„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

Sollten Sie einen Vorfall melden oder uns Informationen schicken wollen, können Sie das über unser sicheres Kontaktformular (hier) oder via Mail ([email protected]) tun.

Kickl, Corona und dann auch noch Rutter!

Kickl kränkelt an Coro­na, aber einen sein­er steirischen Funk­tionäre hat’s so schw­er erwis­cht, dass er fast gestor­ben wäre. Sein Dankes- und Beken­ner-Post­ing löscht er aber umge­hend. Während Pfleger*innen und Ärzte in den Spitälern am Anschlag arbeit­en, postet Ober­schwur­bler Mar­tin Rut­ter auf Telegram unver­drossen Fake-News über fast leere COVID-Sta­tio­nen. Weit­er…

Wochenschau KW 45/21

Die Staat­san­waltschaft Wien beantragt die Aufhe­bung der Immu­nität des FPÖ-Abge­ord­neten Michael Schnedlitz. Zwei SS-Sym­bole auf seinem Motor­rad bracht­en einen Kärnt­ner Bun­desheerange­höri­gen vor Gericht – die SS-Runen habe er als Logo ein­er Kali­for­nischen Fir­ma inter­pretiert, wie der SS-Totenkopf auf seine Mas­chine gekom­men ist, wisse er nicht. Ein Lehrer wollte die Mei­n­ungs­frei­heit und Diskus­sion­skul­tur fördern, indem er den Holo­caust leugnete. Jet­zt ist er seinen Job los und hat in erster Instanz einen Schuld­spruch wegen Wieder­betä­ti­gung aus­ge­fasst. Weit­er…

Waffenfunde im Neonazi-Milieu: Spitze des Eisbergs

Als die „Spitze eines Eis­bergs“ wur­den in der ZiB 2 (9.11.21) die in der let­zten Zeit aufge­fun­de­nen Waf­fe­narse­nale beze­ich­net. Auf die Frage nach der Größe der Szene, die da offen­sichtlich aufrüstet, kon­nte Roland Sch­er­sch­er, Leit­er des niederöster­re­ichis­chen LVT nicht antworten, es sei jedoch beden­klich, dass sie einen sehr leicht­en Zugang zu Waf­fen habe. Ein Befund, der sich schon alleine aus der Chronolo­gie der Waf­fen­funde im recht­sex­tremen Milieu ziehen lässt. Weit­er…

FPÖ Graz (Teil 2): Die unbekannten blauen Vereine

Der steirische FPÖ-Chef Kunasek beze­ich­net den gestern bekan­nt­ge­wor­de­nen Skan­dal zur Verun­treu­ung von Partei- und Klubgeldern durch den Graz­er FPÖ-Finanzref­er­enten als „Einzelfall”. Aber wie es so mit den blauen Einzelfällen im All­ge­meinen ist, fol­gt da ein­er auf den anderen. In Unter­la­gen, die uns zuge­spielt wur­den, scheinen merk­würdi­ge Über­weisun­gen der Graz­er FPÖ an Vere­ine auf, die weit­ge­hend unbekan­nt sind. Dahin­ter find­en sich aber immer wieder bekan­nte Namen.
Weit­er…

Die „Hanni“ von der Europäischen Aktion

So eine Über­raschung aber auch! Am 8.November fand am Lan­des­gericht Wien ein Geschwore­nen­prozess zu § 3b Ver­bots­ge­setz statt. Nach diesem Delikt wird sel­ten angeklagt. Das weckt natür­lich die Neugi­er. Die Redak­tion von „Stoppt die Recht­en“ erteilte mir deshalb einen Auf­trag. Ich set­zte mich in Bewe­gung und in die Zuschauer­bank und erlebte einen ziem­lich schrä­gen Prozessver­lauf. Ein Bericht von Karl Öllinger. Weit­er…

Wochenschau KW 44/21

Nazi-Codes kom­biniert mit Liebes­bezeu­gun­gen fan­den sich gle­ich an zwei Orten: im Kärnt­ner­ischen Frantschach und in Baden bei Wien. Ein Wiener Wirt kom­binierte seinen Protest über die 3G-Regel mit dem 3g-Ver­bots­ge­setz und wird deshalb wohl vor Gericht lan­den. Und in Wien marschierten wieder einige am Grab des Nazi-Majors Wal­ter Nowot­ny auf – allerd­ings getren­nt in zwei Grup­pen. Weit­er…

Doku-Tipp: Hochansteckende Verschwörungsmythen

Eine Frau, die so tief in Ver­schwörungsmythen steckt, dass sie mit ihrem Sohn bricht und mit Trä­nen in Kauf nimmt, damit auch ihre Enkelkinder nicht mehr sehen zu kön­nen. Sie ist Kon­sumentin von Het­zern wie dem Recht­sex­tremen Jür­gen Elsäss­er, der offen eingeste­ht, dass das, was er von sich gibt, nicht „die Wahrheit“ sei, aber „die Volksseele am Laufen hält“. Es ist nichts anderes als medi­aler Miss­brauch, mit dem Ziel, das demokratis­che Sys­tem ins Wanken zu brin­gen. Das ARD-Polit­magazin „Kon­tratse” zeigt in der empfehlenswerten Reportage einige, die diese „hochansteck­enden Ver­schwörungsmythen“ pro­duzieren. Weit­er…

FPÖ Graz (Teil 1): Sippel und sein seltsamer Verlagsverein

Der Skan­dal um die Spe­senabrech­nun­gen der bei­den Graz­er FPÖ-Funk­tionäre, Vize­bürg­er­meis­ter Mario Eustac­chio und Klubob­mann Armin Sip­pel ste­ht möglicher­weise nicht vor der endgülti­gen Aufk­lärung, son­dern kurz vor dem Zudeck­en. Der Vere­in, der so gütig über viele Jahre den FPÖ-Klubob­mann Armin Sip­pel vor Vere­len­dung geschützt hat, indem er ihm ein kleines Zubrot gewährt hat, hat sich vier Tage nach den ersten Enthül­lun­gen frei­willig aufgelöst. Warum wohl? Weit­er…

