Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeitrag
  • Materialien
  • Rezension

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Dokumentation

Lesezeit: 4 Minuten

Hofers Büroleiter Schimanek

Der Präsidentschaftskandidat der FPÖ, Norbert Hofer, hat angekündigt, im Falle seiner Wahl seine Büromitarbeiter in die Präsidentschaftskanzlei mitnehmen zu wollen. „Einige hartgesottene Herren“ hat „profil“ (Nr. 20/2016) unter Hofers Mitarbeiter entdeckt. Einer davon ist René Schimanek.

20. Mai 2016

René Schimanek ist der Büroleiter von Norbert Hofer, dem Dritten Präsidenten des Nationalrats. Falls der Bundespräsident würde, wäre Schimanek zwar nicht der Leiter der Präsidentschaftskanzlei, aber wohl so etwas wie Bruno Aigner für Heinz Fischer.

Eine nicht ganz so hohe, aber ähnlich einflussreiche Position hätte Schimanek im Jahr 2000 erlangt. Fast! Wenn es da nicht Fotos gegeben hätte. René Schimanek ist der Bruder von Hans Jörg Schimanek, der zuletzt im Jahr 2009 mit Gottfried Küssel und einem deutschen Neonazi am Ulrichsberg in Kärnten aufgetaucht ist.

Der Leipziger Neonazi Ricardo Sturm (li) und Hans Jörg Schimanek jun. am Ulrichsberg 2009 (Foto gamma 189, S. 5)
Der Leipziger Neonazi Riccardo Sturm (li) und Hans Jörg Schimanek jun. am Ulrichsberg 2009 (Foto gamma 189, S. 5)


Ulrichsberg 2009: Küssel mit Riccardo Sturm, Neonazi aus Leipzig

Früher einmal robbten die beiden Schimanek-Brüder bei der Kameradschaft Langenlois herum. Der Antisemitismus-Bericht des „Stephen Roth Institute“ der Universität Tel Aviv stellte 1998 fest, dass „das FPÖ-Mitglied Rene Schimanek tief in die paramilitärische Naziorganisation Kameradschaft Langenlois involviert war“.

Während Bruder Hans Jörg wegen seiner Aktivitäten in der Wehrsportgruppe und der neonazistischen Organisation VAPO des Gottfried Küssel zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, landete René im Jahr 2000 im Büro des kurzzeitigen FPÖ-Justizministers Michael Krüger. „Aushilfsweise“, betonte Krüger damals und drohte dem „Falter“ (6 und 8/2000), der die Beschäftigung von René recherchiert hatte, mit einer Klage.

Die Wehrsportübungen der Kameradschaft Langenlois waren das eine, das Foto eines Kampfauftritts von René mit seinem Bruder Hans Jörg und Gottfried Küssel war das andere Steinchen, das seine politische Karriere kurz behinderte. Am 21. März 1987 hatte sich die braune Küssel-Truppe am Wiener Neubau-Gürtel versammelt und gedroht, sich mit Holzknüppeln den Weg gegen linke Demonstranten freizuschlagen. Der Fotograf beschreibt dem „Kurier“ (20.5.16) die Szene und das berühmte Foto:

Küssel & Co verließen das Lokal. Die Polizisten wurden mehrfach aufgefordert, der Küssel-Truppe doch die „Holzprügel“ abzunehmen, die sie in Händen hielten, doch die Polizei kam, wie damals üblich war, dem Ersuchen nicht nach, sondern schleuste die rechten Recken an den gefährlichen „linken“ Gegendemonstranten vorbei. René Schimanek (auf dem Foto der vierte Kerl) war eher das „Beiwagerl“ seines großen radikalen Bruders Hans-Jörg, so mein Eindruck. Der „Kleine“ war in den 1990-er Jahren in der (elterlichen) Presszentrum VerlagsGmbH tätig, die Ende 2010 aufgelöst wurde.

Die Kampfübungen der Kameradschaft Langenlois, bei der auch Gurgelschnitt und Nierenstich geübt wurden, versuchte René dem „Falter“ (Nr. 8/2000) als „Geländespiele“ zu verkaufen: „… das waren aber nur Pfadfinderspiele, die keinerlei militärischen oder politischen Charakter hatten. Ein Mitglied rechtsextremer Organisationen bin ich aber nie gewesen.“

Das Foto (eigentlich sind es mehrere) vermittelt einen anderen Eindruck. Es „zeigt die drei mit Schlagstock und Kampfstiefel.“ Die drei, das waren Gottfried Küssel, Hans Jörg Schimanek jun. und René Schimanek. Wegen des Fotos und dessen Hintergrund wurde es nichts mit dem Job als Kabinettsmitarbeiter von Justizminister Krüger. Die FPÖ und Krüger erzählten der Öffentlichkeit die Geschichte mit dem Aushilfsjob, und Krüger war nach einem Monat als Justizminister selbst Geschichte. René Schimanek arbeitete im FPÖ-Parlamentsklub. Dort störte seine Geschichte schon damals niemanden. Dann arbeitete und kandidierte er für das BZÖ. Später wechselte er dann wieder zur FPÖ – anscheinend problemlos.


Gottfried Küssel, Hans Jörg Schimanek jun. und René Schimanek (© Robert Newald)

Im Herbst 2015 entdeckt ihn der Falter (Nr. 43/2015) im Kabinett des Dritten Präsidenten Hofer. René Schimanek erzählt der Redakteurin, wie und was der Zufall so spielt im Leben. Bei Krüger habe er sich nur deshalb um die Post gekümmert, weil dessen Mitarbeiterin länger nicht da war (Krüger selbst war nur kurz da: Justizminister vom 4.-29.2.2000). Für das BZÖ habe er 2006 nur deshalb kandidiert, weil er damals zufällig im Pressebüro des BZÖ beschäftigt war „und wir mussten alle kandidieren“ (Falter).

Auch seine Beteiligung an den Wehrsportübungen sei nur zufällig gewesen:

„Die Lager, die mein Bruder veranstaltet hat, waren an unserem Wohnort, natürlich habe ich dort vorbeigeschaut.“ Auch Neonazi Küssel habe er getroffen, „aber als Freundschaft würde ich das nicht bezeichnen. Dafür war nicht nur der Altersunterschied zu groß, ich teile auch Küssels Ideologie nicht. In einer gefestigten Demokratie hat der Nationalsozialismus keinen Platz. (Falter Nr. 43/2015)

Das Foto erzählt nicht von einer zufälligen Begegnung. Es zeigt vorne den mehrfach verurteilten Neonazi Gottfried Küssel mit Kühnengruß, hinter ihm Hans Jörg Schimanek jun. in Kampfadjustierung und Springerstiefeln, dann eine Person, die von ihm verdeckt wird, und dahinter den späteren Büroleiter – mit Schlagstock. Da ist nichts von Zufall und „Vorbeischauen“ bemerkbar.

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Dokumentation
Schlagwörter: Alpen Donau Info | BZÖ | FPÖ | Kamerad-/Bruderschaften | Kärnten/Koroška | Neonazismus/Neofaschismus | Veteranentreffen | Wien

Beitragsnavigation

« Selbstbestrafung statt Selbstvergewisserung
8. Dialogforum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter