Skip to content
Stoppt die Rechten

Stoppt die Rechten

Antifaschistische Website

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky
  • Suche
  • Wissen
    • Rechtsextremismus
    • Ist die FPÖ rechtsextrem?
    • Rechtsextreme Medien in Österreich
    • Faschismus
    • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    • Antisemitismus
    • Rassismus
    • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
    • NS-Symbole und Abzeichengesetz
    • Verhetzung. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?
  • Handeln
    • Aktiv werden und handeln
    • Was kann wie wo gemeldet werden?
    • Gegen Sticker & Geschmiere
    • How to “Prozessreport”?
  • Hilfreich
    • Anleitung Sicherung von FB-Postings/Kommentaren
    • Strafbare Inhalte im Netz: eine Anzeige/Sachverhaltsdarstellung einbringen
    • Newsletter
    • Open Data Archiv
    • Archiv aller Beiträge
    • Schlagwörter-Wolke
    • RSS-Feeds
  • Wochenrückblick
  • Gastbeiträge
  • Materialien
  • Rezensionen

„Stoppt die Rechten“ ist eine unabhängige, antifaschistische Plattform, die Rechtsextremismus und Neonazismus in Österreich sichtbar macht, analysiert und dokumentiert – mit dem umfassendsten öffentlich zugänglichen Online-Archiv zu rechtsextremen Entwicklungen und Vorfällen in Österreich.

FPÖ
Einzelfallzähler

aktuell 0 Fälle
alle Fälle lesen

Waffenfunde
 

0
alle Fälle lesen

Startseite | Aufgedeckt | Dokumentation | Rechtsextreme Medien

Lesezeit: 3 Minuten

Der Eckart und sein versteckter Chefredakteur (I): Das „Interregnum“

Vor wenigen Wochen wurde im Parlament vom Dinghofer-Institut der Medienpreis an die Redaktion der Zeitschrift „Der Eckart“ vergeben. Franz Dinghofer, nach dem Institut und Preis benannt sind, war prominenter Deutschnationaler, Antisemit und ab 1940 auch NSDAP-Mitglied. Da passt der Preis für den „Eckart“ gut dazu. Aber ausgerechnet ein Chefredakteur, dessen Zeit als „Interregnum“ geframt wird, wurde nicht einmal namentlich erwähnt. Wir holen die Würdigung deshalb nach.

11. Dez. 2024
Zwischen 2019 bis 2022 ein "Interregnum" in der "Schriftleitung" (Screenshot 70 Jahre Eckart, November 23)
Zwischen 2019 bis 2022 ein „Interregnum“ in der „Schriftleitung“ (Screenshot 70 Jahre Eckart, November 23)

Mit dem Dinghofer-Institut, seinen Preisverleihungen 2024 und der dort anwesenden blauen Prominenz hat sich das DÖW (11.24) ausführlich auseinandergesetzt. Wir haben alle Berichte darüber studiert, sogar FPÖ-TV konsumiert, aber einen nicht entdeckt: den früheren Chefredakteur. Wobei: Beim „Eckart“ heißen die Chefredakteure in treudeutscher Manier natürlich „Schriftleiter“. Also, der Schriftleiter, der zwischen 2018/19 und 2022 den rechtsextremen Laden schupfte, fehlte bei der Preisverleihung. Daher machten wir uns auf die Suche nach ihm.

Kurze Vorgeschichte

Im Vorjahr wurde „Der Eckart“ 70 Jahre alt. Nicht nur für den Trägerverein, die rechtsextreme Österreichische Landsmannschaft (ÖLM), war das ein Grund zum Feiern. In der Jubiläumsnummer 10/23 wurde zurückgeblickt, allerdings nur sehr verschwommen. Wir widmen uns vorrangig einer Periode, die im Rückblick des „Eckart“ als „Interregnum“ bezeichnet wurde. Eine spannende Periode!

Bis 2002 hieß die Zeitschrift „Eckartbote“. Vor seiner Neugründung im Jahr 1953 begleitete das Vorgängerblatt „Der getreue Eckart“ den Aufstieg des Nationalsozialismus zum Terrorregime. Nach dessen Niederlage fanden sich viele Unterstützer*innen des Nazi-Regimes aus dem Bereich der Kultur im „Eckartboten“ wieder, um, wie es in der Jubiläumsausgabe heißt, „eine Phase der ‚Selbstfindung‘ einzuleiten“. Man fand sich rasch und das im äußersten rechten Eck der Zweiten Republik – mit gelegentlichen Ausflügen in die Holocaustleugnung.

In den 2000er-Jahren verlor der ziemlich altbackene „Eckartbote“, der weitgehend in Frakturschrift gedruckt wurde und die einzelnen Ausgaben auch mit ihren germanischen Monatsnamen kennzeichnete (z.B. Eismonat für Jänner), innerhalb des rechtsextremen Lagers deutlich an Relevanz. Durch die Umbenennung auf „Der Eckart“, die Umstellung auf moderne Schrifttypen, Farbdruck, mehr politische Kommentare und Vereinsaktivitäten der ÖLM versuchte man der Bedeutungslosigkeit zu entkommen. Der Deutschnationalismus, die Verbindung zu den (schlagenden) Burschenschaften und zur FPÖ waren über die „Schriftleitung“ durch Thomas Hüttner zwischen 2008 und 2018 garantiert.

Das braune „Interregnum“ zwischen 2019 und 2022

2018 migrierte Hüttner zur AfD nach Deutschland, und beim „Eckart“ begann eine Art „Interregnum“. Anzunehmen ist, dass der Verfasser des Rückblicks, ein Autor, der sich als „Cornelius von der Mühlen“ bezeichnet, um die Bedeutung dieser Bezeichnung Bescheid wusste. Er nannte alle „Schriftleiter“ namentlich, aber den zwischen 2019 und 2022 nicht. Mit gutem Grund: Es war der seit Jahrzehnten bestens in der Neonazi-Szene verankerte Andreas Thierry, eine „Größe des Rechtsextremismus“, die es sogar zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht hat. Dort aber fehlt nicht nur das Foto, das Anfang 2007 wieder aus den braunen Untiefen aufgetaucht ist und den ziemlich frischgebackenen Chef der FPÖ, Heinz-Christian „Heinrich“ Strache, fast ins Straucheln gebracht hätte, weil es ihn mit Andreas Thierry und einigen anderen Neonazis der frühen 1990er-Jahre bei und nach paramilitärischen Übungen zeigte.

"Heinrich" Strache rechts vorne, Andreas Thierry hintere Reihe, zweiter von links
„Heinrich“ Strache rechts vorne, Andreas Thierry hintere Reihe, zweiter von links

Im Wikipedia-Eintrag fehlt ebenso ein erheblicher Teil der politischen Biographie von Thierry. Vielleicht, weil die Verfasser*innen gedacht haben, dass Thierry nicht so wichtig und ohnehin schon Schnee von gestern ist? Details der politischen Biographie des Neonazi Thierry sind auf der Website des DÖW (1) zu erfahren, allerdings fehlen weitgehend die Jahre ab 2010 nach seinem Ausstieg als Vorstandsmitglied der deutschen Neonazi-Partei NPD, wo er als Vertreter des radikalen Flügels quasi die Funktion eines Chefideologen ausgeübt hatte.

➡️ Der Eckart und sein versteckter Chefredakteur (II): Thierry und Reisinger

Fußnote

1 doew.at, April 2015: Wilhelm Lasek, Funktionäre, Aktivisten und Ideologen der rechtsextremen Szene in Österreich (s. 162ff)
doew.at, Jänner 2007: Straches Spielkameraden

Unabhängige Recherche ermöglichen...

Jetzt unterstützen »
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
Keine Beiträge mehr verpassen: Email-Benachrichtigung aktivieren
abgelegt unter: Aufgedeckt, Dokumentation, Rechtsextreme Medien
Schlagwörter: FPÖ | Neonazismus/Neofaschismus | Rechtsextremismus | Wien

Verwandte Beiträge

  • 27. Feb. 2020
    Neonazis als „junge Idealisten“ – Ein Blick in den aktuellen „Eckart“
  • 21. Okt. 2023
    Rechtsextreme Talkrunde befürwortet Desinformation

Beitragsnavigation

« Mélange KW 49/24 (Teil 2): Abartigkeiten eines mutmaßlichen Neonazis
Der Eckart und sein versteckter Chefredakteur (II): Thierry und Reisinger »

» Zur erweiterten Suche

Unabhängige Recherche unterstützen...

Spenden »

Wissen

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung

Handeln

  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?

Hilfreich

  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
E-Mail-Benachrichtigung bei neuen Beiträgen
  • Wochenrückblicke
    Beiträge
  • Gastbeiträge
    Beiträge
  • Materialien
    Beiträge
  • Rezensionen
    Beiträge
Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Kontakt

Vorfälle und Hinweise bitte über unser sicheres Kontaktformular oder per Mail an:
[email protected]

Wir garantieren selbstverständlich den Schutz unserer Informant*innen, der für uns immer oberste Priorität hat.

Spendenkonto

Um unsere Arbeit fortführen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen – danke für Ihre Unterstützung!

Spenden

Socials

social media logo x social media logo facebook social media logo bluesky

Links

  • Rechtsextremismus
  • Ist die FPÖ rechtsextrem?
  • Rechtsextreme Medien in Österreich
  • Faschismus
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
  • Antisemitismus
  • Rassismus
  • Wiederbetätigung und Verbotsgesetz
  • NS-Symbole und Abzeichengesetz
  • Verhetzung
  • Aktiv werden und handeln
  • Was kann wie wo gemeldet werden?
  • Gegen Sticker & Geschmiere
  • How to “Prozessreport”?
  • Postings gerichtstauglich sichern
  • Wie verfasse ich eine Sachverhaltsdarstellung?
  • Newsletter
  • Open Data Archiv
  • Archiv aller Beiträge
  • Schlagwörter-Wolke
  • RSS-Feeds
  • Über uns
  • Beirat und Unterstützer:innen
  • Datenschutz
  • Impressum
Spenden
Newsletter