NSPF ( III) : Mjölnir und die anderen Auserwählten

Mjöl­nir war ein­er der Chefs im Nation­al­sozial­is­ten Pri­vat­fo­rum (NSPF) auf Thi­azi. Vor Gericht machte er sich ganz klein und unschein­bar. Als „unpoli­tis­ch­er Men­sch“ mit Beziehung­sprob­le­men, ja sog­ar als „Trot­tel“ stellte er sich dar. Mit Erfolg! 20 Monate Haft, davon 5 unbe­d­ingt, für 6 Jahre NS-Pro­pa­gan­da und –het­ze sind im Ver­gle­ich zu den Strafen für dumme Nazi-Skins gün­stig. Was aber ist mit seinen Mit­stre­it­ern im NSPF?

Das NSPF hat­te zu seinen besten Zeit­en rund 70 Mit­glieder. Die Mod­er­a­toren „Unduld­samer“ und „Mjöl­nir“ als sein Stel­lvertreter hat­ten die Auf­gabe, das Forum „sauber“ zu hal­ten. Im NSPF hieß das in erster Lin­ie Säu­berung, eine Auf­gabe, die Mjöl­nir bienen­fleißig und bein­hart erfüllte: “Die Karteile­ichen Säu­berungsak­tion ist im vollen Gange und Ihre Auswirkun­gen wer­den als­bald Früchte tra­gen“ (22.1.07). Karteile­ichen, also User, die sich kaum an den Debat­ten beteiligten, wur­den alle paar Monate raus­ge­wor­fen. Und weil die echt­en Nazis, als die sich die NSPF-User ja ver­standen, ja für jegliche Säu­berung vom „Unreinen“ sind, wurde auch kaum wider­sprochen. Auf­fäl­lig ist jeden­falls, dass die zahlen­mäßig im NSPF über­repräsen­tierten Öster­re­ich­er die Säu­berungswellen weit­ge­hend unbeschadet über­lebt haben. Dank Mjölnir?

Schon zu Beginn des NSPF waren die Ösis stark vertreten. Am 3.7.05 verkün­dete WPMP3, der Thi­azi-Chef, die Fixs­tarter des Forums, unter ihnen Mjöl­nir natür­lich, Prinz Eugen sowieso.


Anti­semit Prinz Eugen
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Im Lauf der Jahre wuchs die Zahl der Öster­re­ich­er beträchtlich.

Simarek etwa, aus Wien, ein „alter Hund“, der gerne „Lichtscheiben­hefte“ (CDs!) mit Nazis­chriftgut zusam­men­stellt. „Ich freue mich, in der Nation­al­sozial­is­tis­chen Elite­gruppe des Ska­di Forums aufgenom­men wor­den zu sein“, jubelt er im April 2006 und fügt in schlechtem Deutsch hinzu: “Ich bin und füh­le mich als Nation­al­sozial­ist, das habe ich auch bere­its in mein­er Vorstel­lung für das all­ge­meine Ska­di Forum fest­gestellt. Bin über alle Lügen dieses Sys­tems aufgek­lärt und Revion­ist (sic!)“.

Zauk, seit Mai 2007 dabei, ist schon etwas konkreter in sein­er Vorstel­lung: „Meine Lenze zählen schon über 36 und eilen im Lauf­schritt Rich­tung 40, was vielle­icht manche Altersgenossen beun­ruhigt, doch mich lässt das kalt, da ich durch meine drei Kinder (16JU/15MÄ/1,5MÄ Jahre) ständig eine Ver­jün­gungskur ver­passt bekomme. Beru­flich vertrete ich, auf der einen Seite eine ausster­bende Zun­ft, auf der anderen Seite einen Beruf der von bil­li­gen Aus­land­skräften aufgerieben wird. Mit mein­er zweit­en Frau lebe ich an einem der schön­sten Orte der Ost­mark in einem Haus mit her­rlichem See­blick. Doch war das nicht immer so, es gab eine Zeit vor ca. 7 Jahren da hat­te ich meinen Haupt­wohn­sitz im Altre­ich und gondelte damals Jahre­lang beru­flich durch halb Europa. Auf diese Art lernte ich große Teile des Altre­ich­es ken­nen und schätzen”.

Vän­rik­ki Stool, aus Finn­land nach Öster­re­ich zuge­wan­dert und seit 2006 im NSPF, präsen­tiert sich so: “Nur als Nation­al­sozial­ist kann man diesem Völk­er­mord­wahnsinn glaub­würdig gegenübertreten“.

Ustuf Kon­rad, der schon im Nick­name seine SS-Gesin­nung trägt (Unter­sturm­führer), war bei sein­er Auf­nahme 2009 41 Jahre alt und sieht als sein Werkzeug nicht den PC, son­dern die Waffe: “.. auch wenn ich mehr der Land­sknecht bin, so bin ich doch Nation­al­sozial­ist“. Er hat einen „großen Teil“ seines Lebens in der Bun­deswehr ver­bracht, war dann am Balkan (offen­sichtlich als Söld­ner) und jet­zt „auf der Suche nach einem Broter­werb in der Ost­mark“. Zwei Jahre — schreibt er — war er „in Kriegs­ge­fan­gen­schaft“.

