Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Analyse

Lesezeit: 5 Minuten

Das freiheitliche Ehrenamt und der Ofenrohrberater

Vermutlich liegt es an unseren linkslinken Wahnideen, dass wir das „Ehrenamt“ oder die „ehrenamtliche Tätigkeit“ mit dem Begriff unentgeltlich verbinden, Wie uns jetzt die FPÖ an einem schönen Beispiel lehrt, muss das wirklich nicht so sein. Weil 7 Minuten aus einem Video die Karriereplanung der obersten blauen Familie kurzfristig ins Wanken gebracht haben, müssen auch bei den Straches die Groschen gezählt werden. Da kann auch das Ehrenamt nicht ehrenamtlich bleiben!

21. Juni 2019

Obwohl mittlerweile schon wieder eifrig an den nächsten Karriereschritten bei den Straches gebastelt wird, kurzfristig war da ein Loch – oder gab es das gar nicht? Mit bangem Herzen mussten die blauen Fans nach dem Rücktritt ihres Vizekanzlers und Parteichefs die existenziellen Nöte der Straches miterleiden. Wie sollten die Straches den Verlust von knapp 20.000 Euro brutto monatlich verkraften?

War die Botschaft von Philippa, der treu sorgenden Ehefrau und Tierschutzbeauftragten, wonach Harald Vilimsky für die EU-Wahl „jetzt erst recht“ ihr „ganzes Vertrauen“ hätte, nicht doch etwas voreilig gewesen? Nach der Wahl und den vielen Vorzugssstimmen für ihren „Heinrich“ war sie sich jedenfalls sicher, dass auch der einen Teil von dem ganzen Vertrauen verdienen würde und wünschte ihn sich nach Brüssel: „Ich persönlich finde, er sollte diesen Schritt wagen.“ (news.at, 10.6.19)

Schließlich kann die Frau rechnen und weiß, was ein funktionierender Strache-Haushalt inkl. Ibiza, Getränken und anderen Substanzen kostet. Aber Philippa hat ihre Rechnung ohne den Wirt FPÖ gemacht, der das Comeback ihres gestrauchelten Helden doch zu rasch und in dieser Form ungelegen kam. So entstand der Phasenplan, bei dem zunächst einmal Philippa in den Nationalrat geschickt wird, um dort so etwas wie eine Mindestsicherung für die Strache-Familie als Tierschutzsprecherin zu erwirtschaften. Der Heinrich wurde einstweilen auf Warteposition gestellt und darf sich dann später vielleicht ein Zubrot im Wiener Gemeinderat erarbeiten.

Die bangen blauen BeobachterInnen können natürlich auch rechnen und wissen, dass das karge Abgeordnetengehalt zumindest für das nächste Jahr eine ziemlich dürre Periode bedeuten würde. Deshalb die Idee mit einem netten Beratervertrag für den ehemaligen Parteichef. Schließlich hat der HC damit schon Erfahrung. Als er noch Wiener Gemeinderat und Landtagsabgeordneter der FPÖ war, verdiente sich Strache ein bescheidenes monatliches Zubrot, indem er für eine Wiener Abzugsrohrfirma den kroatischen Markt beobachtete. Die Höhe der Honorare wollte er damals nicht bekanntgeben, vermutlich, weil er sich geschämt hatte über den Schandlohn. Damals hatte Harald Vilimsky der Zeitschrift „News“ zuvor eine „inszenierte Lügengeschichte“ vorgeworfen, ehe Strache dann kleinlaut den Beratervertrag eingestehen musste.

Und jetzt? Da fragt doch Armin Wolf in der ZIB 2 vom 17.6.19 zunächst den armen Vilimsky ganz tricky nach einem möglichen Beratervertrag durch die Partei oder parteinahe Organisationen für den HC. Und der Generalsekretär der Partei macht sich ganz ganz klein und antwortet, dass er nach seinem Wissensstand nichts von einem solchen wisse. Aber Armin Wolf lässt nicht locker, macht den Harald wieder groß und fragt weiter: „Okay, Sie sind ja Generalsekretär der Bundespartei und auch im Wiener Landesvorstand. Ist es korrekt, dass Frau Strache als Tierschutzbeauftragteder FPÖ schon jetzt ein Gehalt bezieht, das etwa in der Größe eines Abgeordnetengehalts liegt?“

Der Harald, der aus seinen früheren Fehlern ja gelernt haben will, wittert die Falle und weiß, dass er als Generalsekretär nicht schon wieder ganz klein und unscheinbar werden und sich auf seinen fehlenden Wissensstand ausreden kann. Er antwortet also: „Also ich weiß nicht welches Gehalt sie bezieht, aber sie bezieht als Mitarbeiterin bei uns im Klub natürlich auch eine entsprechende Unterstützung, genauso wie es auch bei Ihnen, Herr Wolf, der Fall ist, dass Sie als Journalist ein Gehalt haben. Und Sie tun ja auch was dafür.“

Da hat sich der Generalsekretär natürlich in einen schönen Strudel reingeredet. Armer Harald! Die Philippa bezieht also eine „entsprechende Unterstützung“ für ihr „Ehrenamt“ genauso wie der Armin Wolf als vollberuflicher Journalist!? Ob die „entsprechende Unterstützung“ der Partei für die Philippa so hoch ist wie ein Abgeordnetengehalt, das will der Generalsekretär natürlich nicht wissen. Es wäre auch schon blöd, das zugeben zu müssen. Schließlich wurde der Job der Philippa als „Tierschutzbeauftragte“ der FPÖ von Anfang an und bis zum Interview mit Armin Wolf als „ehrenamtliche Tätigkeit“ verkauft. Auch von Philippa Strache selbst.

Im September 2018, nachdem sie das Ehrenamt als Tierschutzbeauftragte vom Parteivorsitzenden und Ehepartner zugesprochen bekommen hat, erklärte sie auf oe24.tv: „Ich möchte betonen, dass ich das ehrenamtlich mache.“

Philippa Strache in oe24.TV 13.9.18: "Ich möchte betonen, dass ich das ehrenamtlich mache."
Philippa Strache in oe24.TV 13.9.18: „Ich möchte betonen, dass ich das ehrenamtlich mache.“

Am 8.12.18 hieß es dann in einem Bericht der „Krone bunt“: „Die unbändige Tierliebe hat der 31-jährigen Social-Media-Expertin der FPÖ ein Ehrenamteingetragen: Sie ist offizielle ‚Bundes-Tierschutzbeauftragte.’“ Auch als sie von der „Krone“, die sich an diesem Ehrenamt gar nicht genug ergötzen konnte, Monate später, am 31.3.2019, noch einmal gefragt wird, was das eigentlich für ein Job ist – Tierschutzbeauftragte, da antwortet Philippa ganz bestimmt: „Das ist eine ehrenamtliche Aufgabe, die mir große Freude macht. Ich bündle die Kräfte in der Partei, die sich für den Tierschutz einsetzen.“

Philippa Strache in Kronen Zeitung 31.3.19: Tierschutzbeauftragte ist "eine ehrenamtliche Aufgabe"
Philippa Strache in Kronen Zeitung 31.3.19: Tierschutzbeauftragte ist „eine ehrenamtliche Aufgabe“

Nun, seit dem Vilimsky-Interview wissen wir, dass das „Ehrenamt“ als Tierschutzbeauftragte der FPÖ mit einer „entsprechenden Unterstützung“ verbunden ist, die möglicherweise in der Höhe eines Abgeordnetengehaltes liegt. Und noch etwas wissen wir: dass es mit der Bündelung der Kräfte in der FPÖ, die sich für den Tierschutz einsetzen, nicht sehr weit her sein kann, nachdem die FPÖ-Abgeordneten gegen Anträge der Liste „Jetzt“ zum „Verbot betäubungsloser Ferkelkastration, Verbot der Tötung von Eintagsküken zur Gewinnmaximierung und zum Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinemast“ gestimmt haben.

Philippa Strache in oe24.at 14.6.19: "von Partei enttäuscht"
Philippa Strache in oe24.at 14.6.19: „von Partei enttäuscht“

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Analyse
Schlagwörter: FPÖ | Österreich

Beitragsnavigation

« Rechtsterrorismus: Das geht auch uns etwas an!
Mélange KW 25/19 »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter