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Filter Schlagwort: Rechtsterrorismus

Wochenrückblick KW 19/23: Brauner Grabstein, unpatriotische Identitäre & 1 FPÖ-Gemeinderat

Die Kärnt­ner Staats­an­walt­schaft befin­det, es sei straf­recht­lich nicht rele­vant, wenn ein Grab­stein mit Hit­ler-Zitat und Runen deko­riert ist. Ein FPÖ-Gemein­de­rat will „die Oide” nie­der­fi­an, und die patrio­ti­schen „Iden­ti­tä­ren” pro­pa­gie­ren „Öster­reich zuerst” mit einem rumä­ni­schen Bus. Und ein­mal mehr sind neue Vor­wür­fe zum Kom­plex Finanz­skan­dal in der Gra­zer FPÖ, der sich nun auf die stei­ri­sche Lan­des­par­tei aus­ge­wei­tet hat, auf­ge­taucht. Wei­ter…

Wochenrückblick KW 4/23 (Teil 2): Diverses

Die zehn bzw. vier Jah­re Haft für das unter „Mr. Bond“ und „Kikel Might“ auf­ge­tre­te­ne Kärnt­ner Neo­na­zi-Brü­der­paar wur­den in einer Beru­fungs­ver­hand­lung bestä­tigt. Die Reuebereit­schaft der bei­den wur­de als „über­schau­bar“ bezeich­net. Im Nie­der­ös­ter­reich ist eine ÖVP-Orts­grup­pe kol­lek­tiv über eine Haken­kreuz­fah­ne „drü­ber­ge­stol­pert“. Und die Metal­band „Pan­te­ra“ darf nun auch in Wien nicht auf­tre­ten: Ein Hit­ler­gruß und ras­sis­ti­sche Bemer­kun­gen wir­ken nach. Wei­ter…

Deutsch-österreichische Reichsbürgerschaft

Selbstinszenierung von einem der Beschuldigten aus Niederösterreich (Screenshot YT-Kanal "S...-Institut")

Eigent­lich kann man mit einer ein­fa­chen Faust­re­gel ope­rie­ren: Wenn in Deutsch­land ein rechts­extre­mer Putsch­plan auf­fliegt, sind mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit auch Österreicher*innen dar­an betei­ligt. Die Faust­re­gel lässt sich auch anders­her­um defi­nie­ren: In so gut wie jeder rechts­extre­men Grup­pe in Öster­reich fin­det man auch Deut­sche. Eine Nach­be­trach­tung zur Raz­zia gegen eine deut­sche Reichs­bür­ger­grup­pe. Wei­ter…

Wochenschau KW 41/22

Die letz­te Woche wur­de vom rechts­ter­ro­ris­ti­schen Anschlag in Bra­tis­la­va über­schat­tet: Ein 19 Jäh­ri­ger erschoß vor der Schwu­len-Bar Tepla­ren zwei Män­ner und ver­letz­te eine Frau schwer. Dem waren ein­deu­ti­ge Ankün­di­gun­gen des Täters, der sich nach der Tat sui­zi­dier­te, vor­aus­ge­gan­gen. In Kla­gen­furt muss­te ein Deut­scher vor Gericht, weil der zusam­men mit einem Freund im Ossia­cher See ille­gal nach Kriegs­re­lik­ten getaucht hat­te – mit leta­lem Ende für den Freund, weil eine Gra­na­te beim Ver­such der Ent­schär­fung explo­diert war. Und die Wie­ner Poli­zei gerät immer hef­ti­ger unter Kri­tik: Ihr nicht nach­voll­zieh­ba­res Vor­ge­hen gegen Jour­na­lis­ten und gegen lin­ke Demonstrant*innen steht ein eben­falls nicht nach­voll­zieh­ba­rer Schutz einer Ver­an­stal­tung der rechts­extre­men Bur­schen­schaft Olym­pia gegen­über: Für eine Olym­pen-Sauf­par­ty sperr­te die Poli­zei gleich einen gan­zen Stra­ßen­ab­schnitt. Wei­ter…

Organisation Consul: Der Terrorchef – ein österreichischer Staatsbürger

Die rechts­extre­me und anti­se­mi­ti­sche Ter­ror­trup­pe „Orga­ni­sa­ti­on Con­sul“ (O.C.) hat in der Wei­ma­rer Repu­blik zahl­rei­che poli­ti­sche und auch Feme­mor­de ver­übt und wur­de spä­ter in die SS ein­ge­glie­dert. Ihr Chef, der Mari­ne­ka­pi­tän Her­mann (Georg) Ehr­hardt, wur­de zwar mehr­mals ver­haf­tet, konn­te sich aber durch Flucht einer Ver­ur­tei­lung ent­zie­hen. Flucht­ziel war dabei auch Öster­reich, das ihm die Staats­bür­ger­schaft ver­lieh. Wei­ter…

