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Kategorie: Termine

Fest der Freude

8. Mai 2018 um 20:00 Uh
Heldenplatz

http://www.festderfreude.at/

Am 8. Mai 1945 war das nation­al­sozial­is­tis­che Regime durch die alli­ierten Trup­pen besiegt und die Deutsche Wehrma­cht kapit­ulierte bedin­gungs­los. Damit war der ver­brecherische Angriffs- und Ver­nich­tungskrieg in Europa been­det. Anstatt diesen Tag zu feiern, ver­anstal­teten ab den 1990er Jahren recht­sex­treme Burschen­schaften des Wiener Kor­po­ra­tionsringes ein Totenge­denken auf dem Wiener Helden­platz. Sie trauerten um die gefal­l­enen Sol­dat­en und Ange­höri­gen der Nation­al­sozial­is­tis­chen Ver­brechen­sor­gan­i­sa­tio­nen. Mit dem Ziel den Sieg über die Deutsche Wehrma­cht zu feiern, fan­den seit 2000 regelmäßig Kundge­bun­gen und Demon­stra­tio­nen der Zivilge­sellschaft gegen dieses Totenge­denken statt.

Aus diesem Grund wurde das „Fest der Freude“ ins Leben gerufen. Denn der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung und der Freude, an dem nicht nur die Befreiung von der nation­al­sozial­is­tis­chen Herrschaft gefeiert. An den Ver­brechen des Nation­al­sozial­is­mus haben zahlre­iche Öster­re­icherin­nen und Öster­re­ich­er überzeugt mit­gewirkt. Es wird auch jen­er Mil­lio­nen gedacht, die von den Nation­al­sozial­is­ten ver­fol­gt und ermordet wur­den. Darunter auch jene, die den Kampf gegen das nation­al­sozial­is­tis­che Regime mit ihrem Leben bezahlt haben. Es wird aller gedacht, die sich dem nation­al­sozial­is­tis­chen Herrschaft­sanspruch ver­weigert haben oder Wider­stand geleis­tet haben sowie jen­er, die in den Trup­pen der Alli­ierten einen wichti­gen Beitrag für die Befreiung Öster­re­ichs geleis­tet haben. Dieser große Tag soll daher mit einem alljährlichen Freuden­fest am geschicht­strächti­gen Wiener Helden­platz gefeiert wer­den. Der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung und Freude!

Im Mai 2013 wurde der Tag der Befreiung vom Nation­al­sozial­is­mus erst­mals im großen Rah­men am Wiener Helden­platz began­gen. Mehr als 10.000 BesucherIn­nen kamen zum Fest der Freude um das Konz­ert der Wiener Sym­phoniker zu hören und den Tag der Befreiung von der nation­al­sozial­is­tis­chen Herrschaft zu feiern. Die erst­ma­lige Ver­anstal­tung war ein großer Erfolg und ein wichtiger Schritt, um ein würdi­ges Gedenken am 8. Mai in Zukun­ft sicherzustellen.

Vortrag im DÖW: Jüdische und nichtjüdische Quellen zu Vertreibung – Deportation – Vernichtung

24. Mai 2018
Ver­anstal­tungsraum Ausstel­lung Doku­men­ta­tion­sarchiv, Altes Rathaus, Wip­plinger­straße 6–8, 1010 Wien (Ein­gang im Hof)

Start der Vor­tragsrei­he im DÖW am 26. April 2018: Win­fried R. Garscha spricht über die Vertrei­bun­gen 1938 und die ersten Depor­ta­tio­nen 1939 und 1941

In dieser Vor­tragsrei­he wer­den unter­schiedliche Quellen (Doku­mente von Opfern, Tätern und Zeug­In­nen, mündliche und schriftliche Erin­nerun­gen) zur Ver­fol­gung der jüdis­chen Bevölkerung vorgestellt. Während die Täter über die Depor­ta­tio­nen akribisch Buch führten, sind die Vertrei­bun­gen der ersten Monate nach dem „Anschluss“ Öster­re­ichs an NS-Deutsch­land nur ungenü­gend doku­men­tiert. In den Nachkriegsprozessen gegen die Täter wurde der Ver­nich­tungsvor­gang selb­st rekon­stru­iert. Die gegen­wär­tige Holo­caust­forschung wen­det sich ver­stärkt den ersten, teil­weise noch vor der Befreiung von Jüdin­nen und Juden selb­st zusam­menge­tra­ge­nen Doku­menten­samm­lun­gen zu.