Wochenschau KW 43/21

Selb­st für einen einge­fleis­cht­en Neon­azi ist es nicht ganz üblich, wie ein Wiener Angeklagter sein­er Gesin­nung Aus­druck ver­lieh: näm­lich mit ein­schlägi­gen Tat­toos auf seinem Gesicht! Das Bun­desheer hat eine mehr als pein­liche Posse am Nation­alfeiertag geliefert, und die FPÖ lieferte auch gle­ich mehrere Geschicht­en, darunter eine kör­per­liche Auseinan­der­set­zung zwis­chen der niederöster­re­ichis­chen Land­tagsab­ge­ord­neten Schus­ter und einem St. Pöl­tener Funk­tionär. Schus­ters Schul­ter sei nun ver­let­zt. Wie wenig Frauen­leben dem NR-Abg. Ames­berg­er wert sind, hat der ein­drück­lich im Innenauss­chuss bewiesen, weil laut Ames­berg­er in Wirk­lichkeit oft Män­ner die Lei­d­tra­gen­den seien. Weit­er…

Sippel & Eustacchio: So viel Brutalität!

Die Graz­er FPÖ hop­pelt der Wiener hin­ter­her: Sie wird kurz nach der Gemein­der­atswahl, die einen Ver­lust von 5,25%-Punkten und den Raus­flug aus der Stadtregierung brachte, von ein­er Spe­se­naf­färe einge­holt. Aus Partei- und Klubgeldern sollen sich u.a. der noch amtierende Vize­bürg­er­meis­ter Eustac­chio und der Klubchef Armin Sip­pel bedi­ent haben. Sie haben nun den Hut genom­men. Wegen „so viel Bru­tal­ität“, wie Sip­pel lamen­tierte. Weit­er…

Doku-Tipp: Der NSU-Komplex

Es war vor zehn Jahren, am 4. Novem­ber 2011, als sich das Ter­ror­trio des NSU selb­st ent­tarnte. Erst­mal in Eise­nach, wo sich Uwe Mund­los und Uwe Böhn­hardt in einem Wohn­mo­bil suizi­dierten und dann in Zwick­au, wo Beate Zschäpe die eigene Woh­nung in die Luft jagte, flüchtete und sich dann am 8. Novem­ber selb­st den Behör­den stellte. Die noch immer nicht been­dete Aufar­beitung des „NSU-Kom­plex­es“ hat ein Totalver­sagen der Sicher­heits­be­hör­den zutage gefördert, das die Debat­te bis heute dominiert. 2016 haben Ste­fan Aust und Dirk Laabs die – let­ztlich erfol­glose – Jagd auf das Mordtrio rekon­stru­iert. Weit­er…

Recht extremes Treiben in Klagenfurt/Celovec

Mit einem Jahr Ver­spä­tung haben Kor­pori­erte unter der Regie des „Ver­ban­des Frei­heitlich­er Akademik­er Kärn­ten“ in Klagenfurt/Celovec 100 Jahre Volksab­stim­mung mit aller­lei waf­fen­stu­den­tis­chen Jubiläumsver­anstal­tun­gen nachge­holt. Das geschah völ­lig unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung. In Kärn­ten gehören Aufmärsche wie dieser ger­ade um den 10. Okto­ber herum zum akzep­tierten All­t­ag. Weit­er…

Die Europäische Aktion vor Gericht

Hat­ten wir das nicht schon ein­mal? Stimmt! Im Früh­jahr 2021 berichteten wir über den Prozess gegen fünf Mit­glieder der Europäis­chen Aktion (EA). Das Kollek­tiv „prozess.report“, das damals das mehrtägige Schwurg­erichtsver­fahren beobachtete, hat nun eine Broschüre her­aus­gegeben, in der weit über den Prozess hin­aus Mate­ri­alien zur „Europäis­chen Aktion“ zusam­menge­tra­gen und zu span­nen­den Analy­sen ver­woben wur­den. Weit­er…

Wochenschau KW 42/21

Eige­nar­tiger­weise trifft bei Per­so­n­en, die – meist ille­gal – Waf­fen ansam­meln oft auch ein ange­blich harm­los­es his­torisches Inter­esse für die NS-Zeit zusam­men – so auch bei einem 21-jähri­gen Salzburg­er, der bei sich zu Hause braune Devo­tion­alien und Waf­fen gehort­et hat­te. Während Impfgeg­n­er einen Wiener Kinder­arzt bedro­hen, hat Face­book den Inter­net-TV-Sender AUF1 von Face­book ver­jagt. Der Grund: Falschmel­dun­gen zu COVID-19. Weit­er…

Das jüdische Gedicht, die Seidenraupenbauern, die deutsche Sprache und ein Kommentar von Doron Rabinovici

Niki Glat­tauer ist Päd­a­goge und Buchau­tor, der seit Jahren auch als Kolum­nist tätig ist. Früher für den „Kuri­er“, seit 2019 für die Gratiszeitung „heute“, wo er die Rubrik „Glat­tauer gibt Noten“ betreut. Seine Kri­tik an Missstän­den im Bil­dungswe­sen trifft oft den wun­den Punkt, bei der Zuschrift des Lesers Andreas St. (20) in „heute“ vom 18.10.21 ver­sagt er aber völ­lig – bei der Kri­tik des Leser­brief­schreibers. Ein Bericht von Karl Öllinger mit Kom­men­tar von Doron Rabi­novi­ci. Weit­er…