„Stoppt die Rechten“ bietet das größte kostenlos zugängliche Online-Archiv Österreichs zum Thema „Rechtsextremismus“.

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Der rechtsextreme Spruch des Brigadiers

Ein Brigadier des Bun­desheeres dro­ht über sein T‑Shirt denen da oben, die vom Feind bezahlt wür­den, mit Volks­gericht­en. Seine Min­is­terin sus­pendiert ihn daraufhin vom Dienst: Der Spruch stammt von ein­er Neon­azi-Tante. Der Brigadier entschuldigt sich damit, dass er ihn fälschlicher­weise einem deutschen Dichter des 19. Jahrhun­derts, Theodor Körn­er, zugeschrieben und nichts mit Recht­sex­trem­is­mus am Hut habe. Also alles palet­ti? Sich­er nicht. Weit­er…

Wochenschau KW 4/21

Im Schlafz­im­mer ein Pup­pen­tor­so mit Hak­enkreuzpick­erl samt Arm­band mit Hak­enkreuzan­hängern – für den Angeklagten sei das „nur“ ein Sym­bol für Rev­oluzzer­tum. In die Haft muss er trotz­dem. Wieder­betä­ti­gung ist eine Lap­palie im Ver­gle­ich zu dem, was einem erst 20-jähri­gen Kärnt­ner noch vorge­wor­fen wird: Er soll mehrere Mäd­chen verge­waltigt haben. Ein Videotalk des Kun­sthis­torischen Muse­ums wurde von einem Neon­azi, der sich als „Adolf Hitler“ ein­gel­og­gt hat­te, gehackt. Und warum ein Bürg­er­meis­ter glaubt, dass Hak­enkreuzschmier­ereien kein poli­tis­ches Zeichen seien – alles das in unser­er Rückschau auf die let­zte Woche. Weit­er…

Die Corona-Demo-Macher*Innen (Teil 3): Martin Rutter. Viel Antisemitismus, Verschwörung, Fake-News und Großer Austausch

Die Krisen und Spal­tun­gen inner­halb der Coro­na-Protest­szene hat er bish­er völ­lig unbeschadet über­standen. Mar­tin Rut­ter war zwar über­all dabei, aber nir­gend­wo wirk­lich ver­ant­wortlich. Das gilt auch für seine poli­tis­che Biogra­phie, die ihn von einiger­maßen links bzw. grün bis ganz nach Recht­saußen geführt hat. Jet­zt aber hat es Rut­ter geschafft und wird als Chefor­gan­isator der Coro­na-Proteste wahrgenom­men. Weit­er…

Das Corona-Protestbusiness: Konstruktionen zwischen Spenden, Schenkungen und Gadgets (Teil 2)

Die Kon­struk­tio­nen, über die bei den Coro­na-Protesten Gelder gesam­melt wer­den, haben eines gemein­sam: Sie geben an, parteipoli­tisch unab­hängig bzw. über­haupt gle­ich unpoli­tisch zu sein, sie sind undurch­sichtig und machen – wenn über­haupt – höch­stens grobe Ziele der Sam­me­lak­tio­nen bekan­nt. Es sind Vere­ine, die schnell gegrün­det wur­den, Fir­men, die genützt wer­den, Pri­vat­per­so­n­en, die ein­fach meinen, für ihre Aktiv­itäten Geld zu benöti­gen – und sei es, um den eige­nen Leben­sun­ter­halt finanzieren zu lassen. Rechen­schafts­berichte über die Ver­wen­dung von gesam­melten Geldern gibt es (noch?) keine. Weit­er…

Parlamentsrede Ruth Klüger (2011)

Vor zehn Jahren hielt Ruth Klüger (1931–2020), Lit­er­atur­wiss­chen­schaf­terin, Schrift­stel­lerin und Über­lebende der Shoa, anlässlich des Gedenk­tags an die Befreiung vom Nation­al­sozial­is­mus eine Rede im öster­re­ichis­chen Par­la­ment. Der Recht­sex­trem­ist Fred Duswald reagierte mit ein­er Ver­höh­nung und Dif­famierung in der „Aula“. Eine Anzeige war damals noch erfol­g­los. Erst im Jän­ner 2017 wur­den Duswald und die „Aula“ nach ein­er Klage zivil­rechtlich für die Fort­set­zung der Dif­famierung von KZ-Über­leben­den verurteilt. Mit der Wieder­gabe von Ruth Klügers Rede set­zen wir heute, am Inter­na­tionalen Holo­caust-Gedenk­tag, einen bewussten Kon­tra­punkt zu Duswald, zum Neonazismus.
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Die Corona-Demo-Macher*innen (Teil 2): Jennifer Klauninger. Krieger, Illuminaten und die Raute

Jen­nifer Klauninger hat derzeit Hochbe­trieb. Von Demo zu Demo het­zt sie – ohne Maske und Abstand – in der Hoff­nung, das, was für sie und die meis­ten Demon­stri­eren­den Faschis­mus ist, aufzuhal­ten. Laut „Kuri­er“ war sie vor eini­gen Jahren aber noch sel­ber Aktivistin eines neo­faschis­tis­chen Grüp­pchens. Die Dif­ferenz zwis­chen Eigen- und Außen­wahrnehmung ist also groß. Das gilt auch für ihre Rolle in der Bewe­gung der Corona-Protestler*innen. Weit­er…

Wochenschau KW 3/21

Für bei­de, dem selb­ster­nan­nten „Gauleit­er M.“ und einem Hit­ler­grüßer aus St. Pöl­ten, gab’s eine bed­ingte Haft­strafe. Eine Geld­strafe set­zte es  – nicht recht­skräftig – für zwei Offiziere aus dem Heeresab­wehramt, die die Schän­dung ein­er Moschee in Graz nicht ver­hin­dert hat­ten. In Kärn­ten wer­den rei­hen­weise zweis­prachige Ort­steilen beschmiert, und der blaue Ex-Nation­al­ratsab­ge­ord­nete Schel­len­bach­er wurde let­zten Mittwoch ver­haftet. Weit­er…

Das Corona-Protestbusiness: Konstruktionen zwischen Spenden, Schenkungen und Gadgets (Teil 1)

Er hat für Unruhe im Lager der Corona-Leugner*innen gesorgt: Ein Beitrag von Jan Böh­mer­mann zu Michael Ball­weg, der auf­grund sein­er Ein­nah­men zum „Coro­na-Unternehmer des Jahres“ gekürt wurde. Sei­ther ist es etwas still um Ball­weg gewor­den – oder vielmehr: Er ist still gewor­den. Im Beitrag auch erwäh­nt: Der Wiener Busun­ternehmer Alexan­der Ehrlich, der unter dem Label „Honk for Hope“ die Szene quer durch Deutsch­land und Öster­re­ich zu den Demon­stra­tio­nen kutsch­ieren lässt. Mit safti­gen Gewin­nen, wie Böh­mer­mann mut­maßt. Weit­er…

Die Corona-Demo-Macher*innen (Teil 1): Hannes Brejcha. Vom Great Reset zum Mannesafter

Wer sind die Organisator*innen der diversen Coro­na-Demos? Wie tick­en sie? Wo sind sie poli­tisch zu verorten? Fra­gen, die gar nicht so ein­fach zu beant­worten sind, denn die Szene der Corona-Demonstrant*innen ist mit­tler­weile aufge­s­plit­tert in zahlre­iche kleine Struk­turen, die miteinan­der kooperieren, sich aber auch gegen­seit­ig mis­strauen. Wir begin­nen in Wien, obwohl einige Vorarl­berg­er zunächst mit „Quer­denken“ die öster­re­ichis­che Szene nach deutschem Vor­bild entwick­eln woll­ten. Weit­er…

Wochenschau KW 2/21

Geburt­stagswün­sche just am 20. April, also Hitlers Geburt­stag, spie­len gle­ich bei drei Prozessen aus der ver­gan­genen Woche eine Rolle. Ein geläutert­er Kärnt­ner mit Erin­nerungslück­en und ein Alt­bekan­nter aus der Vorarl­berg­er Neon­azi-Szene (B&H, Divi­sion 28 und C18) standen eben­falls vor Gericht. Der Kärnt­ner muss in Haft, der Vorarl­berg­er kam – über­raschend – straf­los davon. Weit­er…

Der Nazi-Fotograf

Jet­zt ist dem Thomas schon wieder was passiert! Er stand nicht zum ersten Mal vor Gericht. Auch einen Geschwore­nen­prozess hat er schon ein­mal mit ein­er Verurteilung abgeschlossen. Beim Fotografieren. Und bei Fotos über sich. Deshalb musste sich der fünf­mal Vorbe­strafte aus dem Bezirk Schärd­ing wieder vor einem Geschwore­nen­gericht in Ried im Innkreis ver­ant­worten, wie die OÖN berichteten. Weit­er…

Deplatforming: Einbruch des digitalen Ökosystems der Hassakteure

Sper­ren von Social Media-Accounts wer­den kon­tro­ver­siell disku­tiert. Auch in Öster­re­ich gin­gen die Mei­n­un­gen zum Rauswurf des US-amerikanis­chen Präsi­den­ten von Twit­ter auseinan­der – dur­chaus auch im links-lib­eralen Lager. Nach­dem YouTube in dieser Woche das Video ein­er Rede von Her­bert Kickl gelöscht hat­te, gin­gen die Diskus­sio­nen heftig weit­er. Manche mein­ten, man habe Kickl damit let­ztlich geholfen. Doch wie wirken Sper­ren von Accounts tat­säch­lich? Weit­er…

Die Sternsinger und der schwarze Bürgermeister

Aus dem Mor­gen­land kamen sie in der Bibel – Weise, Magi­er oder Stern­deuter – und bracht­en dem Kind in Beth­le­hem Weihrauch, Myrrhe und Gold. Später wur­den aus der unbes­timmten Zahl von Weisen oder Stern­deutern drei Könige, die den damals bekan­nten Erdteilen zuge­ord­net wur­den. Die Kon­ti­nente spiel­ten so wie die Haut­farbe in der bib­lis­chen Erzäh­lung keine Rolle. Für manche Rechte ist die Haut­farbe aber das Aller­wichtig­ste. Auch ein ÖVP-Bürg­er­meis­ter will nicht spenden, wenn kein Schwarz­er dabei ist. Weit­er…

Antifa stürmt Kapitol und Hitler ein Linker?

Der Umsatz an dreis­ten Lügen bzw. Fake-News erre­icht mit Hil­fe der Coro­na-Schwur­bler und Trump-Fans (die bei­den Grup­pen bilden über QAnon eine beachtliche Schnittmenge) Reko­rd­höhen. Der Sturm auf das Kapi­tol war dem­nach eine False-Flag-Aktion der Antifa und keineswegs ein von Don­ald Trump ange­feuert­er Staatsstre­ichver­such von Neon­azis, Recht­sex­tremen und Milizen. Daher ist es auch nur logisch, dass Hitler und seine Nazi-Bande keine Recht­sex­tremen, son­dern Linke waren, oder stimmt das etwa doch nicht? Weit­er…

Wochenschau KW 52, 53/20, 1/21 (Teil 2)

Einen weit­er­er Fund von Waf­fen gar­niert mit NS-Devo­tion­alien gab’s in Wien-Florids­dorf. Zwei FPÖ-Gemein­deräte aus Niederöster­re­ich ver­gle­ichen geschichtsvergessen die Coro­na-Maß­nah­men mit dem Nation­al­sozial­is­mus und ger­at­en so in eine ver­harm­losende Schiene. Zumin­d­est mit einem beschäftigt sich nun die Jus­tiz. Die FPÖ Bur­gen­land beschäftigt sich mit sich selb­st – da bah­nt sich die völ­lige Eskala­tion eines schon länger dauern­den Kon­flik­ts an. Aus­gerech­net die Stadt Imst, die bere­its fünf Jahre vor dem Anschluss Hitler zum Ehren­bürg­er ernan­nte, weigert sich, eine nach dem wider­lichen Nazi-Dichter Jakob Kopp benan­nte Straße umzube­nen­nen. Weit­er…