Lienz (Osttirol): Prozess neuerlich vertagt

Das Ver­fahren in Lienz um eine Schlägerei zwis­chen einem bekan­nten Neon­azi, dessen Fre­undin und einem Ost­tirol­er mit dun­kler Haut­farbe dauert weit­er an. Die Ver­hand­lung wurde vom Einzel­richter neuer­lich vertagt, um weit­ere Zeu­gen befra­gen zu können.

In einem Punkt waren die Antworten der Zeu­gen, die gestern befragt wur­den, kon­form: Die Fre­undin des Neon­azi hat dem Ost­tirol­er ein Bier ins Gesicht geschüt­tet und damit die Auseinan­der­set­zung begonnen. Damit wird die Darstel­lung von „Jim­my“, wie der Ost­tirol­er mit der dun­klen Haut­farbe genan­nt wird, bestätigt. Der Richter, der von Zeu­gen wis­sen wollte, ob Aus­drücke wie „Scheiß Neger“, „Scheiß Aus­län­der“ oder „Scheiß Nazi“ von den Zeug­In­nen gehört wur­den, bekam darüber keine Klarheit, son­dern neue Aus­drücke: „Negerschlam­p­en“ seien die Beglei­t­erin­nen von Jim­my genan­nt wor­den. Daraufhin wurde der Prozess, der großes Pub­likum­sin­ter­esse gefun­den hat, neuer­lich vertagt.

(Quellen: Tirol­er Tageszeitung, Kleine Zeitung, 19.4.2011)

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