Die Zitate der Freiheitlichen

Es passiert Freiheitlichen immer wieder, dass sie einschlägiges braunes Lied- und Textgut verwenden. 2010 forderte Florian Meilinger, damals ein Funktionär des RFJ Schärding „Volk ans Gewehr“ und zitierte damit aus dem Nazi-Lied „Siehst du im Osten das Morgenrot“ von Arno Pardun http://rfjwatch.wordpress.com/2010/03/07/innviertler-rfjler-fordern-volks-ans-gewehr-und-weg-mit-dem-dreck/ . Jetzt haben die Freiheitlichen Akademikerverbände in einer Aussendung Anleihe beim Horst-Wessel-Lied genommen.

Wie der „Kurier“ berichtet, haben die Freiheitlichen Akademikerverbände in einer Aussendung zum sogenannten „Akademikerball“ der FPÖ, also dem Ball der Burschenschafter, ihre Kenntnisse des braunen Liedguts dazu verwendet, um die Verszeile „Die Straße frei den braunen Bataillonen“ in „linke Bataillone“ umzuwandeln.

Willi Mernyi vom Mauthausen-Komitee dazu: „Das ist der beste Beweis dafür, in welch geistigem Umfeld sich diese Leute bewegen…“.

Beweise dafür gibt es öfters, nicht nur bei den Alten Herren vom Freiheitlichen Akademikerverband, der ja jede organisatorische Verbindung zur FPÖ abstreitet und nur eine „geistige“ sieht.

Stefan Gotschacher, der Pressesprecher der Wiener FPÖ, ist im Vorjahr aufgefallen, weil er auf seinem Facebook-Konto unter seinen Lieblingszitaten auch eines aus dem Lied „SS marschiert im Feindesland“ anführte. Gotschacher gab sich unwissend und schockiert – das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.

Barbara Rosenkranz, die mittlerweile wieder im Nationalrat sitzt, war 2011 verantwortlich für eine Einladung zu einer Sonnwendfeier, für die ein Bild aus dem Buch „Vorweihnachten 1942“ verwendet wurde.

Die Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher (AUF) arbeitete mit einer anderen Methode: sie „zitierte“ 2011 die Zeichnung eines KZ-Häftlings über die Zwangsarbeit in einer Gießerei, um die „Schwerarbeit“ bei der Polizei heute zu illustrieren – eine grobe Verharmlosung des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen.


Quelle: heute.at

Zitate von bildlichen Motiven sind gar nicht so selten im freiheitlichen Umfeld: 2010 verwendete die Burschenschaft Arminia Czernowitz in Linz ein NSDAP-Plakat in leicht veränderter Form, um zu einer Veranstaltung über die „Kriegserklärung der Globalisierer an alle Völker der Welt“ einzuladen. Statt der Schriftzüge „Marxismus“ und „Hochfinanz“ finden sich „Fremdherrschaft“ und „Globalisierung“ auf der Schlange, die von einer von einer starken Faust erwürgt wird. Das Hakenkreuz aus dem NSDAP-Original ist in der Burschenschafter-Variante retuschiert.


Originalsujet eines Plakates der NSDAP – Flyer eines Vortrages der Arminia Czernowitz

Und schließlich gibt es da auch noch den Banker-Cartoon, den Strache 2012 auf seinem Facebook-Konto in einer eindeutig antisemitischen Variante verwendet. Im Original sitzen sich(hungerndes) Volk und ein Banker gegenüber, dem von der Regierung eingeschenkt wird. In der Strache-Variante wurde der Banker antisemitisch aufgepeppt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden auch in diesem Fall eingestellt.

Warum landen Freiheitliche und Burschenschafter immer wieder im braunen und antisemitischen Müll? Weil sie von nichts eine Ahnung haben?