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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 8 Minuten

Mélange KW 43/25 (Teil 1): Die „St. Pöltner Schlägertruppe“

In der FPÖ-Nie­der­ös­ter­reich flie­gen die Hackeln wei­ter tief, die Füh­rungs­spit­ze wird als „St. Pölt­ner Schlä­ger­trup­pe“ bezeich­net. Was sich nur kurz nach dem Anschlag in Mag­de­burg 2024 bereits ange­deu­tet hat­te, bestä­tigt nun ein Gut­ach­ten: Es war die Ter­ror­tat eines rechts­extrem Vernetzten.

27. Okt. 2025
Rückblick
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Inhalt

Togg­le
  • FPÖ NÖ-Neun­kir­chen: „St. Pölt­ner Schlägertruppe“
  • Oberwart/B: Schüler*innen über­ma­len Nazi-Schmierereien
  • Wien: Job­ver­lust nach Pro­test gegen die Identitären
  • Magdeburg/D: Ter­ror­tat eines rechts­extrem Vernetzten
  • CH: Ankla­ge gegen acht Mit­glie­der der „Jun­gen Tat“

FPÖ NÖ-Neunkirchen: „St. Pöltner Schlägertruppe“

In der nie­der­ös­ter­rei­chi­schen FPÖ geht‘s wei­ter rund. Nach dem Par­tei­aus­schluss von sie­ben FPÖ-Mandatar*innen aus Neun­kir­chen, sorgt ein anony­mes Flug­blatt für Auf­re­gung. Das Schrei­ben, das als schar­fe Abrech­nung mit der FPÖ-Lan­des­füh­rung ver­stan­den wird, wur­de an rund 1.200 FPÖ-Gemein­de- und Stadt­rä­te im Bun­des­land ver­schickt. Es kri­ti­siert die Zusam­men­ar­beit der FPÖ-Spit­ze mit der ÖVP und wirft Par­tei­chef Udo Land­bau­er Untä­tig­keit vor. Das Flug­blatt stellt zudem die Fra­ge nach der inner­par­tei­li­chen Mei­nungs­frei­heit und warnt vor mög­li­chen Kon­se­quen­zen für abwei­chen­des Ver­hal­ten. So heißt es dort: „Rollt dein Kopf als nächs­ter, wenn du nicht blind gehorchst?“

Die Kuverts tra­gen den Post­stem­pel von Neun­kir­chen, ver­sen­det wur­den sie fast flä­chen­de­ckend an FPÖ-Man­da­ta­re in allen Bezir­ken. (…) Abso­lut denk­bar ist für die Frei­heit­li­chen, dass die „Schmutz­kü­bel­kam­pa­gne“ nicht aus den eige­nen Rei­hen kommt. Es könn­te genau so gut ein poli­ti­scher Mit­strei­ter dahin­ter ste­cken, glaubt man beson­ders im Bezirk Neun­kir­chen. (kurier.at, 23.10.25)

Der aus­ge­schlos­se­ne Neun­kirch­ner Vize­bür­ger­meis­ter Mar­cus Ber­los­nig, bestrei­tet eine Betei­li­gung bei der Akti­on und nützt die Gele­gen­heit, um die Par­tei­spit­ze wei­ter zu kri­ti­sie­ren. Ein ursprüng­lich geplan­ter FPÖ-Stamm­tisch wur­de nach dem Zer­würf­nis von der FPÖ in einen Coro­na-Stamm­tisch mit Mar­tin Rut­ter als Red­ner umge­wan­delt. Doch damit war der Wirt nicht ein­ver­stan­den – er stor­nier­te den Ter­min der blau­en Schwurbeltruppe.

