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Filter Schlagwort: Antiziganismus

Ein starkes Plädoyer

Im Prozess gegen den früheren SS-Mann Oskar Grön­ing wurde vor weni­gen Tagen nicht nur das Urteil gesprochen — Grön­ing wurde schuldig gesprochen und zu vier Jahren Haft verurteilt, son­dern auch ein sehr starkes Schlussplä­doy­er des Opfer­an­walts Dr. Mehmet Gür­can Daimagüler, das wir hier in der Fas­sung, die wir auf Face­book gefun­den haben, wiedergeben. Weit­er…

Bleiburg/Pliberk: Magnet für Faschisten

Ein­mal im Jahr wird die Stadt­ge­meinde Bleiburg/Pliberk im Süden von Kärnten/Koroška zum Sam­melpunkt der Kroat­is­chen Recht­en. Unter dem Deck­män­telchen des Gedenkens an die Opfer von Vergel­tungsak­tio­nen durch die jugoslaw­is­che Volks­be­freiungsarmee in den Tagen nach Kriegsende tum­melten sich heuer am 16. Mai am Loibach­er Feld nahe Bleiburg unter den vie­len Tausenden Teil­nehmenden Hun­derte Faschis­ten und Neon­azis. Ein Augen­zeu­gen­bericht. Weit­er…

Das Lager Jasenovac: Der Massaker an Serben, Juden und Roma durch die Ustascha im Zweiten Weltkrieg”

Do, 21. Mai 2015, 19:00h
Ver­anstal­tung­sort ist das Romano Cen­tro, Hof­mannsthal­gasse 2/2, 1030 Wien

Dr. Alexan­der Korb: „Das Lager Jasen­o­vac: Der Mas­sak­er an Ser­ben, Juden und
Roma durch die Ustascha im Zweit­en Weltkrieg”

Während des Zweit­en Weltkriegs verübten kroat­is­che Faschis­ten Massen­morde an mehr als 300.000
Juden, Ser­ben und Roma. Damit ver­fol­gten sie das Ziel, einen ein­heitlichen Nation­al­staat ohne religiöse und eth­nis­che Min­der­heit­en zu schaf­fen. Das kroat­is­che Konzen­tra­tionslager Jasen­o­vac verdient
hier­bei beson­dere Aufmerk­samkeit, da es nicht nur größte und zen­trale Lager des kroatischen
Ustascha-Staates war, son­dern auch, weil es zum Sym­bol für den Massen­mord an den Roma auf dem
Balkan während des Zweit­en Weltkriegs wurde. Der Vor­trag berichtet vom Massen­mord an den Roma
und den Schwierigkeit­en, diesen zu erforschen. Zudem nähert er sich Jasen­o­vac als einem Ort der
Ver­nich­tung ver­schieden­er Grup­pen von Men­schen an.

Alexan­der Korb ist Direk­tor des Stan­ley Bur­ton Cen­tre for Holo­caust and Geno­cide Stud­ies an der
Uni­ver­sität Leices­ter und lehrt dort Neueste Europäis­che Geschichte. Für sein jüng­stes Buch über die
Gewalt im Zweit­en Weltkrieg auf dem Balkan („Im Schat­ten des Weltkriegs”, Ham­burg 2013) gewann
er mehrere Forschungspreise.

„Kampf um die Erinnerung in Jasenovac”

Do, 7. Mai, 19:00
Ver­anstal­tung­sort ist jew­eils das Romano Cen­tro, Hof­mannsthal­gasse 2/2, 1030 Wien

Dr.in Ljil­jana Radonić: „Kampf um die Erin­nerung in Jasenovac”

Während in anderen Län­dern Ende der 1980er Jahre die indi­vidu­ellen Opfer der Konzentrationslager
und ihre Geschicht­en in den Vorder­grund rück­ten, brach in Jugoslaw­ien ein ‚Krieg um die Erinnerung’,
vor allem um die Jasenovac-Opfer, aus. Während ser­bis­che Nation­al­istIn­nen von bis zu ein­er Million
Opfern sprachen, reduzierte der spätere kroat­is­che Präsi­dent Tuđ­man die Opfer­zahl auf 30.000-40.000
und wollte in den 1990ern die Knochen von Bleiburg-Opfern nach Jasen­o­vac umbet­ten, um eine
’nationale Gedenkstätte’ zu schaf­fen. In der 2006 eröffneten Jasenovac-Ausstellung wer­den diese
Manip­u­la­tio­nen ange­sprochen und der Fokus liegt nun auf den indi­vidu­ellen Opfern. Doch wer­den vor
allem ‚die Roma’ stereo­typ dargestellt und die TäterIn­nen kom­men zu kurz.

Ljil­jana Radonić lehrt als Gast­pro­fes­sorin an der Uni­ver­sität Gießen zu kri­tis­ch­er Gesellschaftstheorie.
Im Rah­men ihres Habil­i­ta­tion­spro­jek­ts forscht sie zum Zweit­en Weltkrieg in postsozialistischen
Gedenkmuseen. 2010 erschien ihr Buch „Krieg um die Erin­nerung – Kroat­is­che Vergangenheitspolitik
zwis­chen Revi­sion­is­mus und europäis­chen Stan­dards“ im Cam­pus Verlag

„Wo sind die Roma-Opfer in Kroatien? Oder: Die Geschichte der Roma im Lager Jasenovac von 1941-1945”

Do, 29.4., 19:00
Ver­anstal­tung­sort ist jew­eils das Romano Cen­tro, Hof­mannsthal­gasse 2/2, 1030 Wien
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Dr. Dani­jel Vojak, „Wo sind die Roma-Opfer in Kroa­t­ien? Oder: Die Geschichte der
Roma im Lager Jasen­o­vac von 1941-1945”

(Der Vor­trag wird auf Kroat­isch gehal­ten und auf Deutsch
übersetzt)

Während des Zweit­en Weltkrieges sahen sich Roma im Unab­hängi­gen Staat Kroa­t­iens mit der brutalen
Poli­tik des Ustascha-Regimes kon­fron­tiert, die auf ras­sis­tis­chen Geset­zten basierte und Roma aus der
„reinen kroat­is­chen Bevölkerung” „beseit­i­gen” sollte. Diese soziale „Besei­t­i­gung” von Roma bedeutete
die Depor­ta­tion in das Konzen­tra­tionslager Jasen­o­vac, welche vor allem im Früh­ling 1942 stattfand.
Die Anonymisierung, grausame Behand­lung und Ermor­dung vom Roma im Lager Jasen­o­vac ist eines
der bedeut­sam­sten Ereignisse des Roma-Genozids während des Zweit­en Weltkrieges.

Dani­jel Vojak lehrt und forscht am Insti­tut für Sozial­wis­senschaften ‚Ivo Pilar’ in Zagreb zu den Themen
Holo­caust und Genozid mit dem Schw­er­punkt Genozid an Rom­n­ja und Roma.

29. Tra­vanj, 19:00h – Dani­jel Vojak: Gdje su romske žrtve u Hrvatskoj? Odnos­no o povi­jesti Roma koji
su patili u kon­cen­tracijskom logoru Jasen­o­vac od 1941. do 1945. godine
Tijekom Dru­gog svjet­skog rata Romi su se našli suočeni s jed­nom od najbru­tal­ni­jih poli­ti­ka ustaške
vlade, koja se temelji­la na ras­nim zakon­i­ma, s ciljom da ih se „ukloni” iz „čis­tog hrvatskog društva”.
Jedan od nači­na nji­hovog društvenog „uklan­jan­ja” bila je deportaci­ja u kon­cen­tracijs­ki logor Jasenovac
u kas­nom prol­jeću 1942. Anon­im­nost rom­skih žrta­va, okrut­no pos­tu­pan­je pre­ma nji­ma te njihova
ubo­jst­va u logoru Jasen­o­vac bio je jedan od najz­nača­jni­jih sluča­je­va pat­nje Roma u Dru­gom svjetskom
ratu

Brauner Kongress: FPÖ nächstes Mal dabei?

In einem kann man Johann Gude­nus, dem stel­lvertre­tenden Parteiob­mann der FPÖ, dur­chaus Recht geben: Es gibt sehr viele Ein­ladun­gen und Kon­gresse, da kann man schon ein­mal irrtüm­lich zusagen. Vor allem, wenn man sich von den The­men so ange­zo­gen fühlt wie der Hund vom Knochen: Liebe zur Heimat – wau, Patri­o­tismus – wauwau! Dann hat Gude­nus seine Teil­nahme aber doch abge­sagt. Warum eigentlich? Und stimmt das über­haupt? Weit­er…

Vor 20 Jahren. Die Morde von Oberwart

Mi, 18. Feb­ru­ar, 18:30 – 20:30
Wien Muse­um, Karl­splatz 8, 1010 Wien

Im Feb­ru­ar 1995 wur­den vier Bewohn­er der Roma Sied­lung in Ober­wart durch eine Rohrbombe getötet. Die Bombe war im Stän­der eines Schildes mit der Auf­schrift „Roma zurück nach Indi­en” ver­steckt und explodierte als die Män­ner ver­sucht­en das Schild zu ent­fer­nen. Dieses Atten­tat war der erste ras­sis­tisch motivierte Mord in Öster­re­ich nach 1945.

Manuela Hor­vath, Stu­dentin aus Ober­wart, Mitar­bei­t­erin der Ausstel­lung Romane Thana Rudolf Sarközi, Kul­turvere­in öster­re­ichis­ch­er Roma Erich Maria Schneller, Jour­nal­ist, Autor des Buch­es Zige­uner. Roma. Men­schen Ein­leitung und Mod­er­a­tion: Ger­hard Baum­gart­ner, DÖW

depot in Koop­er­a­tion mit Ini­tia­tive Min­der­heit­en und Wien Muse­um. Die Ausstel­lung Romane Thana. Orte der Roma und Sin­ti wird ab 12. Feb­ru­ar im Wien Muse­um gezeigt. 

Kemeten: Keine Gedenktafel für Roma

In der Nacht von 4. auf 5. Feber 1995 explodierte eine Rohrbombe und riss vier Men­schen aus dem Leben. Erwin Hor­vath, Karl Hor­vath, Peter Sarközi und Josef Simon wur­den ermordet. Sie woll­ten eine Tafel wegrück­en mit der ein­deuti­gen Inschrift: „Roma zurück nach Indi­en”. Es war der schlimm­ste recht­sex­trem­istisch motivierte Anschlag der Zweit­en Repub­lik. Das offizielle Öster­re­ich gedenkt und erin­nert an das Atten­tat von Ober­wart. Viele wur­den erst durch das Atten­tat auf die Ver­brechen der Nazis aufmerk­sam. Tausende öster­re­ichis­che Roma wur­den von den Nazis ver­schleppt und ermordet. Seit eini­gen Jahren wer­den in den Gemein­den Erin­nerungsstät­ten für die Ermorde­ten geschaf­fen. Nicht so in Keme­ten. Weit­er…