Altenmarkt/Sbg: LGBTQ-Hasser setzt Auschwitz-Kommentar ab
Z.H., nach eigenen Angaben Mitarbeiter der Firma Atomic, sah sich bemüßigt, beim Account des „Standard“ zu einem Facebook-Reel über die Budapest-Pride Kommentare anzubringen: „Oneway ticket to Auschwitz“ Auf die Antwort zu seinem Kommentar, „Da bist du gut 85 Jahre zu spät dran“, fügte H. hinzu: „wird neu geöffnet für diese Müll. Irgendwie muss verbrennen.“ Nach zahlreichen widersprechenden Reaktionen und der Androhung, seine Ergüsse bei seinem Arbeitgeber zu melden, erklärte der aus Ungarn stammende LGBTQ-Hasser einem sichtlich sehr erbosten User: „ich habe mehr deutsches blut als du.“

„Stoppt die Rechten“ hat zu dem „deutschblütigen“ Ungarn die Firma Atomic um eine Stellungnahme ersucht, die hier in voller Länge wiedergegeben wird.
Wir wurden auf einen beleidigenden und antisemitischen Kommentar aufmerksam gemacht, der auf Facebook vom Konto eines Atomic-Mitarbeiters gepostet wurde. Der Kommentar steht in direktem Widerspruch zu unseren Werten als Marke und als Unternehmen.
Bei Atomic stehen wir für Respekt, Vielfalt und Menschenwürde. Wir verurteilen unmissverständlich jede Form von Antisemitismus, Hassrede, homophobem oder diskriminierendem Verhalten. Für solche Ansichten ist in unserem Unternehmen, in unserer Gemeinschaft oder in der Gesellschaft insgesamt absolut kein Platz. Wir haben eine umfassende interne Untersuchung eingeleitet.
Eine bisher sichtbare Konsequenz ist, dass H. bei seinem FB-Profil die Angaben über Wohnort und Arbeitsplatz gelöscht hat. Er wird sich jedoch mehr einfallen lassen müssen. Wir haben bei der NS-Meldestelle im Innenministerium Anzeige erstattet.
Absam/T: Nazi-Geschmiere
Eine kurze Meldung aus Tirol:
Am 4. Juli 2025 gegen 02:45 Uhr besprühte eine bislang unbekannte Täterschaft die Hausmauer einer Berufsschule in Absam mit nationalsozialistischen, polizeifeindlichen und rassistischen Schriftzügen sowie Symbolen. Die Ermittlungen zur Erforschung der Täterschaft sind im Gange. Die Höhe des entstandenen Schadens ist derzeit nicht bekannt. (meinbezirk.at, 5.7.25)
Bez. Wels/OÖ: Wieder einmal Waffenarsenale
Medien preschten zum Teil mit falschen Angaben vor, die Landespolizeidirektion Oberösterreich hoppelte mit einer Presseaussendung hinterher. Der Informationswert hielt sich, was Hintergründe betrifft, in engen Grenzen. Bekannt ist nur, dass nach einem anonymen Hinweis im Mai im Zuge von zwei Hausdurchsuchungen im Bezirk Wels bei 43- und 55-jährigen Oberösterreichern zahlreiche (laut ORF 373) Schusswaffen sichergestellt wurden,
wobei nach bisherigem Ermittlungsstand der Großteil der Waffen von den Beschuldigten legal besessen wurde. Hinsichtlich einiger weniger Waffen und Waffenteile (darunter 5 Maschinenpistolen bzw. Maschinengewehre) lagen jedoch keine entsprechenden Berechtigungen vor. (LPD OÖ via polizei-nachrichten.at, 1.7.25)
Die beiden Durchsuchten seien geständig und geben an, von dem 55-Jährigen, über den keinerlei Informationen öffentlich wurden, beliefert worden zu sein. Wie fast immer in solchen Zusammenhängen wurde mit den verharmlosenden Begriffen „Waffennarren“ und „Waffensammlern“ hantiert.
Zagreb/Kroatien: Thompson mit Faschistengruß und Huldigung an Nazi-Terroristen
Der kroatische Sänger Marko Perković, der sich nach einer Maschinenpistole den Künstlernamen „Thompson“ verpasst hat, gab am 5. Juli in Zagreb ein Konzert vor rund einer halben Million Fans und löste mit dem Abend massive Kritik aus. Der Musiker, der seit Jahren für seine nationalistischen Texte und die Verherrlichung des faschistischen Ustaša-Regimes bekannt ist, rief in Zagreb den ersten Teil der offiziellen Grußformel des kroatischen Nazi-Regimes „Za dom“ (Für die Heimat) in die Menge, woraufhin das Publikum lautstark mit „Spremni!“ („Bereit!“) antwortete. Damit war der Sound des Abends vorgegeben.
Medienberichten zufolge zeigten etliche Zuschauer auch rechtsextreme Zeichen – etwa durch das Tragen der schwarzen Kappe der Ustaša-Milizen oder von Schals mit „Za dom – spremni“. Bilder zeigen zudem Fans, die vor Konzertbeginn den Ustaša-Gruß mit ausgestrecktem Arm ausführten.
Besonders provokant war Thompsons Outfit: Er trug ein T‑Shirt mit der Zahl „03941158“ – der ehemaligen Häftlingsnummer des nationalistischen Terroristen Zvonko Bušić, der 1976 eine Flugzeugentführung mit Todesfolge verübte. Das ist als gezielte Glorifizierung extremistischer Gewaltakteure zu werten. „Erst im vergangenen Jahr hatte Thompson Busics Namen in Verbindung mit seinem Lied „Duh ratnika“ („Der Geist des Kriegers“) in den sozialen Medien geteilt.“ (kosmo.at, 6.7.25)
Vertreter der jüdischen Gemeinde, der serbischen Minderheit sowie politische und zivilgesellschaftliche Akteur*innen zeigten sich entsetzt. Auch internationale Medien berichteten kritisch; die „Times of Israel“ (6.4.25) etwa bezeichnete Thompson bereits im Vorfeld des Konzerts als „nazifreundlich“.
Besonders verstörend: Premierminister Andrej Plenković besuchte gemeinsam mit weiteren zwei Ministern die Generalprobe. Opposition und NGOs warfen der Regierung vor, rechtsextremen Nationalismus stillschweigend zu legitimieren.
Der aus Bosnien stammende österreichische Politikwissenschafter Vedran Džihić kommentierte auf Bluesky das Konzertevent so:
Gestriges Konzert des rechtsextremen Sängers #Tompson in Zagreb besuchten 504.000 Menschen. Er rief Menschen „Za dom“, es schallte ihm „spremni“ entgegen. (Für Heimat bereit) Mit diesem faschistischen Ustasa-Spruch & dem Gesamtkolorit wird das Konzert zu einem Schandfleck des modernen #Kroatien.
Trotz mehrfacher Hinweise auf verbotene Symbole und Parolen griff die Polizei kaum ein. Man habe es vorgezogen, den Abend zu dokumentieren und erst dann etwaige Vorfälle zu prüfen. Was dabei rauskommt, ist zu erahnen.
Perković hat mittlerweile in einigen Ländern Auftrittsverbot. In Österreich wurde 2017 ein geplantes Konzert nach massiven Protesten abgesagt.
Unabhängige Recherche ermöglichen...
Jetzt unterstützen »
