We use automated translation to make our research internationally accessible. However, political nuances may be lost. Only the original German text is binding and definitive.
Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 5 Minuten

Freiheitliche Arbeitnehmer OÖ (II): Weitere „Ausrutscher“

Den frei­heit­li­chen Arbeit­neh­mern Ober­ös­ter­reich ist bei der Erstel­lung ihrer Kan­di­da­tIn­nen­lis­te für die Arbei­ter­kam­mer­wah­len angeb­lich ein Irr­tum pas­siert: Ein wegen NS-Wie­der­be­tä­ti­gung ver­ur­teil­ter und aus der FPÖ aus­ge­tre­te­ner Funk­tio­när wur­de „ver­se­hent­lich“ auf die Lis­te genom­men. Hin­ein­ge­rutscht sozu­sa­gen. Da stellt sich die Fra­ge, ob es noch ande­re „Aus­rut­scher“ auf der Lis­te gibt.

22. Jan. 2014

Blei­ben wir noch einen Moment bei der „ver­se­hent­li­chen“ Aus­wahl von Micha­el Gru­ber aus Aurolz­müns­ter. Nach Aus­kunft von Man­fred Püh­rin­ger, dem Lis­ten­ers­ten und Lan­des­ob­mann der FA, geht das „Ver­se­hen“ gar nicht auf das Kon­to der FA, son­dern der Bezirks­par­tei FPÖ. War­um fragt und bestimmt die FPÖ-Bezirks­par­tei Kan­di­da­ten, wenn doch eigent­lich die „Frei­heit­li­chen Arbeit­neh­mer“ dafür zustän­dig sind?

Dan­kens­wer­ter­wei­se hat der Spit­zen­kan­di­dat Püh­rin­ger zumin­dest teil­wei­se offen­ge­legt, wie die Kan­di­da­tIn­nen der FA aus­ge­wählt wer­den: Die Plät­ze 1 bis 30 wer­den vom Prä­si­di­um der FA bestimmt, die Plät­ze 31 bis 50 wer­den von Püh­rin­ger selbst fest­ge­legt, und der stol­ze Rest von 100 Kan­di­da­tIn­nen wird halt irgend­wie über die Par­tei auf­ge­füllt bzw. bestimmt.

Jetzt gehen wir ein­mal davon aus, dass das Prä­si­di­um der FA genau kon­trol­liert hat, dass unter sei­nen 30 Kan­di­da­tIn­nen kei­ne mit brau­nen Fle­cken auf­tau­chen. So ganz sicher kann man sich da ja nicht sein, wenn man den Aus­füh­run­gen des Basis­de­mo­kra­ti­schen Web­kol­lek­tivs (Bawe­koll) folgt: „Dabei ist das Pro­blem ja eigent­lich der Lis­ten­ers­te.“ Der hat doch, als sein Bauch-Tat­too 2011 öffent­lich bekannt und bewun­dert wur­de, ver­si­chert: „In Ver­bin­dung mit dem öster­rei­chi­schen Bun­des­ad­ler ist der Spruch ‚Ehre, Treue, Vater­land’ für mich ein kla­res Bekennt­nis zu Patrio­tis­mus und Demo­kra­tie sowie eine kla­re Absa­ge an das ‚Drit­te Reich.” War­um ver­linkt er dann zu den „Patrio­ten Deutsch­land“? War­um hat­te er so deut­lich ein­schlä­gi­ge FB- Freun­de? Ein­fach „durch­ge­rutscht“?

So wie der eben­falls aus Aurolz­müns­ter stam­men­de Micha­el Lind­ner? Der kan­di­diert auf Platz 32 der FA-Lis­te, ist also von Man­fred Püh­rin­ger per­sön­lich bestimmt wor­den. Lind­ner ist noch immer Gemein­de­rat. Gegen ihn lie­fen Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft Ried wegen des Ver­dachts der NS- Wie­der­be­tä­ti­gung, weil er anläss­lich der „Win­ter­sonn­wen­de“ auf Face­book Aus­zü­ge aus dem HJ-Gedicht „Son­nen­wen­de“ ver­öf­fent­licht hat­te. Dem „Kurier“ erklär­te er damals: „Ich habe nicht gewusst, dass das Gedicht aus der NS-Zeit stammt.” Die Ver­se sind dem Ahnungs­lo­sen ein­fach durch­ge­rutscht. Die Staats­an­walt­schaft hat die Ermitt­lun­gen gegen ihn im Früh­jahr 2013 ein­ge­stellt; das qua­li­fi­ziert offen­sicht­lich schon für eine FA-Kan­di­da­tur und die „Bestim­mung“ durch den Spitzenkandidaten.

Harald Haas ist der nächs­te Bekann­te auf der Lis­te. Der Kan­di­dat für Platz 59, der sich für Face­book eine Foto­mon­ta­ge gebas­telt hat, in der ihm der ira­ni­sche Ex-Prä­si­dent Ahma­di­ned­schad das Haupt küsst, hat­te bes­te Kon­tak­te zum neo­na­zis­ti­schen Bund frei­er Jugend (BfJ), war 2005 bei des­sen „Tag der volks­treu­en Jugend“ auf Schloss Hoch­schar­ten und 2007 dann in St. Johann im Pongau.

