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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 4 Minuten

Meistgelesen im letzten Jahr: die 10 SdR-„Hits“

Ein Beitrag aus dem Mai 2020 hat im letzten Jahr die größte Aufmerksamkeit unser Leser*innen erregt: ein braunes Muttertagsposting des Oberösterreichers Stefan Magnet. Vielgelesen wurden auch unsere Hintergrundbeiträge zu den Akteur*innen aus der Corona-Maßnahmen-Protestszene. Hier die zehn SdR-„Hits“ der letzten zwölf Monate.

13. Juli 2021

1. Stefan Magnets tiefbraunes Hoch zum Muttertag
Der Wochenblick-Autor Stefan Magnet, einst Führungskader der bis 2007 aktiven Neonazi-Truppe „Bund freier Jugend“, auch im Nazi-Wiki Metapedia mit einem Eintrag vertreten, setzt auf besondere Art Muttertagsgrüße ab: mit einem Zitat eines Kompaniechefs der berüchtigten 5. SS-Panzer-Division „Wiking“.
2. Was wurde denn aus … Helmut Pilhar?
In unregelmäßigen Abständen werden wir unter diesem Titel über Personen aus der rechtsextremen Szene berichten, die zwar aus der Öffentlichkeit verschwunden oder abgetaucht, aber dennoch weiterhin aktiv sind. Wir beginnen mit Helmut Pilhar (55), der als einer der glühendsten Verfechter der antisemitischen „Germanischen Medizin“ durch die Lande zog und 2016 in der Reichsbürgerszene, konkret beim „Staat Niederösterreich“ seine „Lebendmeldung“ abgab.
3. Die Corona-Demo-Macher*innen (Teil 1): Hannes Brejcha. Vom Great Reset zum Mannesafter
Wer sind die Organisator*innen der diversen Corona-Demos? Wie ticken sie? Wo sind sie politisch zu verorten? Fragen, die gar nicht so einfach zu beantworten sind, denn die Szene der Corona-Demonstrant*innen ist mittlerweile aufgesplittert in zahlreiche kleine Strukturen, die miteinander kooperieren, sich aber auch gegenseitig misstrauen. Wir beginnen in Wien, obwohl einige Vorarlberger zunächst mit „Querdenken“ die österreichische Szene nach deutschem Vorbild entwickeln wollten.
4. Wer steckt hinter AUF1-TV? Teil 1: Brauner Untergrund
Das Logo hat schon mal Anleihen beim deutschen öffentlichen-rechtlichen „Das Erste“ genommen, auch sonst kommt einiges bekannt daher beim neuen „TV“ des Stefan Magnet, das am 31. Mai erstmals gesendet hat. Es nennt sich „alternativ“ und „unabhängig“ und reiht sich nahtlos in das Mediengebräu ein, das aus der rechtsextremen Ecke in das Internet flutet. Wer sind nun die Leute, die AUF1-TV machen? Ein Blick hinter die Kulisse.
Kohl, Klauninger (Foto: Presse Service Wien, 14.8.20)5. Die Corona-Demo-Macher*innen (Teil 2): Jennifer Klauninger. Krieger, Illuminaten und die Raute
Jennifer Klauninger hat derzeit Hochbetrieb. Von Demo zu Demo hetzt sie – ohne Maske und Abstand – in der Hoffnung, das, was für sie und die meisten Demonstrierenden Faschismus ist, aufzuhalten. Laut „Kurier“ war sie vor einigen Jahren aber noch selber Aktivistin eines neofaschistischen Grüppchens. Die Differenz zwischen Eigen- und Außenwahrnehmung ist also groß. Das gilt auch für ihre Rolle in der Bewegung der Corona-Protestler*innen.
Waffen bei Neonazis (Screenshot Wien heute, orf.at, 12.12.20)6. Der Waffendealer der Neonazis
Er ist eine der wichtigsten Figuren der Neonaziszene im deutschsprachigen Raum, vermutlich auch über die Sprachgrenzen hinaus. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert vertickt er Waffen in der Szene, dealt auch mit Drogen. Selten, aber doch kommt ihm dabei die Exekutive in die Quere. Dann muss er kurzfristig absitzen – oder auch nicht? Aber dann macht er wieder weiter mit der Aufrüstung der Neonazis. Eine Spurensuche zu Peter B..
7. Die Polizeiinspektion des schlechten Geschmacks
Der angeklagte Polizist J.S. gab an, er habe sich nie beschwert, wenn er Bilder mit NS-Bezug weitergeleitet bekommen habe. Er habe das als satirisch-sarkastisch empfunden, aber nie kommentiert. Es sei üblich im Polizeidienst, dass solche Bilder verschickt wurden.“
Das stammt nicht aus Deutschland, wo derzeit eine Involvierung nach der anderen von uniformiertem Staatspersonal in rechtsextremen Netzwerken aufpoppt, sondern aus einer Prozessmitschrift von Anfang Juli, als in Graz der Polizist J.S. und seine Kollegin A.R. wegen des Verdachts auf Wiederbetätigung vor dem Landesgericht für Strafsachen standen.
8. Wer steckt hinter AUF1-TV? Teil 2: Die Schwurbelecke
AUF1 startete mit einer „Nachrichten“-Schiene, um das verbreiten, was die „Mainstream“-Medien verschweigen. Also nichts Neues, Desinfotainment, und selbst das eher auf einem Hobbyniveau. An Bord geholt hat Magnet auch einen früheren Motorradsportler und IT-Unternehmer und mit Edith Brötzner eine Ober-Schwurblerin aus Linz.
Wolfsangel, Si(e)grune und Odal-Rune am Eingangstor9. 2 Ex-Politiker und 3 NS-Symbole
Wer im Kärntner Mölltal den gleichnamigen Radweg befährt, kommt direkt an einem Anwesen von zwei Ex-Politikern vorbei, dessen hölzernes Eingangstor mit drei deutlich sicht- und erkennbaren Runen, die auch als NS-Symbole dienten, verziert ist. Da deren Verwendung mutmaßlich strafbar ist, hat die Grüne Nationalratsabgeordnete Olga Voglauer Anzeige erstattet.
Rutter, Tuma, Küssel (Presse Service Wien, 20.9.20)10. Die Corona-Demo-Macher*Innen (Teil 3): Martin Rutter. Viel Antisemitismus, Verschwörung, Fake-News und Großer Austausch
Die Krisen und Spaltungen innerhalb der Corona-Protestszene hat er bisher völlig unbeschadet überstanden. Martin Rutter war zwar überall dabei, aber nirgendwo wirklich verantwortlich. Das gilt auch für seine politische Biographie, die ihn von einigermaßen links bzw. grün bis ganz nach Rechtsaußen geführt hat. Jetzt aber hat es Rutter geschafft und wird als Cheforganisator der Corona-Proteste wahrgenommen.

 

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Schlagwörter: Neonazismus/Neofaschismus | Österreich | Rechtsextremismus

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