Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Bandido-Rocker wegen Wiederbetätigung verurteilt

Am 29. Juni 2023 kam es zu einem riesigen Fund an Waffen und NS-Devotionalien im Umfeld der „Bandidos“ und einer ehemaligen „Objekt 21“-Führungsperson. Am 7.2.2024 saß Michael K. vor einem Geschworenengericht in Wels – wegen NS-Wiederbetätigung und mehrerer Vergehen nach dem Waffengesetz.

15. Feb. 2024
Prozess von Bandido Michael K. in Wels 7.2.24 (© SdR)
Prozess von Bandido Michael K. in Wels 7.2.24 (© SdR)

Der 39-jährige Angeklagte gilt als (ehemaliger) Chef der österreichischen „Bandidos“, die sich unter anderem beim Neonazi Manuel S. getroffen hatten. Im Prozess ging es um Gruppenchats auf Telegram und WhatsApp. K. hinterließ in der Gruppe „The Mexican AT“ zwei Hakenkreuze, administrierte die Gruppe „Just Good Old Boys“ für dessen Gruppenlogo ausgerechnet zwei SS-Runen gewählt wurden. Dort war auch der Neonazi Manuel S. Mitglied. Der Angeklagte behauptete, sich mittlerweile von seinem früheren Nachbarn distanziert zu haben.

Die raue Bandido-Vergangenheit

Michael „Mike“ K. ist kein unbeschriebenes Blatt. Zwei Vorstrafen hat er in Österreich kassiert: 2013 und 2016 wegen Vergehen nach dem Waffen- und dem Suchtmittelgesetz. Ob er sich im aktuellen Komplex noch wegen des Vergehens nach dem Suchtmittelgesetz verantworten muss, ist aktuell nicht klar. Sicher ist allerdings, dass Michael K. in der Schweiz noch ein Berufungsverfahren vor sich hat. 2022 war er in Bern erstinstanzlich wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren und einem Landesverweis für acht Jahre verurteilt worden. Er soll mit einem versteiften Elektrokabel 15-mal auf den Kopf eines Rivalen der „Hells Angels“ eingeschlagen haben. Dabei soll er auch einen Schlagring verwendet haben, bis sein Opfer zu Boden ging.

Kirtagsklumpert-Schlagring

Die Schweizer Episode war in Wels kein Thema, aber um einen sichergestellten Schlagring ging es auch dort. Den schilderte Michael K. jedoch als „Kirtagsklumpert“, mit dem man sich eher selbst verletzen könne. Vor seinem schlagkräftigen Wirken in der Schweiz war Michael K. übrigens in Spanien aktiv – beim Chapter Malaga der „Bandidos“.

Im Vorfeld seiner Verhandlung gab sich K. durch und durch unschuldig. In einem Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (20.10.23) beteuerten die beiden Bandidos „Joe“ und „Mike“, dass sie den Waffendealer Erwin H. nicht kennen würden, mit Waffen(handel) nichts zu tun hätten, mit Suchtgifthandel sowieso nicht. Die Bezeichnung „Rechtsrocker“ wiesen die beiden Männer ebenso entrüstet zurück wie den Vorwurf des Rechtsextremismus. Einen Höhepunkt der Litigation-PR stellte die Antwort auf die Frage, ob es denn Mitglieder mit NS-Tattoos gebe, da: „Das ist bei uns nicht erlaubt. Wenn jemand so etwas hat, muss es übertätowiert werden.“

NS-Kampfrune im Gesicht

Supersauber also? Nicht ganz. Michael K. ist mit einer Tyr-Rune – im NS als Kampfrune bezeichnet – beim Prozess aufgetaucht. Das scheint niemandem aufgefallen zu sein und war auch zuvor kein Gegenstand der Ermittlungen, obwohl die Rune in seinem Gesicht deutlich zu erkennen ist. Die acht sichergestellten Nazi-Bücher seien bloß Überbleibsel vom Großvater, der mittlerweile in einem anderen Teil des Hauses lebt. Angeklagt waren letztendlich nur die zwei Ausgaben von „Mein Kampf“, für die anderen Bücher aus Großvaters Sortiment interessierte man sich offenbar weniger.

Hinzu kam trotz eines aufrechten Waffenverbots der Besitz einer Pistole und eines Revolvers, also zwei Schusswaffen der Kategorie B. Nicht angeklagt, aber kurz thematisiert, wurden auch weitere Fundstücke im Keller des Angeklagten: unter anderem eine Reichskriegsflagge, ein Foto eines Unbekannten mit Hitlergruß sowie unzählige Songs der Neonazi-Bands „Stahlgewitter“ und Sturmgewehr“.

Der Prozess endete mit einer nicht rechtskräftigen Verurteilung zu zehn Monaten bedingt und einer unbedingten Geldstrafe von 1.440 Euro. Nur für den Besitz der beiden Ausgaben von Hitlers „Mein Kampf“ erfolgte ein Freispruch.

Von der Bildung einer kriminellen Vereinigung, über die im Nachfeld der Hausdurchsuchungen im Sommer 2023 seitens der Behörden gesprochen wurde (hochgefährliches Zusammenspiel von Rockern und Neonazis), war in den bisherigen Prozessen nicht die Rede – auch nicht im Fall von Michael K..

Danke an prozess.report für die Prozessbeobachtung!

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Illegaler Waffenbesitz/Waffenhandel | Neonazismus/Neofaschismus | Oberösterreich | Objekt 21 | Rechtsextremismus | Suchtmittelgesetz | Verbotsgesetz | Wiederbetätigung

Beitragsnavigation

« Begnadigungsskandal offenbart Verlogenheit des Orbán-Regimes
Kickls Aschermittwoch: Diesmal fad, aber gehässig wie immer »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter