Starker Protest gegen rechtsextremen Kongress

Am 29. Oktober 2016, findet in Linz nicht nur ein Kongress statt, der verschiedene rechtsextreme Schattierungen versammelt, sondern auch eine Gegendemonstration, die um 14h beim Hauptbahnhof Linz startet. Der Widerstand gegen den rechtsextremen Aufmarsch wird immer stärker. Das Linzer „Bündnis gegen Rechts“ hat am 21.10. in einer Pressekonferenz seine Aktivitäten vorgestellt.

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Aus der Presseunterlage des Bündnis gegen Rechts möchten wir vor allem auf die S.9-10 hinweisen, welche einen guten Überblick zum Treffen und den TeilnehmerInnen geben – siehe die entsprechenden Seiten (9+10) hier.

Dann hat da etwa noch die GRAS eine Presseaussendung gemacht, deren Inhalt wir ebenso wiedergeben möchten:

GRAS: Gegen den rechtsextremen Vernetzungskongress “Europäisches Forum Linz” – ÖVP und Land Oberösterreich unterstützen Kaderschmiede für rechtsextremen Strukturausbau

Wien (OTS) – Am 29. Oktober 2016 findet in den Redoutensälen des Landes Oberösterreich das “Europäische Forum Linz” statt. Die Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS) rufen zum Widerstand auf und informieren am 27. in Wien. “Dieser Kongress ist eine Kaderschmiede für völkisch-rassistisches Gedankengut. Er hat zum Zweck, rechtsextreme Strukturen auszubauen und menschenfeindliche Ideologien zu institutionalisieren. Dass er öffentlich in Prunkräumen des Landes Oberösterreichs stattfinden darf, ist ein Skandal. Die ÖVP unterstützt den rechtsextremen Vernetzungskongress massiv – auch personell!”, erklärt Eva Mühlberger, Aktivistin der GRAS.

Die rechtsextremen Identitären und die deutschnationale Burschenschaft Arminia Czernowitz sind Hauptverantwortliche und ermöglichen Rechtsextremen aus verschieden Teilen Europas sich selbst zu präsentieren. “Unter den am Kongress zur Schau gestellten Verlagen und Redner_innen sind Neo-Nazis und PEGIDA-Unterstützer_innen. Auch Personen aus dem NPD-Umfeld sind beteiligt. Die FPÖ ist durch Herbert Kickl und ihr Partei- und Hetzmedium unzenszurier.at vertreten. Jenen Gruppen einen Raum zur Vernetzung zu bieten, ist nicht nur politisch inakzeptabel, sondern höchst gefährlich. Dadurch fühlen sie sich in ihrem völkisch-rassistischen Weltbild bestärkt und schrecken in weiterer Folge vor immer weniger zurück”, warnt die GRAS Aktivistin.

Aber auch die ÖVP ist neuerdings durch Alexander Suroviec, der auch Mitglied beim Österreichischen Cartellverband ist, als Redner am Kongress vertreten. “Wir kritisieren die ÖVP rund um Josef Pühringer, die auf Landesebene mit der FPÖ koaliert und den Kongress in den repräsentativen Redoutensälen nicht verbieten will, massiv! Ein solches Treffen löst heute keinen öffentlichen Eklat mehr aus, sondern ist sogar bei der ÖVP angekommen. Das zeigt, wie rechtsextremes Gedankengut in der österreichischen Gesellschaft normal und salonfähig geworden ist. Lassen wir das nicht weiter zu!” schließt Mühlberger. Die GRAS thematisiert derzeit im Rahmen der “Kein Hufbreit dem Faschismus” Kampagne den europäischen Rechtsruck und ruft zur Demonstration gegen das „Europäische Forum“ in Linz am 29. Oktober auf.

Am 27. Oktober, 19:00 Uhr, lädt die GRAS zur Infoveranstaltung in der Lindengasse 40 ein.

Mehr zum “Europäischen Forum” unter: https://www.gras.at/?p=799 Zu weiteren Veranstaltungen im Zuge der Kampagne “Kein Hufbreit dem Faschismus” auf Facebook unter:
https://www.facebook.com/dieGRAS/events/
Auf Twitter unter #keinHufbreit

Sonstige Hintergrundinfos zum Treffen gibt es zB auf der DÖW-Seite (Neues von ganz rechts, Oktober 2016). Besonders hinweisen möchten wir auf eine kurze inhaltliche Einschätzung des DÖWs zur Zeitschrift Neue Ordnung aus dem ARES-Verlag bzw. Stocker-Verlag, die natürlich am Linzer Kongress nicht fehlen darf…

Frühere Artikel auf stopptdierechten.at zum Linzer Kongress findet ihr hier:
07.09.2016: Linz: Treffen von rechtsextremen Putinisten und Verschwörungsmurmlern mit Kickl
24.09.2016: Linzer Redoutensäle für Kickl, Identitäre & Co
27.09.2016: Linz: Rechtsextreme in den Redoutensälen?

(edit 23.10., Link zur Neuen Ordnung ergänzt)