Filter Schlagwort: Wien

Wochenschau KW 43/19

Von einem Doppel-Aus können wir aus der letzten Woche berichten: einmal die Facebook-Sperre der Fanpage von „Info-Direkt“, zum anderen die Auflösung des identitären Onlineshops „Phalanx Europa“ in Österreich. Dass ein Student mit geladener Pistole auf der Uni Wien ohne weitreichende Konsequenzen herumspazieren kann, wirkt verstörend, zumal auf seinem Twitteraccount gewaltverherrlichende Äußerungen zu lesen sind. Wieder… Weiter »

Die Geste am Fenster (Teil 3)

Am Donnerstag, 24.10., wurde eine weitere medienrechtliche Klage des Burschenschafters Frederick Rösch vor dem Landesgericht Wien verhandelt. Geklagt wurde dieses Mal das Internet-Magazin „Die Jüdische“ bzw. deren Herausgeber Samuel Laster. Er hat nämlich eine satirische Erzählung von Christoph Baumgarten mit dem Titel „Der wackere Frederick“ veröffentlicht, die dieser schon zuvor in den „Balkan Stories“ publiziert… Weiter »

Antisemiten marschieren als „Patrioten“

Der Verein „Okzident – Verein zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit“ will am 26. Oktober zum zweiten Mal einen „Marsch der Patrioten“ in der Innenstadt von Wien durchführen. Das berichtet die Antifa-Seite „Blick nach Rechts“. Beim gleichnamigen Aufmarsch im Vorjahr, der nur eine spärliche Menge von Rechtsextremen versammeln konnte, brüllte Georg I. Nagel, der Vorsitzende des Vereins,… Weiter »

Wochenschau KW 41/19

Das alles dominierende Thema der letzten Woche in Bezug auf Rechtsextremismus war das Attentat in Halle und daran anschließend – einmal mehr – die wachsende Gefahr, die von Rechtsterrorismus ausgeht. Der Grad der Bewaffnung in der rechtsextremen Szene nimmt auch hierzulande zu, wie Andreas Peham in einem Kurier-Interview ausführt. Das sehen wir auch immer wieder… Weiter »

Die Geste am Fenster (Teil 2)

Wenn irgendwo bei einem Dorffest ein Betrunkener den rechten Arm mit flacher Hand schräg nach oben streckt und damit den Hitlergruß ausführt, dann findet er sich in der Regel vor Gericht wieder und wird nach dem Verbotsgesetz verurteilt. Zu Recht – und in den allermeisten Fällen mit einer bedingten Haftstrafe. Anders schaut die Sache aus,… Weiter »

FPÖ: höchstens ein blauer Hofstaat

Inzwischen zieht die Spendenaffäre in der FPÖ bereits weitere Kreise, hauptbetroffen bleibt derweilen aber die FPÖ Wien. Von „Schockstarre“ ist da die Rede, von „Gerüchten“ um das Spesenkonto des Ex-Parteichefs Strache, die schon länger kursiert seien, vom „Zittern“, dass bei möglichen Straf- und Rückzahlungen öffentlicher Förderungen ein finanzielles Desaster drohen könnte. Mag alles sein. Wer… Weiter »

Die Geste am Fenster (Teil 1)

Neben dem Wiederbetätigungsprozess gegen Franz Radl, der mit einem erstaunlich milden Urteil von sechs Monaten bedingt (nicht rechtskräftig) vorläufig endete, fand am Landesgericht Wien am 19.9.19 noch ein zweiter Prozess statt, der allerdings nur indirekt mit Wiederbetätigung zu tun hatte. Karl Öllinger, Redakteur von „Stoppt die Rechten“, wurde von Frederick Rösch wegen übler Nachrede nach… Weiter »

Flirts mit den Rechtsextremen

Der Landesparteivorsitzende der SPÖ Tirol, Georg Dornauer, hat’s schon vor Wochen getan und sich nach heftiger öffentlicher Debatte kleinlaut dafür entschuldigt. Das hindert den Klubobmann der ÖVP, August Wöginger, der die Identitären verbieten will, aber nicht daran, dem rechtsextremen Blättchen „Info-Direkt“, das den Identitären sehr sehr nahe steht, auch ein Interview zu geben. Da will… Weiter »

Rechtsextremes im letzten großen Staatsmuseum. Teil 5: Der Minister lässt die Vorwürfe prüfen

T-Shirt zum Verkauf: "Legenden sterben nicht – Deutsche Wehrmacht" (© SdR)

Das Heeresgeschichtliche Museum (HGM) ist nicht nur der älteste Museumsbau Wiens, sondern auch das letzte Museum Österreichs, das von einem Bundesministerium geleitet wird. Trotz dieser sensiblen öffentlichen Stellung findet im HGM eine zutiefst rückwärtsgewandte Geschichtsvermittlung statt, die von Heldenverehrung und Monarchieverklärung mitunter bis hin zu einer Offenheit für Rechtsextremismus und Geschichtsrevisionismus reicht. Jetzt – nach… Weiter »

Rechtsextremes im letzten großen Staatsmuseum. Teil 4: Eine Panzerschau mit NS-Reliquien

Am Gewehr (@ SdR)

Sie wird als Familienevent beworben, die alljährlich stattfindende Show „Auf Rädern und Ketten“. Panzer und andere militärische Gefährte werden ins Freie gerollt und dem Publikum hautnah präsentiert. Verkaufsstände von Privatpersonen und –firmen umrahmen die Veranstaltung, es ist eine Art von Militärkirtag, an dem neben allerlei Militaria-Schrott haufenweise NS-Reliquien feilgeboten werden. Das unter den Augen des… Weiter »