MKÖ: Offener Brief an demokratische Parlamentsparteien

Das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich (MKÖ) hat den fol­gen­den Offe­nen Brief an die Bun­desvor­sitzen­den der demokratis­chen Par­la­mentsparteien gerichtet. Das MKÖ wen­det sich darin gegen jede Zusam­me­nar­beit mit den recht­sex­tremen türkischen „Grauen Wölfen“ und ihren Vor­fel­dor­gan­i­sa­tio­nen, die unter Beze­ich­nun­gen wie ATF oder „Avrasya“ auch in mehreren öster­re­ichis­chen Städten aktiv sind.

Offener Brief: Gegen jegliche Zusammenarbeit mit den „Grauen Wölfen“ und ihren Vorfeldorganisationen!

Sehr geehrter Herr Bun­desparteivor­sitzen­der! (Wern­er Faymann)
Sehr geehrter Herr Bun­desparteivor­sitzen­der! (Dr. Rein­hold Mitterlehner)
Sehr geehrte Frau Bun­dessprecherin! (Dr. Eva Glawischnig-Piesczek)
Sehr geehrter Herr Bun­desparteivor­sitzende! (Mag. Dr. Matthias Strolz)
Sehr geehrte Frau Klubobfrau! (Ing. Wal­traud Dietrich)

Das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich (MKÖ) ver­tritt die Über­leben­den des nation­al­sozial­is­tis­chen Konzen­tra­tionslagers Mau­thausen sowie deren immer­währende Kern­forderun­gen „Niemals vergessen und nie wieder!“. Es wird vom Öster­re­ichis­chen Gew­erkschafts­bund, der Römisch-Katholis­chen Kirche und dem Bun­desver­band Israelitis­ch­er Kul­tus­ge­mein­den getra­gen. Das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich gehört auch dem Inter­na­tionalen Mau­thausen Komi­tee an, in dem 21 Natio­nen vertreten sind.

Der MKÖ-Bun­desvor­stand hat in sein­er Sitzung vom 7. April 2015 ein­stim­mig fol­gen­den Beschluss zur recht­sex­tremen Bewe­gung der türkischen „Grauen Wölfe“, die auch in mehreren öster­re­ichis­chen Städten (z.B. in Wien, Linz, Wels, St. Pöl­ten, Graz, Salzburg, Inns­bruck und Bre­genz, meist unter Beze­ich­nun­gen wie ATF oder „Avrasya“) aktiv ist, gefasst:

  • Das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich lehnt jegliche Zusam­me­nar­beit mit den „Grauen Wölfen“ und ihren Vor­fel­dor­gan­i­sa­tio­nen (wie z.B. ATF und „Avrasya“) ab.
  • Das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich fordert alle demokratis­chen Parteien und Organ­i­sa­tio­nen auf, mit den „Grauen Wölfen“ und ihren Vor­fel­dor­gan­i­sa­tio­nen (wie z.B. ATF und „Avrasya“) wed­er zusam­men­zuar­beit­en noch sie in irgen­dein­er Weise zu unterstützen.
  • Das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich fordert die demokratis­chen Parteien auf, dafür zu sor­gen, dass die „Grauen Wölfe“ und ihre Vor­fel­dor­gan­i­sa­tio­nen vom Ver­fas­sungss­chutz wieder beobachtet und in den Ver­fas­sungss­chutzbericht­en dargestellt wer­den. In Deutsch­land ist dies selbstverständlich.
  • Das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich ver­langt die Stre­ichung aller Förderun­gen und Sub­ven­tio­nen für alle Vor­fel­dor­gan­i­sa­tio­nen und Pro­jek­te der „Grauen Wölfe“.
  • Das Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich ruft dazu auf, an keinen Ver­anstal­tun­gen, Pro­jek­ten oder son­sti­gen Aktiv­itäten der „Grauen Wölfe“ und ihrer Vor­fel­dor­gan­i­sa­tio­nen teilzunehmen.
  • Recht­sex­treme Het­zpro­pa­gan­da gegen Juden, Arme­nier und Kur­den, wie sie von den „Grauen Wölfen“ und ihren Vor­fel­dor­gan­i­sa­tio­nen ver­bre­it­et wird, darf eine demokratis­che Gesellschaft nicht dulden und schon gar nicht fördern.

    Deshalb ersuchen wir Sie, diesen Beschluss des Mau­thausen Komi­tees Öster­re­ich in Ihren Partei­gremien zu behan­deln und Ihre Parteior­gan­i­sa­tio­nen – v.a. in den Län­dern und Gemein­den – davon in Ken­nt­nis zu set­zen, damit sich diese entsprechend ver­hal­ten können.

    Für allfäl­lige Rück­fra­gen und weit­ere Infor­ma­tio­nen ste­hen wir selb­stver­ständlich gerne zur Verfügung.

    Mit bestem Dank und fre­undlichen Grüßen

    Willi Mernyi, MKÖ-Vorsitzender
    Christa Bauer, MKÖ-Geschäftsführerin