24. Mai 2018
Wolf­gang SCHELLENBACHER
Erstes Sprechen über den Holo­caust: Überblick über Early-Documentation-Projekte

Ver­anstal­tet vom Jüdis­chen Insti­tut für Erwach­se­nen­bil­dung in Koop­er­a­tion mit dem DÖW

Kurs-Nr.: FV274a‑d

Kosten: 24,- Euro (6,- Euro/Vortrag)

Ort:
Ver­anstal­tungsraum Ausstel­lung Doku­men­ta­tion­sarchiv, Altes Rathaus, Wip­plinger­straße 6–8, 1010 Wien (Ein­gang im Hof)

Zeit:
24. Mai 2018, Don­ner­stag, 18.30 bis 20.00 Uhr

Anmel­dung:
Anmel­dung und Bezahlung im Jüdis­chen Insti­tut für Erwachsenenbildung
e‑mail [email protected] | T +43 1 891 74 153 000

Dokumentarfilm: UNSER KAMPF von Simon Wieland

11. Mai 2018
Metro Kinokulturhaus
Johan­nes­gasse 4
1010 Wien
[email protected]

Eine Fam­i­lie. Drei Gen­er­a­tio­nen. Neun Kriege.

70 Jahre nach Ende des Zweit­en Weltkrieges illus­tri­ert der Film eine israelis­che Fam­i­lie in drei Gen­er­a­tio­nen: Erzählt wird die Geschichte der aus Wien stam­menden Holo­caust-Über­leben­den Mira Fritzi Kurz, 85, sowie ihrer Kinder und Enkelkinder in Israel – dem wohl meist gehas­sten Land der Welt.

UNSER KAMPF zeigt anhand des Mikrokos­mos dieser Fam­i­lie und ihrer drei Gen­er­a­tio­nen die Auswirkun­gen der Shoa auf die Schick­sale, die Lebenswel­ten und die Trau­ma­ta aller Fam­i­lien­mit­glieder. Er doku­men­tiert, wie der Holo­caust bis heute den Staat Israel und die Fam­i­lie belastet, die in per­ma­nen­tem Aus­nah­mezu­s­tand sowie neuer Bedro­hung lebt. Als Opfer und als Täter.

Oder, wie Mira Fritzi Kurz es aus­drückt: „Alle unsere Erin­nerun­gen sind mit Kriegen ver­bun­den. Wir kön­nen nicht fünf Minuten sprechen, ohne irgen­deinen Krieg zu erwäh­nen. Unglaublich. Ein wun­der­bares, ver­flucht­es Land!“

Konferenz: Vergessen und Erinnert. Erinnern und Gedenken an die einstigen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager

25.–26. Sep­tem­ber 2018
Konferenzort:
Pol­nis­che Akademie der Wis­senschaften, Wis­senschaftlich­es Zen­trum in Wien

Kon­ferenz: Vergessen und Erinnert.
Erin­nern und Gedenken an die ein­sti­gen nation­al­sozial­is­tis­chen Konzen­tra­tions- und Vernichtungslager.

Das Wis­senschaftliche Zen­trum der Pol­nis­chen Akademie der Wis­senschaften in Wien organ­isiert die nun­mehr fün­fte Kon­ferenz eines Kon­ferenzzyk­lus, in dessen Mit­telpunkt die Geschichte der nation­al­sozial­is­tis­chen Konzen­tra­tionslager sowie die Geschichte von Erin­nerungskul­tur und Gedenken nach dem Zweit­en Weltkrieg ste­hen. Ziel des Kon­ferenzzyk­lus ist es, ein Diskus­sions­fo­rum zum Aus­tausch über die Forschungsergeb­nisse von Forsch­ern aus Polen, Öster­re­ich und weit­eren Län­dern zu schaffen.

Key words: deutsche nation­al­sozial­is­tis­che Konzen­tra­tions- und Ver­nich­tungslager sowie weit­ere Repres­sion­sorte in Mit­teleu­ropa, Erin­nerung­sorte, Erin­nerungsmod­elle, Funk­tion­sweisen von Erin­nern und Gedenken, Vergessen, Ver­drän­gen und Wiedererin­nerung, kollek­tive Erin­nerung, Erin­nerung als kul­turelle Ressource, Holocaust
Das Wis­senschaftliche Zen­trum der Pol­nis­chen Akademie der Wis­senschaften in Wien organ­isiert die nun­mehr fün­fte Kon­ferenz eines Kon­ferenzzyk­lus, in dessen Mit­telpunkt die Geschichte der nation­al­sozial­is­tis­chen Konzen­tra­tionslager sowie die Geschichte der Erin­nerungskul­tur und des Gedenkens nach dem Zweit­en Weltkrieg ste­hen. Ziel des Kon­ferenzzyk­lus ist es, ein Diskus­sions­fo­rum zum Aus­tausch über die Forschungsergeb­nisse von Forsch­ern aus Polen, Öster­re­ich und weit­eren Län­dern zu schaf­fen. Begin­nend im Jahr 2010 fan­den die Kon­feren­zen bis dato alle zwei Jahre statt. Kon­feren­zsprachen sind Pol­nisch und Deutsch. Sämtliche Vorträge wer­den simul­tan gedol­metscht. Die Auf­sätze, die auf der Grund­lage der während der Kon­ferenz gehal­te­nen Vorträge ver­fasst wur­den, wer­den in deutsch­er Sprache mit Zusam­men­fas­sun­gen in pol­nis­ch­er Sprache sowie Kurz­ab­stracts in englis­ch­er Sprache im Peter Lang Ver­lag publiziert.
Das Ende des Zweit­en Weltkriegs liegt bere­its 73 Jahre zurück. Während der ver­gan­genen Jahrzehnte unter­la­gen die Nar­ra­tive über die deutschen nation­al­sozial­is­tis­chen Konzen­tra­tionslager im beset­zten Europa zahlre­ichen Verän­derun­gen. Die Ereignisse der jüng­sten Ver­gan­gen­heit zeigen, welch inten­siv­en Emo­tio­nen, Diskus­sio­nen und Kon­flik­te dieses The­ma in der Öffentlichkeit her­vorzu­rufen ver­mag. Auch sind die nation­al­sozial­is­tis­chen Konzen­tra­tionslager sowie weit­ere Repres­sion­sorte des nation­al­sozial­is­tis­chen Regimes seit vie­len Jahrzehn­ten ein wichtiges The­ma wis­senschaftlich­er Forschung.
In den einzel­nen Län­dern haben manche Orte, gesellschaftliche Grup­pen, Ereignisse und Erfahrun­gen aus ganz unter­schiedlichen Grün­den – u.a. auf­grund der jew­eili­gen poli­tis­chen und gesellschaftlichen Sit­u­a­tion – in der kollek­tiv­en Erin­nerung einen zen­tralen Platz inne, andere hinge­gen wur­den mar­gin­al­isiert beziehungsweise sind nahezu vergessen. Ziel der Kon­ferenz ist es, die Prozesse von Erin­nerung und Vergessen zu analysieren. Als Aus­gangspunkt für das Konzept der Kon­ferenz kann dabei das KZ Gusen, das „Zwill­ingslager” des KZ Mau­thausens und dessen Außen­lager, betra­chtet wer­den. De fac­to war das KZ Gusen jedoch größer als das Stamm­lager in Mau­thausen, jahrzehn­te­lang stand es gewis­ser­maßen im Schat­ten des KZ Mau­thausen. Seit einiger Zeit kehrt es in die kollek­tive Erin­nerung zurück. Im Hin­blick darauf, dass Polen in diesem
Konzen­tra­tionslager die größte Häftlings- und Opfer­gruppe waren, ist das KZ Gusen von beson­der­er Bedeutung.
Die Analyse der Frage, welche Fak­toren im öster­re­ichisch-pol­nis­chen Kon­text den Diskurs über die nation­al­sozial­is­tis­chen Repres­sion­sorte bes­tim­men, ist ein weit­eres Kon­ferenzziel. Welche Aspek­te der Geschichte wur­den Teil der kollek­tiv­en Erin­nerung? Welche Aspek­te wur­den bzw.werden unter­drückt oder sog­ar tabuisiert? Welche Aspek­te sind lediglich Teil der lokalen Erinnerung?

Fol­gende The­men wer­den während der Kon­ferenz diskutiert:

Mech­a­nis­men des Vergessens, Ver­drän­gens und Wiedererinnerns
Welchen Verän­derun­gen unter­liegen Gedenken und Erin­nern an die Repres­sion­sorte und
warum kam es dazu? Welche Erin­nerungsin­halte rück­en zunehmend in den Hintergrund?
Auf welche Weise erfol­gen „Wiedererin­nerung“ bzw. „Vergessen“?

