MKÖ: FPÖ-Haimbuchner hat großen Handlungsbedarf

Schon wieder braune Face­book-Fre­und­schaft von Klubob­mann Steinkellner.

Wien (OTS) — Erst kür­zlich beschimpfte der frei­heitliche Klubob­mann im oö. Land­tag, Gün­ther Steinkell­ner, Kri­tik­er der FPÖ als „Faschis­ten”. „Wie sich zeigt, sind die wirk­lichen Faschis­ten im Umfeld des Her­rn Steinkell­ner ange­siedelt”, stellt Willi Mernyi, Vor­sitzen­der des Mau­thausen Komi­tee Öster­re­ich (MKÖ), fest.

Zuerst wurde eine Face­book-Fre­und­schaft des blauen Klubob­manns mit einem recht­skräftig verurteil­ten Neon­azi bekan­nt. Heute berichtet der „Kuri­er” über eine weit­ere solche Fre­und­schaft mit ein­er rabi­at­en NS-Anhän­gerin und Juden­has­serin, die polizeilich gesucht wird. Die von ihr im Netz veröf­fentlicht­en Bilder und Inhalte lassen keinen Zweifel über ihre men­schen­ver­ach­t­ende Ide­olo­gie. „Selt­sam, dass solche Verbindun­gen immer nur bei FPÖ-Poli­tik­ern auftreten”, sagt Mernyi. „Wenn die Herrschaften dann ertappt wer­den, spie­len sie die Unschuld­släm­mer, die von nichts gewusst haben wollen.”

Das Mau­thausen Komi­tee und das Antifa-Net­zw­erk fordern FPÖ-Lan­des­ob­mann Man­fred Haim­buch­n­er auf, aktiv zu wer­den. „Haim­buch­n­er hat vor weni­gen Tagen betont, die FPÖ müsse bei recht­sex­tremen Vor­fällen sel­ber han­deln und dürfe sich nicht auf die „bösen Linken” ausre­den”, erin­nert Net­zw­erk-Sprech­er Robert Eit­er. „Damit hat er Recht und deshalb wirk­lich großen Handlungsbedarf.”

Die antifaschis­tis­chen Organ­i­sa­tio­nen weisen auf mehrere Fälle von Funk­tionären der FPÖ Oberöster­re­ich hin, die heuer oder in den let­zten Jahren ihre ewiggestrige Gesin­nung bewiesen haben, aber noch immer der Partei angehören:

  • Bern­hard Wieser, FPÖ-Vize­bürg­er­meis­ter in Wels, unter­schrieb für die Wahlzu­las­sung der neon­azis­tis­chen NVP.
  • Erwin Kiebler, FPÖ-Ortsparteiob­mann in Mit­terkirchen, erschien in einem T‑Shirt mit Neon­azi-Auf­schrift zu ein­er Gemeindeausschussitzung,
  • Wolf­gang Kitzmüller, FPÖ-Gemein­de­vor­stand in Kirch­schlag, postete „Ab mit den Schwuchteln hin­ters VÖEST-Gelände!” und Alois Redinger, FPÖ-Ersatzge­mein­der­at in Schärd­ing, dichtete die Bun­deshymne zu frem­den­feindlich­er Het­zpro­pa­gan­da um,
  • Diese kleine Auswahl erhebt kein­er­lei Anspruch auf Vollständigkeit.