Dem FPÖ-Pressedienst war die Angelegenheit sogar eine Presseaussendung (16.6.12) wert. In ihr bringt Winter den von ihr vermuteten Zusammenhang mit der Menschenkette auf den Punkt: „Es würde mich nicht wundern, wenn einzelne Teilnehmer aus dem linken bis linksextremen Spektrum auch zu solchen Mitteln greifen.“
Detektivisch wie Sherlock geht Winter vor: „Aus dem Grazer Kennzeichen und dem Abstellort in der Nähe jenes Eingangs, der hauptsächlich von Freiheitlichen verwendet wird, hat vielleicht jemand Schlüsse gezogen.“ Welche? „Vielleicht“, so Winter in ihrer freiheitlichen Nebelgranate, „sei die Tat aber auch als bloßer Anschlag ‚gegen Kapitalismus und Demokratie‘ zu werten.“
Bezüglich Susanne Winter ist schon länger nichts mehr verwunderlich. Zwischen dem 12.6. und dem 15.6. liegen nicht nur drei Kalender‑, sondern auch zwei Sitzungstage des Nationalrats. Sitzungstage, an denen Susanne Winter jeweils das Parlament betreten und verlassen hat und vermutlich an ihrem geparkten PKW vorbeispaziert ist.
Warum DemonstrantInnen gegen Graf ausgerechnet ihren PKW beschädigen sollten, verrät Susanne Winter nicht. An den zwei Plenartagen haben vermutlich mehr FPÖ-Abgeordnete und ‑MitarbeiterInnen beim Hintereingang des Parlaments ihren PKW passiert als DemonstrantInnen am Dienstag. Und die FPÖler haben auch nichts bemerkt? Oder gibt es Aufnahmen von Videokameras?
Selbst die Polizei hat es schwer mit Frau Winter. Die vermutet nämlich, dass eine Krähe einen Stein fallen gelassen haben könnte. Das brachte Winter noch mehr auf die Palme: „Dieser Ursache hätten auch Fahrzeugexperten widersprochen, die Winter danach aufgesucht habe.“ (OTS)
Möglicherweise haben die freiheitlichen Fahrzeugexperten noch nie etwas von den speziell auf steirische FPÖ-Fahrzeuge dressierten russischen Saatkrähen gehört, die im Sold der linken Jagdgesellschaft unterwegs sind!
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