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„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

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Lesezeit: 2 Minuten

Videotipp: Ökologie und Rechtsextremismus. Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos

Das Thema wird uns auch in Österreich noch beschäftigen: In Deutschland wird das Phänomen der „rechten Landnahme“ schon länger diskutiert. Meist anhand von Beispielen aus den östlichen Bundesländern, wo Rechtsextreme und Neonazis im großen Stil Immobilien aufgekauft haben, um im „ruhigen Hinterland“ sich und ihre braune Ideologie möglichst ungestört zur Entfaltung zu bringen. Der Journalist Andreas Speit hat sich zusammen mit Andrea Röpke ausgiebig mit der „völkischen Landnahme“ beschäftigt. Speit wurde zu diesem Thema von der Heinrich-Böll-Stiftung zu Vortrag und Gespräch geladen.

7. Aug. 2021

2019 hat Andreas Speit zusammen mit Andrea Röpke das vielbeachtete Buch „Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos“ veröffentlicht. Im etwa 30-minütigen Vortrag stellt Speit Projekte von völkischer Landnahme – zu der er auch die Stadtprojekte der Identitären zählt – vor, deren Wurzeln und wie sie vor Ort agieren. Danach geht Speit auf Fragen aus dem Online-Publikum ein und erörtert u.a., woran braune Öko-Projekte zu erkennen sind und welche Gegenstrategien es gibt.

Wir von „Stoppt die Rechten“ werden das Thema in der nächsten Zeit ebenfalls aufgreifen, denn mit dem Turbo der Ablehnung von Pandemiemaßnahmen bilden sich auch in Österreich Landprojekte, die meist durch die rechtsesoterische Anastasia-Bewegung beeinflusst und gesteuert werden. Das betrifft nicht nur Immobilienprojekte, sondern auch die Gründung von Privatschulen.

#Lesung und #Gespräch Junge Rechtsextreme siedeln sich bewusst in ländlichen Regionen seit Jahren an, um dort generationsübergreifend »nationale Graswurzelarbeit« zu betreiben. Dieser unauffällige #Aktionismus ist gegen die moderne und liberale Gesellschaft der Großstädte gerichtet, es herrschen alte Geschlechterbilder und autoritäre Erziehungsmuster vor. Die Aussteiger von rechts betreiben ökologische Landwirtschaft, pflegen altes Handwerk und nationales Brauchtum, organisieren Landkaufgruppen und eigene Wirtschaftsnetzwerke, die bundesweit agieren. Sie bringen sich in örtlichen Vereinen ein und gehen in die lokale Politik, um Umweltschutz mit »Volksschutz« zu verbinden und eine angebliche »Überfremdung« zu verhindern. Der Journalist Andreas Speit verfolgt seit langer Zeit diese kaum beachtete Entwicklung. Gemeinsam mit Co-Autorin Andrea Röpke zeigt er die historischen Wurzeln und aktuellen Vernetzungen auf, die bis in die Parlamente reichen. (Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg)

Ökologie und Rechtsextremismus. Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos. Online-Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg mit Andreas Speit (Nov. 2020, 1h28‘)

 

Literaturtipp:

Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. (Hg.): Naturliebe und Menschenhass. Völkische Siedler*innen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern. Erfurt 2020. Hier zum kostenlosen Download

Inhaltsverzeichnis "Naturliebe und Menschenhass"
Inhaltsverzeichnis „Naturliebe und Menschenhass“

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