Casinos Austria gegen WKR-Ball in Wiener Hofburg

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Die Casi­nos Aus­tria als Mit­ge­sell­schaf­ter der Wie­ner Kon­gress­zen­trum Hof­burg Betriebsges.m.b.H. spre­chen sich gegen den WKR-Ball in der Wie­ner Hof­burg aus. Die Casi­nos Aus­tria wer­den bei der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung am kom­men­den Don­ners­tag den WKR-Ball the­ma­ti­sie­ren und sich „gegen die Abhal­tung die­ses Balls aus­spre­chen” aus­spre­chen, so der Casi­no-Spre­cher Mar­tin Him­mel­bau­er. (Quel­le: derstandard.at)

Die Ver­net­zungs­grup­pe zum Geden­ken an die Befrei­ung von Ausch­witz, die aus IKG, Gedenk­dienst, Mat­hau­sen­ko­mi­tee, SOS Mit­mensch, Öster­rei­chi­sche Hoch­schü­le­rIn­nen­schaft, kirch­li­che Orga­ni­sa­tio­nen, den Grü­nen Wien, SJÖ, SPÖ, sowie vie­len wei­te­ren zivil­ge­sell­schaft­li­che Kräf­ten besteht, begrüßt die heu­ti­ge Stel­lung­nah­me der Casi­nos Aus­tria. Es dür­fe kei­ne „neu­tra­le Posi­ti­on” im Zusam­men­hang mit Rechts­extre­mis­mus geben. „Casi­nos Aus­tria bezieht damit ein­deu­tig Stel­lung und bezieht gesamt­ge­sell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung. Wir for­dern aber auch die übri­gen Gesell­schaf­ter, wie Ver­kehrs­bü­ro, Schick-Hotels, Hotel Sacher, Danu­be Hotels, und Aus­tria Hotels auf, die­sem Bei­spiel zu fol­gen und mor­gen die For­de­rung der Casi­nos Aus­tria zu unter­stüt­zen.” Rechts­extre­me „dür­fen nicht län­ger akzep­tier­ter Teil der öster­rei­chi­schen Gesell­schaft sein”, so die Ver­net­zungs­grup­pe abschließend.

Eben­falls betont Wil­li Mer­nyi, der Vor­sit­zen­de des MKÖ, dass jetzt „die ande­ren Hof­burg Mit­ge­sell­schaf­ter am Zug” sind und „nur eine Absa­ge des Balls kann ver­hin­dern, dass das inter­na­tio­na­le Anse­hen Öster­reichs Scha­den nimmt”.

Auch Alex­an­der Poll­ak von SOS Mit­mensch zeigt sich erfreut, dass „die Casi­nos Aus­tria einen ers­ten Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung gesetzt haben”, for­dert aber wei­te­re Schrit­te, denn „es liegt nun sowohl an den poli­ti­schen Ver­ant­wor­tungs­trä­gern als auch an den Gesell­schaf­tern der Hof­burg zu zei­gen, dass sie nicht gewillt sind, Rechts­extre­mis­ten staats­tra­gen­de Orte zu über­las­sen und damit sowohl Opfer natio­nal­so­zia­lis­ti­scher und rechts­extre­mer Gewalt zu ver­höh­nen als auch das Anse­hen Öster­reichs zu beschädigen.”

Sie­he auch: derstandard.at — Casi­nos Aus­tria gegen WKR-Ball in Wie­ner Hofburg