Viktring (Ktn): Keine Zukunft für „Volkstod“-Nazis

Die Homepage der österreichischen „Volkstod“-Nazis ist seit einigen Wochen tot. Die letzten Aktivitäten wurden dort im Sommer 2011 verzeichnet. Während in Deutschland das aktivistische Konzept der Neonazis mit den „Unsterblichen“ und ihren Aufmärschen für Aufsehen sorgt, reichte es in Österreich zumeist nur für ein paar geklebte Flugblätter. Zuletzt am 1. Mai in Viktring.

In Viktring (Klagenfurt) entdeckten PassantInnen an einer Bushaltestelle am 1. Mai mehrere Flugblätter mit Slogans wie „Zukunft statt Volkstod“, „Deutschland, wir geben dich nicht auf“ und „Polizeistaat stoppen“, berichtet die „Kleine Zeitung“(2.5.2012). Das Landesamt für Verfassungsschutz hat Ermittlungen gegen die bisher unbekannten Täter aufgenommen.

Während die Aktionen der „Unsterblichen“ in Deutschland zumeist Flashmobs sind, die dann über martialische Videos im Internet verbreitet werden, waren die Aktivitäten der heimischen „Volkstod“-Nazis, die sich explizit an den deutschen Vorbildern orientieren wollten, zumeist ein müder Abklatsch davon. „Volkstod“-Flugblätter und –Schmierereien wurden fotografiert und ins Netz gestellt. Nur im Wiener Donauzentrum fand Anfang März eine Video- „Volkstod“-Aktion mit einigen Neonazi-Aktivisten statt, die schnellen Schrittes die Einkaufspassage durcheilten und dabei mit Flugblättern um sich warfen. Das schlechte Video ist noch immer auf YouTube zu finden.


„Volkstod“ vor seinem Ableben im Donauzentrum

Der plötzliche Volkstod der Nazi-Heimseiten
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