Wels: Die Heimatpartei in den Spuren der NVP

Am Anfang (2007) war die Nationale Volkspartei (NVP), die jetzt am Ende ist. Die Salzburger Gruppe spaltete sich gleich zu Beginn wieder ab und gründete die Heimatpartei Österreich (HPÖ), die die längste Zeit eine bedeutungslose regionale Gruppe blieb. Nur die Homepage der HPÖ lässt erahnen, dass die Gruppe eigentlich Größeres mit sich vorhätte. Jetzt will die HPÖ das Erbe der NVP antreten.

Dass die NVP nicht unbedingt den Geschmack der Neonazis trifft, war nicht erst seit der Bestellung von Ministerialrat a.D., Dipl.Ing., MMag. Günter Rehak zum neuen Vorsitzenden abzusehen. Die NVP umgab schon von Beginn an der Geruch von Spaltungen, Intrigen, Verdächtigungen und Ausschlüssen.


HPÖ-Spitzen unter sich

Wie es aussieht, will die HPÖ konsequent die Linie der NVP fortsetzen. Einen kleinen Vorteil hat die HPÖ gegenüber den Behörden: ihr Parteiprogramm ist nicht aus Schulungsunterlagen der SS abgeschrieben. Die Positionierung der HPÖ erschließt sich über die handelnden Personen, das „Führungspersonal“, das der Infoladen Wels vorstellt.

Seit die HPÖ mit ihrer Homepage im Internet vertreten ist, sucht sie in allen Bundesländern Aufbaukoordinatoren. Kurz nachdem sie in Vorarlberg einen gefunden und den Aufbau vorantreiben wollte, war schon wieder Schluss. Der hoffnungsfrohe Koordinator sprang wieder ab, als er erkannte, mit welchen Geisteskindern er sich eingelassen hatte.


HPÖ OÖ vor einigen Monaten

In Oberösterreich gab es seit einiger Zeit ebenfalls einen Aufbaukoordinator: Gerald Schauer. Schauer, der auch im Umfeld des RFJ Freistadt aktiv war und zuletzt die Nazi-Demo in Dresden verpasste, ist nicht der Einlader für das Treffen der HPÖ in Wels, das für den 10. März angekündigt ist. Prädestiniert dafür ist Mario Wielandner, der schon eine Haftstrafe wegen NS-Wiederbetätigung und Körperverletzung hinter sich hat . Wielandner ist in der strengen Hierarchie der HPÖ, die zwar kaum Mitglieder, dafür aber einige Funktionäre hat, der erste Stellvertreter des Landesobmannes für OÖ. Landesobmann war bisher Gerald Schauer, der durch den „designierten“ Obmann Michael Honetschläger aus Wels abgelöst werden soll. Auch der bisherige zweite Stellvertreter Niklas Brandstötter hat seinen Titel verloren und wird durch den „designierten“ Daniel Wipplinger ersetzt.

Das sind natürlich epochale Veränderungen, die vermutlich am 10.März beim „Info-Abend“ mit ein paar Bierchen abgesegnet werden.


HPÖ OÖ neu

Im Februar fand schon ein Treffen in Bürmoos (Szbg) statt. Dem Welser Info-Abend sollen weitere in Innsbruck (April),Vorarlberg (April) und Wien bzw. südliches NÖ (Ende März) folgen – verspricht die HPÖ. Wir werden darüber berichten, auch wenn Mario Wielandner mit unserer Berichterstattung gar nicht einverstanden ist:

“Ich finde es eine Frechheit das (!) ihr mich auf eurer Seite (stopptdierechten) erwähnt. bzw. Sprung von der Schanzlgasse zur Heimatpartei…Es tut mir leid für euch aber ihr habt verloren und wir werden siegen…Lange genug habt ihr auf eurer Seite Hetze und Lügen verbreitet aber jetzt ist schluss , der Zahltag kommt“.

Kulturverein Infoladen Wels – Rechtsextreme planen Treffen in Wels