FPÖ — Wieder ein Funktionär verurteilt

Der Face­book-Gruppe FPÖ-Fails ist der Funk­tionär der FPÖ Mayrhofen im März 2017 aufge­fall­en. Damals veröf­fentlichte die Gruppe eine Auswahl der wüsten Aus­fäl­ligkeit­en, die der FPÖ-Obmann auf Face­book veröf­fentlicht hat­te. Jet­zt wurde vor dem Lan­des­gericht Inns­bruck gegen den blauen Funk­tionär ver­han­delt, der sich „bis zulet­zt schul­dunein­sichtig“ gab, wie auf dem Blog „Die Tiwag“ ein Prozess­beobachter fest­stellen musste.

Für den FPÖ-Obmann von Mayrhofen im Ziller­tal, Andreas Eder, gibt es haupt­säch­lich Gesin­del – außer­halb der FPÖ natür­lich. Das „linke Gesindl“, das „Afgha­nen Gesindl“ und das in der Regierung natür­lich, wo nur mehr „Abschaum“ sitzt, allen voran der Bun­deskan­zler Kern, den Eder als „Vollp­fos­ten“ tit­uliert, der samt Gefolge in die Psy­chi­a­trie gehöre. Im Mit­te­lal­ter „wäre kurz­er Prozess gemacht wor­den“ mit diesem Mann, lässt der FPÖ-Funk­tionär seine Phan­tasie kurz in die Ver­gan­gen­heit schweifen.

Wegen dieser Het­z­post­ings musste sich Eder allerd­ings nicht vor dem Lan­des­gericht wegen Her­ab­würdi­gung religiös­er Lehren (§ 188 StGB) ver­ant­worten, son­dern weil er auf der Seite der FPÖ Mayrhofen diesen Hass-Text gepostet hatte:

„Wir brauchen keinen Ramadan. Wenn jemand unsere Art zu leben nicht passt, soll er Öster­re­ich ver­lassen. Wir brauchen keine geis­teskranke Islamideologie!“.

Aus­lös­er war ein „Krone“-Bericht über eine Bestel­lak­tion des Öster­re­ichis­chen Jugen­drotkreuzes, das im Früh­jahr 2017 neben Geschenk-Artikeln wie Herz­erln, Karten, Anhängern und Jahre­s­plan­ern auch einen Ramadan-Kalen­der anbot. Der Kalen­der, der übri­gens nur in Wien bestellt wer­den kon­nte, regte beson­ders die FPÖ Oberöster­re­ich auf, die sich sehr ängstigte, dass er vielle­icht auch ein­mal in Oberöster­re­ich ange­boten wer­den kön­nte. In Tirol ver­set­zte der Wiener Jugen­drotkreuz-Ramadan-Kalen­der den Mayrhofen­er FPÖ-Obmann in jene Wal­lung, die zu seinem Geschreib­sel führte.

Der Prozess­bericht kann auf dem Tiwag-Blog im Detail nachge­le­sen wer­den. Der Angeklagte wurde schuldig gesprochen und zu ein­er unbe­d­ingten Geld­strafe von 120 Tagsätzen zu je 16 Euro verurteilt. Der Prozess­berichter­stat­ter dazu: „Der sichtlich entset­zte Verurteilte erbat sich Bedenkzeit, das Urteil ist daher noch nicht recht­skräftig“.