Der Rathenaumord und die Organisation Consul

Am 24. Juni 1922, also vor genau 100 Jah­ren, wur­de Walt­her Rathen­au ermor­det. Wer ist das? War­um wird die­se uralte Geschich­te aus­ge­gra­ben? Was hat das mit uns zu tun? Und über­haupt: Das alles betrifft nur Deutsch­land und nicht Öster­reich! Oder betrifft es doch auch Öster­reich? Zwei brand­neue Bücher beschäf­ti­gen sich mit der Ermor­dung des Poli­ti­kers, Schrift­stel­lers und Indus­tri­el­len Walt­her Rathen­au und haben uns eini­ge sehr inter­es­san­te, aber auch ver­stö­ren­de Erkennt­nis­se ver­schafft. Wei­ter…

Diskrete Spenden an Neonazis

über 60 Kryptowährungen, über die aktuell für den Neonazi Philip. H gesammelt wird (Ausschnit)

Der­zeit emp­fängt er wie­der auf einem „nor­ma­len” Bank­kon­to Geld: der Neo­na­zi Phil­ip H. („Mr. Bond”, für den sei­ne Fan­ba­se zum Spen­den auf­ruft. Aus­ge­rech­net auf ein Kon­to des Bun­des soll das Geld flie­ßen, denn H. sitzt seit fast ein­ein­halb Jah­ren im Wie­ner „Landl”, wie die Jus­tiz­an­stalt Josef­stadt umgangs­sprach­lich genannt wird, ein. Aber es wird auch über Kryp­to­wäh­run­gen für H. gesam­melt, und zwar über vie­le ver­schie­de­ne, wie auf tagesschau.de berich­tet wird. Der Shop, über den für H. Mer­chan­di­se ver­trie­ben wur­de, ist aller­dings seit April „clo­sed”. Wei­ter…

Wochenschau KW 19/22 (Teil 1)

Vier Wie­der­be­tä­ti­gungs­pro­zes­se und ein neu­er FPÖ-„Einzelfall“ sind der Stoff aus Teil 1 unse­res Rück­blicks auf die letz­te Woche. Mit Blick auf Buf­fa­lo, wo am 14. Mai ein Neo­na­zi aus ras­sis­ti­schen Moti­ven zehn Men­schen erschoss und drei wei­te­re ver­letz­te, sind die rechts­extre­me Vor­fäl­le in Öster­reich, die wir hier zusam­men­ge­tra­gen haben, frei­lich ver­gleichs­wei­se harm­los. Der Fall eines Esse­ner Schü­lers, mit des­sen Ver­haf­tung in der Vor­wo­che der Plan, ein Spreng­stoff­at­ten­tat auf ein Gym­na­si­um zu ver­üben, noch ver­hin­dert wer­den konn­te, zeigt jedoch ein­mal mehr das Gefah­ren­po­ten­ti­al, das von der rechts­extre­men Sze­ne aus­geht.  Wei­ter…

False Flag mit russischen Neonazis

Solovyov droht Europa und der Welt mit Krieg: ""There will be no mercy."

Rus­si­sche Medi­en wie die „Gaze­ta“ berich­te­ten am 25. April 2022, dass der Geheim­dienst FSB einen Mord­an­schlag auf den sehr bekann­ten TV-Mode­ra­tor Vla­di­mir Solo­vyov auf­ge­deckt und ver­hin­dert habe. Den Anschlag soll die neo­na­zis­ti­sche Ter­ror­grup­pe „NS White Power“ geplant haben, wobei der Auf­trag dafür von der Ukrai­ne gekom­men und auch die USA dar­in ver­wi­ckelt sei. Stimmt das? Wei­ter…

Fourteen Years for Fourteen Words and much more

Philip H. betritt Verhandlungssaal, Bruder Benjamin wartet bereits

14 Jah­re Haft haben Phil­ip und Ben­ja­min H. zusam­men (nicht rechts­kräf­tig) aus­ge­fasst. Eine Zahl, die sich fast als Refe­renz auf einen Neo­na­zi-Glau­bens­satz deu­ten lie­ße, auf die „four­teen words“ des US-Neo­na­zis David Eden Lane, die in Kom­bi­na­ti­on mit der „88“ (Code für „Heil Hit­ler“) auch zum Reper­toire der bei­den Brü­der gehör­te. Die rela­tiv hohen Haft­stra­fen sind durch­aus nach­voll­zieh­bar.  Wei­ter…