Wochenschau KW 40

Ulrichsbergtreffen: Zahl der Teilnehmer_innen sinkt weiter

Die Gedenk­feier­lichkeit­en für Wehrma­chts- und SS-Ver­bände, welche jährlich stat­tfind­en und bis 2014 vom Land Kärn­ten gefördert wur­den, haben seit dem Höhep­unkt der antifaschis­tis­chen Proteste gegen das Tre­f­fen mit sink­enden Teilnehmer_innenzahlen und mas­siv­en Geldein­bußen zu kämpfen. Nach Angaben des Ver­fas­sungss­chutzes besucht­en heuer unge­fähr 200 Per­so­n­en die recht­sex­treme Ver­anstal­tung am Ulrichs­berg. Der Kärnt­ner Land­tagsab­ge­ord­nete für das Team Stronach, Mar­tin Rut­ter, trat als Red­ner bei dem Tre­f­fen auf und hielt einen Beitrag zur ‘Migra­tionslüge’. Demzu­folge han­dele es sich bei den aktuellen Migra­tions­be­we­gun­gen nach Wes­teu­ropa um einen geziel­ten und gelenk­ten Bevölkerungsaus­tausch. Eine wah­n­witzige These die unter anderem auch von der Gruppe der ‘Iden­titären’ vertreten wird. Rut­ter wurde von sein­er Partei aus­geschlossen. Am Tre­f­fen nahm auch der bekan­nte Leipziger Neon­azi Ric­car­do Sturm teil.

OEZ-Attentat war rechtsextremes Verbrechen

Drei von der Stadt München beauf­tragte Gutachter kamen zu dem Schluss, dass der neun­fache Mord vom 22. Juli 2016 https://www.stopptdierechten.at/2016/07/29/9755/ als recht­sex­tremes Ver­brechen eingeschätz wer­den kann. Sie wider­sprechen damit der Ein­schätzung der Ermit­tlungs­be­hör­den, die die Tat als unpoli­tis­chen Amok­lauf gew­ertet haben. Für die Forsch­er sei die Opfer­auswahl entschei­dend gewe­sen. In ein­er Art Man­i­fest schrieb der Atten­täter David S. über “aus­ländis­che Unter­men­schen”, die er exeku­tieren wolle. Alle ermorde­ten stam­men aus Ein­wan­der­erfam­i­lien. Das und die Tat­sache, dass David S. sich den Jahrestag des Atten­tats auf Utøya für seine eigenes Atten­tat aus­ge­sucht hat, sind für die Forsch­er keine Zufälle, son­dern Aus­druck für den recht­sex­tremen Charak­ter der Tat. 

sueddeutsche.de

Antisemitischer Facebook-Post: Verurteilung am Landesgericht Wien

Bere­its zum wieder­holten Male stand am 4. Okto­ber ein 20-Jähriger wegen Tex­ten auf seinem Face­book-Account vor Gericht. Dies­mal ging es um einen anti­semi­tis­chen „Scherz“, den er im Herb­st 2016 gepostet hat­te. Der Beschuldigte ges­tand das Post­ing. Ein Fre­und habe diese Äußerung getätigt und weil sie ihm gefall­en habe, ver­bre­it­ete er sie prompt auf Face­book. Das Urteil fiel mit ein­er Geld­strafe von 200€ milde aus und ist bere­its rechtskräftig.

Kunstrückgabebeirat empfiehlt Restitution von 3 Objekten

Der Kun­strück­gabebeirat hat in sein­er heuti­gen Sitzung vom Don­ner­stag die Rück­gabe von drei Objek­ten aus der Alberti­na, dem Belvedere und aus dem Heeres­geschichtlichen Muse­um emp­fohlen. Dabei han­delt es sich unter anderem um das Gemälde ‘Der Kutsch­er­stre­it’ von Michael Ned­er aus dem Eigen­tum von Käthe Kell­ner, dass sich seit 1950 im Besitz des Belvedere befind­et. Kell­ner wurde als Jüdin ver­fol­gt und 1942 aus Wien nach Izbi­ca deportiert.

Eben­falls emp­fohlen wurde die Rück­gabe des Blatts „Hirten­scene” von Ger­hard Janssen aus dem Eigen­tum des Malers Rudolf Hirschen­hauser, das dieser im Zusam­men­hang mit der Vor­bere­itung sein­er Flucht 1939 an die Alberti­na verkaufte. Als drittes Objekt wurde ein Trip­ty­chon aus dem Heeres­geschichtlichen Muse­um zur Rück­gabe emp­fohlen. Der von den Nation­al­sozial­is­ten ver­fol­gte Geza Rado verkaufte es dem Muse­um im Sep­tem­ber 1939.

derstandard.at

Kapelle im Burgenland mit Hakenkreuzen besprüht

In Dobers­dorf wurde eine Kapelle mit Hak­enkreuzen besprüht. Die Polizei fah­n­det nach den noch unbekan­nten Täter_innen. Bürger_innen und Gemein­de­poli­tik zeigten sich laut Bericht der Kro­nen Zeitung empört über die Tat.

“Defend Europe”: ‘Identitäre’ ließen Crew im Stich

Die “Mit­telmeer-Mis­sion” der recht­sex­tremen ‘Iden­titären’ geri­et diese Woche erneut in die Schlagzeilen. Schein­bar haben Acht weit­ere Matrosen aus Sri Lan­ka nun in Barcelona um Asyl ange­sucht. Das ist bere­its das zweite Mal, dass Teile der Crew entsprechende Anträge stellen. Schein­bar haben sich die ‘Iden­titären’ Ende August aus dem Staub gemacht, ohne die Bezahlung der Crew sicherzustellen. Dabei ist unklar ob sie die Bezahlung nicht abgewick­elt haben oder die Reed­erei diese nicht weit­ergeleit­et hat. Die Matrosen hat­ten wed­er Pro­viant noch Geld für Treib­stoff ud stran­de­ten zunächst im nordspanis­chen Hafen Palam­os. In Barcelona wurde ihnen dann human­itäre Hil­fe ange­boten und sie sucht­en nach knapp zwei Wochen im dor­ti­gen Hafen um Asyl in Spanien an. Ein Gew­erkschafter der ‘Inter­na­tionalen Trans­portar­beit­er Gew­erkschaft’ (ITF) übte scharfe Kri­tik am Vorge­hen der ‘Iden­titären’ und erk­lärte die Organ­i­sa­tion ihrer “Mis­sion” für “schul­buben­haft” und sprach von ein­er “Farce”.

kurier.at