Seit 2006 war Wer­herr im Forum. Am 22.7. geboren, hat er 2007 sein „drittes Jahrzehnt abgeschlossen“ und schildert sich so: „Ich habe, für Öster­re­ich typ­isch, Grund­schule und eine kaufmän­nis­che Aus­bil­dung genossen. War dann bei ein­er Sparkasse beschäftigt, habe dann bei Väterchen Staat eine Arbeit gehabt und bin nun seit ca. 4 Jahren mit einem eige­nen Unternehmen selb­st­ständig – welch­es durch­wegs gut läuft aber auch einiges an Arbeit, Zeit und Sor­gen in Anspruch nimmt. Der Arbeits­bere­ich liegt im „ver­jude­ten“ Finanz- und Geld­bere­ich…. Ich widme mich mein­er Fam­i­lie und den Büch­ern die ich bei­de sehr liebe und schätze. Meine große Lei­den­schaft gilt dem Schaf­fen und den Reden Adolf Hitlers — den ich bedin­gungs­los verehre‑, der nation­al­sozial­is­tis­chen Bewe­gung und dem dama­li­gen Wirtschaft­sauf­schwung — und Sys­tems, den (sic!) Weltju­den­tum und sein­er Pro­pa­gan­da und Ver­brechen am deutschen Volk“. Weit­ere Lei­den­schaften von „Wer­herr“ sind Kraft­sport und his­torische Waf­fen („ich bin auch stolz­er Besitzer zweier Vorder­ladergewehre welche ich auch in meinem Schützen­vere­in einzuset­zen weiß“).

Reich­skan­zler, kommt aus Wien, ist mit­tler­weile 33 und seit 2007 im NSPF-Forum: „Ich bin überzeugter Nation­al­sozial­ist, auch wenn ich mich aus tak­tis­chen Grün­den mein­er Umwelt gegenüber natür­lich nicht als solch­er zu erken­nen gebe“.

Panz­er­di­vi­sion (27) etwa, der sich immer „mit deutschem Gruße aus dem Gau Steier­mark, nsdap” ver­ab­schiedet, bei sein­er Auf­nahme ins Forum 2007 seit sieben Jahren in ein­er Spedi­tion gear­beit­et hat, gibt als seine musikalis­che Vor­liebe „Viking-Met­al“ an und stellt sich eine Frage, die er auch gle­ich beant­worten kann: „Bin ich Nation­al­sozial­ist? Ich befasse mich seit unge­fähr einem Jahr ern­sthaft damit, ich lese hier in dieser Gemein­schaft viel, ich lerne, füh­le mich als Deutschen eines zer­schla­ge­nen großdeutschen Reich­es und ste­he bedin­gungs­los hin­ter dem 25-Punk­te-Pro­gramm der Nation­al­sozial­is­tis­chen Deutschen Arbeit­er­partei“.

Grimur ist ein Spät­berufen­er aus dem „Gau Tirol –Vorarl­berg“. 2009 aufgenom­men, erzählt er damals: „Ich zäh­le nun 28 Lenze, wovon ich derzeit schon rund die Hälfte Volk und Vater­land wid­mete“. Poli­tisch verortet er sich so: “Im Prinzip bleibt einem in der Ost­mark nur die Möglichkeit, FPÖ zu wählen. Auch wenn diese Partei dur­chaus auch eine Sys­tem­partei ist“.

Eispick­el (34) aus Wien grüßt bei sein­er Vorstel­lung 2008 so wie die meis­ten anderen natür­lich mit „Heil Hitler!“. Schon 1992 mit 15 Jahren seien ihm „die akuten Prob­leme unseres Volkes und unseres Heimat bewusst“ gewor­den. Unseren LeserIn­nen ist er schon seit einiger Zeit als ein beson­ders übler Het­zer bekannt.


Eispick­el plaud­ert seine pri­vat­en Dat­en aus
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Es gibt noch weit­ere Men­schen im NSPF mit deut­lichem Öster­re­ich-Bezug: Ost­markler etwa, der sich gern zu Hitlers Geburt­stag etwas aus „Mein Kampf“ vor­li­est, Rein­hard oder auch Kurt Eggers, der „Sol­dat des Führers“, der abwech­sel­nd mit „Grüß Gott“ oder „Heil Hitler“ das Forum beehrte: „Wohl ange­merkt sei aber, dass der Jude wed­er Rasse, noch Men­sch ist — Er ist ein anpas­sungs­fähiger Par­a­sit“.

Dann hät­ten wir da noch Eisenkreuz, der für seine Beiträge ein halbes Jahr bed­ingt aus­fasste und den Alpen Ger­ma­nen, der zu 8 Monat­en bed­ingter Haft verurteilt wurde. Im Ver­gle­ich zu Mjöl­nir, Prinz Eugen, Simarek, Kurt Eggers und anderen im NSPF waren sie kleine Fische.

Im NSPF waren über­wiegend überzeugte Nation­al­sozial­is­ten aktiv, die über die Wieder­her­stel­lung der NSDAP und der NS-Herrschaft disku­tierten, sich gele­gentlich auch zu Tre­f­fen verabre­de­ten. Einige der Genan­nten sind noch immer bzw. schon wieder in den ein­schlägi­gen Kreisen und Foren aktiv.