Vergessene Häftlings­ge­sellschaften, Ereignisse und Erfahrungen
Wie wird einzel­ner Häftlings­grup­pen (beispiel­sweise Frauen, Kinder, religiöser
Min­der­heit­en, sex­ueller Min­der­heit­en, psy­chisch kranker Men­schen) gedacht? Welche
Grup­pen geri­eten eher in Vergessen­heit und warum? In welchem Kon­text ste­ht dies mit der
Struk­tur der Häftlings­ge­mein­schaft während des Beste­hens der Konzentrationslager
(priv­i­legierte Häftlinge, soge­nan­nte „Promi­nente” ein­er­seits, soge­nan­nte „Muselmän­ner“
andererseits)?

Instru­men­tal­isierung des Erinnerung
Welche ‘Akteure’ formten das Nar­ra­tiv über die Konzen­tra­tionslager und Repressionsorte?
Auf welche Weise wur­den sie geschaf­fen? Welche Motive lagen diesen Prozessen
zugrunde? Welchen Zie­len diente die solcher­art geschaf­fene Erin­nerung? Wie gehen
ver­schiedene gesellschaftliche Grup­pen damit um?

Arten von Erin­nerung und Gedenken
Auf welche Weise man­i­festiert sich die Erin­nerung? An welchen Orten und auf welche
Weise erfol­gt dieser Prozess? Wie erin­nern sich einzelne Gesellschafts­grup­pen? Welche
Erin­nerungsträger gibt es (erhal­tene Arte­fak­te, Ausstel­lun­gen und Museen, Gedenkfeiern)?
Inwieweit tra­gen diese zur Aufrechter­hal­tung von Erin­nerung und Gedenken bei? Wie
wer­den sie wahrgenommen?

Glob­ale bzw. lokale Erinnerung
Wie wer­den inter­na­tionale, nationale und lokale Per­spek­tiv­en des Erinnerns
beziehungsweise Nich­terin­nerns dif­feren­ziert? Inwieweit wer­den Prozesse von Erin­nern und
Wiedererin­nern beziehungsweise von Vergessen und Ver­drän­gen auch in außereuropäischen
Län­dern wahrgenom­men? Was sind die Gründe für diese Phänomene?

Wir ersuchen, Vor­tragsvorschläge ein­schließlich Abstracts (1.500–2.000 Zeichen inkl. Leerze­ichen) sowie Kurzbi­ogra­phien (bis 500 Zeichen) bis 15. April 2018 an die Mailadressen
[email protected] und [email protected] zu senden.

Call for Papers

Mehr Info: http://www.viennapan.org/Einladungen_2018/CfP.pdf

Stoppt die Rechten! Die „Sozialpolitik” der FPÖ

Don­ner­stag, 5. Okto­ber, 19 bis 22 Uhr.
Die Grü­nen Sim­mer­ing, Gottschalk­gasse 11, 1110 Simmering

Zen­traler Bestandteil frei­heitlich­er Pro­gram­matik war und ist die völkische Iden­tität und die Eth­nisierung poli­tis­ch­er und sozialer Rechte. Weit­er…

Buchpräsentation: Die FPÖ: Partei der Reichen

Erste Buch­präsen­ta­tion am 3. Sep­tem­ber am Stand des KZ-Ver­ban­des am Volksstim­me­fest in Wien (Ini­tia­tiven­straße), ab Anfang Sep­tem­ber in jed­er gut sortierten Buchhandlung!

Die FPÖ nen­nt sich „Soziale Heimat­partei”. Doch tat­säch­lich hat sie ein ganz anderes Programm:
— Drama­tis­che Kürzun­gen des Sozialstaats
— Kürzun­gen bei Gesund­heit und Pensionen
— Erhöhung der Mehrwertsteuer
— Angriffe auf das Arbeitsrecht
und vieles mehr.

In Wahlkampfzeit­en wird oft vor­sichtiger for­muliert, doch im Hin­ter­grund wird Klar­text gesprochen. In der Öffentlichkeit wenig bekan­nte neolib­erale Ide­ologIn­nen geben dabei die pro­gram­ma­tis­che Lin­ie vor. Das alles ist nicht neu: die FPÖ war immer eine Partei der bürg­er­lich-burschen­schaft­tlichen Elite.

Von den Anfän­gen der Partei über Schwarz-Blau zeich­net Michael Bon­va­l­ot die Wirtschaft­spoli­tik der FPÖ nach. Auch das Wirtschaft­spro­gramm 2017 wird bere­its analysiert. Und die Fülle an Bele­gen lässt nur einen Schluss zu: die FPÖ ist eine Partei der Reichen.