen-Bar Teplaren zwei Män­ner und ver­let­zte eine Frau schw­er. Dem waren ein­deutige Ankündi­gun­gen des Täters, der sich nach der Tat suizi­dierte, voraus­ge­gan­gen. In Kla­gen­furt musste ein Deutsch­er vor Gericht, weil der zusam­men mit einem Fre­und im Ossi­ach­er See ille­gal nach Kriegsre­lik­ten getaucht hat­te – mit letalem Ende für den Fre­und, weil eine Granate beim Ver­such der Entschär­fung explodiert war. Und die Wiener Polizei gerät immer heftiger unter Kri­tik: Ihr nicht nachvol­lziehbares Vorge­hen gegen Jour­nal­is­ten und gegen linke Demonstrant*innen ste­ht ein eben­falls nicht nachvol­lziehbar­er Schutz ein­er Ver­anstal­tung der recht­sex­tremen Burschen­schaft Olympia gegenüber: Für eine Olym­pen-Sauf­par­ty sper­rte die Polizei gle­ich einen ganzen Straßen­ab­schnitt. Weit­er…

Andi Gewehre gibt das Lämmchen

Er war unter den ver­schieden­sten Tarn­na­men in sozialen Net­zw­erken aktiv. Auch bei fast jedem Auflauf von Recht­sex­tremen und Neon­azis in Wien sicht­bar. Seit vie­len Jahren. Seine Chats mit einem deutschen NPD-Chef über Bomben­rezep­turen haben zum Rück­tritt des Poli­tik­ers geführt. Jet­zt ist Wolf­gang L. über seine braunen Chats auf What­sApp gestolpert. Wir haben L. bei seinem Auftritt vor dem Geschwore­nen­gericht begleit­et, damit er nicht ganz allein ist. Ein Prozess­bericht. Weit­er…

Bundesheersoldat in SS-Uniform: vom kollektiven Wegschauen und einer Ministerin, die nichts wissen will

Es war ein­er von jenen raren Momenten, in denen sich Bun­de­spräsi­dent Van der Bellen zur Tage­spoli­tik zu Wort gemeldet hat­te: Seine Kri­tik an der Nich­t­ent­las­sung eines Bun­desheerun­terof­fiziers nach dessen braunen Umtrieben kam um die Kurve, war aber den­noch deut­lich. Doch das Prob­lem begin­nt und endet keineswegs mit der nicht nachvol­lziehbaren Entschei­dung der Diszi­pli­narkom­mis­sion. Weit­er…

Wochenschau KW 40/22

Während ein Küs­sel-Bekan­nter erneut eine Verurteilung abge­fan­gen hat, gab ein früher in Vorarl­berg leben­der Deutsch­er, der eine Affinität zu Holo­caustleugn­ern zu haben scheint, der öster­re­ichis­chen Jus­tiz einen Korb: Er erschien nicht zum Prozess. Und ein alter Bekan­nter, der frühere Aula-Het­zer Fred Duswald, hat beim Jahreskongress der „Gesellschaft für freie Pub­lizis­tik“ mit drei Jahren Ver­spä­tung in passen­dem Kreis eine Ehrung erhal­ten. Weit­er…