Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 3 Minuten

Geschichtsvergessene Burschenschafter

Die Debatte um das Geschichtsbild der deutschen Burschenschafter geht weiter. Im „Standard“, der sich am Samstag ausführlich mit den Burschenschaften beschäftigte, durfte ein Burschenschafter im „Kommentar der anderen“ eine „Erregung von rechts“ absondern. In der „Presse“ erschien heute ein Leserbrief von Andreas Peham (DÖW), den wir hier wiedergeben.

17. Feb. 2014


Hirn weg, Mensur erfolgreich

Das Eingehen auf Argumente und Fakten ist nicht so die Sache der Burschenschafter. Geht’s um ihre eigene Geschichte, werden die immer gleichen Stereotype ausgegraben, die auch durch Wiederholung nicht besser werden. Ein prächtiges Beispiel dafür ist der Kommentar von Martin Standl im „Standard“. Ausgerechnet ein Burschenschafter der Suevia Innsbruck, die sich seit Jahren beharrlich weigert, ihrem ehrenden Gedenken für den Nazi-Mörder Gerhard Lausegger zu entsagen, schreibt, dass sich einige Verbindungen wohl auch den Vorwurf gefallen lassen müssen, „sich halbherzig oder gar nicht von Mitgliedern distanziert zu haben, deren Taten mit burschenschaftlichen Werten absolut unvereinbar sind“. Sind die Taten von Lausegger mit „burschenschaftlichen Werten“ vereinbar? Warum distanziert sich die Suevia nicht von ihm? Diese konkreten Antworten bleibt Standl schuldig, brabbelt stattdessen über den „unseligen Antisemitismus“, der sich „bis in die Mitte der bürgerlichen Gesellschaft“ ausbreitete und „vergisst“ dabei leider zu erwähnen, dass die deutschen Burschenschaften und hier vor allem die der „Ostmark“ die Speerspitze des rassistischen Antisemitismus bildeten.

Andreas Peham vom DÖW antwortet heute in der „Presse“ in einem Leserbrief nicht auf Standl, sondern auf einen anderen Burschenschafter. Rainer Wolbank, Alter Herr der Grazer Burschenschaft Arminia, hatte sich an einer wehleidigen Replik auf Raimund Fastenbauer versucht und dabei einige Fakten falsch interpretiert.

Hier die Antwort von Andreas Peham:


Als leidenschaftlicher Gegner des Burschenschafterunwesens müsste ich Herrn Wolbank eigentlich dankbar sein: Mit seiner plumpen Apologie jenseits historischer Tatsachen macht er es einem leicht, das deutsch-völkische Milieu als „ewiggestrig“ und uneinsichtig vorzuführen. Anstatt seine Geschichtsvergessenheit (oder schreibt Herr Wolbank wider besseres Wissens?) zu demonstrieren, hätte er bei einigen wenigen seiner Waffenbrüder (wie etwa Günter Cerwinka oder Harald Seewann) nachfragen sollen, denn bei diesen wäre etwa zu erfahren, dass der rassistische Antisemitismus nicht einfach als Folge „gesellschaftspolitische[r] Entwicklung[en]“ auch die Burschenschaften affiziert hat, sondern vielmehr maßgeblich von diesen ausgegangen ist. Gleiches gilt für die Waidhofener Beschlüsse von 1896, in welchen die bereits judenreinen Burschenschaften den tatsächlich wegen ihrer Fechtkenntnisse und „ihres Mutes gefürchtet[en]“ Juden die Satisfaktionsfähigkeit abgesprochen und sie somit in Ehrangelegenheiten für vogelfrei erklärt haben. „Nonsens“ ist vielmehr auch, die „direkten Verbindung[en]“ zwischen Burschenschaften und Nationalsozialismus zu leugnen. Oder, am Beispiel von Wolbanks Arminia: War nicht der hingerichtete NS-Hauptkriegsverbrecher Ernst Kaltenbrunner Alter Herr dieser Verbindung? Hat nicht einer der Blutzeugen der NS-Bewegung, der Putschist Leo Mardaunig, sich seine Schmisse ebenfalls bei der Arminia geholt? Schließlich, gliederte sich die Arminia nicht 1941 als Kameradschaft Leo Mardaunig in den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund ein? Dass Küssel und Budin wie ein Großteil der Führungskader des heimischen Neonazismus sehr wohl dem deutsch-völkischen Korporationswesen entstammen – nämlich dem Corps Danubo Markomannia bzw. der Wiener pennalen Burschenschaft Germania – sei abschließend nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Alpen Donau Info | Antisemitismus | Burschen-/Mädelschaften/Korporationen | Kamerad-/Bruderschaften | Neonazismus/Neofaschismus | Niederösterreich | Österreich | Tirol | Wien

Beitragsnavigation

« Die Muslime von Mexiko
Innsbruck: Keine Hiebe wegen der Diebe »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter