We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation | Wochenrückblick

Lesezeit: 5 Minuten

Mélange KW 4/22

Ver­su­che in zwei unter­schied­li­chen Fäl­len, den Ver­dacht auf Wie­der­be­tä­ti­gung anzu­zei­gen, sol­len an der stei­ri­schen Poli­zei geschei­tert sein. Erst wei­te­re Inter­ven­tio­nen bewirk­ten, dass Ermitt­lun­gen durch die zustän­di­gen Staats­an­walt­schaf­ten auf­ge­nom­men wur­den. Der 18-Jäh­ri­ge, der in Hei­del­berg eine Stu­den­tin erschos­sen und drei wei­te­re Stu­die­ren­de ver­letzt hat, hat­te Bezie­hun­gen in den orga­ni­sier­ten Neo­na­zis­mus. Sei­ne Waf­fen hat er eine Woche vor der Tat in Wien gekauft.

31. Jan. 2022
Rückblick
Rückblick

Graz: Glücks­zahl und Andenken im Gesicht
St. Mar­tin im Mühlkreis/OÖ: Auto­fah­rer braun unterwegs
Bad Aussee/Stmk: Pla­ka­te mit NS-Ver­glei­chen am Fenster
Wien/Donaustadt: Autos mit Haken­kreuz beschmiert
Heidelberg/Wien: Waf­fen­kauf in Wien

Graz: Glücks­zahl und Andenken im Gesicht

Wer sich eine „88” (Code für „Heil Hit­ler”) ins Gesicht täto­wie­ren lässt und dazu auch noch SS-Runen, müss­te damit rech­nen, vor Gericht zu lan­den. Der 30-jäh­ri­ge Ange­klag­te, offen­bar Stamm­gast bei der Jus­tiz, woll­te, so gab er es an, die Täto­wie­run­gen auch schnell wie­der ent­fer­nen las­sen, aber da sei ihm die Ver­haf­tung dazwi­schen gekom­men. „Der Beschul­dig­te selbst meint: ‚Ich bin schul­dig der Täto­wie­rung, nicht aber der Wie­der­be­tä­ti­gung.‘ Lapi­da­re Recht­fer­ti­gung: ‚Die 88 ist mei­ne Glücks­zahl und die Rune ist ein Andenken an mei­nen Groß­va­ter.‘ Er ver­sucht die Peckerl zu recht­fer­ti­gen: ‚Ich war tut­ten­zu!‘“ (Klei­ne Zei­tung, 26.1.22, S. 18)

Auf die Fra­ge, wer ihm die sym­bol­träch­ti­ge Täto­wie­rung ver­passt hat­te, gab sich der Ange­klag­te zuge­knöpft: „Weiß nicht, war mir wurscht.“ Es folg­te ein Schuld­spruch mit 24 Mona­ten Haft und dazu 16 Mona­te aus dem Wider­ruf zwei­er beding­ter Straf­nach­sich­ten aus Vor­ver­ur­tei­lun­gen. (Ob das Urteil rechts­kräf­tig ist, wur­de nicht berichtet.)

St. Mar­tin im Mühlkreis/OÖ: Auto­fah­rer braun unterwegs

Der Stei­rer W. war im Mühl­vier­tel mit dem Auto unter­wegs, vor ihm ein Fah­rer, der auf sei­ner Heck­schei­be bes­tens sicht­bar eine Schwar­ze Son­ne und den Schrift­zug „Stahl­ge­wit­ter“ – also den Namen einer deut­schen Neo­na­zi-Band ange­bracht – hat­te. Der Stei­rer woll­te bei der Gra­zer Poli­zei eine Anzei­ge erstat­ten, die die­se aber nicht ent­ge­gen genom­men haben soll. Mit der erstaun­li­chen Begrün­dung, 

die Zur­schau­stel­lung einer „Schwar­zen Son­ne“ sei nicht straf­bar. Ich hab’ dann das Maut­hau­sen Komi­tee ein­ge­schal­tet“, erklärt W. Das MKÖ und das oö. Netz­werk gegen Rechts­extre­mis­mus ersuch­ten dar­auf­hin Lan­des­po­li­zei­di­rek­tor Andre­as Pilsl, in der Sache tätig zu wer­den. Die­ser schal­te­te den Ver­fas­sungs­schutz ein, der den Fahr­zeug­be­sit­zer – einen 36-jäh­ri­gen, bis­her unbe­schol­te­nen Arbei­ter – rasch aus­forsch­te. (Kro­nen Zei­tung, 27.1.22, S. 20)

"Stahlgewitter" und "Schwarze Sonne" auf der Heckscheibe
„Stahl­ge­wit­ter” und „Schwar­ze Son­ne” auf der Heckscheibe

Die Sym­bo­le sind nun vom Auto ent­fernt, es setz­te gegen den Hal­ter eine Anzei­ge nach dem Ver­bots­ge­setz. Wie die Poli­zei dazu kommt, als Exe­ku­ti­ve der Jus­tiz vor­zu­grei­fen, soll­te geklärt werden.

Bad Aussee/Stmk: Pla­ka­te mit NS-Ver­glei­chen am Fenster

Ein Jahr lang war der Poli­zei von Bad Aus­see offen­bar schon bekannt, dass an den Fens­tern eines Wohn­hau­ses im Orts­zen­trum Pla­ka­te ange­bracht waren, die die Coro­na-Maß­nah­men und die Imp­fung mit den Ver­bre­chen des Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­gli­chen bzw. gleich­setz­ten. Einem deut­schen Tou­ris­ten sind die dubio­sen Fens­ter­bot­schaf­ten auf­ge­sto­ßen, des­halb ging er zur Poli­zei, um Anzei­ge zu erstat­ten. Doch dort wur­de er wie­der weg­ge­schickt. Der Deutsche

wand­te sich des­halb unter ande­rem an die Staats­an­walt­schaft Salz­burg, weil er dach­te, die­se sei für das Salz­kam­mer­gut zustän­dig, und an die SN. Die zustän­di­ge Staats­an­walt­schaft für Bad Aus­see ist in Leo­ben. Behör­den­spre­cher Andre­as Ried­ler: „Auf­grund der Anfra­ge prü­fen wir nun einen Anfangs­ver­dacht.“ Dabei geht es auch dar­um, ob die teil­wei­se im NS-Stil gestal­te­ten Pla­ka­te einen Tat­be­stand nach dem stren­gen Ver­bots­ge­setz erfül­len oder ob die Fens­ter­ge­stal­tung noch als freie Mei­nungs­äu­ße­rung ver­tret­bar ist. (Salz­bur­ger Nach­rich­ten, 27.1.22, S. 11)

Von Sei­ten der Lan­des­di­rek­ti­on der Poli­zei hieß es, eine Über­prü­fung habe bereits statt­ge­fun­den, der Tat­be­stand sei als nicht straf­bar befun­den wor­den. Die zustän­di­ge Staats­an­walt­schaft Leo­ben gab jedoch an, der Sach­ver­halt sei nicht an sie wei­ter­ge­lei­tet worden.

Der Haus­ei­gen­tü­mer habe erklärt, es hand­le sich um ein Kunst­pro­jekt. Er soll­te genau­er erklä­ren, was an dem Schrift­zug „Imp­fen macht frei“ in der Art, wie es am KZ Ausch­witz ange­bracht war, Kunst sein soll. Und auch hier wird wie beim obi­gen Fall das Vor­ge­hen der Poli­zei zu klä­ren sein.

Wien/Donaustadt: Autos mit Haken­kreuz beschmiert

Gleich 50 Autos wur­den in der Nacht vom 28. auf den 29. Jän­ner in der Stei­gen­tesch­gas­se (22. Bezirk) mit Far­be besprüht. Auf drei Autos fan­den sich Haken­kreu­ze. (kurier.at, 30.1.22)

Heidelberg/Wien: Waf­fen­kauf in Wien

Nach­dem der 18-jäh­ri­ge Niko­lai G. am 24.1. zu Mit­tag in einem Hör­saal der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg eine Stu­den­tin erschos­sen, drei wei­te­re ver­letzt und sich danach sui­zi­diert hat­te, ist mitt­ler­wei­le bekannt gewor­den, dass er bis Herbst 2019 Mit­glied der Neo­na­zi-Par­tei „Der Drit­te Weg“ gewe­sen ist, deren Able­ger auch in Öster­reich aktiv und zuwei­len auch bei den Anti-Coro­na-Maß­nah­men auf­ge­taucht sind.

Ermitt­lun­gen haben auch erge­ben, dass G. sei­ne Waf­fen in Öster­reich, näm­lich etwa eine Woche vor der Tat in Wien erstan­den hatte.

Beam­te stell­ten am Tat­ort zwei der Waf­fen und rund 150 Schuss Muni­ti­on sicher. Die drit­te Waf­fe habe die öster­rei­chi­sche Poli­zei in einem Zim­mer gefun­den, das der jun­ge Mann bei einem Auf­ent­halt ange­mie­tet habe. Die bei­den bei der Tat ver­wen­de­ten Waf­fen hat der 18-Jäh­ri­ge dem­nach bei einem Waf­fen­händ­ler gekauft, die drit­te, eine Büch­se, bei einer Pri­vat­per­son. Inwie­fern sich der Waf­fen­händ­ler oder sei­ne Mit­ar­bei­ter wegen des Waf­fen­ver­kaufs straf­recht­lich ver­ant­wor­ten müs­sen, wird den Anga­ben zufol­ge geprüft. Dies gestal­te sich auf­grund der unter­schied­li­chen Rechts­la­ge in Öster­reich und Deutsch­land schwie­rig, hieß es. (derstandard.at, 26.1.22)

Hier blei­ben eini­ge Fra­gen offen: War­um ist der Täter nach Wien gefah­ren, um die Waf­fen zu kau­fen, zumal es öster­rei­chi­sche Orte mit Waf­fen­ge­schäf­ten gibt, die näher an Deutsch­land lie­gen, war­um hat der Täter eine Waf­fe im Wie­ner Hotel­zim­mer zurück­ge­las­sen und vor allem, was ist pas­siert, als die­se Waf­fe im Hotel­zim­mer auf­ge­fun­den wurde?

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation, Wochenrückblick
Schlagwörter: Anzeige | Mord/Mordversuch/Totschlag | Neonazismus/Neofaschismus | NS-Verharmlosung | Oberösterreich | Polizei | Steiermark | Vandalismus/Sachbeschädigung/Schmierereien | Verbotsgesetz | Verschwörungsideologien | Weite Welt | Wiederbetätigung | Wien

Beitragsnavigation

« Doku-Tipp: QAnon – Das große Erwachen
Helvetia und Avalon in Österreich »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter