Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation | FPÖ-Einzelfall

Lesezeit: 4 Minuten

Rosenkranz-Statement zur Causa Schimanek: Da fehlt doch was!

Eine parlamentarische Anfrage der Grünen hat nun den entscheidenden Anstoß gegeben: Die darin erwähnten E-Mails unter Neonazis führten zwar zur Beendigung des Dienstverhältnisses von René Schimanek als Büroleiter des Nationalratspräsidenten, waren Walter Rosenkranz aber keine Erwähnung wert.

3. März 2025
Das "Forsthaus" in Kronsegg/Langenlois – Wohnhaus der Familie Schimanek (© SdR)
Das „Forsthaus“ in Kronsegg/Langenlois (© SdR)

Die Anfrage des Grünen Rechtsextremismussprechers Lukas Hammer an Rosenkranz zu seinem mittlerweile ehemaligen Büroleiter René Schimanek ist auf der Website des Parlaments nur durch gezielte Suche auffindbar. Sie wurde bereits am Dienstag, 25. November, eingereicht, aber erst am späten Donnerstag online gestellt. Eine wahre Flut an später von der FPÖ eingebrachten Anfragen erschien auf der Website früher. „Stoppt die Rechten“ entschied sich daher, die Anfrage auf dieser Website zu veröffentlichen – was zu Tausenden von Zugriffen führte. Falls die FPÖ damit spekuliert hatte, die Anfrage der Grünen vor der Öffentlichkeit verbergen zu können, ist sie kläglich gescheitert. Zuerst berichtete der „Standard“ (28.2.25), dann folgten Ö1, die ZiB und weitere Medien.

Rosenkranz ließ sich für eine Stellungnahme lange Zeit, obwohl er drei Tage hatte, um zu überlegen, wie er auf die in der Anfrage geäußerten Vorwürfe reagieren könnte. Über die APA kam dann erst am frühen Nachmittag des 28. Februar ein Statement. Wer gedacht hätte, es gäbe auch nur die geringste Form der Distanzierung – immerhin legen die in der Anfrage zitierten Mails nahe, dass sein Büroleiter ein Naheverhältnis zu Neonazis gepflegt haben könnte –, irrte. Noch kurioser: Rosenkranz ging auf den aktuellen Anlass, die E-Mails, die Schimanek letztlich seinen Posten im Parlament gekostet haben, mit keinem Wort ein:

Ich bin überzeugt, dass sich all die Vorwürfe und Verdrehungen, die rund um seine Person existieren, nicht nur aufklären werden, sondern auch zur vollständigen Rehabilitierung seines durch Ermittlungsverfahren und politische Attacken angekratzten Rufes führen. (APA, 28.2.25)

Forsthaus Schimanek: ein Neonazi-Treffpunkt?

Im Ermittlungsverfahren geht es um jene Funde, die im Zuge der Razzien gegen die „Sächsischen Separatisten“ („SS“) im sogenannten „Forsthaus“ bei der Burgruine Kronsegg, dem Wohnsitz der Familie Schimanek, der für die des Rechtsterrorismus beschuldigten „SS“ als Rückzugsort am „Tag X“ dienen hätte sollen, sichergestellt wurden: militärische Ausrüstungsgegenstände, ein Schalldämpfer, Munition und NS-Devotionalien. Gegen Schimanek, der seinen Hauptwohnsitz bis kurz nach der Hausdurchsuchung in Kronsegg gemeldet hatte, wird daher nach dem Verbots- und Waffengesetz ermittelt.

Zwei der Neffen von René Schimanek, Jörg und Jörn, befinden sich seit 5. November 24 in Haft, der dritte, Jorik, zählt zu den Beschuldigten. Er und seine Mutter sollen sich zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung im Forsthaus aufgehalten haben. Der Vater, Hans Jörg Schimanek jun., der in den Mails unter dem Pseudonym „Donauwalzer1“ eine zentrale Rolle einnimmt, soll laut Ermittlungsakten seine Söhne mit ihren „Sächsischen Separatisten“ unterstützt haben.