„Das Tref­fen war so geheim, dass nur zwei der 56 Neo­na­zis wuss­ten, wo es statt­fin­den soll“, berich­te­te damals „Öster­reich“ (19.3.2007).

Harald Haas fand damals den Weg nach St. Johann und die Poli­zei in sei­nem Auto eine schwarz­weiß­ro­te Fah­ne mit dem Auf­druck „Natio­na­ler Wider­stand“, die aber laut Haas einem ande­ren sei­ner Mit­fah­rer gehör­te. Haas fand auch, dass es kei­nen Unter­schied zwi­schen dem BfJ und dem Ring Frei­heit­li­cher Jugend (RFJ) gebe, was inso­fern sei­ne Berech­ti­gung hat­te, weil etli­che Akti­vis­ten des BfJ damals auch Funk­tio­nä­re des RFJ waren.

Jetzt könn­te man natür­lich so wie manch­mal die FPÖ argu­men­tie­ren, das alles sei doch schon sechs oder sie­ben Jah­re her und Harald Haas ein geläu­ter­ter und gestan­de­ner frei­heit­li­cher Arbeit­neh­mer, wäre da nicht die Face­book-Grup­pe „Frei­heit für Gott­fried Küs­sel“ gewe­sen, bei der auch Harald Haas in der Gäs­te­lis­te war. Von der FB-Freund­schaft mit dem Brau­nen von Wels, Lud­wig Rein­th­a­ler, ganz zu schweigen.

Auf Platz 71 kan­di­diert Franz Hager. Auf Face­book prä­sen­tiert er einen brei­ten Freun­des­kreis. Auch bei ihm ist Rein­th­a­ler dabei. 2011 war er noch mit einem ande­ren sehr bekann­ten Brau­nen befreun­det: Karl Heinz Hoff­mann, Neo­na­zi und frü­her Chef der Wehr­sport­grup­pe Hoff­mann. Mit Hoff­mann waren damals etli­che Frei­heit­li­che und auch beken­nen­de Natio­nal­so­zia­lis­ten befreun­det, bevor die­ser die Reiß­lei­ne zog und aus Face­book wie­der verschwand.

Ver­mut­lich ist der Hoff­mann dem Hager Franz ein­fach „durch­ge­rutscht“, man kennt das ja bereits. Aber es gab da auch noch ande­re Pos­tings des Franz Hager aus einem ange­reg­ten Dia­log mit Mani Fell­ner, eben­falls ein alter Bekann­ter. Der frei­heit­li­che Arbeit­neh­mer Hager hetzt da gegen die „Murln“, von denen es nur so wimm­le bei den Kran­ken­kas­sen („Zum Kot­zen“) , und gegen die „Rat­ten in der Regie­rung“. Da passt sein öffent­li­cher Kom­men­tar auf Face­book nicht so ganz dazu: „Eines möch­te ich klar­stel­len: Wir sind nicht aus­län­der­feind­lich , son­dern INLÄNDER — FREUNDLICH !!!!!“

Flo­ri­an Mei­lin­ger war 2010 noch ein Funk­tio­när des RFJ, als er auf Face­book anläss­lich einer Debat­te über das NS-Ver­bots­ge­setz über die „Strolchen“republik her­zog und den Nazi-Vers „Volk ans Gewehr!“ zitier­te. Wie bei allen ande­ren Frei­heit­li­chen, die Nazi-Ver­se zitie­ren, war auch ihm sicher unbe­kannt, dass der Spruch aus dem Lied „Siehst du im Osten das Mor­gen­rot“ von Arno Par­dun stammt, der das Lied Joseph Goeb­bels gewid­met hat­te. Jetzt kan­di­diert er auf Platz 88 für die FA OÖ. Sein Zitier­pech kann er viel­leicht gele­gent­lich mit Micha­el Lind­ner in der Grup­pe besprechen.

Ein völ­lig ande­res Pech ereil­te den Kan­di­da­ten für Platz 14, Diet­mar Reit­bau­er. Die „Ober­ös­ter­rei­chi­schen Nach­rich­ten“ berich­te­ten erst vor weni­gen Tagen, dass der blaue Betriebs­rat von sei­nem Unter­neh­men BMW ent­las­sen wur­de, weil er fal­sche Zeit­ab­rech­nun­gen gelegt habe. In die­sem Fall gibt es wenigs­tens kla­re Kon­se­quen­zen: Der Streit um die Zeit wird von einem Arbeits­ge­richt geklärt. Bei allen ande­ren hier vor­ge­stell­ten Kan­di­da­ten wird es kei­ne Klä­rung geben, ist zu befürchten.

➡️ Frei­heit­li­che Arbeit­neh­mer OÖ (I): Hineingerutscht

➡️ kurier.at — Blau­er Kan­di­dat für AK-Wahl fand „Murln zum Kotzen“

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: FPÖ | Hetze | Neonazismus/Neofaschismus | Oberösterreich | Rassismus/Antimuslimischer Rassismus | RFJ | Verbotsgesetz | Wiederbetätigung

Beitragsnavigation

« Doch nicht durchgerutscht: Anklage gegen FPÖ-Pressesprecher
„Arbeit mach frei” — Schild in Deutschlandsberg »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter