FPÖ-Guggenbichler soll WKR-Ball verschieben

Lesezeit: 2 Minuten

Ball­ko­mi­tee soll zei­gen, ob es auf Sei­ten der Demo­kra­tie oder des Ewig­gest­ri­gen steht

Wien (OTS) — „Die Pro­be aufs Exem­pel” will der Grü­ne NR-Abge­ord­ne­te Karl Öllin­ger in Zusam­men­hang mit dem WKR-Ball machen: „Es steht den Ver­an­stal­tern des WKR-Balls ja frei, ihr Hap­pe­ning zu ver­schie­ben”, meint Öllin­ger. „Der FPÖ-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gug­gen­bich­ler hat es als Ball­or­ga­ni­sa­tor in der Hand, zu bewei­sen, dass es den Orga­ni­sa­to­ren um Tanz geht, und nicht um ungus­tiö­se Optik und zyni­sche Ver­höh­nung der Opfer des Holo­caust. Er kann den Ball ein­fach um ein paar Tage ver­schie­ben. Dann braucht er sich auch nicht den Vor­wurf gefal­len las­sen, mit Rechts­extre­mis­ten und Faschis­ten aus ganz Euro­pa auf den Opfern von Ausch­witz her­um­zu­tram­peln”. Der WKR, dem mehr­heit­lich rechts­extre­mis­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen wie die Bur­schen­schaft Olym­pia ange­hö­ren, ver­an­stal­tet sei­nen Ball die­ses Jahr am Gedenk­tag der Befrei­ung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Auschwitz.

Tat­säch­lich ist der WKR-Ball mehr als ein wider­li­ches Schau­lau­fen rechts­extre­mis­ti­scher Het­zer aus ganz Euro­pa, so Öllin­ger: „So gut wie jede rechts­extre­mis­ti­sche oder neo­na­zis­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on in die­sem Land ist bemüht, in den zwei Tagen vor oder nach dem Ball ihre Hetz­ver­an­stal­tun­gen und Koor­di­na­ti­ons­tref­fen abzu­hal­ten. Der Ball wird damit zum Kris­tal­li­sa­ti­ons­punkt des orga­ni­sier­ten Rechts­extre­mis­mus in Öster­reich und ganz Euro­pa.” Nicht zufäl­lig tra­fen sich am und um den Ball in Wien immer wie­der rechts­extre­mis­ti­sche Het­zer wie Filip de Win­ter vom „Vlaams Belang”, Jean Marie Le Pen von der fran­zö­si­schen „Front Natio­nal” oder Jörg Häh­nel, ein Neo­na­zi- Sän­ger aus Deutsch­land, mit Rechts­extre­mis­tIn­nen aus Öster­reich, Schwe­den, Ungarn, Spa­ni­en, Bul­ga­ri­en und dar­über hinaus.

„Gug­gen­bich­ler hat die Chan­ce zu bewei­sen, dass er als Wie­ner Gemein­de­rat auf dem Boden der öster­rei­chi­schen Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung von 1945 steht und dem Ewig­gest­ri­gen kei­ne Chan­ce gibt”, meint Öllin­ger. „Er kann den Ball zeit­lich und ört­lich ver­schie­ben und rechts­extre­mis­ti­schen Orga­ni­sa­tio­nen von der Bur­schen­schaft Olym­pia über die AfP bis zur Bur­schen­schaft Teu­to­nia einen Strich durch die het­ze­ri­sche Rech­nung machen. Gug­gen­bich­ler kann klar­stel­len, wo er und die Ball­or­ga­ni­sa­to­rIn­nen ste­hen: Auf der Sei­te der Demo­kra­tie und der Mensch­lich­keit oder auf der Sei­te des Has­ses, der zyni­schen Ver­höh­nung und des Ewiggestrigen.”

Wei­te­re Reak­tio­nen zum WKR-Ball
WKR-Ball zum letz­ten Mal in der Hof­burg. Nächs­ter Schritt: Absa­ge des WKR-Balls 2012!
Casi­nos Aus­tria gegen WKR-Ball in Wie­ner Hofburg