Spielfeld (Stmk): Eine Lüge nach der anderen

Seit Tagen wird mit ange­blichen Tat­sachen­bericht­en über Plün­derun­gen und andere Auss­chre­itun­gen von Flüchtlin­gen in Spielfeld an der öster­re­ichisch-slowenis­chen Gren­ze Het­ze betrieben. Ein­mal ist es ein Anton W., dessen Lügen sowohl vom „Stan­dard“ als auch vom „Kuri­er“ wider­legt wer­den. Die FPÖ mis­cht im Hin­ter­grund fleißig mit.

Als „weltof­fe­nen“ Unternehmer, Bürg­er und Fam­i­lien­vater beze­ich­net sich aus­gerech­net der Anton W., der von einem „Kriegszu­s­tand“ , von „Warn­schüssen und Pfef­fer­spray“ in Spielfeld wis­sen will. Alles erstunken und erlogen, wie die bei­den Medi­en­berichte belegen.

Dem FPÖ-Nation­al­ratsab­ge­ord­neten Chris­t­ian Höbart gefällt natür­lich die Sua­da von Vorurteilen, die zum Großteil durch die FPÖ in die Welt geset­zt wur­den und jet­zt brav von Anton W. wiedergegeben wer­den. Dabei darf natür­lich auch die Sorge um Wei­h­nachts­baum, Christkind und Niko­laus nicht fehlen:

„Ist es ver­ständlich, dass Men­schen sich sor­gen, im eige­nen Land nicht mehr nach ihren jahrhun­derteal­ten Sit­ten und Gebräuchen leben zu kön­nen? (Stich­wort: Wei­h­nachts­baum, Christkind, Niko­laus etc.)“, fragt der ange­blich weltof­fene Bürg­er W..

Anton W. ist aber nicht der einzige, der erlo­gene Mel­dun­gen abson­dert. Da gibt es auch noch den Mar­tin S., der ger­ade von seinem weinen­den Brud­er erfahren haben will, dass die Flüchtlinge „wie die Heuschreck­en alles gestohlen“ hät­ten, eine Kol­le­gin „kranken­haus­reif“ zusam­mengeschla­gen wor­den sei und sich die Exeku­tive nur mit 5 Liter Pfef­fer­spray gegen den Ansturm „von 4000 flüchtlinge“ (sic!) wehren kon­nte, „son­st wären sie jet­zt Tod„ (sic!).

Auch Mario Kunasek, der Lan­desparte­ichef der FPÖ Steier­mark, beteiligt sich an geziel­ter Verun­sicherung und Falschmel­dung: „Laut vor­liegen­den Infor­ma­tio­nen sollen bere­its Polizei­di­en­st­stellen in der Steier­mark vorüberge­hend geschlossen wor­den sein, da das für den Dien­st­be­trieb notwendi­ge Per­son­al gefehlt haben soll.”

Die Polizei demen­tiert auch das, aber die Kunasek-Mel­dung ist da schon längst viral auf Face­book unter­wegs – so wie die anderen Hetz- und Falschmeldungen.