Das nahm Ber­los­nig wie­der­um zum Anlass, um sich von der Ver­an­stal­tung zu distan­zie­ren. Er bezeich­net die Lan­des­par­tei auf Face­book als „St. Pölt­ner Schlä­ger­trup­pe“, die ver­su­che, „einen ver­meint­lich rechts­extre­men Coro­na Enthu­si­as­ten“ nach Neun­kir­chen zu brin­gen. Die Bedeu­tung des Wor­tes „ver­meint­lich“ dürf­te Ber­los­nig nicht ganz klar sein. In Rich­tung der bei­den bei der FPÖ ver­blie­be­nen Neun­kirch­ner Gemein­de­rä­te schmet­ter­te Berlosnig:

Wenn ihr bei­den Sepa­ra­tis­ten nun der Mei­nung seid, euch nur dadurch von uns abzu­gren­zen, indem ihr die extrem rech­te Über­hol­spur benutzt, dann ist das halt so. Aber sobald ihr irgend­wel­che Fana­ti­ker aus dem Zylin­der zau­bert und nach Neun­kir­chen kar­ren wollt, dann sei euch gesagt, wir wer­den dage­gen vor­ge­hen! Das ver­spre­che ich

Marcus Berlosnig auf Facebook: "Wir hatten diesen Termin als -Stammtisch- für Neunkirchner und weitere Freunde geplant, deshalb die Reservierung. Dass du mit deiner St. Pöltner Schlägertruppe nun diesen Termin übernehmen und einen vermeintlich rechtsextremen Corona Enthusiasten mitten nach Neunkirchen bringen wolltest, ist ein anderes paar Schuhe und spricht nicht unbedingt für dich! Wenn ihr beiden Separatisten nun der Meinung seid, euch nur dadurch von uns abzugrenzen, indem ihr die extrem rechte Überholspur benutzt, dann ist das halt so. Aber sobald ihr irgendwelche Fanatiker aus dem Zylinder zaubert und nach Neunkirchen karren wollt, dann sei euch gesagt, wir werden dagegen vorgehen! Das verspreche ich" (Screenshot FB 23.10.25)
Mar­cus Ber­los­nig auf Face­book: „St. Pölt­ner Schlä­ger­trup­pe” (Screen­shot FB 23.10.25)

Oberwart/B: Schüler*innen übermalen Nazi-Schmierereien

Ende Juli wur­den in der Unter­füh­rung nahe der Roma-Gedenk­stät­te in Ober­wart ras­sis­ti­sche und rechts­extre­me Graf­fi­ti ent­deckt, die gegen das öster­rei­chi­sche Ver­bots­ge­setz ver­stie­ßen. Die Schmie­re­rei­en wur­den zur Anzei­ge gebracht.

Die Roma­pas­to­ral und das zwei­spra­chi­ge Bun­des­re­al­gym­na­si­um Ober­wart initi­ier­ten dar­auf­hin ein gemein­sa­mes Schul­pro­jekt, in des­sen Rah­men sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler inten­siv mit den The­men Ver­bots­ge­setz, Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus und Anti­zi­ga­nis­mus beschäf­tig­ten. Zunächst wur­den die Hass­sym­bo­le von Schüler*innen, Lehr­kräf­ten und Mit­ar­bei­ten­den der Bau­di­rek­ti­on über­malt und neu grun­diert. Anschlie­ßend gestal­te­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Flä­che mit Frie­dens­sym­bo­len und posi­ti­ven Bot­schaf­ten für Zusam­men­halt, Viel­falt, Hoff­nung und respekt­vol­les Zusammenleben.

(Quel­le: meinbezirk.at, 23.10.25)

Wien: Jobverlust nach Protest gegen die Identitären

Der „Fal­ter“ (22.10.25) berich­tet über Armin Par­si­an, Jus-Stu­dent und Mit­glied der Jun­gen Gene­ra­ti­on der SPÖ, der nach weni­gen Wochen sein Prak­ti­kum im ÖGB-Büro in Brüs­sel ver­lo­ren­hat­te – wegen einer nega­ti­ven DSN-Sicher­heits­über­prü­fung, deren Grün­de aber geheim blei­ben. Die DSN schick­te groß­teils geschwärz­te Akten. Rechts­an­walt David Jodl­bau­er resü­miert: „Man hat kei­nen Anspruch auf eine Begrün­dung für eine nega­ti­ve Sicher­heits­über­prü­fung.“ Der wahr­schein­li­che Grund: Par­si­an war am 20. Juli 2024 bei der Demons­tra­ti­on gegen die Iden­ti­tä­ren ein­ge­kes­selt wor­den – inklu­si­ve Über­prü­fung der Iden­ti­tät und Anzei­ge wegen des Ver­dachts auf schwe­re gemein­schaft­li­che Gewalt.

