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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Nächster identitärer Gewaltvorfall

Ein „Stoppt die Rech­ten” zuge­spiel­tes Video zeigt den nächs­ten Gewalt­vor­fall aus den iden­ti­tä­ren Rei­hen. Kampf­sport­trai­ning, Gewalt und Kon­tak­te in die Neo­na­zi­sze­ne bis in den Rechts­ter­ro­ris­mus prä­gen die Geschich­te der Identitären.

9. Juli 2026
Gewaltvorfall in Wien vor dem Parlament am 13. September 25: Der Identitäre Yannick W. attackiert einen Pasanten (@SdR)
Gewaltvorfall in Wien vor dem Parlament am 13. September 25: Der Identitäre Yannick W. attackiert einen Pasanten (©SdR)

Sep­tem­ber 2025, am hell­lich­ten Tag, mit­ten in Wien vor dem Par­la­ment: Ein Stoppt die Rech­ten zuge­spiel­tes Video zeigt, wie der Iden­ti­tä­ren-Kader Yan­nick W. einen Pas­san­ten zu Boden reißt und würgt. Als Zuse­her dabei: Phil­ipp H., damals AUF1-Redak­teur, und Andre­as H., bis ges­tern par­la­men­ta­ri­scher Mit­ar­bei­ter des FPÖ-NR-Abg. Maxi­mi­li­an Weinzierl.

Yan­nick W. ist im Fall von Leo­ben ver­däch­tig wegen schwe­rer Kör­per­ver­let­zung und Wie­der­be­tä­ti­gung. Die rohe Gewalt­at­ta­cke in Wien ähnelt jener, die auch der Leob­ner Taxi­len­ker geschil­dert hat, der nie­der­ge­ris­sen, fast bis zur Bewusst­lo­sig­keit gewürgt und getre­ten wurde.

Ger­not S., eben­falls Tat­ver­däch­ti­ger von Leo­ben und damals noch par­la­men­ta­ri­scher Mit­ar­bei­ter des FPÖ-Abg. Micha­el Ober­lech­ner, gehört mit W. zum engs­ten Umfeld von Mar­tin Sell­ner. Sell­ner schweigt bis heu­te zur Gewalt­at­ta­cke von Leoben.

Die Atta­cken in Wien und Leo­ben ste­hen in einer gan­zen Rei­he von Gewalt­vor­fäl­len. Erst am 11. Juni wur­de direkt nach einer Ver­an­stal­tung mit Götz Kubit­schek vor dem Iden­ti­tä­ren-Kel­ler ein Mann zu Boden geris­sen und getre­ten. Auch die­se Gewalt­at­ta­cke ent­spricht dem Mus­ter von Leoben.

Kampf­sport­trai­ning, Gewalt und Kon­tak­te in die Neo­na­zi­sze­ne bis in den Rechts­ter­ro­ris­mus prä­gen die Geschich­te der Iden­ti­tä­ren. Trotz­dem hat­te die FPÖ min­des­tens fünf ehe­ma­li­ge und akti­ve iden­ti­tä­re Kader als Mit­ar­bei­ter ins Par­la­ment geholt und will sich von der Sze­ne nicht distan­zie­ren. Auch wenn zwei Kader nach Leo­ben und nach der Ver­öf­fent­li­chung des Vide­os aus Wien ihre Pos­ten als par­la­men­ta­ri­sche Mit­ar­bei­ter ver­lo­ren haben, bleibt eine enge Ver­flech­tung zwi­schen FPÖ und Iden­ti­tä­ren auf allen Ebe­nen: von der Bun­des­par­tei und dem Par­lemnts­klub bis in die Kommunalpolitik.

Drei der Tat­ver­däch­ti­gen von Leo­ben stam­men von der rechts­extre­men Bur­schen­schaft Olym­pia, der laut FPÖ-Stel­lungs­nah­me ges­tern als par­la­men­ta­ri­scher Mit­ar­bei­ter abge­zo­ge­ne Andre­as H. ist Mit­glied der eben­so rechts­extre­men Bur­schen­schaft Teu­to­nia Wien.

Mar­tin Sell­ner bewarb kürz­lich ein Heft des iden­ti­tä­ren-nahen Frei­lich-Maga­zins und kom­men­tier­te ein FPÖ-Inse­rat so: „… die FPÖ-Wer­bung [, die] ein biss­chen sym­bo­li­siert, eine Fusi­on, eine schö­ne Koexis­tenz, eine Ver­flech­tung, eine har­mo­ni­sche Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Par­tei und dem Vor­feld.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Für alle Tat­ver­däch­ti­gen gilt die Unschuldsvermutung!

 

➡️ derstandard.at (9.7.26): FPÖ trenn­te sich vom nächs­ten (Ex-)Identitären im Parlament

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Schlagwörter: Burschen-/Mädelschaften/Korporationen | FPÖ | Identitäre | Körperverletzung | Neonazismus/Neofaschismus | Steiermark | Wiederbetätigung | Wien

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