Über die Verbindungen zwischen Hans Jörg Schimanek jun. zu dem in den Mails genannten militanten Neonazi Sören Brühl hat die „Autonome Antifa Freiburg“ bereits 2016 berichtet, Brühl soll auch im Forsthaus zu Besuch gewesen sein, wie der Journalist Thomas Winkelmüller auf Bluesky schreibt. All dies deutet darauf hin, dass das Forsthaus als Neonazi-Treffpunkt gedient hat.

Ein weiteres Detail aus den Mails: Derenzufolge soll Hans Jörg Schimanek jun. ein Mail mit dem Betreff „Geburtstag“ – gemeint war Hitlers Geburtstag – an seinen Bruder René, Brühl und einen Account „grossdeutschland“ weitergeleitet haben. „grossdeutschland“ nannte sich auch ein/e UserIn im neonazistischen Alpen-Donau-Forum. Es wurde vermutet, dass dieser Account aus Wien oder Niederösterreich betrieben wurde.

Der Leipziger Neonazi Ricardo Sturm (li) und Hans Jörg Schimanek jun. am Ulrichsberg 2009 (Foto gamma 189, S. 5)
Der Leipziger Neonazi Riccardo Sturm (li) und Hans Jörg Schimanek jun. am Ulrichsberg 2009 (Foto gamma 189, S. 5)

Die Besitzerin des Forsthauses, die Gemeinde Langenlois, prüft nun eine Auflösung des Mietvertrages mit der Familie Schimanek. In Niederösterreich regt sich Widerstand gegen die Angelobung von René Schimanek als Stadtrat. Die FPÖ hatte mit Schimanek als Listenführer bei der Gemeinderatswahl im Jänner 18,5 % der Stimmen und sechs Mandate errungen. Schimanek hatte erst Ende 2023 die Ortgruppe wieder übernommen, nachdem der damalige blaue Stadtrat David G. zuerst eine Frau und dann sich selbst getötet hatte. G. war auf Facebook auch mit Hans Jörg Schimanek jun. befreundet.

Mail-Signatur, die Fragen aufwirft

Walter Rosenkranz muss nun spätestens bis zum 25. April Zeit, die Anfrage der Grünen beantworten – dort wird auch gefragt, wie er die bemerkenswerte Signatur in einem der zitierten Schimanek-Mails, nämlich „Büroleitung Generalsekretariat der FPÖ“ mit der Adresse des Parlaments, erklären kann:

War zum oben zitierten Zeitpunkt (November 2013) das FPÖ-Generalsekretariat bzw. dessen Büroleiter in Parlamentsräumlichkeiten untergebracht?
Wenn nein: Welche Erklärung haben Sie bzw. Ihr Büroleiter Rene Schimanek dafür, dass das offen rassistische Mail vom November 2013 mit der oben zitierten Signatur verschickt wurde?

Sollten Parlamentsräumlichkeiten als Partei-Generalsekretariat gedient haben, besteht nicht nur für Rosenkranz, sondern für seine gesamte Partei Erklärungsbedarf.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation, FPÖ-Einzelfall
Schlagwörter: Alpen Donau Info | FPÖ | Illegaler Waffenbesitz/Waffenhandel | Neonazismus/Neofaschismus | Niederösterreich | Rechtsterrorismus | Weite Welt | Wiederbetätigung | Wien

Verwandte Beiträge

  • 28. Feb. 2025
    Anfrage: NS-Glorifizierung, Antisemitismus und Rassismus: René Schimanek und sein E-Mail-Verkehr
  • 20. Mai 2016
    Hofers Büroleiter Schimanek
  • 19. Aug. 2016
    Unister: Reiseportale mit brauner Vergangenheit?
    Hans Jörg Schimanek jun. 2009 während des SS-Veteranentreffens am Kärntner Ulrichsberg (Bildquelle: u-berg.at)

Beitragsnavigation

« Anfrage: NS-Glorifizierung, Antisemitismus und Rassismus: René Schimanek und sein E-Mail-Verkehr
Schimanek und der Sprengstoffexperte »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter