Spielfeld (Stmk): Eine Lüge nach der anderen

Lesezeit: 2 Minuten

Seit Tagen wird mit angeb­li­chen Tat­sa­chen­be­rich­ten über Plün­de­run­gen und ande­re Aus­schrei­tun­gen von Flücht­lin­gen in Spiel­feld an der öster­rei­chisch-slo­we­ni­schen Gren­ze Het­ze betrie­ben. Ein­mal ist es ein Anton W., des­sen Lügen sowohl vom „Stan­dard“ als auch vom „Kurier“ wider­legt wer­den. Die FPÖ mischt im Hin­ter­grund flei­ßig mit.

Als „welt­of­fe­nen“ Unter­neh­mer, Bür­ger und Fami­li­en­va­ter bezeich­net sich aus­ge­rech­net der Anton W., der von einem „Kriegs­zu­stand“ , von „Warn­schüs­sen und Pfef­fer­spray“ in Spiel­feld wis­sen will. Alles erstun­ken und erlo­gen, wie die bei­den Medi­en­be­rich­te belegen.

Dem FPÖ-Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ten Chris­ti­an Höbart gefällt natür­lich die Sua­da von Vor­ur­tei­len, die zum Groß­teil durch die FPÖ in die Welt gesetzt wur­den und jetzt brav von Anton W. wie­der­ge­ge­ben wer­den. Dabei darf natür­lich auch die Sor­ge um Weih­nachts­baum, Christ­kind und Niko­laus nicht fehlen:

„Ist es ver­ständ­lich, dass Men­schen sich sor­gen, im eige­nen Land nicht mehr nach ihren jahr­hun­der­te­al­ten Sit­ten und Gebräu­chen leben zu kön­nen? (Stich­wort: Weih­nachts­baum, Christ­kind, Niko­laus etc.)“, fragt der angeb­lich welt­of­fe­ne Bür­ger W..

Anton W. ist aber nicht der ein­zi­ge, der erlo­ge­ne Mel­dun­gen abson­dert. Da gibt es auch noch den Mar­tin S., der gera­de von sei­nem wei­nen­den Bru­der erfah­ren haben will, dass die Flücht­lin­ge „wie die Heu­schre­cken alles gestoh­len“ hät­ten, eine Kol­le­gin „kran­ken­haus­reif“ zusam­men­ge­schla­gen wor­den sei und sich die Exe­ku­ti­ve nur mit 5 Liter Pfef­fer­spray gegen den Ansturm „von 4000 flücht­lin­ge“ (sic!) weh­ren konn­te, „sonst wären sie jetzt Tod„ (sic!).

Auch Mario Kuna­sek, der Lan­des­par­tei­chef der FPÖ Stei­er­mark, betei­ligt sich an geziel­ter Ver­un­si­che­rung und Falsch­mel­dung: „Laut vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen sol­len bereits Poli­zei­dienst­stel­len in der Stei­er­mark vor­über­ge­hend geschlos­sen wor­den sein, da das für den Dienst­be­trieb not­wen­di­ge Per­so­nal gefehlt haben soll.”

Die Poli­zei demen­tiert auch das, aber die Kuna­sek-Mel­dung ist da schon längst viral auf Face­book unter­wegs – so wie die ande­ren Hetz- und Falschmeldungen.