Mona­te spä­ter stellt die Staats­an­walt­schaft Wien das Ver­fah­ren gegen Par­si­an ein: „Tat­be­stand nicht erfüllt“, der Anfangs­ver­dacht „konn­te (…) nicht wei­ter auf­recht­erhal­ten wer­den“. Par­si­an ist unbe­schol­ten. Beruf­lich blieb er den­noch auf der Strecke.

Im Dienst der EU als akkre­di­tier­ter Assis­tent konn­te hin­ge­gen einer blei­ben, der bei der­sel­ben Demo wie Par­si­an war, aber auf der ande­ren, der rechts­extre­men Sei­te – auch nun nach sei­ner Teil­nah­me beim dies­jäh­ri­gen Auf­marsch der Iden­ti­tä­ren. Iden­ti­täts­fest­stel­lun­gen und Anzei­gen hat es ja nur gegen jene gege­ben, die gegen die Rechts­extre­men und Neo­na­zis pro­tes­tiert haben.

Magdeburg/D: Terrortat eines rechtsextrem Vernetzten

Laut einem Gut­ach­ten des Sozi­al- und Islam­wis­sen­schaft­lers Hans Gol­den­baum zum Anschlag auf den Mag­de­bur­ger Weih­nachts­markt am 20. Dezem­ber 2024 han­delt es sich „ein­deu­tig [um] eine poli­tisch moti­vier­te, ter­ro­ris­ti­sche Straf­tat eines Ein­zel­tä­ters“. Der Täter habe den Anschlag jah­re­lang vor­be­rei­tet, mehr­fach ange­kün­digt und dabei ein kla­res poli­ti­sches Feind­bild for­mu­liert – nicht die Erzäh­lung vom wir­ren Frust-Ein­zel­tä­ter, wie es Bun­des­an­walt­schaft und LKA bis­her dar­ge­stellt hat­ten. Statt­des­sen habe er gezielt den Weih­nachts­markt als sym­bo­li­schen Ort gewählt, um „die Bevöl­ke­rung auf schwer­wie­gen­de Wei­se ein­zu­schüch­tern“ und poli­ti­schen Druck aufzubauen.

Gol­den­baum hat fast 2000 Social-Media-Posts des Täters aus­ge­wer­tet. Ergeb­nis: Der Mann – ein aus Sau­di-Ara­bi­en stam­men­der Psych­ia­ter, gegen den inzwi­schen wegen sechs­fa­chen Mor­des und ver­such­ten Mor­des an hun­der­ten wei­te­ren Men­schen Ankla­ge erho­ben wur­de – beweg­te sich seit Jah­ren in einer trans­na­tio­nal ver­netz­ten, dezi­diert rech­ten „Counter-Jihad“-Blase. Er teil­te und ver­stärk­te Inhal­te von Figu­ren wie Tom­my Robin­son und Geert Wil­ders, ver­brei­te­te die Ver­schwö­rungs­er­zäh­lung, Deutsch­land betrei­be absicht­lich eine „Isla­mi­sie­rung Euro­pas“, und erklär­te die „deut­sche Nati­on“ selbst zum Feind­bild. Schon Mona­te vor der Tat schrieb er öffent­lich, er wer­de „um jeden Preis Gerech­tig­keit brin­gen“, und stell­te Gewalt als ein­zig ver­blei­ben­de Opti­on dar. Damit liegt laut Gut­ach­ten ein klas­si­sches ter­ro­ris­ti­sches Mus­ter vor: die öffent­li­che Ankün­di­gung („Lea­king“), das poli­ti­sche Ziel und der Ver­such, Staat und Gesell­schaft zu erpressen.

In sei­nen mani­fest­ar­ti­gen Bot­schaf­ten kurz vor der Tat erklär­te der Täter: „Wenn Deutsch­land einen Krieg will, wer­den wir ihn füh­ren. Wenn Deutsch­land uns töten will, wer­den wir sie abschlach­ten.“ Er ver­öf­fent­lich­te par­al­lel Vide­os, insze­nier­te sich als ver­folg­ter Kri­ti­ker des Islam und for­mu­lier­te kon­kre­te poli­ti­sche For­de­run­gen – etwa „Gren­zen gegen ille­ga­le Ein­wan­de­rung schlie­ßen“ oder Geset­zes­än­de­run­gen in Deutschland.

Das Gut­ach­ten betont, dass mög­li­che psy­chi­sche Auf­fäl­lig­kei­ten zwar kata­ly­sa­to­risch gewirkt haben könn­ten, die ideo­lo­gi­sche Rah­mung aber kon­sis­tent, über Jah­re gewach­sen und klar rechts­extrem war. Aus Sicht der Ermitt­lungs­be­hör­den in Karls­ru­he hin­ge­gen galt die Tat bis­lang offi­zi­ell als per­sön­li­che Amok­fahrt aus Frus­tra­ti­on, nicht als Ter­ror gegen die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung. Das ist nicht nur ein poli­ti­scher Streit um Wor­te: Für die Betrof­fe­nen macht es einen Unter­schied bei Aner­ken­nung als Ter­ror­op­fer und Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen. (Alle Zita­te aus welt.de, 23.10.25)

Rechts­extre­me Kräf­te hat­ten den Anschlag sofort pro­pa­gan­dis­tisch aus­ge­schlach­tet. Noch bevor Klar­heit zu Motiv und Täter­schaft bestand, schob etwa Mar­tin Sell­ner Gerüch­te und Falsch­in­fos in die Time­line („fünf Täter“, „isla­mis­ti­scher Anschlag“ etc.). FPÖ-Kanä­le for­der­ten „Remi­gra­ti­on! Mil­lio­nen­fach!“. Die­se Kam­pa­gne ziel­te dar­auf ab, ras­sis­ti­sche Mas­sen­aus­wei­sung als angeb­lich ein­zi­ge Kon­se­quenz zu nor­ma­li­sie­ren. Das jetzt bekannt gewor­de­ne Gut­ach­ten dreht die­se Erzäh­lung jedoch fron­tal um: Es beschreibt den mut­maß­li­chen Täter selbst als Teil einer inter­na­tio­nal ver­netz­ten rech­ten, islam­feind­li­chen Sze­ne – genau jenes Milieus, das dann poli­tisch Kapi­tal aus der Tat schla­gen woll­te. Es ver­steht sich fast von selbst, dass das Gut­ach­ten nun aus der­sel­ben Ecke als ideo­lo­gisch moti­viert dif­fa­miert wird.

CH: Anklage gegen acht Mitglieder der „Jungen Tat“

Die NZZ berich­tet am 20. Okto­ber, dass mitt­ler­wei­le gegen acht Mit­glie­der der neo­na­zis­ti­schen „Jun­gen Tat”, dar­un­ter das Füh­rungs­duo Manu­el Cor­chia und Tobi­as Lingg, Ankla­ge erho­ben wur­de. Vor­ge­wor­fen wer­den ihnen über meh­re­re Jah­re hin­weg Ras­sen­dis­kri­mi­nie­rung, Stö­rung der Glau­bens- und Kul­tus­frei­heit, Ver­stö­ße gegen das Spreng­stoff­ge­setz und wei­te­re Delik­te. Die Staats­an­walt­schaft Zürich bean­tragt für die bei­den „Jun­ge Tat”-Kader Cor­chia und Lingg teil­be­ding­te Frei­heits­stra­fen und Straf­zah­lun­gen in beacht­li­cher Höhe.

Kon­kret geht es laut NZZ um insze­nier­te Über­grif­fe: Im Juni 2022 stürm­ten Ver­mumm­te eine que­e­re Pri­de-Andacht in einer Zür­cher Kir­che. Sie woll­ten den Got­tes­dienst „Viel­falt fei­ern“ stö­ren, rich­te­ten Sach­scha­den an und film­ten sich dabei. Im Okto­ber 2022 blo­ckier­ten die Rechts­extre­men mit Fackeln den Zugang zu einer Kin­der­le­se­stun­de von Drag-Performer*innen im Zür­cher Tanz­haus und skan­dier­ten Paro­len. Die Grup­pe fiel außer­dem mit einer Akti­on am Dach des Bas­ler Bahn­hofs auf. Die Zür­cher Staats­an­walt­schaft spricht von einer „Viel­zahl von Delik­ten“.

Zwei der Ange­klag­ten haben die Straf­be­feh­le bereits akzep­tiert, ande­re haben Ein­spruch erho­ben und wer­den vor Gericht lan­den. Cor­chia und Lingg insze­nie­ren sich der­wei­len als Opfer poli­ti­scher Ver­fol­gung. In Video-State­ments behaup­ten sie, ihnen wer­de vor allem wegen „Mei­nungs­de­lik­ten“ der Pro­zess gemacht, die Stra­fen sei­en „lächer­lich und über­höht“.

Eine bereits seit län­ge­rer Zeit lau­fen­de Spen­den­ak­ti­on der selbst­er­nann­ten Opfer mit dem Ziel, 70.000 Euro zu gene­rie­ren, zeigt die Gren­zen der Soli­da­ri­tät mit den rechts­extre­men Kadern auf: Bis­lang ist nicht ein­mal ein Pro­zent der erwar­te­ten Sum­me aufs Spen­den­kon­to geflossen.

"Junge Tat": Spendenaufruf - von 70.000 Euro als Ziel sind magere 550 Euro erreicht
„Jun­ge Tat”: Spen­den­auf­ruf — von 70.000 Euro als Ziel sind mage­re 550 Euro erreicht

Gleich­zei­tig ver­su­chen sie, ihre Ver­gan­gen­heit zu rela­ti­vie­ren: 2020 hat­ten sie in Zoom-Lehr­ver­an­stal­tun­gen „Heil Hit­ler“ und „Sieg Heil“ geru­fen. Das nen­nen sie heu­te „Jugend­sün­den“ und erklä­ren, mit dem Natio­nal­so­zia­lis­mus nichts mehr zu tun haben zu wol­len. Als Logo der Trup­pe dient die Tyr-Rune.

Die „Tyr-Rune” wur­de wäh­rend der NS-Zeit als Divi­si­ons­ab­zei­chen der 32. SS-Frei­wil­li­gen-Gre­na­dier­di­vi­si­on „30. Janu­ar”, als Ärm­el­em­blem für Absol­ven­ten der „SA-Reichs­füh­rer­schu­len” und auf den Kra­gen­spie­geln der „Sturm­füh­rer” im Stab der „SA-Reichs­füh­rer­schu­len” ver­wen­det. (doew.at, 7.05)

Junge Tat: Werbung für die "Tyr-Cap" (Screenshot TG 27.8.25)
Jun­ge Tat: Wer­bung für die „Tyr-Cap” (Screen­shot TG 27.8.25)

Mit­glie­der der „Jun­gen Tat“ gehö­ren nicht nur zum Stamm­per­so­nal bei den all­jähr­li­chen iden­ti­tä­ren Auf­mär­schen in Wien, son­dern spie­len dort auch füh­ren­de Rol­len als Red­ner und Auf­peit­scher. Die Schwei­zer Neo­na­zi-Grup­pe unter­hält enge Ver­bin­dun­gen zu den Iden­ti­tä­ren in Öster­reich – allen vor­an zu Mar­tin Sell­ner. Erst letz­tes Wochen­en­de nah­men zumin­dest zwei Kader der öster­rei­chi­schen Iden­ti­tä­ren an einem Tref­fen im Schwei­ze­ri­schen Locar­no teil.

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Schlagwörter: Burgenland | FPÖ | Identitäre | Neonazismus/Neofaschismus | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | Rechtsextremismus | Rechtsterrorismus | Vandalismus/Sachbeschädigung/Schmierereien | Verfassungsschutz | Weite Welt

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