We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Ried im Innkreis (OÖ): Hetze gegen Krankenhaus und Flüchtlinge

Anne­lie­se F. ist nicht beun­ru­higt. „I hob ois im Griff“, pos­te­te sie am 16.12. Erst weni­ge Stun­den zuvor hat sie ihr Pos­ting vom 1.12. gelöscht, in dem sie auf einen angeb­li­chen Vor­fall im Kran­ken­haus Ried auf­merk­sam gemacht hat­te. Das Pos­ting ent­hielt eine Ansamm­lung von Bös­ar­tig­kei­ten und Unwahr­hei­ten und hat schein­bar sehr vie­le Men­schen beun­ru­higt. Fast 5.000 Mal wur­de es geteilt, bevor das Kran­ken­haus und die OÖN dar­auf auf­merk­sam wur­den. Dann wur­de es gelöscht.

17. Dez. 2015

Anne­lie­se F. hät­te jeden Grund, beun­ru­higt zu sein, denn mitt­ler­wei­le ist klar, dass ihr Pos­ting über den angeb­li­chen Vor­fall im Kran­ken­haus Ried eine simp­le Hetz­bot­schaft war, mit der der Ruf des Kran­ken­hau­ses (KH) Ried geschä­digt und gegen Flücht­lin­ge gehetzt wur­de. Zivil­recht­lich könn­te das eine sehr sehr teu­re Ange­le­gen­heit für Anne­lie­se F. wer­den, aber das Kran­ken­haus ver­zich­tet offen­sicht­lich auf eine Klage:

„Uns war wich­tig, dass wir den sich rasch ver­brei­ten­den Gerüch­ten ent­geg­nen und unse­re Rich­tig­stel­lung wur­de mitt­ler­wei­le hun­dert­fach geteilt. Die Dame hat ihren face­book-Ein­trag gelöscht und aus unse­rer Sicht ist eine gericht­li­che Klä­rung des Sach­ver­halts nicht not­wen­dig“, heißt es in einer Stel­lung­nah­me des KH Ried an uns.

Am 1.12. hat Anne­lie­se F. aus Linz auf ihrem Face­book-Pro­fil näm­lich behaup­tet, dass ein 16-jäh­ri­ger Dach­de­cker-Lehr­ling, der seit sei­ner Geburt ein Loch im Herz hat, nach hef­ti­gen Beschwer­den und Ret­tungs­fahrt mit Blau­licht auf der Auf­nah­me­sta­ti­on des KH Ried nach einem kur­zen Check wie­der abge­wim­melt und an einen exter­nen Spe­zia­lis­ten ver­wie­sen wor­den sei.

Der jun­ge Mann habe dar­auf­hin zu wei­nen begon­nen und sei­ne Mut­ter ange­fleht „Mama, ich will doch noch nicht ster­ben.“ Auch ein „Bitte,bitte, helft mir doch!“ half nicht.


Das Hetz­pos­ting

„Was jedoch dem Gan­zen noch die Kro­ne auf­setzt“, schrieb Anne­lie­se F. wei­ter, sei der Umstand gewe­sen, dass es auf dem lan­gen Gang der Sta­ti­on nur so wim­mel­te „von Asy­lan­ten jeg­li­cher Haut­far­ben“. Der Rest ist schnell erzählt: Die „Öster­rei­cher zie­hen über­all nur die Arsch­kar­te“, erhal­ten nicht ein­mal mehr Hil­fe, wenn sie wel­che benö­ti­gen. Um die Glaub­wür­dig­keit zu unter­strei­chen, schrieb sie den Hin­weis, „Gesche­hen mei­ner Freun­din und ihrem Sohn“, ver­bun­den mit der Auf­for­de­rung, das Pos­ting zu teilen.

Tat­säch­lich wur­de das Pos­ting hef­tig wei­ter­ver­brei­tet. Am 14.12. reagier­te das Kran­ken­haus, mitl­ler­wei­le durch ver­un­si­cher­te Pati­en­tIn­nen infor­miert, mit einer Medi­en­in­for­ma­ti­on und einem Pos­ting auf dem FB-Account. Die „Ober­ös­ter­rei­chi­schen Nach­rich­ten“ (14.12.15) berich­te­ten aus­führ­lich dar­über. Schließ­lich mel­de­te sich am 15.12., auch noch der Betrof­fe­ne selbst auf der FB-Sei­te des Kran­ken­hau­ses zu Wort, nach­dem sei­ne dama­li­ge Beglei­te­rin ins Kran­ken­haus erstaunt gepos­tet hat­te: „Das waren doch wir.” Dar­auf der angeb­lich Abge­wie­se­ne: „Ja des war fix i.” Die Beglei­te­rin stellt dann auch klar:

Er wur­de unter­sucht und da nach einer Stun­de Unter­su­chung nichts tra­gi­sches fest­ge­stell­te wur­de und es ihm bes­ser ging durf­ten wir wie­der heim. Jedoch muss­te er halt einen Ter­min bei einem Spe­zia­lis­ten machen zur Kon­trol­le. Aber da war nichts mit Mut­ter oder ande­ren Sachen. Auf­ge­nom­men-ver­sorgt & danach durf­te er heim.

Die Mut­ter des Pati­en­ten war bei der Unter­su­chung nicht dabei, sein Beruf, der Zeit­punkt des Spi­tal­be­su­ches und auch sei­ne Vor­er­kran­kung waren rich­tig beschrie­ben, der üppi­ge Rest war erfun­den. Die Ver­fas­se­rin des Pos­tings ist dem Pati­en­ten auch nicht bekannt.


Hetz­pos­tings von Anne­lie­se F.

Die Ver­fas­se­rin des Pos­tings, die in Linz wohnt, hält sich mit ihren poli­ti­schen Ansich­ten und Hetz­bot­schaf­ten auch sonst nicht zurück auf ihrem FB-Pro­fil. Sie ist FPÖ-Fan, beglück­wünscht die neu gewähl­te Orts­par­tei­ob­frau von Klein­mün­chen, pos­te­te Haim­buch­ner im Wahl­kampf zu „Wir ste­hen nicht hin­ter Euch…. wir gehen denn Weg mit Euch…..XFPÖ“ und stell­te Fotos vom Weih­nachts­punsch­trin­ken der FPÖ Bin­der­mi­chl online.

Flücht­lin­ge sind für sie „Abschaum“, die Grenz­si­che­rung will sie mit Schwei­negül­le durch­füh­ren, und wer nicht mit rech­ten Paro­len und Ein­schät­zun­gen über­ein­stimmt, zählt zu den „hirn­ver­brann­ten Pri­ma­ten“. Das alles ist schlimm genug, erklärt aber noch lan­ge nicht, war­um sich jemand eine der­ma­ßen dreis­te Lügen- und Hetz­ge­schich­te zusam­men­bas­telt und sie zur wei­te­ren Ver­brei­tung emp­fiehlt – selbst auf die Gefahr hin, dass straf- und zivil­recht­li­che Kon­se­quen­zen folgen.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: FPÖ | Hetze | Oberösterreich | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus

Beitragsnavigation

« Hohenems: Vor der Entscheidung
Wien: Geldstrafe für Verhetzung »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter